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Naturschutz | 1 Naturschutz Ausbildung Thema: Ökofaktoren 7.2.3 Ökofaktoren | 2010

Date post:06-Apr-2015
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  • Folie 1
  • Naturschutz | 1 Naturschutz Ausbildung Thema: kofaktoren 7.2.3 kofaktoren | 2010
  • Folie 2
  • Naturschutz | 2 kofaktoren oder Umweltfaktoren sind von der Umwelt ausgehende frdernde oder schdigende Einwirkungen auf einen Organismus, die als Faktoren den kologischen Standort bestimmen. Abiotische kofaktoren Unbelebte, physikalische und chemische Einwirkungen in kosystemen Biotische kofaktoren Einwirkungen, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind, z.B. Wechselwirkungen zwischen einzelnen Arten innerhalb eines kosystems (Konkurrenz, Fressfeinde, Symbiosen usw.) Soziokonomische kofaktoren Einwirkungen des wirtschaftenden Menschen, z.B. durch Besiedelung, Landwirtschaft oder Industrie 7.2.3 kofaktoren | 2010 kofaktoren
  • Folie 3
  • Naturschutz | 3 Beispiele: Klima Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wrme, Strahlungsverhltnisse, Licht Wasser Grundwasserstand, Niederschlge, Luftfeuchtigkeit chemische Faktoren Kohlendioxid- und Sauerstoffkonzentration, Nhrstoffe, Salinitt, Gift- und Schadstoffe, pH-Wert mechanische Faktoren Wind, Schneelast Feuer Relief Hangneigung, Hangrichtung 7.2.3 kofaktoren | 2010 Abiotische kofaktoren
  • Folie 4
  • Naturschutz | 4 Lebensprozesse laufen im allgemeinen zwischen 0 C und 40 C ab. Unterschreiten dieses Temperaturbereichs kann zum Gefrieren des Zellwassers, berschreiten zur Gerinnung der Zelleiweie fhren. Viele Organismen ertragen aber kurzzeitig oder lngerfristig niedrigere oder hhere Temperaturen (z.B. knnen Nadelbume noch bei Minusgraden Fotosynthese durchfhren, einige Bakterien leben in der Nhe heier Quellen von ber 60 C). Reaktionsgeschwindigkeit- Temperatur- Regel (RGT- Regel) Bei chemischen Reaktionen nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit bei steigender Temperatur zu, sie verdoppelt sich etwa bei einer Temperaturzunahme um 10 C. 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 5
  • Naturschutz | 5 Bezogen auf die Regulationsfhigkeit der Krpertemperatur unterscheidet man gleichwarme Organismen, die selbst zur Regulation ihrer Eigentemperatur fhig sind (Vgel, Suger) von wechselwarmen Organismen, deren Krpertemperatur im wesentlichen der Auentemperatur entspricht (Fische, Amphibien, Reptilien, Wirbellose). Gleichwarme Organismen sind von der Umgebungstemperatur unabhngig, mssen dafr jedoch einen betrchtlichen Energieaufwand betreiben, der einen erhhten Nahrungsaufwand bedingt. 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 6
  • Naturschutz | 6 Tiere knnen abhngig von der Auentemperatur Ruhezustnde einnehmen, die ihnen das berleben bei extremen oder ungnstigen Umweltbedingungen ermglichen, z.B. Winterruhe und Winterschlaf bei gleichwarmen Tieren oder Kltestarre und Trockenstarre bei wechselwarmen Tieren. 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 7
  • Naturschutz | 7 Kltestarre Absinken der Krpertemperatur bei wechselwarmen Tieren; die Krpertemperatur folgt (passiv) der Auentemperatur Beispiele: Lurche, Reptilien, Schnecken 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 8
