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Tages Anzieger, Ubran Farmers

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Tages Anzieger, Ubran Farmers, January 2012
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  • Tages-Anzeiger Donnerstag, 26. Januar 2012 21

    Linkes Seeufer

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    Ich verspre vor allem Enttuschung TA vom 20. 1.

    Auf ein Baugesuch Alsen darf der Gemeinderat nicht eintretenDie Enttuschung von Bauvorstand Richard Gautschi nach der Rckwei-sung der BZO-Teilrevision durch den Thalwiler Souvern ist nachvollziehbar. Denn an dieser Gemeindeversammlung ist tatschlich die Chance verpasst worden, detailliert ber die gesamte Vorlage zu diskutieren und darber abzustimmen, auch ber die Waldab-standslinie beim Grundstck Kat.-Nr. 4620 an der Alsenstrasse.

    Das Aussichts- und Ruhebnkli an der Alsen ist sicher nicht das gewich-tigste Thema dieser Vorlage. Allerdings war fr den Gemeinderat bereits im Rahmen der Mitwirkung klar ersicht-lich, dass sich ber 150 Thalwiler fr dessen Erhaltung einsetzten, ohne dass ihn dies zu einer Reaktion veranlasst htte. Mit einem Flyer in alle Haushal-tungen haben diese daher versucht, sich zustzliches Gehr zu verschaffen. Auch den brigen, klar gewichtigeren Anliegen und ngsten der Bevlkerung vor Verdichtung, Aufstockung und Einzonung von Grnflchen etc. hat der Gemeinderat wohl zu wenig sorg-fltig Rechnung getragen.

    Der Gemeinderat will die Grnde fr den Rckweisungsentscheid nun grndlich analysieren. Das ist sehr zu begrssen. Es wre ihm und uns Thalwilern zu wnschen, dass dabei geusserte Vorbehalte ernst genommen werden. Fr das Aussichts- und Ruhebnkli an der Alsen heisst das, dass auf ein allflliges Baugesuch fr das wegen des Fehlens einer Waldab-standslinie nicht baureife Grundstck Kat.-Nr. 4620 nicht eingetreten wird. Und zwar so lange, bis die Bevlkerung an einer Gemeindeversammlung dem Waldabstandslinienplan zustimmt.

    Sonst knnte leicht der Eindruck entstehen, der Gemeinderat politisiere mit der Opferung dieses jahrhunderte-alten Aussichtspunkts bedenkenlos an der Thalwiler Bevlkerung vorbei.

    Fredi Wittenwiler, Thalwil

    Leserbrief

    Von Anna-Katharina EhlertWdenswil Die Konstruktion ist 6 Me-ter lang, 5 Meter hoch und wiegt 3 Ton-nen. Sie besteht aus einem Gewchs-haus, in dem Gemse und Salat wach-sen. Das steht auf einem riesigen Aqua-rium. Der seltsame Container ist eine Kleinfarm, die Fischzucht und Gemse-anbau verbindet. Er wurde gestern von den Zrcher Viaduktbgen nach Wdenswil transportiert: Urban Far-mers, eine neu gegrndete Ablegerfirma der Hochschule fr Angewandte Wissen-schaften mit Sitz in Zrich, stellt ihren Modelltank der Zurich International School (ZIS) in Wdenswil fr ein Jahr zur Verfgung. So lange bernehmen die Schler im Zuge eines Umweltbil-dungsprojekts die Pflege der Fisch- und Gemsefarm.

    Roman Gaus, Geschftsfhrer von Urban Farmers, sagt: Die Box ist fast so einfach konstruiert wie ein Ikea-Mbel. Im Idealfall dauere der Auf- und Abbau nur eine Stunde. Da der Tank ausserdem seit der ffentlichen Uusfischete im Dezember leer sei, knne er leicht befr-dert werden. Ein Sattelschlepper mit Anhnger und Hebekran war dennoch ntig, um das tonnenschwere Objekt zu transportieren und in der Zufahrt zur ZIS zu deponieren.

