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Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015...04 Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft...

Date post:28-Feb-2021
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  • ArbeitsgemeinschaftTrinkwassertalsperren e.V.

    TT

    Kurzfassung2015

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft

  • 02

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Mit dem „Branchenbild der deutschen Wasserwirt-schaft 2015“ geben ATT, BDEW, DBVW, DVGW, DWA und VKU in Abstimmung mit dem Deutschen Städte- tag und dem Deutschen Städte- und Gemeinde-bund einen aktuellen Überblick über die Wasser-versorgung und Abwasserentsorgung in Deutsch-land. Die interessierte Öffentlichkeit und die Politik erhalten damit die Möglichkeit, sich umfassend über die Leistungen der Branche, die Vielfalt ihrer Aufgaben und die aktuellen Herausforderungen zu informieren. Wie auch schon die drei vorangegan-genen Ausgaben seit 2005, belegt das vollständig aktualisierte Branchenbild 2015, dass die von Poli-tik und Wasserwirtschaft gleichermaßen verfolgte Modernisierungsstrategie auch unter schwieriger werdenden Randbedingungen wirksam ist.

    Das Branchenbild dokumentiert die im europäi-schen und internationalen Vergleich hohe Leis-tungsfähigkeit der deutschen Wasserwirtschaft in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit der Versorgungs- und Entsorgungsleistungen,

    wirtschaftliche Effizienz und Kundenzufriedenheit. Diese gilt es dauerhaft auf dem erreichten hohen Niveau zu halten und – wo immer möglich und nö-tig – zu verbessern.

    Die Verbände fördern den kontinuierlichen Verbes-serungsprozess in den Unternehmen durch Bench-marking und empfehlen ihren Mitgliedern die Teilnahme an Benchmarkingprojekten (Verbände-erklärungen 2003 und 2005). Benchmarking heißt, sich zu vergleichen und zu verbessern, indem man von den anderen Teilnehmern aus einer Vergleichs-gruppe lernt.

    Benchmarking, die transparente Dokumentation der Leistungsfähigkeit durch das Branchenbild und die fortlaufende Weiterentwicklung sind die Säu-len der kontinuierlichen Verbesserung der Branche, die sie eigenverantwortlich gestaltet. Dieser Weg wird von der Bundesregierung in ihrer „Modernisie-rungsstrategie für die deutsche Wasserwirtschaft“ (2006) anerkannt und unterstützt.

    Vorwort

    HerausgeberArbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e. V. (ATT)Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW)Deutscher Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V. (DBVW)Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. – Technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW)Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

    Verlagwvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbHJosef-Wirmer-Straße 3 · 53123 BonnTelefon: 0228 9191-40 · Fax: 0228 9191-499 [email protected] · www.wvgw.de

    © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH, 2015

    FotonachweisAndreas Schulz, DBVW, iStockphoto, Jürgen Lowis, Konzept und Bild/C. Bach, wvgw

    Gesamtherstellung Warlich Druck Meckenheim GmbH

    Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechts-gesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitung, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

  • 03

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Leistungsfähigkeit

    In Deutschland steht den Bürgerinnen und Bürgern Trinkwasser stets in hervorragender Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung. Neben der komfortablen Ressourcensituation in Deutschland

    als wasserreichem Land tragen die hochwertigen technischen Standards und eine Reihe freiwilliger Maßnahmen der Wasserwirtschaft zum Schutz der natürlichen Ressourcen bei.

    Kernaussagen

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 19, Reihe 2.1.1, erschienen 02/2013; Bundesanstalt für Gewässerkunde

    Wassernutzung in Deutschland 2010Verfügbare Wasserressourcen insgesamt 188 Milliarden Kubikmeter Angaben in Prozent

    nichtöffentliche Wasserversorgung 28 Mrd. m³

    öffentl. Wasserversorgung 5,1 Mrd. m³

    ungenutzt 154,9 Mrd. m³

    2,7 %

    82,4 %

    14,9 %

    Die Abwasserbehandlung ist in Deutschland eben-falls auf einem sehr hohen Niveau. Das Abwasser wird im Gegensatz zu vielen EU-Staaten zu fast 100 Prozent nach dem höchsten EU-Behandlungs-standard behandelt. Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger tragen somit durch ihre Arbeit maßgeblich zu einem vorsorgenden und flächen-deckenden Gewässerschutz bei.