  • Naturschutz | 8 Winterruhe Gleichbleibende Krpertemperatur; eingeschrnkte Stoffwechselaktivitt und Herzschlagfrequenz; Erwachen, um Beute zu suchen oder von um von zuvor gesammelten Vorrten zu fressen Beispiele: Dachs, Eichhrnchen, Braunbr 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 9
  • Naturschutz | 9 Winterschlaf Niedrige Krpertemperatur; Krperwrme folgt der Auentemperatur bis zu 5C, Verringerte Atmung, Energieverbrauch ca. 10% des Normalwertes Beispiele: Murmeltier, Igel, Fledermaus 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 10
  • Naturschutz | 10 Allensche Regel (Proportionsregel) Bei Vgeln und Sugetieren haben einige Arten in kalten Klimazonen krzere Ohren, Schwnze oder Extremitten als nahe verwandte Arten oder Unterarten in wrmeren Klimazonen. An langen ueren Krperteilen kann Wrme abgestrahlt werden, krzere Krperteile verhindern zu groe Wrmeverluste. Polarfuchs Rotfuchs Wstenfuchs 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 11
  • Naturschutz | 11 Bergmannsche Regel (Grenregel) Einige Vgel- und Sugetierarten sind in klteren Klimazonen (hhere Breiten oder Gebirgen) grer als nahe verwandte Arten in wrmeren Klimazonen, da groe Tiere im Verhltnis zum Volumen eine kleinere Ober-flche haben. Es gibt aber viele Arten, die von dieser Regel abweichen. Schwarzbr Eisbr Koalabr 7.2.3.1 Temperatur | 2010 kofaktor Temperatur (Wrme)
  • Folie 12
  • Naturschutz | 12 Licht ist die Energiequelle fr die Photosynthese und eine Wrmequelle fr die Organismen. Licht steuert Aktivitten und Entwicklungsprozesse. Bei Tieren dient das Licht zur rumlichen und zeitlichen Orientierung. Stimmungen beim Menschen Beispiele fr den Einfluss des Lichts Sommer- und Winterfell Winterruhe/Winterschlaf Vogelzug Orientierung (Bienen) Gesang der Singvgel Tag- und Nachtrhythmus Blhperioden Steuerung des Hormonhaushalts 7.2.3.2 Licht | 2010 kofaktor Licht
  • Folie 13
  • Naturschutz | 13 In dichten Pflanzenbestnden wechseln die jahreszeitlichen Lichtverhltnisse erheblich. Frhjahrsblher sind Pflanzen in Laubwldern, die frh im Jahr blhen. Mit dem Laubaustrieb der Bume und Strucher beenden sie ihre Entwicklung. Sie haben besondere Speicherorgane, aus denen sie die Energie beziehen, die fr den frhen Bltezeitpunkt notwendig ist. Frhjahrsblher sind an die Periodik der sommergrnen Laubwlder angepasst. Laubwald Nadelwald Jahreszeitliche Vernderung der Lichtdurchlssigkeit der Baumschicht Aug.Jan. Durchlssigkeit hoch Durchlssigkeit gering Sonnenstand hoch Sonnenstand nieder Sonnenstand nieder 7.2.3.2 Licht | 2010 kofaktor Licht
  • Folie 14
  • Naturschutz | 14 Wasser ist eine Grundvoraussetzung fr die Lebensfhigkeit eines Organismus. Nur wenige Arten oder Teile von Organismen (Samen, Sporen) knnen lngere Zeit ohne Wasser berdauern. Ein Standort wird sowohl durch die Art und die zeitliche Verteilung des Niederschlages als die geographische Lage beeinflusst. Wasser dient den Organismen als Bestandteil der wesentlichen Stoffwechselvorgnge Transportmittel Mittel zur Stabilisierung (Wanddruck bei Pflanzenzellen) Lsungs- und Quellmittel Mittel zur Khlung (Transpiration) 7.2.3.3 Feuchtigkeit | 2010 kofaktor Feuchtigkeit (Wasser)
