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Struktur und Aufgaben - vrr.de .Struktur des VRR: Das Drei-Ebenen-Modell Im Zusammenwirken mit dem

Date post:17-Aug-2019
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  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Struktur und Aufgaben

  • 2

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Mobilität ist ein unverzichtbarer Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftli- chen Entwicklung und somit ein wichti- ger Standortfaktor. Egal ob für die Wege zur Arbeit, in die Schule, zum Ausbil- dungsplatz oder auch für Fahrten in der Freizeit: Leistungsstarke Verkehrsange- bote sind ein wichtiges Element der öf- fentlichen Daseinsvorsorge. Nach einer Studie des Karlsruher Instituts für Techno- logie vollzieht sich ein Wandel der deut- schen Alltagsmobilität. Insbesondere die jüngere Generation nutzt das Auto – ehe- mals eines der wichtigsten Statussymbo- le – heute weniger und auf eine andere Art und Weise als noch vor einigen Jah- ren. Immer mehr Nutzer wechseln je nach ihrem individuellen Bedarf zwischen un- terschiedlichen Verkehrsmitteln. Der Öf- fentliche Personennahverkehr spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle – bun- desweit und insbesondere in einem po- lyzentrischen Ballungsraum wie der Rhein-Ruhr-Region.

    Bereits seit 1980 übernimmt der Ver- kehrsverbund Rhein-Ruhr vielfältige Auf- gaben auf dem Gebiet des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region.Er sorgt für die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger und stellt ein bedarfsge- rechtes und an marktwirtschaftlichen Grundsätzen ausgerichtetes ÖPNV-Leis- tungsangebot sicher. Hierzu arbeitet er Seite an Seite mit seinen Mitgliedern, Aufgabenträgern, Verkehrsunternehmen sowie zahlreichen weiteren Partnern, ergreift politische Initiativen, wirkt mei- nungs- und imagebildend zugunsten ei- nes leistungsstarken und finanzier baren ÖPNV und beteiligt sich an regio nalen und landesweiten Planungsprozessen zur Verbesserung der Mobilität.

    Den 7,8 Millionen Einwohnern am unteren Niederrhein, im Ruhrgebiet, der nördli- chen Rheinschiene und im niederber- gisch-märkischen Land steht heute ein leistungsstarker und vielfältiger Öffentli- cher Personennahverkehr zu Verfügung. Mehr als 1,1 Milliarden Fahrten werden jährlich im VRR absolviert. 39 Verkehrsun- ternehmen in 19 Städten und sieben Krei- sen bilden das Rückgrat des Verbundes und gewährleisten das jährliche Pensum von rund 279 Millionen Zug- und Buski- lometern. Mehr als 13.500 Bahnhöfe und Haltestellen werden von Bussen, Straßen - bahnen, S- und U-Bahnen sowie von den Nahverkehrszügen der Eisenbahn- verkehrsunternehmen angefahren. Dazu kommen die Wuppertaler Schwebebahn und spezielle Angebote wie die NachtEx- press-Linien, die Anruf-Sammel-Taxis so- wie die TaxiBusse und BürgerBusse. Bei aller Vielfalt unterliegt der Öffentliche Nahverkehr damals wie heute einem kla- ren Verbundgedanken: ein Tarif, ein Ticket, ein Fahrplan. Mit einer einheitlichen Be- nutzeroberfläche erleichtert der VRR den Fahrgästen die Orientierung im ÖPNV und die Nutzung von Bus und Bahn.

    Mit der vorliegenden Broschüre möch- ten wir Ihnen einen Überblick über die Aufgaben des VRR und die Vielfalt des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region geben. Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre!

    Herzlichst Ihr Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

    Impressum

    Herausgeber: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR Augustastraße 1 • 45879 Gelsenkirchen Telefon: 0209/1584-0 E-Mail: presse@vrr.de www.vrr.de

    Verantwortlich für den Inhalt: Sabine Tkatzik – Leiterin PR, Pressesprecherin VRR Redaktion: Wibke Hinz, Johannes Bachteler, Kristina Pickert Gestaltung: Sven David, Sven Scholz

    Fotos/Bildnachweis: VRR AöR, Abellio, Sascha Kreklau, Fotolia: mady70, Marco2811, Sergey Nivens, picsfive, pressmaster, Dan Race, Cmon, Shutterstock: Deyan Georgiev

    Inhalt

    Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 2

    Vom Unternehmens-

    zum Mobilitätsverbund . . . . . . . . . Seite 3

    Struktur des VRR:

