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St¤dtisches Altenheim Eicken 2010

Date post:21-Mar-2016
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Städtisches Altenheim Eicken 2010
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  • Stdtisches Altenheim Eicken

  • Liebe Leserin, lieber Leser bevor Sie weiter blttern, mchten wir Ihnen erklren, was der Kundenorientierte Qualittsbericht ist: Im November 2007 beschloss das Sozialministerium Nordrhein-Westfalen ein Projekt zu frdern, das Menschen hilft, die sich fr das Leben in einer P)egeeinrichtung entscheiden mssen. Ziel war ein Bericht, der Senioren, Angehrige und zuknftige Kunden bei diesem Schritt untersttzt. Der ihre Wnsche und Bedrfnisse ernst nimmt, die Leser interessiert, Wissen vermittelt und erlaubt, unterschiedliche Huser zu vergleichen. Gemeinsam mit zehn anderen Einrichtungen, die an dem Projekt teilnahmen haben wir Fragen und Erwartungen zum Leben in der P)egeeinrichtung gesammelt. Durch wissenschaftliche Befragungen, im vertraulichen Gesprch, bei 5entlichen Diskussionsrunden, bei kulturellen Veranstaltungen in den Husern. Befragt wurden Bewohner, Angehrige, Ehrenamtliche, Mitarbeiter, Krankenkassen, Sozialdezernenten, Nachbarn, rzte, Seelsorger. Aus den Fragen wurde ein Fragenkatalog entwickelt, der die Grundlage fr diesen Qualittsbericht bildet. Fr die Beantwortung dieser Fragen haben wir wieder mit vielen verschiedenen Menschen zusammen gearbeitet, auch mit unabhngigen Experten von auen. In einem Tabellenteil werden die Basisinformationen zur Einrichtung dargestellt. Diese sind bersichtlich und ermglichen es dem Leser, sie mit Daten anderer Huser zu vergleichen. Der Hauptteil des Berichts besteht aus einer Mischung aus persnlichen Geschichten und Hintergrundinformationen. Sie halten deshalb auch keine Werbebroschre in der Hand, sondern einen Bericht, in dem die Lebensqualitt der Menschen in unserer Einrichtung beschrieben wird. Sie knnen lesen, was uns von anderen Husern wirklich unterscheidet; was besonders gut gelingt und natrlich auch etwas ber die Prozesse, bei denen wir uns noch auf dem Weg be?nden und wir noch nicht so ganz zufrieden sind. Neugierig geworden? Viel Spa beim Lesen.

    Inhalt

    Lebenswelt

    Wie werde ich bei Einzug und Eingewhnung untersttzt?

    4

    Wie wohne ich in der Einrichtung? 6

    Kann ich meinen Alltag wie gewohnt leben? 8

    Was ist, wenn ich krank oder sehr stark betreuungsbedrftig werde, wenn ich sterben muss?

    11

    Auenwelt

    Welche Mglichkeiten bietet mir die Umgebung der Einrichtung?

    14

    Wie kann ich die Kontakte zu meinen Freunden, Bekannten, Angehrigen und auerhalb des Hauses p)egen?

    15

    Welche Medien kann ich nutzen? 16

    Welt der Institutionen

    Was muss an Formalitten vor dem Einzug geklrt sein?

    17

    Wie gro ist die Einrichtung eigentlich und wie ist sie ausgestattet?

    19

    Welche Kosten kommen auf mich zu? 20

    Welche Gesetze/Verordnungen gelten hier und wer berprft die Einhaltung?

    21

    Arbeitswelt

    Wer arbeitet hier alles und wer ist fr mich zustndig?

    24

    Wie ist die Arbeit hier organisiert und kann ich mitbestimmen, wer mich p)egt oder betreut?

    26

    Welche Informationen werden ber mich gesammelt und wer arbeitet wie damit?

    28

    Welt der Gemeinschaft

    Mit wem wohne ich hier zusammen und welche Regeln muss ich dabei beachten?

    29

    Welche Gemeinschaftsangebote gibt es hier, welche Feste werden gefeiert?

