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Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg Jahresabschluss zum daten. Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg...

Date post:29-Oct-2019
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  • Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31.07.2013

    Lagebericht

    1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

    1.1 Entwicklung der Tätigkeitsbereiche

    Diese Spielzeit zeichnete sich durch die besondere Bühnensituation im Großen Haus aus. Da im Sommer 2012 mit den Umbauarbeiten am Bühnenturm begonnen wurde, musste die Große Bühne geschlossen werden und es wurde ein Ersatzspielfläche auf das Parkett gebaut, das Spielfeld. Als Leitidee der Spielzeit 2012/13 beauftragte das Schauspielhaus renommierte Theaterautoren, Stücke für das Spielfeld zu schreiben.

    Den Anfang machte René Pollesch, dessen Text Neues vom Dauerzustand am 6. September 2012 die Spielzeit eröffnete. Die Hauptrolle übernahm Sophie Rois, die bereits in Mädchen in Uniform am Schauspielhaus zu sehen war und wenige Tage vor der Premiere von der Kritikerjury des Magazins „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde.

    Am 14. September 2012 folgte die Uraufführung von Ein Pfund Fleisch, das Albert Ostermaier basierend auf Shakespeares Der Kaufmann von Venedig für das Spielfeld geschrieben hatte. Inszeniert von Dominique Schnizer beschäftigt sich das Stück mit der Finanzkrise und den Märkten als Männergesellschaft.

    Franz Wittenbrinks Liederabend Aida verwandelte das Spielfeld in das Oberdeck eines Kreuzfahrtschiffes. Die Produktion kam am 21. September 2012 zur Uraufführung und war einer der großen Publikumserfolge der Spielzeit.

    Weitere Auftragswerke für das Spielfeld waren das Stück Männer, Frauen, Arbeit von Oliver Kluck (Uraufführung am 7. Dezember 2012, Regie: Markus Heinzelmann) sowie die Bühnenversion von Tino Hanekamps Szeneroman So was von da (Uraufführung am 12. Januar 2013 in der Fassung und Inszenierung von Jorinde Dröse).

    Neben den genannten Auftragswerken standen weitere zeitgenössische Theatertexte auf dem Spielplan. Patrick Süskinds Der Kontrabass, inszeniert vom jungen Regisseur Max Claessen mit Ensemblemitglied Stephan Schad und einem Kontrabassisten, hatte am 6. Oktober 2012 Premiere. Die Komödie Der Vorname oder zu Gast bei guten Freunden von Mathieu Delaporte und Alexandre de la Patellière kam am 4. November 2012 zur deutschen Erstaufführung und wurde in der Inszenierung von Christian Brey zum Publikumsrenner.

    Einen alten Stoff in neuem Gewand präsentierte Alice Buddeberg mit ihrer Version von Ödipus nach Sophokles, Aischylos und Euripides, die am 19. Oktober 2012 Premiere feierte.

    Ensemblemitglied Dominique Horwitz zeigte sich in The Right Bullets, Weber, Waits und Weitere – Dominique Horwitz and friends in concert von seiner musikalischen Seite. Die Revue, die Motive aus Carl Maria von Webers Der Freischütz mit Liedern von Tom Waits und weiteren „teuflischen“ Popsongs verbindet, entstand in Zusammenarbeit mit dem TIPI am Kanzleramt in Berlin und hatte am 25. November 2012 auf dem Spielfeld Premiere.

    Die letzte Premiere der Spielzeit 2012/13 bestritt Fabian Hinrichs mit seiner Soloperformance Ich.Welt.Wir. Es zischeln 1000 Fragen, die am 16. März 2013 zur Uraufführung kam.

    Das größtenteils scheidende Ensemble verabschiedete sich unter der Regie von Samuel Weiss mit dem Abend Ritt in die Sonne vom Schauspielhaus. Das Stück wurde am 20. April 2013 sowie am letzten Spieltag, dem 27. April 2013 aufgeführt und von den Freunden des Deutschen Schauspielhauses unterstützt.

  • Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31.07.2013

    Zwei weitere musikalisch geprägte Uraufführungen an anderen Spielstätten rundeten den Spielplan ab. Die Hamburg-Stück Hafenballade, eine Auftragsarbeit von Michael Batz, Franziska Steiof und Markus Voigt, kam am 24. Januar 2013 im Malersaal zur Uraufführung. Der österreichische Liederabend Mad in Austria von und mit Ensemblemitglied Sandra Maria Schöner feierte am 13. Oktober 2012 in der M&M Bar des Hotels Reichshof Premiere.

    Auch in ihrer letzten Spielzeit blieb die Interimsleitung ihrer künstlerischen Linie treu: Die Beauftragung zeitgenössischer Autoren und das Engagement junger Regisseurinnen und Regisseure standen wieder im Mittelpunkt. So wurde die Zusammenarbeit mit den Autoren René Pollesch und Oliver Kluck, wie auch mit den Regisseuren Dominique Schnizer, Markus Heinzelmann und Alice Buddeberg fortgesetzt. Hinzu kam die Förderung von aufstrebenden Regietalenten wie Max Claessen, Christian Brey und Jorinde Dröse.

    Das Junge Schauspielhaus eröffnete seine Spielzeit ebenfalls mit einem Werkauftrag. In Elektra entwirft die Autorin Nino Haratischwili eine zeitgenössische Neudeutung des antiken Stoffes. Das Stück kam am 9. September 2012 in der Inszenierung von Klaus Schumacher im Malersaal zur Uraufführung.

