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und Lichtkonzept gesehen werden Bahnhofstraße...

Date post:19-Jun-2019
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Tempelhof-Schneberg

dieraumplanerTempelhof-Schneberg

dieraumplaner

Kreuzungen

3.200 K

2.700 K

4.500 K

2.400 K

Straenbeleuchtung

Bercksichtigung von Problemen, wie... Desorientierung und BLENDUNG

LICHTSPAZIERGANG in BERLINSicherheit und Attraktivitt Hand in Hand

Werbeschilder und SchaufensterStraenbeleuchtung

fr alle Generationen und Bedrfnisse

Bercksichtigung von Problemen, wie...

Sehen und

gesehen werden

Sehen und

gesehen werden

SchaufensterWerbung

Lichtsignalanlagen

Straenbeleuchtung

Lichtreflexion (z.B. Straenbelag, Glas-scheiben, Schilder)

Info-Elemente

Licht von Verkehrsteilnehmern

Fassadenbeleuchtung

I II

III

K3

M1

M2 M3

M4

K5K4K2K1

M5

O4O3

O2

O1

Lageplan Bahnhofstrae / Goltzstrae

K6

K5

O4 O5

M5

M4

M3 Vorplatz Volksbank / individuelles Lichtkon-zept: Lichtstelen zur Grundbeleuchtung, mg liche Akzentbeleuchtung (Sitzmbel, Bume)

Beleuchtung vertikaler Begrenzungsflchen / Fassaden angrenzender Gebude, nach individuellem Konzept

Beispiel Kreuzung K3 Bahnhofstrae / Rehagener Strae

Mikroraum

Ladenfront / bauliche Grenze

C

B

Beleuchtung gem. Straenbeleuchtungskonzept: vier Leuchten mit geringerer Hhe

Denkmal

I

II

III

Fassadenbeleuch-tung angrenzende Fassaden

M3

LichtkonzeptBahnhofstrae Lichtenrade

Einleitung

Lichtsituation Bahnhofstrae

ErarbeitungRuair OBrien. Architektur. Licht. Raumkunst. Villa Augustin, Antonstr. 1, 01097 Dresdenwww.ruairiobrien.de

AuftraggeberBezirksamt Tempelhof-SchnebergKoordinierungsstelle lokales Planen und Handeln (OE SPK)John-F.-Kennedy-Platz10820 Berlin

Impressum

bersicht Lichtbereiche Bahnhofstrae

Die Bahnhofstrae in Lichtenrade besitzt mit ihrer Mischung aus kleinen Geschften und vielfltigen Bauwerken unterschiedlicher Epochen eine einzigartige Atmosphre. Unser Lichtkonzept mchte dazu beitragen, dass diese atmosphrische Besonderheit auch bei Dunkelheit erlebbar wird. Neben der Straenbeleuchtung spielt eine Vielzahl weiterer Lichtquel-len eine Rolle. Unerlsslich ist die Beleuchtung in erster Linie fr die Verkehrssicherheit des entlichen Raumes. Diesen Raum muss man klar erkennen, seine hierarchische Gliederung ablesen knnen. Kreu-zungen sollten deutlich wahrnehmbar, wichtige von untergeordneten Bauwerken, Haupteingnge von Nebeneingngen unterscheidbar sein. Darber hinaus bedarf es der Strahlkraft von Schaufenstern und Wer-

beanlagen, um Einkaufende und Flanierende anzuziehen und das at-traktive Gesamtbild der Geschftsstrae zu akzentuieren.

Dabei ist ein mavoller Umgang mit Licht, eine "Weniger ist mehr"-Stra-tegie gefragt. Setzt man Licht unntig zu Dekorationszwecken ein, erhht man die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Glanzpunkte oder wichtige Areale nicht wahrgenommen werden. Es empfi ehlt sich da-her, auf Angemessenheit und Qualitt zu achten. Das Lichtkonzept gibt Empfehlungen, deren sukzessive Umsetzung sowohl zu erhhter Sicherheit und besserer Orientierung, als auch zu einer angenehmen Atmosphre und zu einem erhhten Erlebniswert der Bahnhofstrae beitragen kann.

Lichtfarbtemperatur fr entliche Beleuchtung in Berlin: warmweies Licht zwischen 2.700 und 3.200 Kelvin

Typische Szene in der Bahnhofstrae zur Dmmerungszeit. Eine Vielzahl an farbigen, hellen und dunklen Lichtern konkurriert um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Das attraktive Licht-bild urbaner Rume bentigt deshalb die Regulierung und Abstimmung der einzelnen Lichtquellen.

