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Public Sector Insights - Public Sector Insights Der Newsletter fأ¼r Entscheider aus Politik,...

Date post:09-Sep-2019
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  • © 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ein Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.

    Public Sector Insights Der Newsletter für Entscheider aus Politik, Verwaltung und öffentlichen Unternehmen

    Ausgabe 2 | 2017

    Unterwegs in der Smart City Liebe Leserinnen und Leser,

    die intelligente Stadt von morgen wird alle Lebens- bereiche berühren. Sie wird die großen Herausforde- rungen meistern, das Leben attraktiver, einfacher und lebenswerter machen. Ein wesentlicher Baustein der Smart City ist die Mobilität.

    Schon heute ist klar: Der klassische ÖPNV wird sich verändern müssen, wenn er künftig noch von Bedeu- tung sein will. Analog zum stetigen Bedeutungsver- lust des motorisierten Individualverkehrs werden vernetzte Verkehre vom autonomen Fahren bis hin zum Ridesharing immer wichtiger werden. Die neue Mobilitätswelt wird multimodal sein. Hier liegen große Chancen für die öffentliche Hand.

    Die Ihnen vorliegenden Public Sector Insights beschäftigen sich mit diesen Herausforderungen, denn es gilt für Kommunen und öffentliche Unterneh- men jetzt, die Strategien und Maßnahmen zu entwi- ckeln, um eine gestaltende Rolle in diesem Transfor- mationsprozess einnehmen zu können.

    Mit besten Grüßen,

    Mathias Oberndörfer Bereichsvorstand Öffentlicher Sektor

    Inhalt Der Öffentliche Sektor in Zahlen Seite 2

    Mobilität in der Smart City Seite 3

    Automatisiertes Fahren Seite 4

    Mobility as a service Das perfekte Zusammenspiel von Verkehrsmitteln Seite 5

    Cyber Security ÖPNV Seite 6

    EU-Datenschutz-Grundverordnung Seite 7

    Events und Literaturhinweis Seite 10

  • Der Öffentliche Sektor in Zahlen Schwerpunkt: Mobilität Mehr als 10 Milliarden Menschen haben im vergangenen Jahr die öffentlichen Busse und Bahnen im Land genutzt – das ist ein Plus von

    Quelle: Welt.de (2017)

    +180 Millionen Fahrgästen im Vergleich zu 2015 und ein neuer Rekord.

    Deutsche Berufspendler standen 2015 durchschnittlich

    lang im Stau – der volkswirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden. Quelle: Computerwoche (2016)

    15 Sekunden.

    Eine neue Studie am Fahrsimulator hat gezeigt, dass ein Fahrer, der denkt, er fahre automatisch, 7 Sekunden braucht, um das Lenkrad zu greifen und die Füße an den Pedalen zu haben. Bis er die aktuelle Fahrsituation wieder komplett selbst übernommen hat, verstreichen etwa

    Quelle: Die Zeit (2016)

    Das Bundesverkehrs- ministerium will rund

    80 Millionen Euro für den Ausbau von neuen Teststrecken für automatisiertes und vernetztes Fahren in Deutschland bereitstellen. Quelle: Heise (2016)

    Staukosten, die durchschnittlich pro Autofahrer in Deutschland anfallen:

    1.531 Euro Quelle: INRIX (2016)

    der Städte sind derzeit nicht in der Lage das volle Potenzial von Smart-City-Daten auszu- nutzen, hier werden die Daten lediglich im Nachgang analysiert und visualisiert. Quelle: Computerwoche (2017)

    75 Prozent

    Für Hamburg prognostiziert Cisco durch den Einsatz intelligenter Technologien eine Reduzierung der Betriebs- kosten der Stadt um

    in den nächsten sieben Jahren. Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (2015)

    70 Prozent

    38 Stunden

    Derzeit erklären mehr als

    Quelle: Finanzen.net (2017)

    zwei Drittel der Verbraucher den Cyberschutz eines Fahrzeugs zu einem kaufentscheidenden Kriterium.

    Handlungsbedarf für Smart Cities besteht, das zeigen die Zahlen: Laut einem UN-Bericht werden 2050 etwa

    Quelle: BusinessInsider (2015)

    zwei Drittel der Menschen in Städten leben, 2014 waren es etwas mehr als 50 Prozent.

    Aktuell sind hierzulande nur etwa rund

    Elektrofahrzeuge zuge- lassen, bei insgesamt mehr als 40 Millionen Pkw. Quelle: Tagesspiegel (2017)

    60.000

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    © 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ein Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.

