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Die Tausend Blumen Wiese - Eine kleine Geschichte von der Freundschaft

Date post:10-Mar-2016
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Description:
Lassen Sie Ihr Kind die Hauptrolle spielen: Die Namen aller Charaktere sind frei wählbar! Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail erzählen Melanie Laibl und Teresa Mraz die symbolhafte Geschichte von fünf ganz besonderen Kindern. Ab 5 Jahren. Die Geschichte: Eines Nachts träumt Stoffel von einer wunderschönen Wiese mit tausend bunten Blumen. Und es ist ganz bestimmt kein Zufall, dass er beim Aufwachen eine vergilbte Landkarte unter seinem Kopfpolster findet, die ihm den Weg zur Tausend-Blumen-Wiese weisen will. „Löwenzahn, Hahnenfuß, Gänseblümchen – ich komme!“ Gemeinsam mit Nini, Frederik und Lola macht sich Stoffel auf ins Abenteuer. Sein Bruder Benno hingegen kann den komischen Freunden seines Bruders genauso wenig abgewinnen wie einer komischen Blumenwiese und bleibt lieber im Bett. Oder doch nicht? Diese kleine Geschichte vom Anderssein – und von der Freundschaft – erfreut Kinder ab 5 Jahren.
Transcript:
  • Die Tausend-Blumen-WieseEine kleine Geschichte von der Freundschaft

    Melanie Laibl | Teresa Mraz

    Dieses Bu

    ch

    gehrt:

  • Idee und Text: Melanie LaiblIllustration: Teresa MrazDruck und Bindung: Pressel Direct Mail Services GmbH.

    Pressel Publishing ServicesGonzagagasse 121010 Wienwww.pressel-publishing.eu

    1. AuflageStand: September 2007 2007 by Pressel Publishing Services, Wien

    Gedruckt in Deutschland

    ISBN: 978-3-902326-07-2

  • Text: Melanie LaiblIllustration:Teresa Mraz

    Die Tausend-Blumen-WieseEine kleine Geschichte von der Freundschaft

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  • 5Eines Morgens wacht Stoffel auf, weil ihn die Sonne in der Nase kitzelt. Hatschi! niest er. Ausgerechnet jetzt, wo ich gerade so schn getrumt habe. Da war eine Wiese mit tausend bunten Blumen und ich mittendrin! Fest kneift er die Augen zusammen, um seinen Traum zurckzuholen.

    Ihr msst wissen, dass Stoffel etwas ganz Besonderes ist.Zum Beispiel, weil er Blumen ber alles liebt. Auch wenn er von ihrem Duft immer ganz krftig niesen muss. Es reicht schon, wenn er nur daran denkt. Hatschi! Schlfrig sucht er unter dem Kopfpolster nach seinem Lieblingstaschentuch.

    Aber halt was ist denn das?

  • 6Sieht aus wie eine Landkarte, wundert sich Stoffel ber das vergilbte Stck Papier mit den seltsamen Zeichnungen und der krakeligen Schrift. Das ist der Weg zur Tausend-Blumen-Wiese, der Wiese aus meinem Traum!Mit einem Satz springt er aus dem Bett.

    Lwenzahn, Hahnenfu, Gnseblmchen ich komme!

    6

  • 7Plappern

    de Pfort

    e

    Kitzelig

    er Krate

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    Tieftrau

    riger T

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    Tausend-B

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    e

    7

  • 8Aufgeregt schttelt er seinen Bruder, der noch tief und fest schlft. Benno, Benno, schnell, wach auf! Heute ist ein guter Tag fr ein Abenteuer! Wir holen nur noch meine Freunde ab und dann suchen wir die Tausend-Blumen-Wiese!Das kann ja was werden. Du und deine komischen Freunde auf der Suche nach einer komischen Wiese.

  • 9Da bleib ich lieber im Bett, murrt Benno und zieht sich die Decke ber den Kopf. Komisch? Ich wei nicht, was an meinen Freunden komisch sein soll, zuckt Stoffel mit den Achseln.Und auerdem: Ein richtiges Abenteuer muss man gemeinsam bestehen! Damit schnappt er sich die Landkarte und sein Lieblingstaschentuch und luft schnurstracks zu Nini, Frederik und Lola.