Ansichten Bahnhofstrae, Nordseite

Lageplan Bahnhofstrae

Ansichten Bahnhofstrae Sdseite (gespiegelt)

Objektinszenierung nach individuellemLichtkonzept: Denkmale / markanteBauwerke

Verkehrsraum / Strae

Beleuchtung Gebude im regulren Straen verlauf = Beleuchtung Erdgeschoss: Schaufenster, Werbung, Eingnge,Durchgnge zum Hinterhof usw.

Fassadenbeleuchtung an besonderen Orten(Kreuzungen)

Straenleuchte im Straenverlauf(Hhe 10 m)

Ergnzungsleuchte Mikrorume,Rampen (Hhe 3,50 m)

Straenleuchte an Kreuzungen (Hhe 7 m)

Der Lageplan zeigt eine bersicht ber die we-sentlichen beleuchtungsrelevanten Bereiche und Lichtthemen der Bahnhofsstrae, die im Rahmen des Lichtkonzeptes untersucht und nachfolgend vorgestellt werden.

Straenbeleuchtung im regulrenStraenverlauf: Strae, Park-, Radstreifen, Gehweg

Kreuzungen: Knotenpunkte,Eingangs-, Torsituationen

Mikrorume: Verweilrume,besondere Platzsituationen

Fassadenbeleuchtung bzw. Beleuchtung Erdgeschossbereich

Objektinszenierung: markante Bauwerke, Denkmale

Mikrorume

Kreuzungen

Legende bersichtsplan & Lichtbereiche Goltzstrae

I II III III III

I

III

I

Vorschlge fr moderne LED-Straenbeleuchtung: Leuchten im regulren Straenverlauf (I), an Kreuzungen (II) und fr breiteGehwegbereiche / Rampenanlagen und Mikrorume (III)

Im regulren Straenverlauf knnen durch die Verwendung von Peitschenmast- oder Mastansatzleuchten (Hhe ca. 10 m) in wech-selseitiger Anordnung die Anforderungen, die an die Straenbe-leuchtung in der Bahnhofstrae gestellt sind, optimal erfllt wer-den. Gezielt gerichtetes Licht vermindert Streulicht und sorgt fr eine gleichmige Ausleuchtung der Verkehrsflche.

Die differenzierte Beleuchtung der Kreuzungen mit kleineren Leuchten (ca. 7 m) in gleichmiger Anordnung sorgt fr eine opti-male Ausleuchtung dieser Bereiche. Das erhht die Sicherheit und untersttzt die Gliederung des stdtischen Raumes.

Gehwegbeleuchtung / Ergnzungsbeleuchtung: Fr Bereiche, an denen zustzlich Licht bentigt wird (Treppen, Rampen) oder Mikrorume und breite Straenquerschnitte, die nicht ausreichend durch die Straenleuchten beleuchtet werden, wird die Verwen-dung zustzlicher Lichtstelen oder kleiner Mastaufsatzleuchten (Hhe ca. 3,5 bis 4 m) empfohlen.

Links: Schematischer Beispielquerschnitt Bahnhofstrae: Straenleuchten (I) und kleine Ergnzungsleuchten (III) an Stellen mit zustzlichem Lichtbedarf

Schema Grundriss Strae / Kreuzung K3

Schema Fassadenbeleuchtung Kreuzung K3: oben - Nordseite der Strae, unten - Sdseite

Kreuzungen bergen durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer ein erhhtes Konfliktrisiko. Zudem sind sie wichtige Orientierungspunkte, die die Bahnhofstrae in fnf Abschnitte gliedern. Fr Ankommende sind die Kreuzungen Punkte ersten Kontaktes mit der Geschftsstrae (Eingangsbereiche). Eine individuelle Beleuchtung ist daher sinnvoll. Die Abbildungen zeigen am Beispiel der Kreuzung Bahnhof-/ Rehagener Strae die lichtrelevanten Themen im Zusammenhang mit Kreuzungen.

