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Wettbewerblicher Dialog

Date post:06-Jul-2015
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Der Vortrag wurde im Rahmen der Web-Seminare Praxisratgeber Vergaberecht gehalten und beschäftigt sich mit den Besonderheiten des wettbewerblichen Dialogs im Vergabeverfahren. Ein wettbewerblicher Dialog ist ein Verfahren zur Vergabe besonders komplexer Aufträge.
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  • 1. Web-Seminar Praxisratgeber VergaberechtWettbewerblicher DialogThomas Ferberthomas@fachverlag-ferber.dehttp://www.fachverlag-ferber.de

2. Thomas FerberIch habe an der Technischen Universitt Darmstadt Mathematik studiert und1989 mit Diplom abgeschlossen.Seit 2004 beschftige ich mich intensiv mit dem Thema Vergaberecht. Alslangjhriger Key-Account-Manager fr den Geschftsbereich Forschung undLehre bei Sun Microsystems war ich mit den Sonderaufgaben Vergaberecht,Wettbewerbsrecht und Korruptionsprvention betraut.Mit dem 2010 gegrndeten Fachverlag Thomas Ferber biete ich Fachbcherund Fachseminare zum Thema Vergaberecht sowie Beratungsleistungen in derVorbereitung und Durchfhrung von Vergabeverfahren an. Die Seminar- undBuchreihe "Praxisratgeber Vergaberecht" versteht es, das Thema Vergaberechtaus dem Paragrafendschungel zu befreien und anschaulich undrealittsbezogen darzustellen. Zu den Teilnehmern meiner Schulungengehren sowohl ffentliche Auftraggeber als auch Bieter.Neben meinen offenen Schulungen bin ich als Dozent frVergaberechtsschulungen bei der Kyocera Academy in Meerbusch, beimBehrdenspiegel in Bonn und beim Kommunalen Bildungswerk in Berlin ttig.Mit In-House-Seminaren biete ich ffentlichen Auftraggebern undUnternehmen individuell zugeschnittene Seminare und Workshops an.Auerdem arbeite ich als Kooperationspartner mit dem Bundesanzeiger Verlagin Kln und Singer Preisprfung in Hamburg zusammen.Ich besitze langjhrige Erfahrungen mit den zahlreichen Facetten desVergaberechts sowohl aus Auftraggeber- als auch aus Bietersicht. Um meinProfil abzurunden, studiere ich aktuell Wirtschaftsrecht an der Universitt desSaarlandes in einem Master-Fernstudiengang.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 2 3. Vergabearten ab Erreichen der EU-Schwellenwertehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 3 4. Vergabearten ab Erreichen der EU-Schwellenwertehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 4 5. Wettbewerblicher Dialog 101 Abs. 4 GWB: Ein wettbewerblicher Dialog ist ein Verfahrenzur Vergabe besonders komplexer Auftrge durch Auftraggebernach 98 Nr. 1 bis 3, soweit sie nicht auf dem Gebiet derTrinkwasser- oder Energieversorgung oder des Verkehrs ttig sind,und 98 Nr. 5. In diesem Verfahren erfolgen eine Aufforderung zurTeilnahme und anschlieend Verhandlungen mit ausgewhltenUnternehmen ber alle Einzelheiten des Auftrags.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 5 6. Wettbewerblicher Dialoghttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 6 7. 101 Abs. 7 GWB ffentliche Auftraggeber haben das offene Verfahrenanzuwenden, es sei denn, auf Grund dieses Gesetzes ist etwasanderes gestattet. Auftraggebern stehen, soweit sie auf dem Gebiet derTrinkwasser- oder Energieversorgung oder des Verkehrs ttigsind, das offene Verfahren, das nicht offene Verfahren und dasVerhandlungsverfahren nach ihrer Wahl zur Verfgung. Bei der Vergabe von verteidigungs- und sicherheitsrelevantenAuftrgen knnen ffentliche Auftraggeber zwischen demnicht offenen Verfahren und dem Verhandlungsverfahrenwhlen.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 7 8. 11 Abs. 1 VSVgVDie Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsauftrgen erfolgt im nicht offenenVerfahren oder im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Inbegrndeten Ausnahmefllen ist ein Verhandlungsverfahren ohneTeilnahmewettbewerb oder ein wettbewerblicher Dialog zulssig.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 8 9. Hufigkeit von VerfahrenAnzahl der Vergabeartenaktuelle Bekanntmachungen in DE bei TED, Stand 25.09.2014offenes Verfahrennicht offenes VerfahrenVerhandlungsverfahrenwettbewerblicher Dialoghttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 9 10. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 10 11. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 11 12. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 12 13. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 13 14. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 14 15. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 15 16. Beispielehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 16 17. Lieferungen und DienstleistungenVOL/AZulssigkeit des wettbewerblichen Dialogshttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 17 18. Wettbewerblicher Dialog VOL/A 3 Abs. 7 EG VOL/A: Der wettbewerbliche Dialog steht allerdingsnur bei besonders komplexen Auftrgen zur Verfgung.Auftrge gelten dann als besonders komplex wenn der ffentlicheAuftraggeber objektiv nicht in der Lage ist, die technischen Mittel anzugeben,mit denen seine Bedrfnisse und seine Ziele erfllt werdenknnen und/oder objektiv nicht in der Lage ist, die rechtlichen und/oderfinanziellen Konditionen eines Vorhabens anzugeben.