    Das Drei-Ebenen-Modell . . . . . . . . . Seite 4

    Die Aufgaben des

    Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr . . Seite 7

    Verbundaufgaben . . . . . . . . . . . Seite 8

    Tarif und Vertrieb . . . . . . . . . . Seite 8

    Kommunikation und

    Absatzförderung . . . . . . . . . Seite 11

    Presse- und

    Öffentlichkeitsarbeit . . . . . . Seite 14

    Fahrgastinformation und

    Kundenmanagement . . . . . . Seite 16

    Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . Seite 18

    Finanzierung des ÖSPV . . . . Seite 19

    Einnahmenaufteilung . . . . . Seite 20

    SPNV-

    Aufgabenträgerschaft . . . . . . . Seite 21

    Förderung von Investitionen in die

    Nahverkehrsinfrastruktur . . . . Seite 26

    Die Kompetenzcenter

    beim VRR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 29

    Abkürzungsverzeichnis . . . . . . . . Seite 31

  • 3 VRR-Broschüre, Vom Unternehmens- zum Mobilitätsverbund , Stand: Januar 2014

    Vom Unternehmens- zum Mobilitätsverbund In einem polyzentrischen und dicht besie- delten Gebiet wie der Rhein-Ruhr-Region ist der Öffentliche Personennahverkehr bereits seit vielen Jahrzehnten ein wichti- ger Baustein einer leistungsstarken und nachhaltigen Mobilität. Nachdem der ÖPNV durch die Massenmotorisierung in den 1950er und 1960er Jahren an Bedeu- tung verloren hatte, erhielt er durch die Ölkrise und die Umweltdiskussion Anfang der 1970er Jahre eine höhere Gewichtung. Um die Kooperation der kommunalen Ver- kehrsunternehmen untereinander zu ver- bessern und den ÖPNV in der Region zu stärken, wurde 1980 der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gegründet. Seit seinem Beste- hen wirkt der VRR auf die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs hin: im Interesse zufriedener Fahrgäste, einer größtmöglichen Akzeptanz des Mobilitätsangebotes bei den Bürgerinnen und Bürgern in der Region, einer höheren Tarifergiebigkeit und einer deutlich besse- ren Qualität des Verkehrsangebotes. Zum Start des Unternehmensverbundes wur- den mehr als 20 Unternehmenstarife in einen einheitlichen Flächentarif für das gesamte Verbundgebiet überführt – eine tiefgreifende Veränderung, welche die Nutzung von Bus und Bahn für die Nah-

    verkehrskunden deutlich erleichterte und bis in die heutige Zeit Bestand hat. Im Zu- ge der Regionalisierung des Nahverkehrs übernahm der VRR im Jahr 1996 die Ver- antwortung für den Schienenpersonen- nahverkehr in der Region und entwickelte sich zu einem Aufgabenträgerverbund mit neuen Organisations- und Finanzierungs- systemen. Seitdem setzt der Verbund auf eine konsequente Wettbewerbspolitik im Nahverkehr auf der Schiene. Die Qualität und Wirtschaftlichkeit der angebotenen Leistungen wurde dadurch wesentlich verbessert.

    Insbesondere bei jüngeren Menschen kommt es seit einigen Jahren zu einem Wechsel im Mobilitätsverhalten: Ihnen ist eine flexible, kostengünstige und umweltfreundliche Verkehrsmittelnut- zung wichtig. Neben dem ÖPNV greifen sie immer häufiger auf öffentliche Ver- leihsysteme zurück. Dies setzt ein Ver- kehrssystem voraus, das möglichst simpel strukturiert ist und ein verständliches Ta- rifsystem mit einem einfachen Zugang zu unterschiedlichen Mobilitätsangeboten, deren Buchung und umfassenden Infor- mationen aus einer Hand bietet. Um die- sem Bedarf der Kunden gerecht zu werden,

    entwickelt sich der VRR seit einigen Jah- ren zu einem integrierten Mobilitätsver- bund, der Verkehr als Gesamtkonstrukt begreift und sämtliche Mobilitätsformen und Verkehrssysteme zu sogenannten Tür- zu-Tür-Konzepten vernetzt. Der VRR sieht die neuen Entwicklungen rund um den durch Leih- und Tarifmodelle öffentlich zugänglichen Individualverkehr (Carsha- ring und Fahrradleihsysteme) und die von Drittanbietern projektierten Informations- plattformen wie beispielsweise moovel oder waymate als Chance für den Öffent- lichen Personennahverkehr, bildet dieser doch die Basis der Tür-zu-Tür-Mobilität. So sollen Kooperationen mit Anbietern von öffentlichen Individualverkehrsdienstleis- tungen wie car2go, drivenow, nextbike, metropolradruhr etc. aktiv betrieben wer- den. Dies reicht von der Überlassung von ÖV-Fahrplan- und Tarifdaten für die Aus- kunfts- und Vermittlungssysteme der IV-Dienstleister über Vertriebspartner- schaften bis hin zu gemeinsamen Tarifmo- dellen. Ziel heutiger und auch zukünftiger Bemühungen des VRR ist ein System, das grundsätzlich jedes zusätzliche Verkehrs- angebot mit dem ÖPNV vernetzen kann, um so die Mobilität an Rhein, Ruhr und Wupper in ihrer Gesamtheit abzubilden.

  • Struktur des VRR: Das Drei-Ebenen-Modell

    Im Zusammenwirken mit dem Land NRW, den kommunalen Aufgabenträgern und benachbarten SPNV-Aufgabenträgern so- wie den Verkehrsunternehmen im Ver- bundraum übernimmt der Verkehrs- verbund Rhein-Ruhr vielfältige Aufgaben rund um den Öffentlichen Personennah- verkehr im Verbundraum. Um hierfür opti- mal aufgestellt zu sein, wurde im September 2006 die VRR GmbH, die rund 25 Jahre die operativen Aufgaben des VRR wahrgenommen hatte, in die Verkehrsver- bund Rhein-Ruhr Anstalt öffentlichen Rechts (VRR AöR) überführt. Zuvor waren bereits die Aufgaben und Mitarbeiter des Zweckverbands VRR auf die VRR AöR übergegangen. Mit einer strafferen Orga-

    nisation wandelte sich der VRR zu einer schlagkräftigen Nahverkehrsorganisation mit Aufgaben im öffentlichen Interesse.

    Zwei Jahre später, im Jahr 2008, kam es erneut zu umfassenden Änderungen in der NRW-Nahverkehrslandschaft. Mit der Novellierung des ÖPNV-Gesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die ehemals neun Kooperationsräu

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