O1

II

I

III

M1

K1

A

Wiedererkennung, Nah- / Fernwirkung durch unterleuchtete Gastroschirme

1: Werbebeschilderung2: Hausnummern / Infotafeln

3: Bezeichnung Eingang / Schild

Licht von innen nach auen:

A: SchaufensterB: Fenster

Selbstleuchtende oder beleuchtete Elemente:

3

2

1

A B

Licht aus der Decke fr gleichmige Beleuch-tung am Boden und geringe Blendung

Licht im Hinterhof, z.B. beleuchteter Baum oder kleine Mast-leuchte

Grundbeleuchtung Mikroraum durch kleine Mastleuchten / Lichtstelen mit warmweiem Licht

Akzentbeleuchtung

Beleuchtung vorderer Gehweg bereich (2 m) durch Straenleuchten

Beleuchtung Wasserspiel

C Mikroraum

Beleuchtung gem. Straenbeleuch-tungskonzept durch Mastleuchten in wechselseitiger Anordnung

Verkehrsraum / StraeA

Tre punkt am Tag und am AbendB Ladenfront / bauliche Grenze

Licht von innen nach auen: Fenster und Schaufenster

leuchtende Werbung beleuchtete Eingnge

Beispiel Mikroraum M1 Platzraum West individuelles Lichtkonzept in Abstimmung mit dem Gestaltungs- konzept fr die Bahnhofstrae

Ausgleich der Blendwirkung des frontalen Lichts der Fenster / Tren

Lichtstelen / Mastleuchten fr Rampe / Treppe

Trschildgut lesbar

beleuchteteHausnummer

kleineMastleuchte

Beleuchtung aus Vordach fr Lichtteppich und Fernwirkung

Mikrorume

Vertikale Flchen, darunter Gebudefassaden, bilden die Begrenzung stdti-scher Pltze und Straenrume. Deren Wahrnehmbarkeit hat einen positiven Ein-fluss auf die Orientierung im urbanen Raum. Fassadenbeleuchtung ist deshalb ein wichtiges Element der urbanen Nachtbeleuchtung. Dennoch ist es nicht sinnvoll, alle Fassaden einer Strae zu beleuchten.

In der Bahnhofstrae sollte eine Fassadenbeleuchtung nur an besonderen Bau-werken (Denkmale, markante Gebude) sowie an besonderen Orten (Kreu-zungen) erfolgen. Kommt ein Bauwerk dafr in Frage, bentigt es ein individuelles Lichtkonzept nach fachlicher Planung, um die Qualitt der Architektur hervorzu-heben. Die Beleuchtung sollte jeweils auf den Fassadentyp eingehen, dessen archi-tektonische Merkmale hervorheben und, abgestimmt auf die Materialitt der Fas-saden, ausschlielich mit warmweiem und kaltweiem Licht erfolgen.

Im regulren Straenverlauf sollte sich die Fassadenbeleuchtung nur auf den Erdgeschossbereich konzentrieren, wo sich die Lden und Geschfte befinden. Die oberen Fassadenbereiche sollten nicht beleuchtet werden. So kann eine Be-eintrchtigung fr die Bewohner (z.B. durch Blendung in die Fenster) vermieden werden. Das Licht scheint ohnehin aus dem Inneren der Gebude durch die Fenster nach auen und vermittelt so Lebendigkeit.

Lichtelemente von Fassaden im regulren Straenverlauf

Individuelles Lichtkonzept fr besondere Bauwerke (z.B. Salvatorkirche)

Im Verlauf der Bahnhofstrae gibt es kleine Platzsituationen / Mi-krorume, welche die Strae in ihrem langgestreckten Verlauf auf-lockern. Die einzelnen Mikrorume unterscheiden sich in ihrer Gre und Ausprgung und bentigen ein individuelles Lichtkonzept, das ihren Charakter unterstreicht. Die Grundbeleuchtung durch kleine Mastleuchten / Lichtstelen (Wiedererkennbarkeit) kann durch indivi-duelle Lichtakzentuierungen ergnzt werden. Mit einer ansprechen-den Beleuchtung laden diese Pltze zum Verweilen ein und sind Tre -punkte am Tag wie am Abend.

Gastronomien (Imbiss-Einrichtungen, Cafs, Restaurants) nutzen hufig Pavillons, Sonnenschirme oder Markisen, um den Auen-raum zu markieren, Aufmerksamkeit zu erzielen und Gste vor Re-gen oder Sonne zu schtzen. Am Abend knnen diese Elemente, von unten angestrahlt, zu einem unaufdringlichen farbigen Hinweis auf die dazugehrige Einrichtung werden (Fernwirkung). Unter den Schirmen sorgt die Beleuchtung fr neutrales Licht und die Sicht-barkeit der Speisen.

