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Forst- und Wasserwirtschaft - Seilwinde

Date post:29-Dec-2021
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Forst- und Wasserwirtschaftswinden 2015Die bestimmungsgemäße Verwendung verlangt vom Beschaffer und Benutzer zwischen zwei völlig verschiedenen Einsatzrisiken zu unterscheiden: 1. Bei Berge-, Feuerwehr- oder Leitungsbauwinden darf ein Schnellauszug von Hand lt. UVV nur bei unbelastetem Seil schalten (formschlüssige Klauenkupplung). 2. Ist die Winde als forst- oder wasserwirtschaftliche Spezialausführung konzipiert erlauben Lamellenkupplung / -bremse das Freischalten unter Last! Das Getriebe muss dem rauhen Einsatz gewachsen sein.
Hochwertige Sinterlamellensysteme und Schneckengetriebe für den professionellen Einsatz Da Anforderungen an Seilwinden und Gestaltung der Fahrzeuge als selbstfahrende Arbeitsmaschinen sehr unterschiedlich sind, sollten Sie sich nur durch einen Fachmann beraten lassen, der sowohl die heutigen Winden- als auch die Fahrzeugtechniken beherrscht und solche Unterschiede klärt!
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Unfallverhütungsvorschriften: Winden, Hub- und Zuggeräte GUV-VD8 und Seilarbeit im Forstbetrieb GUV-I 8627. §23, Satz 2 der UVV „Winden, Hub- und Zuggeräte" regelt die Überwachung und Sachkundigenprüfung, für die der Betreiber verantwortlich ist.
Normung: DIN EN 14492-1 vom Februar 2007 (Ende der Übergangsfrist seit 19. August 2008) DIN 15020-2 „Hebezeuge; Grundsätze für Seiltriebe, Überwachung im Gebrauch“ beschreibt z. B. die Ablegereife der Seile.
Kräfte:
Trägerfahrzeug
Anforderungen an Wasserwirtschaftwinden weichen von Industriewinden ab:
Schrägzug: Ist bei den Wirtschaftswegen parallel zum Gewässer nicht zu vermeiden. Bergstütze: Ist bei Schrägzug im Gelände zur Standsicherheit unbedingt erforderlich. Seilende: Das Seilende erhält ein flämisches Auge DIN 13411-3 mit Seilgleithaken und Sicherungsfalle. Lose Anschlagmittel würden zu oft im Wasser landen. Ohne Sicherungsfalle könnten sich im Wasser treibende Bäume lösen! Das Holz hält den Seilver- schleiß trotz direktem Anschlagen im vertretbaren Rahmen.(Dieses Anschlagen ist sonst verboten). Freifallschaltung: Bäume werden am Wasser vor dem Fällen mit dem Windenseil verbunden, damit sie nicht abtreiben. Der Windenführer kann die Schläge des fallenden Baumes, die auf Winde und Fahrzeug wirken könnten, durch Freischaltung vermeiden und anschließend sofort – trotz Seilbelastung – wieder einkuppeln. (Diese Schaltung ist sonst verboten). Funksteuerung: Der beschriebene Arbeitsgang verlangt volle Übersicht und Bewegungs-freiheit für den Windenführer. Daher ist in vielen Ländern die Funksteuerung bindend vorgeschrieben. Lange Seile: Für Flußarbeiten eignen sich Seillängen von 80 bis 100 m, während Bergewinden mit der Hälfte auskommen. Auf gute Seilverteilung (SPULMAT®-System) sollte bei dem langen Seil schon wegen der Folgekosten Wert gelegt werden! Hubarbeit: Wegen der Freischaltung trotz Seilbelastung ist Hubarbeit mit diesen Winden grundsätzlich verboten! Schleppbetrieb ist erlaubt, da eine Überlastung verhindert wird.