    Mobilität in der Smart City Deutschland nimmt Fahrt auf

    Stauchaos und Pendlerfrust, Feinstaubbelastung und eine alternde Gesellschaft mit eingeschränkter Mobili- tät: Die Verkehrsinfrastruktur in deutschen Städten steht vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig verändern neue Technologien und Geschäftsmodelle das Kundenverhalten grundlegend. Probleme, die un- ter dem Schlagwort „Smart City“ bald der Vergangen- heit angehören sollten – zumindest in der Theorie. Doch was ist eigentlich mit Smart City genau ge- meint? Die intelligente Stadt ist eine Vision der Stadt- entwicklung, bei der Informations- und Kommunikati- onstechnologie (IKT) sowie miteinander vernetzte Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT) dazu ge- nutzt werden, die drängendsten städtischen Prob- leme in den Griff zu bekommen. Das gilt für den Ver- kehr, aber auch für den Energieverbrauch oder eine effiziente Abfallwirtschaft. Gemeinhin kann man sa- gen: Wenn die intelligente Vernetzung und Steuerung der städtischen Infrastruktur scheitert, werden urbane Strukturen von der tatsächlichen Entwicklung abge- hängt und können den Bedürfnissen der Menschen nicht mehr gerecht werden. Soweit die Theorie. Jetzt die Praxis: In deutschen Städten steckt die Umset- zung der Smart City noch in den Kinderschuhen.

    Die Rolle der Mobilität in der Smart City

    Die Mobilität in den Städten ist der Bereich mit den größten Herausforderungen und zugleich dem größ- ten Potenzial. Die Städte werden durch neue Mobili- tätsformen wie Fahrdienste, Carsharing oder E-Mobi- lität geradezu überrollt, ohne die Entwicklung selbst wirksam steuern zu können. In Deutschland gibt es zur „smarten“ Mobilität bislang vor allem Pilotprojekte, die beachtliche Erfolge erzielt haben. So beschloss der Berliner Senat beispiels- weise im April 2015 die SmartCity-Strategie Berlin. Inzwischen bringen sich auch Bürger in die Verkehrs- steuerung ein, etwa bei der Ausweisung von Radwe- gen. München wurde im September 2015 Teil des EU-Projekts „Smarter Together“. Innovative Maßnah- men werden hier mit insgesamt 6,85 Millionen Euro gefördert. Auch Hamburg und Köln haben erfolgrei- che Smart-City-Projekte verwirklicht. Und auch in mit- telgroßen Städten gibt es Erfolge zu verzeichnen: Mit einer Teststrecke für autonome Fahrzeuge konnte sich Wuppertal in die Spitzengruppe bei der Entwick- lung des automatisierten Fahrens setzen. Alles durchaus erfreulich. Dennoch: Von einer flächende- ckenden Umsetzung des Smart-City-Ansatzes in deutschen Städten kann auch 2017 noch keine Rede sein.

    Die Entwicklung wartet jedoch nicht: Schon heute wird spekuliert, dass öffentliche Verkehrsunterneh- men vom Markt der Mobilitätsanbieter verschwinden könnten, wenn automatisierte Fahrzeuge das Stadt- bild beherrschen. Ob sich dies vermeiden lässt, hängt davon ab, ob der ÖPNV es schafft, Teil eines ganz- heitlichen Verkehrskonzepts zu werden.

    Handlungsspielräume der öffentlichen Hand

    Um Smart-City-Konzepte zu verwirklichen, braucht es Handlungsspielräume, die in deutschen Städten oft- mals erst geschaffen werden müssen. Deshalb wird die intelligente Vernetzung urbaner Strukturen in vie- len Bereichen von IT-Unternehmen betrieben, wohin- gegen die Städte selbst mehr Empfänger als Lenker der Entwicklung sind. Dies ist nicht zielführend, denn Unternehmen haben bei allem Engagement nicht in erster Linie die Interessen der Städte und ihrer Bür- ger im Blick. Sie handeln im Sinne ihrer wirtschaftli- chen Eigeninteressen. Hinzu kommen oftmals Verwaltungsstrukturen, die eine ganzheitliche Steuerung erschweren. Dieser Fo- kus auf die Einzelinteressen führt bei den Akteuren in Politik, Stadtentwicklung, Forschung, Industrie und Wirtschaft zu „Silo-Denken“. Überwinden lässt sich das nur mit einer Gesamtstrategie – die die jeweiligen Städte selbst entwickeln müssen.

    Dabei hat die Stadt erhebliche Handlungsspielräume. Ihr entscheidender Vorteil: Durch ihre physische, vir- tuelle und regulatorische Infrastruktur bestimmt sie auch gleichzeitig die Infrastruktur in allen anderen Bereichen. So kann sie beispielsweise durch den Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge den entscheidenden Unterschied bei der innerstädtischen Elektromobilität machen. Durch virtuelle Infrastruktur, wie die Vernetzung von Stakeholdern, kann sie den Kundenbedürfnissen entsprechen. Durch ihre regula- torische Infrastruktur wiederum, etwa durch die Ertei- lung von Sondernutzungserlaubnissen oder Maßnah- men zur Verkehrslenkung, kann sie den Rahmen für andere Akteure im Bereich der Mobilität bestimmen.

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    © 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ein Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.

    Smart City braucht Smart Management Am wichtigsten ist aber die organisatorische Umset- zung des Konzepts der intelligenten Stadt. Auf der Verwaltungsebene werden Smart-City-Konzepte allzu häufig durch konkurrierende Zuständigkeiten und hinderliche Zielvorgaben der einzel

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