Mikrorume

Auengastronomie

Fassadenbeleuchtung

Beleuchtung Erdgeschossbereich

Beleuchtung Einfahrten / Durchgnge

Der Charakter der Bauwerke auf der Bahnhofstrae wird wesentlich durch den Erdgeschossbereich geprgt. Dessen Gestaltung und Beleuch tung hat erheblichen Einfluss auf das Bild des gesamten Straenraumes. Im Erdgeschoss konzentrieren sich viele beleuchtungs rele vante Elemente, die miteinander und mit den benachbarten Gebuden abgestimmt werden mssen. Bunte Beleuchtung oder zu viel Licht sollten vermieden werden. Herausgehobene Eingnge, attrak tive Schaufenster, in das Fassadenbild eingegliederte Werbung und unfallfrei begehbare Zugnge sind hingegen Zielstellungen einer guten Beleuchtung.

Zufahrtswege zu Hinterhfen, Tiefgaragen, Parkhusern sind hufi g Un-fallschwerpunkte, auch aufgrund der Helligkeitsunterschiede zur ueren Umgebung. Deshalb ist eine ausgleichende Beleuchtung wichtig. Fr eine gleichmige und blendfreie Ausleuchtung der Verkehrsflche sollte diese idealerweise von oben aus der Decke erfolgen. Hilfreich ist zudem eine er-gnzende Beleuchtung im Hinterhof, die zeigt, was sich hinter der Durch-fahrt befi ndet. Attraktive beleuchtete Durchgnge haben eine positive Wir-kung auf das Erscheinungsbild der Fassaden und laden eher zum Begehen ein.

Schaufenster

Schaufenster knnen gezielt und e ektvoll mit Licht inszeniert werden. Lichtakzente, Kontraste, das Spiel mit Licht und Schatten sowie gezielt und reduziert eingesetzte Lichtfarben tragen wesentlich zur Attraktivitt des Schaufensters bei. Durch die groen Fensterflchen geht von Schau-fenstern eine starke Wirkung aus. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Licht ist deshalb wichtig, z.B. sollten Blinklicht und schnell wechselnde Lichtfarben vermieden werden, da sie aufdringlich wirken oder im Stra-enverkehr ablenken. Fr ein attraktives Lichtbild der Strae ist zudem die Abstimmung benachbarter Schaufenster (z.B. Helligkeit, Beleuch-tungszeiten) sinnvoll.

Lichtwerbungen (leuchtende oder beleuchtete Werbeschilder) ge-hren zum nchtlichen Erscheinungsbild einer Stadt und sind fr eine Geschftsstrae ein wesentliches Gestaltungselement. Wegen ihrer Funktion, Aufmerksamkeit zu erregen, sind Lichtwerbungen sehr be-stimmend. Damit keine nachteiligen E ekte wie Blendung, Ablenkung oder Unruhe entstehen, mssen sie geregelt werden. Auch im Hinblick auf ein attraktives Erscheinungsbild der Strae sind Regeln fr Werbung wichtig. Diese sollte sich in die jeweilige Fassade und in die allgemeine Beleuchtung der Strae passend einordnen.

Werbebeschilderung

Eingnge / Stufen / Rampen

Fr einen attraktiven Lichtraum Bahnhofstrae Gezielt gerichtetes Licht zur Vermeidung von Lichtver-

schmutzung (Streulicht) und Blendung Gleichmige Beleuchtung fr Sicherheit im Verkehrsraum Reduzierte, minimale Beleuchtung fr Bauwerke Licht von

innen nach auen, Betonung von Besonderheiten mglich Verwendung von ausschlielich weiem Licht (warm- oder

kaltwei) entsprechend Farbe / Materialitt der Oberflchen fr ein unverflschtes Bild der Bauwerke bei Dunkelheit

Abgestimmte Beleuchtung der Schaufenster und Werbung Hervorhebende Beleuchtung der Eingnge

Der Eingang ist die Visitenkarte eines Gebudes, dessen Zu-gangsbereich und Begrungsraum. Diese herausgehobene Be-deutung macht eine Beleuchtung erforderlich, die den Eingang betont und dazu beitrgt, ihn sicher begehen zu knnen, vorhan-dene Informationen gut lesbar zu machen und die Kommunikation im Trbereich zu untersttzen (Gesichtserkennung). Die gezielte Beleuchtung von Stufen oder Rampen sorgt fr Sicherheit beim Begehen. Eine Beleuchtung durch das Streulicht der Schaufens-ter oder die Lichtwerbung am angrenzenden Gebude ist in der Regel nicht ausreichend.

