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Buchführung in gemeinnützigen Vereinen Wolfgang Pfeffer www.vereinsknowhow.de.

Date post:06-Apr-2016
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  • Buchfhrung in gemeinntzigen VereinenWolfgang Pfeffer www.vereinsknowhow.de

  • Seite *Buchfhrungspflichten im Vereinvereinsintern= Rechenschaftspflicht des Vorstandes gegenber der Mitgliederversammlungsteuerlichnach den allgemeinen steuerlichen Vorgaben und Besonderheiten bei der Gemeinntzigkeit

  • Seite *Vereinsrechtliche AufzeichnungspflichtenBesondere vereinsrechtliche Regelungen zur Rechnungslegung ergeben sich nach dem BGB nur im Verhltnis von Vorstand und Verein also eine rein interne Rechenschaftspflicht.Das bezieht sich auf das Recht der Mitgliederversammlung, Ausknfte ber die laufenden Geschfte zu verlangendarauf, dass der Vorstand nach Ausfhrung des Auftrags Rechenschaft ablegen muss

  • Neben dem Recht der Mitgliederversammlung, Ausknfte ber die laufenden Geschfte zu verlangen, ist vereinsrechtlich nur vorgeschrieben, dass der Vorstand nach Ausfhrung des Auftrags Rechenschaft ablegen muss.Dabei muss der Vorstand einegeordnete Zusammenstellung der Einnahmen oder der Ausgabenund die zugehrigen Belege vorlegensowie ein Bestandsverzeichnis fhren. Rechenschaftspflicht des VorstandsSeite *

  • Aufzeichnungspflichten nach GemeinntzigkeitsrechtAus der Gemeinntzigkeit entstehen zustzliche Nachweispflichten.nach steuerlichen Bereichen getrennte Einnahmen-berschuss-RechnungNachweis der zweckgebundenen MittelverwendungHauptttigkeit darf nicht im zweckfremden Bereich liegenkeine Verluste bei zweckfremden Ttigkeitenkeine berhhten VergtungenNachweis der zeitnahen Mittelverwendung

    Seite *

  • Seite *Form der Buchfhrung

    Aufzeichnung der Betriebseinnahmen und -ausgaben = Einnahme-Ausgaben/berschuss-Rechnung(EAR oder ER) doppelte Buchfhrung = Bilanzierung ber alle Geschftsflle ohne nhere Festlegungen zur Formin der Regel geordnet nach Einnahmen und Ausgabenin vorgeschriebener Form in Bchern (Grund- und Hauptbuch)unter Verwendung von Konten,unterteilt nach Soll und Haben

  • Seite *Buchfhrung - AufzeichnungspflichtenVereine sind keine Kaufleute kraft Rechtsform. Keine Verpflichtung, Bcher nach handelsrechtlichen Vorschriften zu fhren Es greift deswegen nur die steuerliche Buchfhrungspflicht, aber nur, wenn im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschftsbetrieb pro Jahrdie Umstze grer als 500.000 sind oder der Gewinn ber 50.000 liegt Vereine sind regelmig nicht buchfhrungspflichtig, sondern nur aufzeichnungspflichtig nur einfache Aufzeichnungspflichten in Form einer Einnahmen-berschuss-Rechnung

    Seite *

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    Besonderheiten bei der ERkeine Inventurkeine Bilanz,lediglich Bestandsverzeichnis der Vermgensgegenstndealle Ausgaben (z. B. Waren, Verbrauchsmaterial, Gehlter...) werden zum Zeitpunkt ihrer Bezahlung als Betriebsausgabe behandelt.Ausnahmen: langlebige Wirtschaftsgter werden abgeschrieben 10-Tage-Regelung: Wiederkehrende Zahlungen werden bei Zahlung bis 10 Tage vor oder nach Jahresende dem Jahr zugeordnet, in das sie wirtschaftlich gehrenZufluss-/Abflussprinzip, entscheidend ist der Zeitpunkt der Zahlung kein Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten (offene Posten)keine Abgrenzung bei jahresbergreifenden Zahlungen (sog. Rechnungsabgrenzung)keine Bildung von Rckstellungen

