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Press Binder Michelle Bird May 2011

Date post:24-Mar-2016
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  • DERLANDBOTE14lsTADTkuLTuR Donnerstag,26.mai2011

    christina peege

    Karin Mchler, Eva Lenherr, Petra Sulzer und Ren Egger sind regelms-sigen Besuchern des Kulturortes Gale-rie Weiertal (und einst der Kunsttrep-pe) im Haus des Kellertheaters ein Begriff. Galeristin Maja von Meiss be-gleitet mit bemerkenswerter Konstanz das Schaffen der von ihr ausgewhlten Kunstschaffenden. Neu im Weiertal ist Barbara Stirnimann, die zum Kurato-rinnenteam des Kunstkastens auf den Katharina-Sulzer-Platz gehrt aber auch selbst Knstlerin ist, was manch-mal in Winterthur etwas zu wenig be-achtet wird.

    Die fnf bespielen bis Oktober die Rume im Obergeschoss des Kultur-ortes. Maja von Meiss hat bei der Zu-sammenstellung erst gar nicht ver-sucht, mit einem Titel oder Motto ir-gend einen gemeinsamen Nenner her-beizuzwingen. So kann man sich denn frei zwischen den Werkgruppen der fnf hin- und herbewegen und Ge-meinsamkeiten suchen oder auch die Kontraste.

    Stein und BronzeDer Mensch steht im Zentrum des Schaffens von Petra Sulzer und von Ren Egger. Sulzers knapp vierzig Zentimeter hohe Bronzeplastiken jun-ger Mdchen nehmen den Betrachter sogleich gefangen: Die Leichtigkeit des Seins kontrastiert mit dem Ge-wicht des Krpers, der im Balanceakt gegen die Schwerkraft kmpft. Die Fi-guren stehen auf oder neben steiner-nen Sockeln, die den Figuren so etwas wie Bodenhaftung geben. Der be-hauene, harte Stein kontrastiert mit seinem Material die Bronze, die flssig verarbeitet wird.

    Daneben stehen experimentellere Arbeiten Sulzers: Acrylmalerei hinter Glas. Auch hier nimmt die Knstlerin wie in den Bronzefiguren eine Kunst-tradition auf, die im Gegensatz zu den

    Plastiken aber noch eher verspielt wirkt: Die Wahl des Trgermaterials wirkt irgendwie nicht zwingend.

    Qualitativ ein arger Kontrast zu Sulzers Figuren sind Eggers Gemlde von Frauen. Malerisch sind die Bilder eher Gestaltung als Kunst. Die abstra-hierten Aktbilder erheben den An-spruch, eine Neuformatierung des Fe-mininen zu sein. Es reicht nicht, dass das Frauenbild im Dienste des Kom-merzes am Computer mit einschlgi-gen Mitteln gehbscht und verzerrt wird, jetzt wird es auch noch auf der Staffelei neu formatiert. Wieso eine Frau nur dann feminin ist, wenn sie fett und fleischig ist und kaum Kopf auf dem Hals hat, wird nicht erklrt. Aber jedem sein Frauenbild, das er verdient.

    GrenzgngerinnenIm weiten Grenzland zwischen Gegen-stndlichkeit und Abstraktion bewe-gen sich Eva Lenherr und Barbara Stirnimann. Letztere zeigt nebst Ge-mlden Installationen aus Polythy-len, die sie gehkelt oder geknpft hat. Die Werke wirken leicht und luftig, so luftig wie ihre gemalten Wolkenbilder. Stirnimann lotet die Grenzen zwischen Gegenstndlichem und Ungegenstnd-lichem aus sowie die Grenze zwischen Sichtbarem wie Wolken und dem Un-sichtbaren, das wir lediglich als blau wahrnehmen, dem Himmel.