Kontakt

Aktives ZentrumLichtenrade Bahnhofstrae

AZ-BroPrinzessinnenstrae 3112307 Berlin

Telefon: (030) 894 03 590E-Mail: [email protected]: www.az-lichtenrade.de

Bezirksamt Tempelhof-SchnebergAbteilung Stadtentwicklung und BauenFachbereich Stadtplanung Arbeitsgruppe 1, Stdtebauliche Entwrfe, planungsrechtliche Bauberatung:

Andreas BaldowTelefon: (030) 90277-3115E-Mail: [email protected] Fachbereich StadtplanungE-Mail: [email protected]

Ansprechpartner_innenfr die Bauberatung

Das ausfhrliche Lichtkonzept erhalten Sie zum Download unter:www.az-lichtenrade.de

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dieraumplaner Tempelhof-Schöneberg Kreuzungen 3.200 K 2.700 K 4.500 K 2.400 K Straßenbeleuchtung Berücksichtigung von Problemen, wie... Desorientierung und BLENDUNG LICHTSPAZIERGANG in BERLIN Sicherheit und Attraktivität Hand in Hand Werbeschilder und Schaufenster Straßenbeleuchtung für alle Generationen und Bedürfnisse Berücksichtigung von Problemen, wie... Sehen und gesehen werden Sehen und gesehen werden Schaufenster Werbung Lichtsignalanlagen Straßenbeleuchtung Lichtreflexion (z.B. Straßenbelag, Glas- scheiben, Schilder) Info-Elemente Licht von Verkehrsteilnehmern Fassadenbeleuchtung I II III K3 M1 M2 M3 M4 K5 K4 K2 K1 M5 O4 O3 O2 O1 Lageplan Bahnhofstraße / Goltzstraße K6 K5 O4 O5 M5 M4 M3 – Vorplatz Volksbank / individuelles Lichtkon- zept: Lichtstelen zur Grundbeleuchtung, mögliche Akzentbeleuchtung (Sitzmöbel, Bäume) Beleuchtung vertikaler Begrenzungsflächen / Fassaden angrenzender Gebäude, nach individuellem Konzept Beispiel Kreuzung K3 Bahnhofstraße / Rehagener Straße Mikroraum Ladenfront / bauliche Grenze C B Beleuchtung gem. Straßenbeleuchtungskonzept: vier Leuchten mit geringerer Höhe Denkmal I II III Fassadenbeleuch- tung angrenzende Fassaden M3 Lichtkonzept Bahnhofstraße Lichtenrade Einleitung Lichtsituation Bahnhofstraße Erarbeitung Ruairí O‘Brien. Architektur. Licht. Raumkunst. Villa Augustin, Antonstr. 1, 01097 Dresden www.ruairiobrien.de Auftraggeber Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg Koordinierungsstelle lokales Planen und Handeln (OE SPK) John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin Impressum Übersicht Lichtbereiche Bahnhofstraße Die Bahnhofstraße in Lichtenrade besitzt mit ihrer Mischung aus kleinen Geschäften und vielfältigen Bauwerken unterschiedlicher Epochen eine einzigartige Atmosphäre. Unser Lichtkonzept möchte dazu beitragen, dass diese atmosphärische Besonderheit auch bei Dunkelheit erlebbar wird. Neben der Straßenbeleuchtung spielt eine Vielzahl weiterer Lichtquel- len eine Rolle. Unerlässlich ist die Beleuchtung in erster Linie für die Verkehrssicherheit des öffentlichen Raumes. Diesen Raum muss man klar erkennen, seine hierarchische Gliederung ablesen können. Kreu- zungen sollten deutlich wahrnehmbar, wichtige von untergeordneten Bauwerken, Haupteingänge von Nebeneingängen unterscheidbar sein. Darüber hinaus bedarf es der Strahlkraft von Schaufenstern und Wer- beanlagen, um Einkaufende und Flanierende anzuziehen und das at- traktive Gesamtbild der Geschäftsstraße zu akzentuieren. Dabei ist ein maßvoller Umgang mit Licht, eine "Weniger ist mehr"-Stra- tegie gefragt. Setzt man Licht unnötig zu Dekorationszwecken ein, erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Glanzpunkte oder wichtige Areale nicht wahrgenommen werden. Es empfiehlt sich da- her, auf Angemessenheit und Qualität zu achten. Das Lichtkonzept gibt Empfehlungen, deren sukzessive Umsetzung sowohl zu erhöhter Sicherheit und besserer Orientierung, als auch zu einer angenehmen