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5 © Pomp Windentechnologie GmbH 1-2015
Seilwinde HSS 80 ShW oder HSS 80 RhW Spezialwinde mit Freifallschaltung und Funksteuerung
Freifall mit Last am Seil als Sicherheitsschaltung Ein fallender Baum oder ein schwimmendes Objekt in der Strömung kann das Fahrzeug samt Bediener mitreißen. Während für den allgemeinen Bedarf die Normen und die UVV "Winden, Hub- und Zuggeräte" BGV D 8 verlangen, dass bei belastetem Seil die Schaltung nicht freigeben darf gilt in diesem Sonderfall genau das Gegenteil zur Sicherheit! Daher sind spezielle (W) Steuerungen, Kupplungen und Bremsen erforderlich! Ein seperater Hydro-Steuerkreis steuert die Lamellenbremse und die Lamellenkupplung programmgemäß an. Anwendung: Wasserwirtschaft und Wald, dabei ist keine Hubarbeit zugelassen!
Rahmeneinbau HSS 80 RhW Seitenanbau HSS 80 ShW
Zentralhydraulik für Seilwinde 80 kN, Bergstütze am Heck, Ladekran (beigestellt), Dreiseitenkipper, ev. Kipperanhänger, ggf. für Zusatzgeräte
Zentralrahmen für Kran, Kipper, Seilwinde und Bergstütze optimiert die Nutzlast ohne Schnittstellenproblem!
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PWT-Zugseilwinde HSS 80 RhW oder HSS 80 ShW mit Spulmat®-Wicklung, mit Druckrolle, Schleifbremse, Hydraulikmotor, Lamellenkupplung und Lamellenbremse zum Freischalten unter Last, Überlastsicherung für 80 kN auf der unteren Seillage. Rahmeneinbau oder Seitenanbau mit Seilzug nach hinten. 80-100 m Drahtseil mit verpresster Schlaufe (flämischem Auge DIN 13411-3) mit Seil-Gleithaken und Sicherungsfalle. PWT-Schwenkrolle als Seilaustritt hinten für Schrägzüge bis 90° (bei 20-50 kN).
Winden-Funksteuerung System „Forst“ Frequenz 70 cm-ISM-Band (433,05-434,79 Mhz) bestehend aus: Sender mit Leib-, Schultergurt und Schutzkappe für Ladestecker sowie Senderhalterung. Leistung 10 mW ERP, ca. 13 Betriebsstunden pro Ladung Empfänger am Fahrzeug mit Gasverstellung des Fahrzeugmotors und Notruf- bzw. Warnhupe, mit Diagnose- Lampenfeld, das alle Arbeitsfunktionen und Betriebsarten sowie Störungen und Fehler unterschiedlicher Art anzeigt, mit Netzladegerät und Ladekabel. Der Akku kann am Fahrzeugbordnetz oder am 230 V Lichtnetz geladen werden. Winden-Kabelsteuerung mit 5 m Kabel dient als zweite unabhängige Steuerung
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Seilwinde HSS 80 ShW mit Spulmat®-Wicklung, mit Druckrolle, Schleifbremse, Hydraulikmotor, Lamellenkupplung und Lamellenbremse zum Freischalten unter Last, Überlastsicherung für 80 kN auf der unteren Seillage.
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Chassisaufbau mit Seilzug nach hinten. PWT-Zugseilwinde HSS 80 ChW mit Spulmat®-Wicklung, mit Druckrolle, Schleifbremse, Hydraulikmotor, Lamellenkupplung und Lamellenbremse zum Freischalten unter Last, Überlastsicherung für 80 kN auf der unteren Seillage. 100 m Drahtseil mit verpresster Vollkausche oder mit verpresster Schlaufe mit Seilgleithaken und Sicherungsfalle. Die Bergstütze ist für Anhänger-betrieb ausgelegt.
PWT-Schwenkrolle als Seilaustritt hinten für Schrägzüge bis 90° (bei 20-50 kN)
Als Option kann sie mit hydraulischem Seilauswurf ausgestattet werden, um z. B. das Seil mit dem Boot zu einem im Wasser treibenden Baum zu bringen.
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Chassisaufbau mit Seilzug nach
PWT-Zugseilwinde HSS 80 ChW mit Spulmat®-Wicklung, Lamellenkupplung und Lamellenbremse zum Freischalten unter Last, Überlastsicherung für 80 kN auf der unteren Seillage.
Der Heck-Kran dient auch zum Beladen des Anhängers
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Front-SPULMAT
Empfehlung: Technik, Wirtschaftlichkeit und Praxis-tauglichkeit sprechen oft für diese Lösung, wenn keine Bergstütze gebraucht wird.
