Home >Documents >Private Vorsorge Wissenswertes zur 3. Säule .Inhalt Die 3. Säule im schweizerischen Vorsorgesystem

Private Vorsorge Wissenswertes zur 3. Säule .Inhalt Die 3. Säule im schweizerischen Vorsorgesystem

Date post:17-Sep-2018
Category:
View:213 times
Download:0 times
Share this document with a friend
Transcript:
  • Private Vorsorge

    Wissenswertes zur 3. Sule/

    Gebundene und freie Vorsorge(Sulen 3a und 3b) in der Schweiz Stand Januar 2017

  • Inhalt

    Die 3. Sule im schweizerischen Vorsorgesystem 3

    Individuell richtiger Vorsorgeschutz 4

    Gezielter Kapitalaufbau 6

    Merkmale der Vorsorge 3a und 3b 8

    Bank und Versicherung im 3a-Vergleich 10

    Lebensversicherungen als 3. Sule 12

    Das richtige Konzept macht jede 3. Sule besser 14

    Die AXA bernimmt keine Gewhr fr die Vollstndigkeit und Richtig-keit der Angaben in dieser Publikation. Massgebend sind immer die geltenden Gesetze und Verordnungen. Stand Januar 2017.

  • Das schweizerische Vorsorgesystem wird in die staatliche, die berufliche und die private Vorsorge unterteilt.Auf diesen drei Sulen steht die finanzielle Sicherheit jeder Person und ihrer Angehrigen im Alter, bei Invaliditt und im Todesfall.

    Die 3. Sule im schweizerischen Vorsorgesystem/

    Im gesetzlich verankerten Dreisulen-konzept der Schweiz bildet die 3. Sule die flexible, individuelle Ergnzung zur obligatorischen Vorsorge.

    Sie soll allfllige Vorsorgelcken schliessen, die von der 1. und 2. Sule nicht abgedeckt werden. Aufgrund ihrer zunehmenden Wichtigkeit wird die private Vorsorge vom Bund und von den Kantonen durch attraktive Steuervorteile gefrdert.

    Entsprechend den gesetzlichen Rahmen-bedingungen unterscheidet man zwischen der gebundenen und der freien Vorsorge Sule 3a und Sule 3b.

    Der Aufbau des schweizerischen Vorsorgesystems

    Bedarfsgerechte Vorsorge

    1. Sule

    Staatliche Vorsorge

    Staatsverantwortung

    AHV/IV-Beitrge Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Je 50 % Selbstndigerwerbende und Nicht - er werbsttige: 100 % selbst finanziert EL-Beitrge

    Finanziert mit Steuergeldern von Bund und Kantonen

    Altersrente Kinderrente Invalidenrente Invaliden-Kinderrente Witwen-/Witwerrente Waisenrente

    AHV/IVObligatorisch

    BVG/UVGGebundene Vorsorge

    (Sule 3a)Ergnzungsleistungen

    (EL)berobligatorische

    VorsorgeFreie Vorsorge

    (Sule 3b)

    2. Sule

    Berufliche Vorsorge

    Arbeitgeberverantwortung

    UVG-Beitrge Arbeitgeber: Berufsunflle Arbeitnehmer: Nichtberufsunflle BVG-Beitrge

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein wie die gesamten Beitrge aller seiner Arbeitnehmer. Selbstndigerwerbende: 100 % selbst finanziert

    Taggeld Altersrente/-kapital Pensionierten-Kinderrente Invalidenrente Invaliden-Kinderrente Witwen-/Witwerrente Waisenrente

    3. Sule

    Private Vorsorge

    Eigenverantwortung

    100 % selbst finanziert (zur Schliessung von individuellen Vorsorgelcken)

    Versicherungs- oder Banklsung Jegliche Ersparnisse und Vermgenswerte

    Obligatorisch Freiwillig

    3

  • 4

    Wer sich bei Erwerbsunfhigkeit oder im Alter nicht einschrnken will, braucht in der Regel mehr Geld,als aus AHV und Pensionskasse zu erwarten ist. Ebenso verhlt es sich im Todesfall: Fr die Angehrigen besteht meist eine erhebliche Vorsorgelcke.