    Wesentliche Leistungsmerkmale der Wasserver-sorgung und Abwasserentsorgung in Deutsch-land sind langfristige Sicherheit der Ver- und Entsorgung, hohe Trinkwasserqualität, hohe Ab-wasserentsorgungsstandards, hohe Kundenzu-friedenheit und sorgsamer Umgang mit den Was-serressourcen bei wirtschaftlicher Effizienz. Diese Aspekte werden im 5-Säulen-Konzept des Bench-markings betrachtet. Durch bundesweit angewen-detes Benchmarking haben sich die Unternehmen in allen Leistungsbereichen deutlich verbessert.

  • 04

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Kurzfassung

    Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die Wasserwirt-schaft leistungsfähig, kostendeckend und für den Kunden transparent sein. Benchmarkingprojekte sind hierbei ein Schlüsselinstrument. Wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg der Benchmar-

    king- und Kennzahlenprojekte sind Vertraulichkeit und Freiwilligkeit, aber auch die Konsistenz und Kompatibilität der erhobenen Daten. Hierzu wer-den die Kennzahlensysteme von der Branche stetig weiterentwickelt.

    Hochwertige technische Standards und das Einhalten der strengen gesetzlichen Vorgaben führen zu der hohen Qualität und der langfristigen Sicherheit der deutschen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.

    Organisation und Wirtschaftlichkeit

    Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind in Deutschland Kernaufgaben der öffentli-chen Daseinsvorsorge in der Zuständigkeit der Gemeinden oder anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften. Ihre demokratisch legitimierten

    Organe treffen die strategischen Entscheidungen über Organisationsformen, Beteiligungen und Ko-operationen. Deutschland besitzt eine vielfältige Ver- und Entsorgungsstruktur mit öffentlich- und privatrechtlichen Unternehmensformen.

    DWA, 25. Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen, 2013

    Verbesserung der Ablaufqualität kommunaler Kläranlagen dargestellt am Beispiel Phosphat und Stickstoff

    20

    0

    40

    60

    80

    100

    120

    1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012

    Gesamtstickstoff Gesamtphosphat Ammonium

    Näh

    rsto

    ffge

    halte

    in %

    (19

    92 =

    100

    %)

  • 05

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Kurzfassung

    Quelle: Studie: Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (TWIS), Datenreport 2013/2014, I.E.S.K./VKU

    Zufriedenheit der Kunden mit dem Service ihres Wasserversorgers im Jahresverlauf, Antwort „sehr zufrieden“ und „zufrieden“

    65

    60

    2011 = 10.119 Befragte

    in %

    der

    Bef

    ragt

    en

    JAN FEB MRZ APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ

    70

    75

    80

    85

    2013 = 9.899 Befragte 2014 = 8.242 Befragte

    72,59 72,47 72,0673,36 73,13 73,83

    71,96

    73,88 73,8672,18 72,42

    74,1975,20 74,70 75,20

    76,50 75,3076,50 76,08

    74,97 76,70 76,4277,27 76,23

    75,58 75,5477,62 78,01

    80,2078,47 78,23

    79,2681,33 81,16

    Die deutsche Wasserwirtschaft ist einer der größ-ten Auftraggeber für die Privatwirtschaft, da Leis-

    tungen für Planung und Bau in großem Umfang an Fremdfirmen vergeben werden.

    Entwicklung der Investitionen in der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung von 2000 bis 2014nach Anlagebereichen in Milliarden Euro

    Quelle: Wasserversorgung: BDEW-Wasserstatistik; Abwasserbeseitigung: BDEW/DWA/Deutscher Städtetag-Abwasserumfragen, p = vorläufig