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    Besonderheiten bei der ERvereinnahmte Umsatzsteuer ist Betriebseinnahme, verauslagte Vorsteuer BetriebsausgabeEs gelten die allgemeinen Regeln ber die Abschreibungen von Wirtschaftsgtern.Keine Erfassung von Geschftsvorfllen, die nicht erfolgswirksam sind (z.B. Aufnahme und Tilgung von Darlehen)

  • Seite *AbschreibungenDie Anschaffungskosten fr Wirtschaftsgter, die langfristig (mehr als ein Jahr) genutzt werden, werden nicht sofort als Ausgaben verbucht (mit Ausnahme geringwertiger Wirtschaftsgter). Stattdessen werden die Anschaffungskosten ber den Nutzungszeitraum verteilt. Dieses Verfahren bezeichnet man als Absetzung fr Abnutzung (AfA) oder Abschreibung.Die betriebsgewhnliche Nutzungsdauer ist amtlich vorgeschrieben (AfA-Tabellen z.B. 6 Jahre fr PKW).

  • Seite *Die Anschaffungskosten werden monatsgenau auf die Nutzungsdauer verteilt.Abschreibung

    Beispiel: PKWAnschaffungsdatum20.04.2014Anschaffungskosten: 24.000,00 betriebsgewhnliche Nutzungsdauer6 Jahrejhrliche Afa-Rate 4.000,00

    Abschreibung2014 3.000,00 9 von 12 Monaten2015 4.000,00 2016 4.000,00 2017 4.000,00 2018 4.000,00 2019 4.000,00 2020 1.000,00 3 von 12 Monaten

  • Seite *Fr langlebige Wirtschaftsgter von geringem Wert (GWG) gibt es vereinfachte Abschreibungsregelungen.Zwei Verfahren sind zulssig:Abschreibung geringwertiger WirtschaftsgterPoolabschreibungBei Anschaffungskosten bis 150 (netto) wird das Wirtschaftsgut sofort als Betriebsausgabe behandeltvon 150 bis 1.000 werden alle Wirtschaftsgter zusammengefasst abgeschriebenber 1.000 regulre AbschreibungGWG-MethodeBei Anschaffungskosten bis 410 (netto) wird das Wirtschaftsgut sofort als Betriebsausgabe behandeltber 410 regulre AbschreibungWichtig: Fr jedes Jahr muss eine dieser Methoden einheitlich angewendet werden.

  • Seite *Die Wirtschaftgter mit Anschaffungskosten von 150 bis 1.000 werden zusammengefasst (addiert) und ber fnf Jahre in gleichen Raten abgeschrieben.Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wirtschaftgter vorher verkauft werden oder verlorengehen usf.Vorteil der Poolabschreibung: Auch hherwertige Anlagegter mssen nicht einzeln abgeschrieben werden. Werden nur selten Anlagegter ber 1.000 angeschafft, vereinfacht sich die Abschreibung erheblich.Poolabschreibung

  • Das Vier-Sphren-ModellSeite *

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    Ideeller BereichVermgens-verwaltungZweckbetriebSteuerpflichtiger wirtschaftlicher GeschftsbetriebMitgliedsbeitrgeUmlagenAufnahmegebhrenSpendenechte ZuschsseErbschaftenZinsenKapitalertrgeMiet- und Pachteinahmen aus langfristigen Vertrgenje nach SatzungszweckEintrittsgelderTeilnahmegebhrenz.B. fr Bildungs-, und KulturveranstaltungenWarenverkaufFestveranstaltungenBasare, FlohmrkeWerbeeinnahmen

  • KSt = Krperschaftsteuer GewSt = Gewerbesteuer USt = UmsatzsteuerSeite *

    ideellerBereichVermgens-verwaltungSteuerbegnstigteZweckbetriebesteuerpflichtigewirtschaftlicheGeschftsbetriebe

    keine KSt keine GewSt Keine USt

    keine KSt keine GewSt ggf. 7% USt

    keine KSt keine GewSt ggf. 7% USt Sonderfall Sportliche Veranstaltungen

    KSt und GewSt (wenn Einnahmen > 35.000 Euro) 19% USt Freibetrag 5.000 fr KSt und GewSt