    Biologisch und nachhaltigAnfang April wird das Aquarium wieder aufgefllt und mit Fischen besetzt. Der Fischkot im Wasser dient den Pflanzen, die in Blhtonkgelchen wurzeln, als Dnger. Das Gemse filtert die im Fisch-kot enthaltenen Nhrstoffe aus dem Wasser. So gereinigt kann dieses zurck in den Fischtank fliessen. Der geschlos-sene Kreislauf funktioniert ohne zustz-liche Dnger, Pestizide, Fungizide oder Antibiotika. Gemse und Fische, die der Container hervorbringt, sind demnach biologisch und nachhaltig produziert. Die ZIS denkt darber nach, diese an

    einem Stand am Wdenswiler Wochen-markt anzubieten.

    Die Schule kann das System in ver-schiedene Schulfcher wie Biologie, Um-weltnaturwissenschaften und Mathema-tik integrieren. ZIS-Projektleiter Nicho-las Bentley sagt: Es ist uns wichtig, die Schler fr kologische Zusammen-hnge und nachhaltiges Handeln zu sen-sibilisieren. Mit dem Urban-Farmers-Container knne die Schule das nicht

    nur im Klassenzimmer, sondern anhand eines kompletten kosystems im Klein-format auch ausserhalb davon vermit-teln. Die Mitarbeiter von Urban Farmers untersttzen Schler und Lehrer in tech-nischen Belangen. Ausserdem stellen sie Lehrmittel bereit, beispielsweise zum Thema Ressourcen-Management.

    Die Stadt Wdenswil untersttzt die Zusammenarbeit der Zurich Internatio-nal School und den Urban Farmers mit

    4500 Franken. Stadtprsident Philipp Kutter (CVP) ist von den Vorzgen des Projekts berzeugt: Wir mchten die Forschung, die in Wdenswil passiert, sichtbar machen. Es freue ihn deshalb, dass der an der Wdenswiler Hoch-schule entwickelte Container nun wie-der zurck in die Forschungs- und Bil-dungsstadt komme und den ZIS-Sch-lern als Studienobjekt dienen werde, sagt Kutter.

    Ein kleines kosystem fr WdenswilDie Schler der Zurich International School haben ein neues Studienobjekt: Einen Fischtank, auf dem ein Gewchshaus steht.

    In diesem Container dngen Fische mit ihrem Kot Gemse, das wiederum das Wasser reinigt. Foto: Sabine Rock

    Ein Flugblatt empfiehlt Gemeinderatskandidat Thomas Klemm (FDP) ohne sein Wissen als Schulprsidenten.

    Von Elio Stamm Schnenberg Der Wahlkampf in Sch-nenberg erfolgt per Flugblatt. Smtliche Haushalte finden in den Wochen vor den Gemeinderatsersatzwahlen vom 5. Feb-ruar regelmssig einfach gestaltete A4-Zettel im Briefkasten vor, auf denen die Kandidaten fr die beiden vakanten Sitze und das Gemeindeprsidium be-worben werden.

    Ein Flugblatt ohne Absender, das die Schnenberger vorgestern Dienstag in ihren Briefksten gefunden haben, sorgt nun aber fr Aufregung in der 1900-See-len-Gemeinde. Es gibt vor, dass Gemein-deratskandidat Thomas Klemm (FDP) die Seiten gewechselt habe: Klemm wird im Flugblatt zur Wahl als neuer Schul-prsident empfohlen. Seine Partei hat ihn aber offiziell fr den anderen freien Gemeinderatssitz portiert.

    Klemm: Es ist stillosThomas Klemm wusste weder vom Flug-blatt, noch hat er sich entschieden, fr das Schulprsidium zu kandidieren. Er distanziert sich deutlich vom Wahlvor-schlag und sagt: Ich werde eine allfl-lige Wahl ablehnen.

    Dass er hinter seinem Rcken fr ein Amt vorgeschlagen wird, findet Klemm stillos. Er hat sich noch am Dienstag mit FDP-Prsident Hanspeter Sihler getrof-fen und klargemacht, dass er weiter hin-ter der Strategie der Partei steht: Fr das Schulprsidium empfiehlt die FDP Bri-gitte Kser Hgin, Vizeprsidentin der Schulpflege, fr den siebten Gemeinde-ratssitz Klemm und den parteilosen Je-rome Koch. Frs Gemeindeprsidium schlgt sie Willi Schilling (FDP) vor.