    Individuell richtiger Vorsorgeschutz/

    Sicherheitsorientierte Ziele Altersvorsorge Finanzielle Absicherung bei

    Erwerbsunfhigkeit Schliessen der Vorsorgelcken in

    Familie und Partnerschaft

    AltersvorsorgeJe hher das Erwerbseinkommen ist, desto grsser wird die Vorsorgelcke bei der Pensionierung. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Vorsorge im Rahmen der 3. Sule bereits ab mittleren Erwerbs-einkommen.

    Krankheitsbedingte Vorsorgelcken Die 2. Sule bietet fr die finanziellen Risiken infolge Invaliditt und Tod als Unfallfolge einen ausreichenden Ver-sicherungsschutz. Laut Statistiken sind jedoch Krankheiten und nicht Unflle die hufigeren Ursachen. Im Krankheits-fall sind diese Risiken staatlich nur un-zureichend versichert. Eine individuelle Vorsorge in der 3. Sule kann diese Lcke schliessen.

    Familie und EhepartnerSptestens mit der Geburt des ersten Kindes verndert sich der Vorsorgebedarf. Der Ausfall von Erwerbseinkommen oder gar der Tod eines Elternteils hat ohne in- dividuelle Absicherung grosse finanzielle Einbussen zur Folge. Diese lassen sich mit der privaten Vorsorge auffangen. Auch im Scheidungsfall lsst sie sich gezielt auf die Scheidungsvereinbarungen ausrichten.

    KonkubinatspartnerWer unverheiratet in einer ehehnlichen Situation zusammenlebt, kann nicht auf die Leistungen von AHV/IV und UVG/BVG (Obligatorium) zhlen. Auch erbrechtlich ist das Konkubinat inexistent: Jeder Partner vererbt an die gesetzlichen Erben. Sofern er im Rahmen der freien Quote in einem Erbvertrag oder Testament nicht bedacht wird, geht der Lebenspartner leer aus. Der Abschluss einer privaten Vorsorge ist deshalb eine ideale Mglich-keit fr die gegenseitige Absicherung von Konkubinatspartnern.

  • 5

    Vorsorge 3a und 3bDie private Vorsorge wird in zwei Kate-gorien unterteilt: Gebundene Vorsorge 3a

    Langfristige Vorsorge, bei der das Kapital fr die Altersvorsorge gebunden bleibt. Freie Vorsorge 3b

    Flexible Vorsorge ohne gesetzlich vorgegebene Laufzeit. Das Kapital ist jederzeit verfgbar.

    EinschrnkungenFr die Finanzierung der freien Vorsorge 3b gibt es keine Einschrnkungen. Ein-zahlungen in die gebundene Vorsorge 3a sind hingegen gesetzlich limitiert. Aktuell gilt: CHF 6 768. fr Erwerbsttige mit

    beruflicher Vorsorge CHF 33 840. fr Erwerbsttige/Selb-

    stndigerwerbende ohne berufliche Vorsorge

    SteuervorteileDer Staat untersttzt die private Vorsorge mit Steuervergnstigungen. Besonders interessant ist der steuerliche Aspekt der Sule 3a. Die Einzahlungen knnen von den Steuern abgezogen werden, wodurch pro Jahr eine Steuerersparnis von bis zu CHF 2 000. mglich ist. Zudem wird bei der Auszahlung nicht die regulre Ein-kommenssteuer berechnet, sondern ein spezieller Steuersatz verwendet. Die Ab-zugslimiten werden in der Regel alle zwei Jahre geprft und angepasst, wodurch die Steuerbelastung optimiert wird.

    Beispiel fr Vorsorgelcke im Alter

    Bruttolohn whrend Erwerbsttigkeit CHF 85 000. = 100 %

    AHV/IV CHF 28 200.BVG-Obligatorium CHF 25 000.Jhrliche Rente 1. + 2. Sule CHF 53 200. = 63 %

    Vorsorgelcke nach der Pensionierung CHF 31 800. = 37 %

    Eckdaten:

    Versicherte Person Jahrgang 1977(40-jhrig) ohne BeitragslckenBruttojahreslohn CHF 85 000.Maximale AHV-Rente CHF 28 200.