  • Organisation der BuchfhrungFr die Organisation der Buchhaltung gibt es keine verbindlichen Vorgaben.Grundstzlich kann bereits die geordnete Ablage von Papierbelegen die Aufzeichnungspflichten erfllen.Es gilt vor allem:Alle Geschftsvorflle mssen fortlaufend, vollstndig, richtig und zeitgerecht sowie sachlich geordnet gebucht werden.Buchungen drfen nicht unleserlich gemacht werden (Lschen, berschreiben)Aufbewahrungsfrist: 10 JahreSeite *

  • BelegeFr Belege gelten die allgemeinen Anforderungen an Rechnungen:vollstndiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfngers (letzteres darf bei Kleinbetrgen bis 150 Euro entfallen)Ausstellungsdatum der Rechnungfortlaufende RechnungsnummerMenge und handelsbliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstnde oder die Art und den Umfang der LeistungZeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung Bei Umsatzsteuerpflicht:Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummernach Steuerstzen und -befreiungen aufgeschlsselte BetrgeSteuersatz, Betrag und darauf entfallender Steuerbetrag oder Hinweis auf Steuerbefreiung

    Seite *

  • Kasse/BarbelegeEin eigenes Kassenbuch muss nicht zwingend gefhrt werden.Es gilt aber: fr jede Einnahme und Ausgabe muss ein Beleg vorliegenfehlt ein Fremdbeleg, werden Eigenbelege erstelltfr gleichartige Einnahmen werden Sammelbelege erstellt (Tageslosung)

    Seite *

  • RechnungenEine Rechungseingangs- und Ausgangsbuch muss nicht gefhrt werden (dient nur der internen Zahlungskontrolle)Es gilt aber: buchhalterisch erfasst werden die Rechnung nach Zahlungszeitpunkt, nicht nach Rechnungsdatum (Ausnahme:10-Tage-Regelung)keine Erfassung von Forderungen und Verbindlichkeiten (offene Posten)Seite *

  • AblageFr die Ablage ist vor allem die Wiederauffindbarkeit ausschlaggebendEmpfehlungen:Eigen- und Fremdbelege getrennt ablegen (getrennte Ordner)nach Jahren getrennt ablegenevtl. Barbelege und Rechnungen getrennt ablegenKontoauszge getrennt ablegen (nicht den Rechnungen zuordnen)Bei kleineren Belegzahlen gengt das Abheften nach DatumBei vielen Belegen pro Tag empfiehlt sich eine Belegnummer, die in den Aufzeichnungen vermerkt wird (Buchungsnummer).Eventuell getrennte Belegnummernkreise fr Barbelege und RechnungenSeite *

  • Seite *Voraussetzungen fr den SpendenabzugFreiwilligkeitkeine rechtliche oder sonstige Verpflichtung zur Leistung der SpendeUnentgeltlichkeitkeine wirtschaftlich relevante Gegenleistung

  • Seite *Freiwilligkeitkeine rechtliche oder sonstige Verpflichtung zur Leistung der SpendeBeispiele:gerichtliche BugelderDruck des Arbeitgebers zur Rckspende von Gehaltsteilen (OFD Berlin, 20.05.2003)Unschdlich ist eine rechtliche Verpflichtung zur Zahlung, wenn sie freiwillig eingegangen wurde.Beispiel:Schenkungen/Erbschaften unter der Auflage, einen Teil zu spenden

  • Seite *UnentgeltlichkeitDer Spende darf keine nennenswerte Gegenleistung des Vereins fr den Spender gegenber stehen.Beispiele:Sponsoring (Werbeleistung)Beitrittsspenden (Aufnahme in den Verein und Nutzung der Vereinsanlagen)Nach neuerer Rechtsprechung muss die Spende nicht nur unentgeltlich, sondern fremdntzig sein. Auch gewhrte nicht vermgenswirksame Vorteile sind also fr den Spendenabzug schdlich.Nicht als Gegenleistung gilt die ffentliche Nennung und Ehrung des Spenders (ohne besondere Hervorhebung).

  • Seite *Abg

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