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Psychoonkologie im Praxisalltag - NIO...

Date post: 22-Apr-2019
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Author: nguyenquynh
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Psychoonkologie im Praxisalltag Balance zwischen Hinwendung und Abgrenzung Christina Sokol Im Leid Anderer zu ertrinken hat keinen Wert, wenn es zum Burnout führt Dante und Vergil in der Hölle, Gemälde zu Dantes „Göttlicher Komödie“, Inferno, 8. Gesang. Eugene Ferdinand Victor Delacroix, 17981863;
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Psychoonkologie im Praxisalltag Balance

zwischen Hinwendung und Abgrenzung

Christina Sokol

Im Leid Anderer zu

ertrinken hat keinen

Wert, wenn es zum

Burnout fhrt

Dante und Vergil in der Hlle,

Gemlde zu Dantes

Gttlicher Komdie,

Inferno, 8. Gesang. Eugene

Ferdinand Victor

Delacroix, 17981863;

Der rote Faden....

Abgrenzen von was?

Auffchern der Komplexitt der Begegnung

Hinwendung als Beziehungskompetenz

Selbstmanagement

Christina Sokol

http://4.bp.blogspot.com/_AhNlWiZzGTQ/TMaav84zLZI/AAAAAAAAAzU/BZGbBguFHwo/s1600/roter-Faden.jpg

Die Psychoonkologie, auch als Psychosoziale

Onkologie bezeichnet, befasst sich:

mit den seelischen und sozialen Bedingungen,

Folgen und Begleiterscheinungen im

Zusammenhang mit Krebs.

Psychoonkologie

Christina Sokol

Epidemiologische Schtzungen

etwa 30-60% aller Krebspatienten haben psychische

Befindlichkeitsstrungen als Reaktionen auf die

Belastungen oder auch Bewltigungsversuche

etwa 20% psychische Strungen

(Strain, 1998, Massie & Popkin 1998, Noyes et al. 1998, Weiss / Schwarz 2008/2010).

Bedarf psychoonkologischer Betreuung

Christina Sokol

Strukturelle und Individuelle Bedingungen

Die Bedeutung des Teams

Christina Sokol

Die tgliche Arbeit mit onkologischen Patienten ist

jeden Tag ein Spagat zwischen

sachlich/medizinischen/psychologischen

Informationen/Themen/Kompetenzen

und

Beziehungskompetenz

Christina Sokol

In Beziehung sein

ein Instrument in der Arbeit mit Patienten

Wertschtzung, Anerkennung, Vertrauen ist der neurobiologische Treibstoff

der Motivation und

schafft Sicherheit

integriert Rituale

strkt das Selbstvertrauen / Selbstwert /Selbstwirksamkeit

frdert die Autonomie

Christina Sokol

Der chronisch kranke Patient

Die meisten Patienten sind durch die existenzielle

Bedrohung traumatisiert

Abwehrprozesse zur psychischen Stabilisierung

bestimmen die Begegnung

Der Patient erlebt seine Einschrnkungen und

Gefhle tglich

Abhngigkeit / Fremdbestimmtheit / Kontrollverlust

erzeugt einen krankheitsbedingten

Regressionsdruck

bei aller Verallgemeinerung ist jeder Mensch

Einzigartig

Christina Sokol

Christina Sokol

Bewltigungsstrategien

Christina Sokol

Enge, intensive, emotionale Beziehung, die zwischen Patient und

Fachkraft entsteht (regressive Abhngigkeit, Rituale .....)

stndige Konfrontation mit Tod und Verlust

Zeit

Unbewusst/bewusst wirkende krankheitsspezifische und

zwischenmenschliche Dynamiken (bertragung/Projektion)

Miterleben von Abwehrreaktionen des Patienten und von

deren Angehrigen

Verantwortung durch interdisziplinre Anforderungen

berufliches Selbstverstndnis

Abgrenzungsthemen

Team

Herausforderungen des Fachpersonals

Christina Sokol

Chill-out - Notfallkurzprogramm

Verhalten / Bewegung

Ziehen Sie Ihren groen Zeh hoch, ballen Sie eine Faust in Ihrer Tasche

Verlassen Sie den Raum

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung

Schauen Sie aus dem Fenster

Nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein

Nehmen Sie Kontakt zu einer KollegIn auf

Berhrung

Trinken, Essen

Sich halten Arme kreuzen, Unterarm berhren

Visualisierung

Stellen Sie sich einen Arschengel vor

Kommunikation

Unterscheiden Sie zwischen Sach- und Beziehungsebene

Stellen Sie Fragen, um Phantasien zu berprfen

Christina Sokol

Balance - lngerfristig

Lernen Sie Ihre eigenen Gefhle zu erkennen

Ich sagen, Nein sagen, Stopp sagen

Schaffen Sie Raum fr den Abbau von Frust

Schaffen Sie sich Freirume / Tankstellen

Erkennen Sie Projektionen/bertragungen

Unterscheiden Sie zwischen Ton und Inhalt

Christina Sokol

Die Beziehung zu

mir

entscheidet

ber die Beziehung zu

anderen

Selbstmanagement

Christina Sokol

bekannt Nicht bekannt

Freie, spontane

Interaktion

1 2

Blinde Flecken

3

Heimlichkeiten

4

Trume

bekannt

unbekannt

1

2

3 4

1

2

3

4

Wahrnehmungsgrenzen ohne

Feedback

Genderte Wahrnehmungsgrenzen durch

Feedback-Prozesse (Professionalisierung)

Modell zum Verstndnis

von Differenzen zwischen

Selbst- und Fremd-

Wahrnehmung

Selbst

Professionalisierung

findet mit und durch Andere statt

und bedeutet:

mehr ber sich zu erfahren

im Spiegel der Anderen

Christina Sokol

Balance

zwischen Hinwendung und Abgrenzung

kann gelingen durch:

Wissen

Selbstreflexion

Vernetzung

Teamkompetenzen

Christina Sokol

Hannover Hildesheim

Vernetzung: Psychoedukative Gruppenkonzepte fr Patienten

Psychologen

Psychoonkologen

Beratungstellen

rzten

Kindertherapeuten

Kliniken

.......

Neustadt a.Rbg.

Christina Sokol


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