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    Nini ist gerade damit beschftigt, sich rosarote Schleifchen ins Haar zu binden. Jeden Tag bindet sich Nini neue Schleifchen ins Haar und macht sie am Abend wieder auf.

    Tausend Schleifchen jeden Tag.

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    Wer kommt mit zur Tausend-Blumen-Wiese? fragt Stoffel geheimnisvoll. hem, tnt es pltzlich aus luftiger Hhe.Ich bin dabei!

    Ein Freund,

    ein guter Freund,

    das ist das Schnste, was

    es gibt

    auf der Welt, trllert sie

    ,

    als sie Stoffel kommen si

    eht.

    Ihr msst wissen, dass N

    ini

    etwas ganz Besonderes is

    t.

    Zum Beispiel, weil sie in

    ihrem

    ganzen Leben noch nie

    ein Wort gesprochen hat

    .

    Nicht ein einziges.

    Seit sie denken kann,

    war ihr Singen immer lie

    ber

    als Reden.11

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    Das Ruspern kommt von Frederik,der mit seinem Fernrohr zu ihnen herunterschaut. Ihr msst wissen, dass Frederik etwas ganz Besonderes ist.

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    Zum Beispiel, weil er so gro ist, dass er Sonne, Mond und Sterne an den Fusohlen kitzeln kann. Doch viel mehr noch als das da oben interessiert ihn, was unten am Boden passiert. Darum schaut er auch dauernd durch sein Fernrohr. Tausend Mal jeden Tag.

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    Hier steht, wir mssen zuerst durch die plappernden Pforte, erklrt Stoffel und eifrig stecken die drei Freunde ihre Nasen und das Fernrohr in die Landkarte. Plappernde Pforte? Hihihihi! Das klingt ja lustig! kichert es da pltzlich. Lola! Ihr msst wissen, dass auch Lola etwas ganz Besonderes ist. Zum Beispiel, weil niemand auf der Welt frhlicher ist als sie. Wenn sie einmal so richtig in Fahrt ist, kann sie keiner stoppen. Dann kichert und kichert sie, bis sie berall knallrote Pnktchen bekommt. Tausend Pnktchen jeden Tag.

    Nini Frederik Lola Stoffel. Wir sind komplett. Worauf warten wir noch!

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    Sieh an, sieh an, wundert sich die plappernde Pforte ber die vier Abenteurer. Ihr wollt sicher zur Tausend-Blumen-Wiese!

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    Wie schade, dass ich fr immer und ewig verschlossen bin.Und dass niemand wei, wo der Schlssel liegt.Nmlich unter der dicken, weien Wolke, die direkt ber mir schwebt Oh! Jetzt hab ich mich verplappert!

    Aber da steht Frederik schon lngst auf den Zehenspitzen und zieht mit einem vorsichtigen hem! einen groen, rostigen Schlssel unter der Wolke hervor.

    Und wirklich: Der Schlssel passt. Schmollend lsst sich das himmelhohe Tor ffnen und gibt den Weg ins Abenteuer frei.

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    Gleich kommt der kitzlige Krater! sagt Stoffel besorgt.Wir mssen vorsichtig sein, wenn wir ber seinen Rcken gehen. Denn er ist an bestimmten Stellen sehr empfindlich. Wenn es ihn juckt, wacht er bestimmt auf, und dann ...

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    Da lchelt Nini und beginnt, das schnste Wiegenlied zu trllern, das ihr einfllt: Schlaf, Krater, schlaf. Wer dich aufweckt, ist ein Schaf.

    Und wirklich: Der Krater gibt einen zufriedenen Seufzer von sich und lsst die trappelnden Fe geduldig ber sich ergehen.

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    Schon bald liegt das nchste Hindernis vor ihnen: der tieftraurige Teich.Noch nie hat es jemand geschafft, ihn zu berqueren, ohne in seinen schwarzen, dsteren Wassern zu versinken.

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    hem, vielleicht mit einem groen Schritt , bietet sich Frederik an.Ich wei etwas Besseres! kichert Lola. Ich mache ihn frhlich. Hihihihi! Und sie kichert und kichert. Erst leise, dann immer lauter.

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    Und wirklich: Der Teich beginnt zu lachen. Erst nur ein bisschen. Dann immer heftiger.So heftig, dass sich auf seiner Oberflche kleine Kruselwellen bilden, ber die unsere vier Abenteurer bequem spazieren knnen.