    30

  • Wie werde ich bei Einzug und Eingewhnung untersttzt?

    Service:

    ngste nehmen - Vertrauen scha5en Die Vorstellung, auf P)ege angewiesen zu sein, kann bengstigend sein. Menschen frchten sich vor Krankheit und dem Verlust der Bewegungsfhigkeit. Hinzu kommt die Sorge, die eigenen Bedrfnisse und Gewohnheiten einschrnken zu mssen. Wir nehmen diese Sorgen ernst und setzen uns in ehrlicher und o5ener Weise damit auseinander. Unsere Mitarbeiter im Beratungszentrum helfen Ihnen bei allen Formalitten. Das Beratungszentrum ist jederzeit, auch an Sonn- und Feiertagen, unter der Telefonnummer 02161 - 811 96 811 zu erreichen. Ihren Umzug ins Altenheim organisieren Ihre Angehrigen, Vertrauenspersonen oder rechtlichen Vertreter. Feste Ansprechpartner aus dem Altenheim Eicken untersttzen Sie beim Einzug und erleichtern Ihnen die Eingewhnung in den Heimalltag. Selbstverstndlich entscheiden Sie auch im Altenheim weiterhin selbst ber Ihre persnlichen und ?nanziellen Angelegenheiten. Ingo Breuer (51), Beratungszentrum der Sozial-Holding

    So verschieden die Menschen sind, so verschieden ist ihre Eingewhnung. Da ist zum Beispiel Frau Pasch, die als ehemalige "Ruhrpottlerin" nun in die Nhe ihrer Kinder nach Eicken gezogen ist oder das Ur-Eickener Geschwisterpaar, die nach einem ausgefllten Familienleben in verschiedenen Stdten nun wieder nach Eicken zurckgekehrt sind. Bevor die zuknftigen Bewohner hier einziehen, besuchen wir sie dort, wo sie gerade leben zu Hause in ihrer Wohnung, im Krankenhaus oder in einer anderen Einrichtung. Dies ist uns sehr wichtig, denn wir wollen unsere Bewohner kennen lernen und begleiten. Es gibt auch einen Standard, der mit den Mitarbeitern abgestimmt ist. So werden die Bewohner ber alles Notwendige und Wichtige informiert. Zugleich soll gewhrleistet werden, dass die Mitarbeiter im Haus ber die Bewohner das Ntige erfahren, damit sich beide besser kennen lernen. Aber alles nach und nach und so wie es der Bewohner mchte. Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Einzug laden die Bezugsp)egefachkraft und eine externe P)egegutachterin die neue Bewohnerin bzw. den Bewohner sowie die Angehrigen zu einem Gesprch ein. Gemeinsam wird die Zeit des Einlebens im Haus re)ektiert. Zum Beispiel, ob es Kritik zur P)ege und den P)egezeiten gibt, ob die Bewohner spezielle Wnsche haben oder ob es Probleme mit Mitarbeitern oder anderen Bewohner gibt. Wenn es Fragen gibt oder etwas unklar erscheint, sind wir auch ansonsten jederzeit fr die Bewohner da. Marie Komarek (46), Wohnbereichsleitung

  • Zitat:

    "Ich vermisse meine Wohnung nicht." "Wenn ich eher gewusst htte, wie es sich hier lebt, wre ich fnf Jahre frher gekommen. Ich habe es nicht bereut und vermisse meine Wohnung nicht." Anna Nolte (89), Bewohnerin Wohnbereich Eickener Hhe

    Info: Umzugswnsche

    Transparent und verbindlich Transparent und verbindlich werden Umzugswnsche innerhalb des Hauses geregelt. Der Wunsch des Bewohners wird von der Bezugsp)egekraft oder der Sozialarbeiterin in einem Formular aufgenommen. Auf einer Liste der Umzugswnsche kann jederzeit nachvollzogen werden, wie viele und in welcher Reihenfolge die internen Umzge erfolgt sind.

  • Wie wohne ich in der Einrichtung?