    1,0

    2,0

    3,0

    4,0

    5,0

    0,0

    6,0

    7,0

    2000

    6,9

    2001

    5,1

    2002

    5,3

    2003

    4,9

    2004

    4,4

    2005

    5,5

    2006

    3,8

    2007

    4,2

    2008

    3,7

    2009

    4,6

    2010

    3,4

    2011

    4,4

    2012

    3,7

    2013

    4,6

    2014p

    4,8

    Wasserversorgung Abwasserbeseitigung

    2,5 2,32,6

    2,3 2,2 2,3 2,1 2,0 2,2 2,0 2,22,3 2,3 2,4 2,4

  • 06

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Kurzfassung

    Die Unternehmen der Wasserwirtschaft haben er-kannt, dass passgenau qualifizierte Mitarbeiterin-nen und Mitarbeiter mit ihren branchenspezifischen Kenntnissen und Fähigkeiten das sind, was Unter-

    nehmen langfristig leistungsfähig hält; daher in-vestieren sie seit vielen Jahren kontinuierlich in die Ausbildung junger Menschen und bilden vielfach über den eigenen Bedarf hinaus aus.

    Entgelte, Trinkwasserqualität, Umweltauflagen sowie Wasserentnahmerechte und Einleitrechte unterliegen strenger staatlicher Kontrolle; die Kos-tendeckung ist gesetzlich verankert. Die Steige-rungen der Entgelte für Trinkwasser und Abwasser liegen seit vielen Jahren überwiegend unter dem Inflationsindex. Versorgungssicherheit und Trink-wasserqualität haben für die Kundinnen und Kun-den die größte Bedeutung und fast alle halten die dafür zu entrichtenden Entgelte für angemessen.

    Die spezifischen regionalen und lokalen Rahmen-bedingungen bestimmen die Ver- und Entsor-gungsbedingungen vor Ort. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung erfordern daher stets lokal angepasste Lösungen. Dies, verbunden mit un-terschiedlichen landesrechtlichen Vorgaben, führt zu unterschiedlichen Aufwänden und Kosten. Be-rücksichtigt man den jeweiligen Wassergebrauch und die Leistungsstandards, so geben Kunden in Deutschland weniger für ihr Trinkwasser aus als Kunden in vergleichbaren EU-Ländern.

    Quelle: VKU

    Kontrolle von Preisen und Gebühren

    Öffentlich-rechtliche Unternehmen

    KONTROLLINSTITUTIONEN

    Privatrechtliche Unternehmen

    Verwaltungs-gericht

    Prüft auf Antrag des

    Kunden

    Kommunal-aufsicht

    Satzungs- kontrolle

    Kartell- behörde

    Überwacht und prüft bei Miss-

    brauchsverdacht

    Zivil- gericht

    Prüft auf Antrag des

    Kunden

    freie Wahl

    Öffentlich-rechtliche Gebühren

    Privatrechtliche Preise

  • 07

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Kurzfassung

    Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind in Deutschland Kernaufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Zuständigkeit der Gemeinden oder anderer öffentlich-rechtlicher Körper-schaften. Ihre demokratisch legitimierten Organe treffen die strategischen Entscheidungen über Organisationsformen, Beteiligungen und Kooperationen. Entgelte, Qualität, Umweltauflagen sowie Wasserentnahmerechte und Einleitrechte unterliegen strenger staatlicher Kontrolle; die Kostende-ckung ist gesetzlich verankert.

    Die Gebühren und Preise werden maßgeblich durch die spezifischen regionalen und lokalen Rahmen-bedingungen bestimmt. Sie entwickeln sich seit vielen Jahren überwiegend unter dem Inflationsindex.

    Entwicklung der Preise und Gebühren für die Wasserversorgung/ Abwasserentsorgung und der Inflationsrate 2005 bis 2013Jahr 2005 (Abwasserentsorgung) = 100

    Quelle: Wasserversorgung: BDEW, Statistisches Bundesamt; Abwasserentsorgung: BDEW, Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 7

    Index InflationIndex Wasserversorgung

    Inde

    x

    115,0

    110,0

    105,0

    100,0

    95,02005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013

    101,5100,0

    101,6

    103,9

    106,7107,0

    110,4

    112,6

    114,3

    108,2

    102,6103,4

    105,3 107,1108,3

    110,4

    112,2

    100,0

    Index Abwassergebühren

    100,0

    100,4101,5

    103,0104,1

    106,9

    108,6109,5 110,1

  • 08

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Aufgaben und Herausforderungen