  • Folie 15
  • Naturschutz | 15 7.2.3.3 Feuchtigkeit | 2010 kofaktor Feuchtigkeit (Wasser)
  • Folie 16
  • Naturschutz | 16 Tiere in Trockengebieten Verdunstungsschutz durch Wachsbezge aus Chitin bei Insekten sowie Horn- und Haarbildungen (hell) bei Sugern, Vgeln und Reptilien Ausscheidungsprodukte sind wasserarm, hochkonzentriert Atmung durch Lungen oder Tracheen Tiere in feuchten Gebieten (Auen, Gewsser, Uferregionen, Moore) Feuchte, schleimige, dnne Haut, durch die Haut wird Feuchtigkeit aufgenommen und abgegeben kein Verdunstungsschutz ntig Sauerstoffaufnahme durch Lunge und Haut Tiere suchen in der Regel Lebensrume mit ausreichendem Wasserangebot auf oder meiden Lebensrume, in denen die Verdunstung die Wasseraufnahme bersteigt. Wasser wird bei hheren Lebewesen durch spezialisierte Organe (z.B. Darm) oder als Feuchtigkeit aus der Luft (Amphibien) aufgenommen. 7.2.3.3 Feuchtigkeit | 2010 kofaktor Feuchtigkeit (Wasser)
  • Folie 17
  • Naturschutz | 17 Fr das Pflanzenwachstum und damit fr den Aufbau und Erhalt von kosystemen sind verschiedene Nhrstoffe essentiell: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen. Diese Verbindungen werden z.B. fr den Aufbau von Kohlehydraten, Proteinen, Nukleinsuren bentigt. Je nach dem Standort der Pflanze werden die Nhrstoffe aus der Luft, dem Wasser und dem Boden entnommen. Dabei handelt es sich meistens um anorganische Verbindungen und Ionen wie Wasser (H 2 O), Kohlendioxid (CO 2 ), Nitrat (NO 3 - ), Phosphat (PO 4 3- ), Sulfat (SO 4 2- ) und Kalium (K + ). Desoxyribonukleinsure (DNA) Chlorophyll Amylopektin 7.2.3.4 Nhrstoffe | 2010 kofaktor Nhrstoffe
  • Folie 18
  • Naturschutz | 18 Stickstoffkreislauf im Boden 7.2.3.4 Nhrstoffe | 2010 kofaktor Nhrstoffe
  • Folie 19
  • Naturschutz | 19 Die Verfgbarkeit der Nhrstoffe ist unterschiedlich. Sie hngt v.a. von den Standortbedingungen ab. Da die Nhrstoffe in einem bestimmten Mengenverhltnis bentigt werden, begrenzt der knappste Nhrstoff das Wachstum der Pflanzen. Verluste an Nhrstoffen entstehen vor allem durch Wind, Wassererosion oder Auswaschung. Durch Dngung kann das Nhrstoffangebot fr Kulturpflanzen erhht und somit das Wachstum gesteigert werden. Werden die Kulturen zu stark gedngt, knnen die Ertrge jedoch sinken. Bei einer berdngung werden Dngerbestandteile in das Grundwasser ausgeschwemmt und knnen dessen Qualitt gefhrden. Zudem fhrt das nhrsalzreiche Wasser, wenn es in Oberflchengewsser gelangt, zu einem berangebot an Mineralstoffen (Eutrophierung). 7.2.3.4 Nhrstoffe | 2010 kofaktor Nhrstoffe
  • Folie 20
  • Naturschutz | 20 Wind ist als Faktor bei der Verbreitung mancher Arten als Transportmittel von Pollen und Samen von Bedeutung, auch kleine Insekten und Spinnen knnen durch Winddrift neue Lebensrume besiedeln. Weide Lwenzahn Ahorn Birke Linde Weidenrschen 7.2.3.5 Wind | 2010 kofaktor Wind
  • Folie 21
  • Naturschutz | 21 Wind kann aber auch die Erosion des Bodens oder Windbruch bei Bumen verursachen und hat durch die mechanische Wirkung Einfluss auf das Pflanzenwachstum. Wind hat zudem eine austrocknende und auskhlende Wirkung. Im Hochgebirge liegen die Windstrken um ein mehrfaches ber denen des Tieflande

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