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 18 19. BauleistungenVOB/AZulssigkeit des wettbewerblichen Dialogshttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 19 20. Wettbewerblicher Dialog VOB/A 3 EG Abs. 7 Nr. 1 VOB/A: Der wettbewerbliche Dialog istzulssig, wenn der Auftraggeber objektiv nicht in der Lage ist,a) die technischen Mittel anzugeben, mit denen seineBedrfnisse und Anforderungen erfllt werden knnen, oderb) die rechtlichen oder finanziellen Bedingungen desVorhabens anzugeben.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 20 21. VSVgVhttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 21 22. Wettbewerblicher Dialog - VSVgV 13 Abs. 1 VSVgV: Auftraggeber im Sinne des 98 Nummer 1 bis 3des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschrnkungen knnen einenwettbewerblichen Dialog gem 101 Absatz 4 Satz 1 des Gesetzesgegen Wettbewerbsbeschrnkungen zur Vergabe besonderskomplexer Auftrge durchfhren, sofern sie objektiv nicht in der Lagesind,1. die technischen Mittel anzugeben, mit denen ihre Bedrfnisse undZiele erfllt werden knnen, oder2. die rechtlichen oder finanziellen Bedingungen des Vorhabensanzugeben.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 22 23. Besonders komplexe Auftrgehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 23 24. Besonders komplexe Auftrge Integrierte Verkehrsinfrastrukturprojekte Groe Computernetzwerke High-Performance-Computing-Projekte Vorhaben mit komplexer Finanzierung Komplexe Bauprojekte Werbe- und Marketingkonzeptehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 24 25. Ablaufhttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 25 26. Ablauf1. Teilnahmewettbewerb2. Dialogphase Verhandeln mit mehreren Unternehmen und entwickeln vonverschiedenen Lsungen oder mehrere verschiedene aufeinanderfolgende Phasen3. Angebotsphasehttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 26 27. Ablaufhttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 27 28. VerfahrensgrundstzeGleichbehandlung der Teilnehmer, BieterWettbewerbTransparenzVertraulichkeithttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 28 29. Lieferungen und DienstleistungenVOL/AAblauf des wettbewerblichen Dialogshttp://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 29 30. Wettbewerblicher Dialog VOL/A Ablauf 3 EG Abs. 7 lit a) VOL/A: Sie beschreiben und erlutern ihreBedrfnisse und Anforderungen in der Bekanntmachung oderin einer Leistungsbeschreibung. In der Bekanntmachungknnen sie eine Hchstzahl von Unternehmen bestimmen, diezur Teilnahme am Dialog aufgefordert werden und die nichtunter drei liegen darf.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 30 31. Wettbewerblicher Dialog VOL/A Ablauf 3 EG Abs. 7 lit b) VOL/A: Mit den im Anschluss an dieBekanntmachung ausgewhlten Unternehmen erffnen dieAuftraggeber einen Dialog, in dem sie ermitteln und festlegen,wie ihre Bedrfnisse am besten erfllt werden knnen. Dabeiknnen sie mit den ausgewhlten Unternehmen alle Einzel-heitendes Auftrages errtern. Sie sorgen dafr, dass alle Unter-nehmenbei dem Dialog gleich behandelt werden, gebenLsungsvorschlge oder vertrauliche Informationen einesUnternehmens nicht ohne dessen Zustimmung an die anderenUnternehmen weiter und verwenden diese nur im Rahmen desVergabeverfahrens.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 31 32. Wettbewerblicher Dialog VOL/A Ablauf 3 EG Abs. 7 lit c VOL/A: Die Auftraggeber knnen vorsehen,dass der Dialog in verschiedenen aufeinander folgendenPhasen abgewickelt wird, um die Zahl der in der Dialogphasezu errternden Lsungen anhand der Zuschlagskriterien zuverringern. Die Unternehmen, deren Lsungen nicht fr dienchstfolgende Dialogphase vorgesehen sind, werden darberinformiert.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 32 33. Wettbewerblicher Dialog VOL/A Ablauf 3 EG Abs. 7 lit d VOL/A: Die Auftraggeber erklren den Dialog frabgeschlossen, wenn eine oder mehrere Lsungen gefunden wordensind, die ihre Bedrfnisse erfllen oder erkennbar ist, dass keineLsung gefunden werden kann. Im Fall der ersten Alternative fordernsie die Unternehmen auf, auf der Grundlage der eingereichten und inder Dialogphase nher ausgefhrten Lsungen ihr endgltigesAngebot vorzulegen, das alle zur Ausfhrung des Projekts erforder-lichenEinzelheiten enthalten muss.Die Auftraggeber knnen verlangen, dass Przisierungen, Klar-stellungenund Ergnzungen zu diesen Angeboten gemacht werden.Diese Przisierungen, Klarstellungen oder Ergnzungen drfen jedochkeine nderung der grundlegenden Elemente des Angebotes oder derAusschreibung zur Folge haben, die den Wettbewerb verflschen oderdiskriminierend wirken knnte.http://www.fachverlag-ferber.de Fachverlag Thomas Ferber Seite 33 34. Wettbewerblicher Dialog VOL/A Ablauf 3 EG Abs. 7 lit e VOL/A: Die Auftraggeber bewerten dieAngebote auf Grund der in der Bekanntmachung oder in denVergabeunterlagen festgelegten Zuschlagskriterien undwhlen d

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