    Das ehemalige Ensemblemitglied Konradin Kunze entwickelte zusammen mit dem Ensemble des Jungen Schauspielhauses die Produktion Hacking Luleå, die von der Erbauung einer Facebook-Serverhalle in der nordschwedischen Provinz erzählt. Die Uraufführung fand am 6. Dezember 2012 ebenfalls im Malersaal statt.

    Eine weitere Stückentwicklung war die Produktion Nathan, die die junge Regisseurin Grete Pagan mit dem Ensemble basierend auf Lessings Nathan der Weise erarbeitete und am 23. Februar 2013 im Rangfoyer zur Uraufführung brachte.

    Franziska Steiof inszenierte ihre Bühnenversion des Bilderbuchs Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit im Steinfoyer (Premiere am 21. Oktober 2012). Taki Papconstantinou brachte den Roman Deesje macht das schon von Joke van Leeuwen am 3. Februar 2013 auf die Bühne des Rangfoyers.

    Die bereits in der Spielzeit 2009/10 initiierte Zukunftsreihe-Utopia des Jungen Schauspielhauses wurde fortgesetzt. Die Reihe befasst sich auf diskursive und künstlerische Weise mit Zukunfts- und Generationenfragen. Der Utopia-Mobil-Bus, der mit Unterstützung der Hamburger Verkehrsverbund GmbH und der PVG angeschafft werden konnte, bespielt seit November 2010 verschiedene Stadtteile und Schulen mit unterschiedlichen Stücken.

    Das Schauspielhaus engagierte sich vermehrt in der künstlerischen Nachwuchsförderung, u.a. durch den zur Hamburger Institution gewordenen backstage-Jugendtheaterclub sowie durch die erneute Zusammenarbeit mit der Hamburger Theaterakademie, deren Studentin Paulina Neukampf das Stück We all go mad sometimes im Rangfoyer zur Aufführung brachte.

    Das Schauspielhaus zeigte in der Spielzeit 2012/13 insgesamt 18 Premieren, davon 13 Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung.

    Auf dem Spielfeld fanden 11, im Malersaal 3, an anderen Spielstätten 4 Premieren in dieser Spielzeit statt.

  • Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31.07.2013

    Die Neuinszenierungen der Spielzeit 2012/2013 im Einzelnen:

    1.1.1 Spielfeld

    Neues von Dauerzustand von René Pollesch. Uraufführung Regie: René Pollesch. Premiere 6. September 2012.

    Ein Pfund Fleisch von Albert Ostermaier, nach William Shakespeares Der Kaufmann von Venedig. Uraufführung. Regie: Dominique Schnizer, Premiere 14. September 2012.

    Aida Ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink. Uraufführung Regie: Franz Wittenbrink, Premiere am 21. September 2012.

    Der Kontrabass von Patrick Süskind Regie: Max Claessen, Premiere am 6. Oktober 2012.

    Ödipus nach Sophokles, Aischylos und Euripides Regie: Alice Buddeberg, Premiere am 19. Oktober 2012.

    Der Vorname oder zu Gast bei guten Freunden von Mathieu Delaporte und Alexandre de la Pattelliére, deutschsprachige Erstaufführung. Regie: Christian Brey, Premiere am 4. November 2012

    The Right Bullets, Weber, Waits und Weitere, Dominique Horwitz and friends in concert. Uraufführung, Regie: Dominique Horwitz, Premiere am 25. November 2012. In Zusammenarbeit mit dem TIPI am Kanzleramt in Berlin

    Männer, Frauen, Arbeit von Oliver Kluck, Uraufführung. Regie: Markus Heinzelmann, Premiere am 7. Dezember 2012.

    So was von da von Tino Hanekamp, Uraufführung. Regie: Jorinde Dröse, Premiere am 12. Januar 2013.

    Ich.Welt.Wir. Es zischeln 1000 Fragen von Fabian Hinrichs und Jürgen Lehmann. Uraufführung. Konzeption: Fabian Hinrichs und Jürgen Lehmann, Premiere am 16. März 2013.

    Ritt in die Sonne Ein Abend von Samuel Weiss und dem Ensemble, Uraufführung. Regie: Samuel Weiss, Premiere am 20. April 2013.

    Aus dem Repertoire wurde Zigeunerjunge (4) als Wiederaufnahme auf dem Spielfeld gezeigt.

    Zusätzlich gab es acht Vorstellung von Klaus Schumachers Inszenierung Rico, Oscar und die Tieferschatten aus dem Repertoire des Jungen Schauspielhauses auf dem Spielfeld.

    1.1.2 Malersaal

    Elektra von Nino Haratischwili. Uraufführung. Regie: Klaus Schumacher, Premiere am 9. September 2012.

    Hacking Luleå von Konradin Kunze und dem Ensemble, Uraufführung. Regie: Konradin Kunze, Premiere am 6. Dezember 2012.

    Hafenballade von Michael Batz, Franziska Steiof und Markus Voigt. Uraufführung. Regie: Franziska Steiof, Premiere am 24. Januar 2013.

  • Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31.07.2013

    Im Repertoire wurden weiterhin 10 Produktionen gezeigt: Ein Sommernachtstraum (5), Verbrennungen (8), Alice im Wunderland (14), Das Ding (5), Wut (15), Rico, Oskar und die Tieferschatten (7), Die Gerechten (5), Immer nie am Meer (5), Im Stillen (6), Nipple Jesus (2).

    1.1.3 Andere Spielstätten

    Mad in Austria Ein österreichischer Liederabend von und mit Sandra Maria Schöner, Uraufführung. Regie: Rebecca Mühlich, Premiere am 13. Oktober 2012 in der M&M Bar.

    Die

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