    Die Anforderungen an einen modernen, nachhal-tigen Umgang mit Wasser steigen stetig. Es geht nicht mehr nur darum, Trinkwasser bereitzustel-len und Abwasser zu behandeln. Immer wichtiger wird der ganzheitliche Ansatz mit dem Ziel einer nachhaltigen integrierten Wasserwirtschaft. So ge-hören neben der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung unter anderem auch die Ge-wässerunterhaltung, der Schutz der Gewässer, der Landschaftswasserhaushalt und der Küsten- und Hochwasserschutz zu den Aufgaben einer funkti-onierenden Wasserwirtschaft. Zudem beeinflussen die Veränderungen gesellschaftlicher Prioritäten die Arbeit der Wasserwirtschaft. So rücken Energie-verbrauch und -effizienz sowie Ressourcenschutz verstärkt in den Fokus. Damit einhergehende Nut-zungskonflikte mit der Wasserwirtschaft müssen im gesellschaftlichen Konsens gelöst werden.

    Neben bewährten Verfahren entwickeln und er-proben die Unternehmen neue Technologien, um Energie einzusparen oder zu gewinnen. Das be-

    trifft beispielsweise den Einsatz energieeffizienter Pumpentechnologien oder die Wärmerückgewin-nung aus Abwasser. Die Betreiber unternehmen große Anstrengungen, um mit einem möglichst geringen Energieaufwand Abwasser zu reinigen. In der Abwasserentsorgung wird heute bereits ein Viertel des Gesamtstromverbrauchs von 4,2 tWh pro Jahr durch Eigenenergieerzeugung im Rahmen der Klärschlammfaulung gedeckt.

    Als Folge unserer modernen Industriegesellschaft und verfeinerter Analytik lassen sich im Grund- und Oberflächenwasser vermehrt anthropogene Spurenstoffe nachweisen. Zu deren Auswirkun-gen auf Mensch und Umwelt besteht erheblicher Forschungsbedarf. Diese Herausforderung kann nicht allein durch die Wasserwirtschaft bewältigt werden. Beim Umgang mit Spurenstoffen muss die Vermeidung des Eintrags an der unmittelbaren Quelle im Vordergrund stehen. Ist das nicht mög-lich, muss das Verursacherprinzip umgesetzt wer-den.

    Kurzfassung

    Quelle: VKU, Energie im Fokus, 2012

    Anteil der Eigenenergieerzeugung auf wasserwirtschaftlichen Anlagenin Prozent

    Fremdbezug

    Eigenenergieerzeugung

    29 %

    71 %

  • 09

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Kurzfassung

    Der Wassergebrauch sinkt seit Jahrzehnten er-heblich. Trotzdem müssen die Unternehmen für den Spitzenbedarf entsprechende Kapazitäten und eine hierauf ausgelegte Infrastruktur zur

    Verfügung stellen. Daher ist eine politisch gefor-derte weitere Reduzierung des Wassergebrauchs gerade im wasserreichen Deutschland nicht sinn-voll.

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 19, Reihe 2.1, Heft 2010, erschienen 08/2013

    Entwicklung des personenbezogenen Wassergebrauchsin Litern pro Einwohner und Tag, Deutschland

    125

    130

    135

    140

    145

    120

    150

    1991

    144

    1995 1998 2001 2004 2007 2010

    132

    129127

    126

    122121

    Demografischer Wandel und Klimawandel, verbun-den mit einem stetig sinkenden Wassergebrauch, stellen für die deutsche Wasserwirtschaft große Herausforderungen dar. Die deutsche Wasserwirt-schaft stellt sich diesen Herausforderungen durch die Erarbeitung von an die jeweiligen Gegebenhei-

    ten angepassten Lösungen. Sie beweist durch ihr umfangreiches technisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Know-how und ihre praxisori-entierte Forschung, dass sie diesen Herausforde-rungen gewachsen ist.

    Demografischer Wandel, der sich abzeichnende Klimawandel, der verfeinerte Nachweis und die Mi-nimierung des Eintrags anthropogener Spurenstoffe sowie Nutzungskonflikte mit Industrie, Land-wirtschaft und energiepolitischen Zielen sind die aktuellen Herausforderungen der deutschen Was-serwirtschaft. Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger stellen sich diesen Aufgaben und setzen sich vor Ort für flexible und angepasste Lösungen im gesellschaftlichen Konsens ein.

