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ONE Kongress 2013, Redesign, Referat Sam M¼ller

Date post:26-May-2015
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Was soll eigentlich umgesetzt werden? Sam Müller, Convertical GmbH Bei einem Redesignprojekt sind die Interessenkonflikte unvermeidbar. Das Management hat eine Vorstellung, die Produktverantwortlichen eine andere, Designer und Entwickler ticken nochmal anders. Was soll eigentlich umgesetzt werden? Sam legt dar, wie man das Projektziel im Auge behält und vorgehen kann, um sich nicht in Diskussionen zu verlieren: - Wie fokussiere ich aufs Wesentliche? - Wie priorisiere ich die Interessen? - Welches sind die grössten Interessenkonflikte? - Welche Interessenvertreter bringen die schwierigen Widersprüche? - Wer gewinnt welchen Streit?
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  • 1. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Was soll eigentlich umgesetzt werden? ONE Kongress 2013 Redesign-Konferenz Referent: Sam Mller Slide 1

2. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Fokus des Referats PerspekIve: Sicht Projektleitung Drehscheibe zwischen AuOraggeber, ProjekQeam und Dienstleistern Referent: Sam Mller Projektleiter Mandatsbasis Weitere Infos: hQps://www.xing.com/prole/Sam_Mueller Slide 2 3. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Was soll eigentlich umgesetzt werden? Wie fokussiere ich aufs Wesentliche? Wie priorisiere ich die Interessen? Welches sind die grssten Interessenkonikte? Welche Interessenvertreter bringen die schwierigen Widersprche? Wer gewinnt welchen Streit? Slide 3 4. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Grundstzlich vorweg Projektstrukturen mit viel Spielraum fr das ProjekQeam sind vorzuziehen. Vorgehensmodelle ohne umfangreiche Anforderungs-beschreibung haben Vorteile, sind aber nicht in jeder SituaIon anwendbar. Oder: Das Referat bezieht sich auf eine durchschniQliche AlltagssituaIon mit AuOraggeber und weiteren gewichIgen Interessenvertretern Ausgangslage ist nicht die grne Wiese. Slide 4 5. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WIE FOKUSSIERE ICH AUFS WESENTLICHE? Slide 5 6. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Projekt-AuOraggeber verstehen Wissen, wer der AuOraggeber ist auf dem Papier tatschlich / gefhlt / gelebt Gefhl abholen Was erwartet er? Woran misst er sich bzw. das Projekt? Gibt es eine geheime Agenda? Beispiele: Projekt-AuOraggeber ist der IT-Chef. Umgesetzt wird aber der Stempel des neuen MarkeIng-Leiters. Die Kunden erwarten einen frischen AuOriQ. Oder hat der Bruder des VR-Prsidenten eine Web-Agentur? Slide 6 7. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Ziele formulieren Ziel formulieren. SchriOlich. Lehrbuch: Ziele mssen messbar sein. Die Realitt ist anders: Ziele mssen greihar, beurteilbar sein. Die Skala fr Ziel-Erreichung ist der AuOraggeber, der echte. Zwingender Einfhrungstermin: Gehrt zu den Zielen. Beispiele: Ansprechendes, frisches Design: Wer beurteilt das? Wir machen alles neu. In 3 Monaten haben wir GV und mchten das zeigen. Slide 7 8. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Abgrenzen Abgrenzung dokumenIeren: Was gehrt nicht zum Projekt? Auch heisse Eisen festhalten. Erst recht. Mit dem AuOraggeber absImmen. Er darf dann spter whlen, ob er lieber die Abgrenzung durchboxt oder eine Terminverschiebung mit Budgetberschreitung kommuniziert. Beispiele: Reines Redesign oder auch funkIonale Anpassungen? Keine alten Baustellen ohne Projektbezug beseiIgen. Aurischung fr End-User oder technische Konsolidierung? Slide 8 9. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WIE PRIORISIERE ICH DIE INTERESSEN? Slide 9 10. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Versionen oder Phasen denieren Mindestens 2 Versionen denieren: Version 1: Umfang bei Einfhrung. Version 2: Spter nachholen. Bei grsseren Vorhaben mindestens 3 Versionen: Version 1, Einfhrung: Zwingendes. Version 2, Nachholen: Was wichIg, aber nicht zwingend war. Spter: Irgendwann. Die letzte Version nur auf 1-2 Jahre genau terminieren, lieber nur spter. Slide 10 11. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Jeden Wunsch aufnehmen Knnen wir eventuell spter mal machen gibt es nicht. Nehmen wir auf und werden wir priorisieren. Immer. Wnsche von den Interessenvertretern beschreiben lassen. Auch was vermutlich nicht in die erste Version passt. Einzelne Wnsche wenn angebracht auOeilen: Schon in Version 1 mitnehmen, was als Basis fr sptere Umsetzung notwendig ist. Jenen Teil auf spter verschieben, der nachgeholt werden kann. Zauberwort: Wegpriorisieren. Slide 11 12. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Transparenz Kriterien fr Priorisierung denieren, z.B. Projekt-Ziel; AuOraggeber-Vorstellung; Termin; Kosten; Realisierbarkeit. Wunschliste mit niedrigen Prioritten einsehbar machen. Methoden-Orgien (Priorisierungsraster mit Punkten, Gewichtungen, etc.) sind Augenwischerei. Priorisieren tun Menschen. Bekannt machen, welche das sind. Wiedererwgungsantrge zulassen, Konsequenzen aufzeigen. Slide 12 13. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WELCHES SIND DIE GRSSTEN INTERESSENKONFLIKTE? Slide 13 14. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Nutzen versus Machbarkeit Nicht alles, was machbar wre, ist auch sinnvoll. Nutzen quanIzieren. Was nur kleine Zielgruppe betrir wenn mglich wegpriorisieren. Aber: Menschen mchten sich einbringen. Mal zulassen, wenn es Entwickler besser machen mchten. Der Bestell-BuQon muss rot sein? Machen wir ihn rot. Umgekehrte Priorisierung: Spricht etwas dagegen? Nein. Machen! Slide 14 15. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Netgkeiten versus Ressourcen Mit unlimiIerten Ressourcen und Zeit ist alles umsetzbar. Ressourcen und Zeit sind aber beschrnkt. Jeder Wunsch muss bewilligt werden. Lies: Priorisieren. Keine epischen Detaildiskussionen mit Umsetzern vor der Priorisierung. Umsetzungsteam darf und muss an Projektleitung verweisen. AuOraggeber whlen lassen: diesen Wunsch auf spter verschieben; diesen Wunsch umsetzen, einen anderen weglassen; Terminverschiebung und Budget-berschreitung. Slide 15 16. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Linke versus rechte Hand Wenn die Linke nicht weiss, was die Rechte tut, ist das gelegentlich selbstverschuldet, aber kein Verbrechen. Die Projektleitung muss den berblick haben und bei Wissenslcken schnell die ModeraIon bernehmen. Eine zentrale Rolle muss auch Detailabsprachen kennen und die PerspekIven der Interessenvertreter einnehmen knnen. Die Rolle kann unterschiedlich angesiedelt sein: Projektleiter; technischer Konzepter/Teilprojektleiter; Projektleitungs- oder AuOraggeber-Assistenz. Slide 16 17. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Wie immer versus Anders ist besser Das haben wir schon lange, daran haben sich die Nutzer gewhnt ist zu hinterfragen. Anders ist nicht zwingend besser. Auch hier ist Vorsicht geboten. Wo verfgbar StaIsIken prfen. Im Projekt wohlberlegt denieren, wer die User vertriQ. Wenn mglich neutrale Sicht verfgbar machen (Usability-Spezialisten, User-Gruppe, oder hnlich). Slide 17 18. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WELCHE INTERESSENVERTRETER BRINGEN DIE SCHWIERIGEN WIDERSPRCHE? Slide 18 19. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Die man-knnte-Sager Man knnte immer. Alles. Relevant ist anderes: Will man? Wer will? Muss man gar? Knnte-Wunschformulierungen vermeiden. Interessenvertreter zu klaren Ansagen drngen. Konsequenzen aufzeigen. Aufwand grsser machen, als er beim ersten Hinhren ausschaut. Er wird grsser sein. Slide 19 20. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Die man-hQe-halt-Sager Kein Projekt ohne Besserwisser. Zulassen, anhren, wrdigen. Wenn sinnvoll Ball zurckspielen. Aber nur posiIv: Vorschlag konkreIsieren. Was machen wir jetzt draus? Diskussion forcieren: Umgehend mit Gegenseite an einen Tisch bringen. Meistens gibt es etwas zu lernen. Slide 20 21. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Die nicht-Entscheider Null-Entscheidungen sind Projektkiller. AuOraggeber oder Steuerungsgremium mssen entscheidungsfreudig sein. Starken Projektleiter einsetzen. Annahme-Kultur einfhren: Solange keine Entscheidung vorliegt, arbeiten wir mit einer Annahme weiter. Falls spter anders entschieden wird, wird das zu Verzgerungen, Budget-berschreitungen, etc. fhren. Als AuOraggeber oder Projektleiter auch mal einen Interessenkonikt bewusst im Sand verlaufen lassen. Aber nur transparent. Slide 21 22. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WER GEWINNT WELCHEN STREIT? Slide 22 23. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Streit? Gewinnen? Streit zuordnen: Unvollstndige Vorgaben: Ziel unklar formuliert, Projekt nicht sauber abgegrenzt, Prioritten nicht geregelt. Ansichtssache: Welche Farbe gefllt unseren Kunden, wie sieht die Welt in 5 Jahren aus? Bei unvollstndiger Vorgabe gewinnt jener, der den AuOraggeber besser verstanden hat. Ausnahme: TakIsches Umspielen des AuOraggebers. Ansichtssachen knnen nicht gewonnen werden. Im Gesprch ausrumen. Entscheid von oben abholen. Kompromiss nden. Gemeinsame Annahme fr 1. Version treen. Slide 23 24. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Schlsselpersonen sind Mitentscheider Schlsselpersonen sind nicht immer Teil des ProjekQeams. Je Schlsselperson denieren, wer sie abholt AuOraggeber Projektleiter Andere Person aus dem Projekt-Team Vorsorglich sehr allgemein abholen und damit KommunikaIonskanal etablieren. Spter auch zu konkreten Fragestellungen kurzfrisIg ansprechbar. Slide 24 25. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller WIE KANN ALL DAS BERCKSICHTIGT WERDEN? Slide 25 26. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Geeignete Projekt-Struktur Geeignete ProjektorganisaIon Passender AuOraggeber, kleiner Ausschuss. Alle wesentlichen Stellen im ProjekQeam vertreten (grosses Team), aber ozielles Kernteam in berschaubarer Grsse. Neutrale Projektleitung Kein Vertreter einer umsetzenden Abteilung/Firma: Stabsstelle, delegierte oder externe Person. Hohe Prioritt des Projekts beim Projektleiter. Nicht notwendigerweise gleichzusetzen mit 100% Verfgbarkeit. Slide 26 27. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller TakIscher Terminplan Puerzonen zur KoniktbewlIgung Abnahme-Phase nach AnforderungsdeniIon. Verhandlungs-Phase nach Oert-Stellung. Fine-Tuning-Phase nach Live-Termin. Zwei Einfhrungstermine Beta-Termin: Spielraum fr reduzierten Leistungsumfang. Live-Termin: Ozieller Launch. Slide 27 28. One Kongress 2013 Redesign-Konferenz Sam Mller Jedes Projekt ist anders Pra

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