Atmosphäre und zu einem erhöhten Erlebniswert der Bahnhofstraße beitragen kann. Lichtfarbtemperatur für öffentliche Beleuchtung in Berlin: warmweißes Licht zwischen 2.700 und 3.200 Kelvin Typische Szene in der Bahnhofstraße zur Dämmerungszeit. Eine Vielzahl an farbigen, hellen und dunklen Lichtern konkurriert um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Das attraktive Licht- bild urbaner Räume benötigt deshalb die Regulierung und Abstimmung der einzelnen Lichtquellen. Ansichten Bahnhofstraße, Nordseite Lageplan Bahnhofstraße Ansichten Bahnhofstraße Südseite (gespiegelt) Objektinszenierung nach individuellem Lichtkonzept: Denkmale / markante Bauwerke Verkehrsraum / Straße Beleuchtung Gebäude im regulären Straßenverlauf = Beleuchtung Erdgeschoss: Schaufenster, Werbung, Eingänge, Durchgänge zum Hinterhof usw. Fassadenbeleuchtung an besonderen Orten (Kreuzungen) Straßenleuchte im Straßenverlauf (Höhe 10 m) Ergänzungsleuchte Mikroräume, Rampen (Höhe 3,50 m) Straßenleuchte an Kreuzungen (Höhe 7 m) Der Lageplan zeigt eine Übersicht über die we- sentlichen beleuchtungsrelevanten Bereiche und Lichtthemen der Bahnhofsstraße, die im Rahmen des Lichtkonzeptes untersucht und nachfolgend vorgestellt werden. Straßenbeleuchtung im regulären Straßenverlauf: Straße, Park-, Radstreifen, Gehweg Kreuzungen: Knotenpunkte, Eingangs-, Torsituationen Mikroräume: Verweilräume, besondere Platzsituationen Fassadenbeleuchtung bzw. Beleuchtung Erdgeschossbereich Objektinszenierung: markante Bauwerke, Denkmale Mikroräume Kreuzungen Legende Übersichtsplan & Lichtbereiche Goltzstraße I II III III III I III I Vorschläge für moderne LED-Straßenbeleuchtung: Leuchten im regulären Straßenverlauf (I), an Kreuzungen (II) und für breite Gehwegbereiche / Rampenanlagen und Mikroräume (III) Im regulären Straßenverlauf können durch die Verwendung von Peitschenmast- oder Mastansatzleuchten (Höhe ca. 10 m) in wech- selseitiger Anordnung die Anforderungen, die an die Straßenbe- leuchtung in der Bahnhofstraße gestellt sind, optimal erfüllt wer- den. Gezielt gerichtetes Licht vermindert Streulicht und sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrsfläche. Die differenzierte Beleuchtung der Kreuzungen mit kleineren Leuchten (ca. 7 m) in gleichmäßiger Anordnung sorgt für eine opti- male Ausleuchtung dieser Bereiche. Das erhöht die Sicherheit und unterstützt die Gliederung des städtischen Raumes. Gehwegbeleuchtung / Ergänzungsbeleuchtung: Für Bereiche, an denen zusätzlich Licht benötigt wird (Treppen, Rampen) oder Mikroräume und breite Straßenquerschnitte, die nicht ausreichend durch die Straßenleuchten beleuchtet werden, wird die Verwen- dung zusätzlicher Lichtstelen oder kleiner Mastaufsatzleuchten (Höhe ca. 3,5 bis 4 m) empfohlen. Links: Schematischer Beispielquerschnitt Bahnhofstraße: Straßenleuchten (I) und kleine Ergänzungsleuchten (III) an Stellen mit zusätzlichem Lichtbedarf Schema Grundriss – Straße / Kreuzung K3 Schema Fassadenbeleuchtung – Kreuzung K3: oben - Nordseite der Straße, unten - Südseite Kreuzungen bergen durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer ein erhöhtes Konfliktrisiko. Zudem sind sie wichtige Orientierungspunkte, die die Bahnhofstraße in fünf Abschnitte gliedern. Für Ankommende sind die Kreuzungen Punkte ersten Kontaktes mit der Geschäftsstraße (Eingangsbereiche). Eine individuelle Beleuchtung ist daher sinnvoll. Die Abbildungen zeigen am Beispiel der Kreuzung Bahnhof-/ Rehagener Straße die lichtrelevanten Themen im Zusammenhang mit Kreuzungen. O1 II I III M1 K1 A
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