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netPlayer Test einsnull 2010 03 - .21 Gehörtes: – William Carter Thre Minuets, op. 11 – No.6

Date post:19-Jul-2018
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    Test: CD-Player/Streaming-Client/Wandler/DSP von HiFi Akademie

    Der Besserwisser

    einsnull

    Hubert Reith, seines Zei-chens das Gesicht von HiFi-Akademie, war lange Jahre in der Selbstbauszene wohlbekannt. Ich bin erfreut darber, dass er sich dazu entschlossen hat, sei-ne Produkte auch der nicht ltenden Gemeinde zugnglich zu machen. Der Player klotzt jetzt nicht gerade mit op-tischen Reizen, das $ nde ich aber gut. Was er nmlich wirklich ist, wird durch

    diese Art der Prsentation noch viel klarer: Ein in langer Arbeit gereiftes Abspielgert, bei dem eher das Engi-neering im Vordergrund stand als das gewinnen von Designpreisen.

    Funktionen

    Ich fange mal hinten an: Zunchst gibt es insgesamt sechs digitale Eingnge (4 x koaxial, 2 x optisch), was bedeutet, dass er es als eine seiner Hauptfunkti-onen ansieht, als digitale Vorstufe, also als D/A-Wandler mit (digitaler) Laut-strkeregelung zu fungieren. Digitale Ausgnge sind natrlich auch dran, falls Sie Ihren Lieblingswandler bereits gefunden haben und weiterverwenden mchten.

    Peripherie:

    Netzlaufwerk: RipNAS Z500Notebook Toshiba mit Tversity-UPnP-Server

    Endstufen: SymAsym

    Lautsprecher: Klang+Ton Schmitti MemorialKEF iQ50PSB B Shelf

    Haben Sie sich mal oben die Rubrikenzeile ange-

    guckt? Die ist recht lang geraten. Es ist ganz einfach

    schwierig, den Player von HiFi-Akademie zu kategori-

    sieren. Er ist zu komplex, zu gut ausgestattet, um ein

    schlssiges Wort fr ihn zu fi nden.

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    Gehrtes:

    William Carter

    Thre Minuets, op. 11

    No.6 in A Major:

    Andante Maestoso

    Wolfmother

    Cosmic Egg

    The XX

    XX

    Johnny Cash

    American Recordings IV

    Friedemann

    The Concert

    Ganz links $ ndet man noch zwei USB-Sticks. Das sind nicht etwa nette Geschenke von Hubert Reith an sei-ne Kufer, sondern essenziell fr die Funktion des Gertes, da sich auf einem das komplette Betriebssystem be$ ndet, whrend der zweite Platz fr temporre Dateien wie Coverbilder reserviert.Ich verstehe ihn als Vereinigung des von HiFi-Akademie wohlbekannten DACs, den hauseigenen CD-Player sowie deren dspModul, mit dem man in der Lage ist, Raumein' sse zu eli-minieren. Das Laufwerk ist von Phi-lips, hrt auf den Namen CD2 und steckt in vielen sehr guten und sehr teuren CD-Playern. Die klangliche Basis fr exzellente CD-Wiedergabe ist also gescha* en.Das dspModul ist immer drin, das kommt beim Kauf automatisch mit. Bedient wird es per PC-Software, die man sich von der Internetseite von HiFi-Akademie herunterladen kann. Um diese Software richtig nut-zen zu knnen, mssen Sie ihr vorher noch ein paar Informationen ber Ihre Lautsprecher und den Raum, in dem sie sich be$ nden, liefern. Es ge-hrt schon ein gewisses Ma an PC-Kenntnissen und Bedienerfahrung mit Lautsprechermesssystemen dazu, so viel sei gleich gesagt. Ich habe meine Messungen mit dem preisgnstigen Programm ARTA gemacht. Das ko-stet 80 Euro und ist auf der Interne-tseite des Entwicklers Ivo Mateljan herunterladbar (siehe Seite 23). Die Gebhr mssen Sie gar nicht un-bedingt entrichten, denn bis auf die Speicherfunktion ist die Demo voll

    funktionstchtig und wir mssen fr das dspModul nur Text$ les exportie-ren. Und das wiederum funktioniert. Wundern Sie sich nicht, wenn der gemessene Frequenzgang alles ande-re als schn aussieht, das ist in einem Wohnzimmer mit Tischen, Fubden und Wnden ganz normal und nicht vergleichbar mit den Messungen in unserem re' exionsarmen Raum. Man lernt ungemein viel beim bloen He-rumspielen, denn wenn man einmal die Umrechnung von Frequenz in Meter intus hat, braucht man nur mit einem Maband durchs Wohnzim-mer laufen und $ ndet irgendwann das strende Objekt. Die Software hilft bis zu einem bestimmten Punkt ganz vorzglich dabei, Raumein' sse zu eliminieren, allerdings empfehle ich es Ihnen, die Sache nicht zu bertrei-ben. Zuerst sollte man den Ein' uss des Fubodens wegbgeln, sich dann Schritt fr Schritt weiterarbeiten und immer, ganz wichtig, ganz viel hren. Die Kompensationskurve greift b-rigens noch ein, bevor das Signal am DAC ankommt, so dass der das bereits bereinigte Signal wandelt. So macht man das. Sie glauben gar nicht, was man mit einer guten Software noch alles erreichen kann. Wer jetzt Angst hat: Sie mssen das nicht unbedingt tun. Wenn Sie den netPlayer kaufen, verhlt er sich wie ein ganz normales HiFi-Gert. Allerdings eins, das es in sich hat: Der verbaute DAC verdaut hochaufgelste Kost, die mit bis zu 192 kHz abgetastet sein darf, und dieses Material bezieht er vorzugsweise von einem UPnP-fhigen Netzlaufwerk.