  • 10

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Landesweite Benchmarkingprojekte der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

    Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die Wasser-wirtschaft leistungsfähig, kostendeckend und für den Kunden transparent sein. Benchmarkingpro-jekte sind hierbei ein Schlüsselinstrument, da-

    mit die Branche sich stetig und dynamisch wei-terentwickelt. Daher unterstützen die Verbände der Wasserwirtschaft schon seit mehr als einem Jahrzehnt die vielfältigen Benchmarkingprojekte,

    Quelle: Öffentliche Projektberichte und BDEW 2014

    mit öffentlichem Projektbericht

    ohne öffentlichen ProjektberichtAnteil der Trinkwassermengen, die vom Benchmarking erfasst worden sind (kumulierter Wert)

    xx %

    Verbreitung von landesweiten Benchmarkingprojekten in der Wasserversorgung

    Nordrhein-Westfalen

    86 %

    Schleswig-Holstein

    28 %

    Hessen42 %

    Rheinland-Pfalz67 %

    Saarland92 % Bayern

    60 %

    Bremen100 %

    Branden-burg95 %

    Sachsen71 %

    Sachsen-Anhalt64 %

    Niedersachsen81 %

    Mecklenburg- Vorpommern

    80 %

    Baden- Württemberg

    66 %

    Thüringen63 %

    Hamburg100 %

    Berlin100 %

  • 11

    Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015

    Quelle: Öffentliche Projektberichte und DWA 2014

    Verbreitung von landesweiten Benchmarkingprojekten in der Abwasserbeseitigung

    mit Landesprojekt

    ohne LandesprojektAbdeckungsgrad Abwasserbehandlung der Bevölkerung (kumulierter Wert)

    xx %

    Nordrhein-Westfalen

    75 %

    Hessen21 %

    Rheinland- Pfalz84 %

    Bayern57 %

    Branden-burg95 %

    Sachsen30 %

    Sachsen-Anhalt45 %

    Niedersachsen25 %

    Mecklenburg- Vorpommern

    81 %

    Baden- Württemberg

    50 %

    Thüringen42 %

    Berlin100 %

    BENCHMARKING ABWASSER BAYERNBenchmarking der Unternehmen der Abwasserentsorgung

    Ergebnisbericht für das Erhebungsjahr 2012

    Schleswig- Holstein

    9 %

    Bremen80 %

    Hamburg100 %

    die von den Wirtschafts-, Innen- und Umwelt-ministerien der Bundesländer oder durch die Un-ternehmen selbst in Auftrag gegeben werden. Die Landkarten geben einen Überblick, in welchen

    Bundesländern bereits öffentliche Projektberichte vorliegen, und geben an, wie flächendeckend die Projekte mittlerweile sind.

    Saarland

  • Kontaktadressen und Ansprechpartner/-innen

    ArbeitsgemeinschaftTrinkwassertalsperren e. V. (ATT)

    Herr Prof. Dr. Lothar Scheuerc/o AggerverbandSonnenstraße 4051645 GummersbachTelefon: 02261 36-1000Fax: 02261 [email protected]de

    Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e. V.(BDEW)

    Frau Astrid Groth Reinhardtstr. 32 10117 Berlin Telefon: 030 300199-1930 Fax: 030 300199-3930 [email protected] www.bdew.de

    Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. – Technisch- wissenschaftlicher Verein (DVGW)

    Frau Dipl.-Ing. Kirsten WagnerJosef-Wirmer-Str. 1–353123 BonnTelefon: 0228 9188-868Fax: 0228 [email protected]

    Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)

    Frau Dr. Stefanie BudewigTheodor-Heuss-Allee 1753773 HennefTelefon: 02242 872-144Fax: 02242 [email protected]

    Deutscher Bund der verbandlichenWasserwirtschaft e. V. (DBVW)

    Frau Dipl.-Ing. Dörte BurgAm Mittelfelde 16930519 HannoverTelefon: 0511 87966-0Fax: 0511 [email protected]

    Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

    Herr Dirk Seifert M. A.Invalidenstr. 9110115 BerlinTelefon: 030 58580-155Fax: 030 [email protected]

    Zum Bezug der vollständigen Publikation wenden Sie sich an einen der Herausgeberverbände. Stand: 15.10.2014

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