    FDP-Prsident Sihler hat per Telefon und E-Mail ber 30 Reaktionen von irri-tierten Whlern erhalten. Er verurteilt das Verwirrspiel. Um die Sache klarzu-stellen, verfasste er eine Medienmittei-lung. Die FDP hlt nichts von anony-men Flyern, schreibt er.

    Sihler hat eine Theorie, wer fr das Flugblatt verantwortlich sein knnte: Man wird den Eindruck nicht los, dass dieses Flugblatt aus dem gleichen Win-kel kommt wie das Pro Komitee fr die Wahl von Felix Meier. Eine Vermutung, die wohl viele haben: Der parteilose Meier ist direkter Konkurrent von Klemm um den siebten Gemeinderats-sitz und wird im Flugblatt auch gleich noch als Gemeindeprsident empfohlen fr das Amt kandidiert er auch offiziell. Lebenserfahrung, Fhrungserfahrung, Intelligenz: Thomas Klemm und Felix Meier heisst es in grossen Lettern.

    Beim Komitee Pro Felix Meier weist man den Vorwurf der Urheberschaft aber entschieden zurck. Die angefrag-ten Tony Blaser, Uschi Mller und Beat-rice Wagner wissen allesamt nicht, wo-her das Flugblatt stammt. Meier selbst war gestern nicht zu erreichen. Er habe sich aber auch unwissend und ber-rascht gezeigt, sagt Mller.

    Bei der Post Schnenberg, wo die Flugbltter normalerweise aufgegeben werden, ist wegen des Postgeheimnisses nichts zu erfahren.

    Anonymes Flugblatt irritiert Schnenberger

    Richterswil will Jugendliche weiterhin fr Testkufe einsetzen, obwohl Geschfte und Restaurants nicht mehr gebsst werden drfen.

    Von Elio Stamm Richterswil Whrend Stfa ab sofort auf Alkoholtestkufe verzichtet, will Richterswil weiterhin Jugendliche los-schicken. Der Stfner Gemeinderat reagiert damit auf ein Urteil des Bundes-gerichts vom 10. Januar und zieht eine Beschwerde am hchsten Gericht der Schweiz zurck (siehe Seite 15). Das Bun-desgericht hat entschieden, dass Ver-

    kufer nicht gebsst werden drfen, wenn sie Jugendlichen im Rahmen eines Testkaufs Alkohol verkaufen.

    Aus Sicht von Armin Steinmann (SVP), Statthalter des Bezirks Horgen, seien Bussen nicht die einzige wirkungs-volle Sanktion. Man knne wiederholt fehlbaren Wirten mit dem Patententzug drohen.

    Situation analysierenOb der Stfner Entscheid, knftig keine Testkufe mehr durchfhren zu lassen, Signalwirkung hat fr die Gemeinden am linken Seeufer und im Sihltal, lsst sich momentan noch schwer abscht-zen. Die Verwaltungen und Exekutiven mssen erst die neue Situation analysie-

    ren. Nicht alle drften aber dieselben Schlsse daraus ziehen.

    Die Richterswiler Gemeindertin Renate Bchi (SP), die auch im Kantons-rat an vorderster Front fr die Testkufe kmpfte, sagt: Die diesjhrigen Test-kufe sind seit letztem November im Budget 2012 und beim Blauen Kreuz re-serviert.

    In Horgen dagegen will der Jugend-beauftragte Ulrich Meyer dem Gemein-derat Horgen empfehlen, knftig auf Testkufe zu verzichten. Er pflichtet dem Stfner Gemeinderat bei: Ohne Bussen ist die Wirkung der Testkufe gering. Ein Entscheid stehe aber noch aus, genauso wie die Prfung alternati-ver Massnahmen.

    Richterswil plant weitere Alkoholtestkufe

    Thomas KlemmDer FDP-Politiker kandidiert fr den Gemeinderat.

    Raphael Egli aus Adliswil steht wieder auf seinen Rollschuhen: In einem prmierten Video tritt der CVP-Gemeindrat als weisser Hase auf.

    Von Bettina Ledergerber Adliswil Ein Hase auf Rollschuh

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