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    Gleich nach dem Teich kitzelt es Stoffel wieder einmal ganz krftig in der Nase. Hatschi! Hatschi! Hatschi! Jetzt kann es nicht mehr weit sein!

    Tatschlich tauchen am Horizont schon die ersten Blten auf. Gelb wie die Sonne, blau wie der Himmel, wei wie Schnee und rot wie Lolas Pnktchen, wenn sie sehr kichern muss.

    Die Tausend-Blumen-Wiese! ruft Stoffel begeistert. Nur noch da durch, und wir habens geschafft!

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    Voll Begeisterung strmen Nini, Lola und Stoffel los. Passt auf! Das ist die hungrige Hecke! ruft Frederikund deutet auf die Landkarte. Aber da ist es schon zu spt!

    Das dichte Gebsch hat bereits seine gefrigen Zweige um die drei Freunde geschlossen und hlt sie fest umklammert. hem! Frederik ist verzweifelt.

    Nur keine Panik, sagt da eine Stimme. Weit du, eine hungrige Hecke braucht man nur mit Reimen zu fttern. Darber vergisst sie alles andere.

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    Es ist Benno, der den vier Freunden die ganze Zeit ber heimlich gefolgt ist: durch die plappernde Pforte, ber den kitzeligen Krater und ber den tieftraurigen Teich.Benno baut sich vor dem mampfenden Busch auf, atmet tief durch und beginnt zu reimen:

    Liebe Hecke, lass dir sagen: Die drei da liegen dir schwer im Magen.Drum spuck sie schnellstens wieder aus und such dir einen andren Schmaus.

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    Und wirklich: Der Reim scheint der Hecke zu gefallen. Mit einem lauten Knirschen teilen sich die Zweige, und Nini, Stoffel und Lola fliegen in hohem Bogen mitten in ein Meer von duftenden Blten.

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    Die Tausend-Blumen-Wiese! Wir habens geschafft! ruft der leicht zerknautschte aber glckliche Stoffel. Hatschi! Ich meine, Hurra!Und dann macht er groe Augen. Benno?

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    Hmm, ich habs im Bett nicht ausgehalten und bin euch gefolgt. Ich habe gesehen, wie Frederik die Pforte geffnet hat. Wie Nini den Krater besnftigt hat. Und wie Lola den Teich zum Lachen gebracht hat. Das war etwas ganz Besonderes!

    Ausgelassen fassen sich die fnf an den Hnden und tanzen zwischen Lwenzhnen, Hahnenfen und Gnseblmchen Ringelreihen. Und als es Zeit ist, nach Hause zu gehen, darf Benno auf Frederiks Schultern sitzen und Sonne, Mond und Sterne an den Fusohlen kitzeln.

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    Hmm, ich habs im Bett nicht ausgehalten und bin euch gefolgt. Ich habe gesehen, wie Frederik die Pforte geffnet hat. Wie Nini den Krater besnftigt hat. Und wie Lola den Teich zum Lachen gebracht hat. Das war etwas ganz Besonderes!

    Ausgelassen fassen sich die fnf an den Hnden und tanzen zwischen Lwenzhnen, Hahnenfen und Gnseblmchen Ringelreihen. Und als es Zeit ist, nach Hause zu gehen, darf Benno auf Frederiks Schultern sitzen und Sonne, Mond und Sterne an den Fusohlen kitzeln.

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    hem, dafr hast du die hungrige Hecke mit einem Reim gefttert! ruft Frederik. Wirklich? fragt Stoffel unglubig. Du kannst reimen, Benno? Ich bin stolz auf dich!

    Da wird Benno ganz verlegen und bohrt seinen groen Zeh in die Erde. Heit das, ich bin auch etwas ganz Besonderes? Aber natrlich! rufen Stoffel, Lola und Frederik. Und Nini trllert Hoch soll er leben, hoch soll er leben, Benno, unser Held!

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    An diesem Abend, kurz vor dem Einschlafen, sagt Benno zu seinem Bruder: Weit du was, Stoffel? So komisch sind deine Freunde gar nicht!

    Unsere Freunde, Benno, ghnt Stoffel und schiebt die Landkarte wieder unter seinen Kopfpolster. Unsere ganz besonderen Freunde.

    Ende.

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