    Ist Stirnimann eine Grenzgnge-rin, ist Lehnherr eher Archologin, die zwischen Gegenwart und Vergan-genheit pendelt: Sie arbeitet mit ge-schichteten Collagen und entwickelt aus den berarbeitungen des oft selbst geschichtstrchtigen Bildtrgers wie Tapete oder Zeitung ihre Ge-Schichten. Diese sind weniger logisch oder irgendwie zwingend, es sind Epi-soden, die im Auge des Betrachters auseinanderfallen und wieder zusam-menkommen. Viele der Geschich-ten Lenherrs sind autobiografisch ge-

    prgt. Dies verbindet sie vielleicht mit Karin Mchler, die jedoch auf jegliche Figrlichkeit verzichtet. Mchler arbeitet mit vom Wurm-frass gezeichneten Hlzern eines ehemaligen Tannenriemenbo-dens. Darauf schichtet sie Farbe, schleift sie wieder ab und berschich-tet die berrestevon Neuem. Ma-serungen, Astlcher und andere Spuren lsen in ihr einen Impuls aus, diesen Strukturen etwas ent-gegenzusetzen. Wirken Sulzers Fi-guren trotz des schweren Metalls Bronze leicht, so kommen die aus leichtem Holz bestehen-den Tafeln Mchlers durch das durchscheinende Ringen mit sich selbst und der Far-be ein berra-schendes Ge-wicht. So gross die Kontraste zuweilen sind der gemein-same Nenner, wenn man denn einen finden will, ist vielleicht die Befindlichkeit des knstlerischen Ichs.

    Bis30.OktoberKulturortgalerieWeiertal;rumstalstrasse55.

    ffnungszeitenmisa1418Uhr,so1216Uhr

    knstler/innenfhrung3.Juni,19uhrKnstleranwesendam:

    Barbarastirnimann29.5.;12.6.Karinmchler5.6.;31.7.evaLenherr19.6.;3.7.Petrasulzer3.7.;17.7.reneegger10.7.;28.8.;11.9.

    www.galerieweiertal.ch

    Wo alles um sich selbst kreistFnf regional verankerte Kunstschaffende bestreiten mit Bildern, Skulpturen und Installationen die Jahresausstellung in der Galerie Weiertal. Titel trgt die Schau keinen, was die fnf verbindet, muss der Betrachter fr sich selbst herausfinden.

    Die aus Kalifornien stammen-de, in Winterthur aktive Knst-lerin Michelle Bird bringt mit ihrer abstrakten Malerei fliessendes Licht in die Galerie Thomas Bni am Holderplatz.

    adrian mebold

    Seit den Pionierzeiten abstrakter Nachkriegsmalerei, in Europa wie Amerika, hat sich dieses knstlerische Feld zur Spielwiese entwickelt, die je-dermann offensteht, der das Bedrfnis hat, sich mit Farben verwirklichen zu wollen oder, wie Michelle Bird, Le-bensfreude zum Ausdruck zu brin-gen. Bird, 1965 in San Francisco gebo-ren, wohnt und arbeitet nach einer amerikanisch-chinesischen Kindheit, lngeren Aufenthalten in den Nieder-landen und Paris sowie Reisen nach Indien seit einigen Jahren in Win-terthur. Sie verfgt ber eine profes-sionelle Kunstausbildung und setzte sich auf ihrer biografisch-knstleri-schen Reise verschiedenen Einflssen aus, die aber ohne Auswirkung auf ihr Schaffen blieben, wie im Katalog The Paintings of Michelle Bird mit Betonung ihrer Eigenstndigkeit ver-merkt wird. In dieser Publikation ent-deckt man einige schne Bilder, wel-che durch dichte und tief geschichte-te Felder gestischer Farbzonen relativ

    gleichmssig von Bildrand zu Bildrand besetzt sind. Auffllig daran ist die vi-brierende Farbigkeit, die durch Bei-mischung von Weiss an Helligkeit ge-winnt.

    Es gab auch eine Phase, in der Bird eine sehr krperbetonte, erotisch auf-

    geladene Malerei pflegte. In der Aus-stellung bei Thomas Bni, der Bird die erste Winterthurer Einzelschau in seiner Kleingalerie eingerichtet hat, stammen die meisten Arbeiten aus Se-rien mit Titeln wie Secret Gardens of Paris, Day Dreaming oder Con-

    sulting Lao Tsu und sind in den bei-den letzten Jahren entstanden. Domi-nant ist ein freies, vielleicht auch be-liebiges Mal- und Farbkonzept, das auf Gelb-, Orange- und Lachstnen als leuchtenden Flchen basiert.