    BVG-Obligatorium:Maximal anrechenbarer Lohn CHF 84 600.Koordinationsabzug CHF 24 675.Maximal versicherter BVG-Lohn CHF 59 925.Zins 1,0 %Umwandlungssatz 6,8 %

    (Stand 2017)

    37

    %

    0 60 120 180 240

    100

    80

    60

    40

    20

    0

    Jahresbruttolohn in CHF 1000.

    Leis

    tung

    en in

    Loh

    npro

    zent

    en Vorsorgelcke

    BVG

    AHV

    Beispiel AHV-Jahresrente BVG-Jahresrente

    Einen einheitlichen Richtwert fr den Vorsorgebedarf gibt es nicht. Ausschlaggebend fr die Berechnung sind finanzielle Verpflichtungen und Wnsche in Bezug auf Lebensstandard und Zeitpunkt der Pensionierung. Die Gegenberstellung von effektivem Bedarf und Leistungen aus der 1. und 2. Sule ist die optimale Entscheidungsbasis fr eine sinnvolle Planung der 3. Sule.

  • 6

    Kapitalorientierte Ziele Sicherer Kapitalaufbau Renditeorientierte Kapitalanlage Vorzeitige Pensionierung Erwerb von Wohneigentum

    Private Vorsorge ist vielfltig Vermgenswerte/Ersparnisse auf

    Sparkonti Obligationen, Aktien, Geldmarktanlagen

    oder Anteile an Fonds-Anlagen Erwerb von Wohneigentum Wertvolle Sammlungen 3a-Bankkonto Lebensversicherungen (Sule 3a

    oder 3b)

    Kapital ansparen Ein Bankkonto bietet bezglich

    Einzahlungen smtliche Freiheiten, aber keine Garantie auf das Erreichen des persnlichen Sparziels. Eine prmienfinanzierte Lebensver-

    sicherung beinhaltet Zahlungsfristen und je nach Produkt regulr oder optio- nal eine Prmienbefreiung bei Erwerbs- unfhigkeit infolge Krankheit oder Unfall. Diese Eigenschaften garantieren das Erreichen der gewnschten Kapital- summe. Zustzlich bestehen beson- dere Vorsorgeprivilegien wie beispiels- weise die freie Begnstigung (Sule 3b) oder das Erb-, Betreibungs- und Kon- kursprivileg.

    Kapital anlegenWer an der Brse spekuliert, kann betrchtliche Gewinne erzielen trgt aber das gesamte Verlustrisiko selbst. Bei renditeorientierten Lebensversiche-rungen sind je nach Produktvariante Schutzmechanismen integriert, um Kapitalverluste durch negative Kurs-schwankungen abzufedern oder auszu-schliessen. Keine Kapitalanlage kann jedoch die Zielsetzungen in Bezug auf Sicherheit, Rendite und Liquiditt zu 100 % erfllen. Hingegen sollte fr den Fall der baldigen oder allflligen frhzeitigen Pensionierung die Sicher-heit einer Anlage speziell geprft werden.

    Sparen und Anlegen sind Teil jeder Zukunftsplanung und somit der privaten Vorsorge. Finanzielle Mglich-keiten, konkrete Zielsetzungen, Zeithorizont und persnliches Sicherheitsbedrfnis fhren zur optimalen Strategie fr den Kapitalaufbau innerhalb der 3. Sule.

    Gezielter Kapitalaufbau/

  • RenditebeurteilungDie Beurteilung von Renditeaussichten ohne Einbezug der Steuersituation ver-flscht das Bild einer Anlage oft stark. Deshalb sollten Renditen generell nach Steuern beurteilt werden. Unter dem Strich schneiden Vorsorgeprodukte da-durch oft besser ab, als sie aufgrund der technischen Zinssituation erscheinen.

    Erwerb und Amortisation von WohneigentumFr die Finanzierung von Wohneigentum eignet sich die 3. Sule (insbesondere Sule 3a) ebenso wie die 2. Sule. Das Kapital kann vorbezogen oder verpfndet werden.

    Gleich verhlt es sich bei der Amortisation einer Hypothek: Bei der direkten Amortisation wird die

    Hypothek laufend abbezahlt. Bei der indirekten Amortisation erfolgt

Embed Size (px)
Recommended