Front-Anbausätze für Fahrzeuge mit Geräteplatte DIN 76060
Alle Frontanbausätze als Wechselanbau können mit minimalem Aufwand aus– getauscht werden. Die Winde wird ab Werk mit aufgewickeltem Drahtseil, eingestellter SPULMAT®- Wicklung und Lastprüfung am Prüfstand geliefert. Die Aufnahmeösen für das Dreipunktgehänge sind bei Wechsel-winden ab Werk vorhanden.
Das Gehänge kann als Zubehör bestellt werden. Eine Schutzhaube für Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr ist lieferbar. Montage-, Überwachungs- und Wartungs– freundlichkeit dieses exklusiven PWT-Systems sind einmalig.
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Front-SPULMAT® als Wasserwirtschaftswinde:
80 m Drahtseil mit verpresster Schlaufe mit Seilgleithaken und Sicherungsfalle. PWT-Schwenkrolle als Seilaustritt vorne für Schrägzüge bis 90°. Kabelsteuerung mit 5 m Kabel und Stecker, alternativ Funksteuerung.
Wechselwinde: SPULMAT® “W“-Frontanbausätze DIN 76060 für alle Geräteplatten und alle geeigneten Fahrzeuge kurzfristig lieferbar.
Festanbau: SPULMAT® “W“-Frontanbausätze fest sind für gängige Fahrzeuge lieferbar.
Diese Front- SPULMAT® von PWT setzt neue Maßstäbe: Kräftige Führungen und die Schwenkrolle erlauben Seilzüge in alle Richtungen bis zu der Grenze, die das Fahrgestell setzt. Da viele Fahrgestelle bereits werkseitig für Front- SPULMAT® vorbereitet werden können ist bei Seilzug nach vorne der Frontanbau, mit freiem Zugang zur Winde, zu empfehlen. Beispiel oben: Festanbausatz für MAN TGA
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Einsatzklasse W (=Wasserwirtschaft) Freifall mit Last am Seil als Sicherheitsschaltung
Funktion bei LKW-Einbau
Hydraulikantrieb als Lastkreis (statt Zapfwellenantrieb) ist typisch im LKW mit Zentralhydraulik für eine Wechselwinde oder für Wasserwirtschaftsfahrzeuge. Lastkreis: Eine Hydraulikpumpe 1 saugt Öl aus dem Öltank 2 und fördert es über die Druckleitung zum Hydromotor 3 der Seilwinde. Nach Abgabe der Energie über das Getriebe und die Seiltrommel als Seilkraft, fließt das Öl drucklos in den Tank zurück. Ein Filter 5 scheidet Schmutz und Abrieb aus dem Kreislauf aus. Steuerventil 6 (falls vorhanden) auf Drehrichtung ziehen eingestellt. In diesem Kreislauf erfolgt kein Richtungswechsel! Geschwindigkeitsbeeinflussung kann hydraulisch oder durch die Drehzahl des Fahrzeugmotors erfolgen!
Steuerkreis = Windenbedienung: Der Öldruck für die Bedienung der Winde wird von einer Axialkolbenpumpe 12 erzeugt, die am zweiten Wellenende der Schnecke 7 sitzt. Sobald der Hydro-Lastkreis (oder der Zapfwellenantrieb) arbeitet, fördert auch diese Pumpe Drucköl zum Ventilblock 13. Mit seperatem Öltank 14 und Saugfilter ist diese Steuereinheit für den Einsatz auf verschiedenen Fahrgestellen mit Hydro-Lastkreis oder Zapfwellenantrieb geeignet. Zum Seilauszug öffnet eine über Tellerfedern geschlossene Lamellenbremse 15 an der Seiltrommel hydraulisch - auch bei belastetem Seil! Zum Seilzug verbindet eine Lamellenkupplung 16 die Seiltrommel mit dem Schneckentrieb 7 hydraulisch.