    Die zum Teil dnn aufgetragene lfarbe bildet locker gesetzte Inseln; darber lagern sich meist in dunkel-blauer Farbe gezogene Konturen, die zuweilen Krperteile anzudeuten scheinen. Unklar bleibt, wie die Bild-formate, quadratisch und hochrecht-eckig, prgend in den Malprozess ein-bezogen sind, oder ob Tiefwirkungen und rumliche Illusionen ein mehr zu-flliges Resultat sind. Nur einmal, in einem Grossformat, arbeitet Bird mit einer lesbaren kompositorischen Fi-gur, einer diagonalen, aus krftigen Pinselstrichen geformten Kreuzord-nung, die sich ber den gelben Grund legt.

    Wenn Michelle Bird von Lebens-freude spricht, die sie vermitteln will, dann tut sie das mit einer lebendigen Palette von Gelbtnen, die den engen Raum der Galerie mit (Sonnen-) Licht erfllt. Kohlezeichnungen aus der Se-rie Diaries of Switzerland ergnzen die lmalerei.

    Bis18.JunigaleriethomasBni,Holderplatz3,Dimi1012,1418Uhr.Do/FrnachVerein-barung.sa1012Uhr,1416Uhr.

    www.galeriebaeni.ch

    Auf der Spielwiese abstrakter Malerei

    MichelleBirdmaltinstarkenGestenundleuchtendenFarbtnen.Bild:marcDahinden

    PetrasulzersPlastikenjungerMdchen

    ruhenformalganzinsichselbst.

    Bild:ChristinaPeege

    DasletzteMalBevor das albani sich in den lan-gen Konzerte-sommerschlaf verab-schiedetunderstimoktoberwiederBandsberdieBhne rocken lsst,beglcktunsdieHausbandnocheinletztes mal: transmartha beendenamDonnerstagabendeinelange, in-tensiveKonzertreihe,bevorauchsiesich zurckziehen. man munkelt ja,dieWinterthurerBandwollesichganzauflsen was fr ein Jammer! esgibtdreigrnde,heuteinsalbanizugehen:erstens,weilesdasallerletz-temalseinknnte,transmarthalivezusehen,zweitenswerfendieJungsvielleicht alle ihre trennungsplneber den Haufen, wenn sie sehen,wievieleLeutegekommensind,umihrKonzertzusehenunddrittens:Derganzespassistgratis.

    Transmartha(CH)

    Donnerstag,2.maiab21Uhr,albani,steinberggasse16

    ZumzweitenMalDieeinengehen,dieanderenstartenneudurch:adHochabenamFreitagihre Plattentaufe im Kraftfeld. auchfrdiesesDuoistderabendeinHeim-spieldieWinterthurerprsentierenihrezweiteCD.mitakustisch-folkigensinger-songwriter-Klngen verzau-bernLindasuterundandrHochuliineinemeigenwilligenstil.soundslikeHellhateinmaljemandbersiege-schriebenobdasstimmtundobsieihremnamengerechtwerden,sollteunbedingtgeprftwerden.

    AdHoc(CH)

    Freitag,27.mai,ab21Uhr,Kraftfeld,Lagerplatz18

    Endlichwiedereinmalich schwru heisst ihr neues al-bum, das in den schweizer ChartsaufPlatz1eingestiegenistundinzwi-schen goldstatus erreicht hat. sinaschautnachdreiJahrenendlichwie-derimsalzhausvorbeiundversprhtmit ihrergoldkehle und ihremober-walliser-Charmeeineaussergewhn-licheatmosphre.esseiwieeinLieb-lingstape fr ihre besten Freunde,sagtdiesoloknstlerin,nachdemdiePlatte letzten Februar in die Ldenkam.indenzwlfsongsgehtesumLiebe, abschied, sommer und Win-ter.es istein leichtesalbumgewor-den,dasvonJazzbisPopreichtundgleichzeitigmitdemmarkantenWalli-serdeutschunverwechselbarist.ichschwru heisst auch der titelsong,einLiebeslied,dassiezusammenmitBneHubervonPatentochsnerauf-genommenhat.DieZusammenarbeitimstudioseieinHighlightgewesen,es htte richtig geknistert, sagt die44-Jhrige. ob sie ihren Duett-Part-ner samstagabendmitnimmt, weissniemand,aberenergiehatsinaauchalleinegenug.(mia)

    sina(CH)

    samstag,28.mai,ab20Uhr,salzhaus,UntereVogelsangstrasse6

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