    Service:

    Sie wohnen hier in Ihren eigenen vier Wnden. Richten Sie sich nach Ihren Wnschen bei uns ein. Wir untersttzen Sie darin, Ihren Wohnraum mit eigenen Mbeln und Bildern selbst zu gestalten. Ein Kleiderschrank, ein elektrisch verstellbares P)egebett und ein Nachttisch sind fester Bestandteil der Einrichtung. Bei Bedarf stellen wir Ihnen auch weiteres hauseigenes Mobiliar zur Verfgung. Da die Einzel- oder Doppelzimmer unterschiedlich ausgestattet sind, zeigen wir Ihnen die verschiedenen Mglichkeiten in unserem 2008 modernisierten Haus. Zum Anschauen bieten wir Ihnen ein oder wenn mglich mehrere freie Zimmer an. Sie entscheiden dann, ob Ihnen das Zimmer zusagt und Sie sich ein Leben dort vorstellen knnen. Zur Erleichterung Ihrer Planung liegen in unserem Beratungszentrum Grundrisse aller Zimmer bereit.

    "Hier wohnen viele interessante Persnlichkeiten" Dr. Erwin Oppermann (84) ist 2007 eingezogen. Seine Tochter hat das Haus ausgesucht, nachdem sie sich viele Einrichtungen angeschaut hatte. "Es war ein Glcksfall", erzhlt Herr Dr. Oppermann. Durch die Modernisierung waren mehrere Zimmer frei. Die Mitarbeiter im Beratungszentrum haben bei den Formalitten und der Organisation des Umzuges geholfen, so dass er und seine Frau mit nur einer Woche Abstand aus einer Kurzzeitp)egeeinrichtung einziehen konnten. Herr Dr. Oppermann und seine Frau kennen sich seit 62 Jahren, seit 57 Jahren sind sie verheiratet. Sie hatten gemeinsam mit ihrer Tochter verschiedene Mglichkeiten berlegt: "Bei der ambulanten Betreuung ist man zu viel allein. Hier hat man eine Versorgung rund um die Uhr. Ich hab es nicht bereut, hier muss man sich nicht um die ganzen alltglichen Dinge kmmern." Nach dem Einzug stand zunchst das gesundheitliche Be?nden im Vordergrund. Krperlich hat er sich hier gut erholt. "Trotzdem ist es mir nicht leicht gefallen", berichtet Herr Dr. Oppermann. "Am Anfang war ich gerne fr mich allein. Nun komme ich so viel rum, dass ich die anderen Bereiche alle kenne. Das Angebot ist sehr gut, auch wenn ich nicht immer daran teilnehme." Freude bereitet ihm der monatlich statt ?ndende Dmmerschoppen. Herr Dr. Erwin Oppermann war leitender Arzt beim Gesundheitsamt in Duisburg. "In der Zeit hab ich viele Alteneinrichtungen gesehen." Dr. Erwin Oppermann (84), Bewohner Wohnbereich Alter Markt

  • Zitat:

    "Der Bewohner bestimmt seine persnliche Ordnung. Und deshalb knnen wir uns auch keinen Grund vorstellen, dass unverheiratete Paare nicht in einem Zimmer zusammenleben."

    Service:

    Nein, Ihren Mitbewohner knnen Sie sich nicht aussuchen. Aber Sie knnen und mssen entscheiden, ob Sie mit dem Menschen, der mit Ihnen das Doppelzimmer teilt, klar kommen knnen. Das ist nicht einfach und so machen wir das im Altenheim Eicken: Ist in einem Doppelzimmer ein Platz frei geworden, wird zunchst einmal, ausgehend von dem Bewohner, der zurzeit dort lebt, im Team berlegt: Wem knnen wir das Zimmer anbieten, wer knnte passen? Im nchsten Schritt wird sich der Interessent gemeinsam mit Angehrigen und der verantwortlichen Wohnbereichsleitung den Wohnbereich und das Zimmer anschauen. Dann ist auch ein erstes Kennenlernen angesagt - und dafr nehmen wir uns Zeit. Um zu erfahren, was Gewohnheiten und Wnsche sind. Die Wahrung der Privatsphre spielt fr uns dabei eine wesentliche Rolle. Ein aktuelles Beis

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