Steuerung Die einfachste Variante bei Fahrzeugwinden: Zwischen der Ölpumpe am Fahrzeug- nebenabtrieb und dem Ölmotor an der Seilwinde sitzt ein handbetätigtes Steuerventil mit Überdruckventil als Lastbegrenzung. Es kann als Proportionalsteuerung die Last feinfühlig in beide Richtungen (auf und ab) bewegen. Die Rückstellfeder wirkt als Totmannschaltung. Dieses sonst übliche System erfüllt nicht die Anforderungen für Forst und Wasserwirtschaft! Daher ist folgende Steuerungsvariante erfoderlich:
Forststeuerung PWT-Einsatzklasse W = Wasserwirtschaft mit folgenden Merkmalen:
Steuerung s/w - nicht stufenlos, Totmannschaltung
F 11 Kabel F 11 Funk
Schnellauszug: Auskuppeln mit Last am Seil möglich Lamellenkupplungs-, Lamellenbremskombination Überlastsicherung durch Rutschkupplung Seilkraft lagenabhängig Kabelsteuerung, alternativ Funksteuerung Optionen: Einmannbedienung durch Funksteuerung Bremsventil zum kontrollierten Ablassen der Last
Diese Ausführung darf zum Schleppen eingesetzt werden, da eine Überlastung verhindert wird. Wegen der Freischaltung trotz Seilbelastung ist Hubarbeit verboten!
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Technische Grundlagen
Je nach Aufgabe haben sich „übliche“ Seilendausführungen durchgesetzt:
Abschleppwinden Winden nach DIN 14584 Wasserwirtschaft
Sicherheitshaken Vollkausche mit 40 mm Bohrung Schlaufe und Seilgleithaken
PWT-Schwenkrolle als Seilaustritt für Schrägzug bis 25° bei Nennlast (vorne) und bis 90° unter 20 kN zugelassen. Bei entsprechenden Bergstützen entfällt die Begrenzung durch das Fahrgestell. Es kann bis 90° mit 50 kN gezogen werden. Mit 50% größerer Ablenkrolle als übliche Propellerrollen ist sie deutlich seilschonender.
Standsicherung:
Das Fahrgestell sollte für den Windenbetrieb eine Allrad-Feststellbremse haben. PWT-Radkeile nach DIN 14584 erzeugen durch ihre Keilform bei zunehmender Kraft erhöhten Widerstand. Der Tragegriff liegt verdeckt und günstig zum Schwerpunkt. LKW-Keile sind verboten! Bei Absturzgefahr müssen Sie das Windenfahrzeug zusätzlich durch ein Anschlagmittel fixieren.
Arbeitswinden mit höheren Ansprüchen werden durch eine abgestimmte Bergstütze gesichert, die auch das Fahrgestell entlastet. Die Kombination von Winde und Bergstütze mit Kran, Kipper, Anhängerbetrieb usw. verlangt erfahrene Spezialisten, um nicht Fahrverhalten und Nutzlast zu stören! Sprechen Sie uns rechtzeitig an.
Umfeldsicherung: Das gespannte Seil ist eine Gefahrenstelle! Faltleitkegel zur Absicherung sind groß im Einsatz und klein im Stauraum! Sie leuchten oder blinken und haben sich in der Praxis besser als Warndreiecke o. ä. bewährt. Durch den Raum- und Sicherheitsgewinn lohnt diese Anschaffung.
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14 © Pomp Windentechnologie GmbH 1-2015
Zugkraft: Windenkräfte müssen immer auf das Fahrgestell abgestimmt sein! Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Nennkräfte durch Einsatz von losen Rollen vervielfachen können. Um die Kräfte auf den Boden zu bringen bzw. die Selbstbergung zu sichern empfehlen wir (ohne Bergstütze) als Faustregel:
Nennzugkraft mindestens 30% des zulässigen Gesamtgewichts (t) Nennzugkraft höchstens 50% des zulässigen Gesamtgewichts (t)
Zugkraft verstärken und umlenken: Anwendungsbeispiel für PWT-Universalrollen: Ein LKW mit einer 50 kN-Seilwinde bewältigt bei richtigem Einsatz z.B. Zugkräfte bis zu 150 kN ohne sein Fahrgestell zu überfordern.
Die Ausbildung von Windenführer und Anschläger erfordert erheblich mehr Zeit als nur die Beherrschung der Windensteuerung!
Weitere technische Details auf Anfrage

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