    Da ein UPnP-Server auf so ziemlich jedem erhltlichen Netzlaufwerk vor-installiert ist, muss man sich darber keine Gedanken machen. Gut so.Ach so: Internetradio beherrscht der netPlayer natrlich auch. Der Dienst radiotime luft auf ihm und erlaubt Zugri* auf Tausende Radiostationen auf der ganzen Welt. Nette Sache, zu-mal man mit dem netPlayer in den Ge-nuss kommt, hochgerechnetes Interne-tradio genieen zu drfen.Grundstzlich gehen alle digitalen Daten denselben Weg: Zunchst geht es in den Upsampler, dann durch den eben beschriebenen DSP und abschlie-end in den Burr-Brown-DAC (1 x PCM1794A), der das fertige analoge Signal herausgibt, seine Filter erst nach einem 8-fach Oversampling einsetzt. Die Charakteristik des Filters kann per Touchpanel zwischen Flat und Soft hin- und hergeschaltet werden. Das CD-Laufwerk liefert brigens bereits hochgerechnete Daten in 96 kHz/24 Bit an.

    Vier koaxiale S/PDIF-Eingnge

    nehmen PCM-Signale mit bis

    zu 214 kHz auf, das sollte

    reichen. Die optischen

    Eingnge vertragen immer

    noch 120 kHz

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    Test: CD-Player/Streaming-Client/Wandler/DSP von HiFi Akademie

    teln. Trotzdem: Gegen andere Laufwerke, die teilweise preislich ber ihm angesiedelt sind, kann er sich teilwei-se locker durchsetzen. Wer es nicht so schlank will, kann ja am DSP drehen und den Bass- bis Grundtonbereich et-was be' geln. Einen nennenswerten Pluspunkt heimst brigens der verbaute D/A-Wandler ein. Das hohe Ma an Pla-stizitt, das er der Musik verleiht, ist genau das richtige fr Raumhrer wie mich. Er erzeugt derart klar de-$ nierte Ereignisse, dass man dem Be-gri* Realitt ein groes Stck nher rckt. Ganz groe Klasse. Der HiFi-Akademie-Player ist ein groartiges Stck HiFi, das eine ganz wichtige Eigenschaft besitzt: Man hrt es nicht. Durch die konse-quente Signalverarbeitung arbeitet es im Hintergrund vllig allrenfrei und neutral, aber fein au' send, absolut klar im Klangbild und im Sinne der

    Ein bisschen was fr die Bastler un-ter uns hat Hubert Reith in seinem Gert gelassen: Die Mglichkeit, die Operationsverstrker zu tauschen. Die sind gesockelt, was einen Ausbau er-mglicht. Nur hten Sie sich davor, einfach sndteure Ops zu kaufen und die reinzusetzen, denn so trivial ist das Klangtuning nicht. Es steht Ihnen na-trlich frei, an dieser Stelle zu experi-mentieren. Wenn Sie das tun: Denken Sie daran, dass Sie an Netzspannung arbeiten, was sehr gefhrlich sein kann.

    Die Gesamtheit aus Laufwerk, DAC und Prozessor ist in sich so schls-sig, da bin ich doch jetzt schon bereit, gratulierend die Hnde zu schtteln. Das musste ich natrlich hren. Um besser vergleichen zu knnen, habe ich den DSP wieder auf FLAT ge-stellt, damit zum Vergleich herange-zogene Wandler und CD-Player unter denselben Bedingungen arbeiten. Was mir sofort au9 el, war die Leichtigkeit, Schnelligkeit, dieser schne Spiel-' uss, den der cdPlayer (so heit er bei HiFi-Akademie) an den Tag legt. Im direkten Vergleich zu vorher gerippten und per UpnP abgespielten Alben tnt das Laufwerk etwas druckvoller, ver-mag allerdings nicht in gleichem Mae diese herrliche Luftigkeit zu vermit-

    HiFi-Akademie

    netPlayer

    Preise: 2.435 Euro

    (Streaming-Client, cdPlayer, DAC in einem Gert)

    1.940 Euro

    (Streaming-Client, DAC in einem Gert)

    Vertrieb: HiFi-Akademie, Leimen

    E-Mail: hreith@hifi akademie.de

    Internet: www.hifi akademie.de

    Eingnge:

    4 x S/DIF RCA (bis 214 kHz, 24 Bit)

    2 x S/PDIF optisch (bis 120 kHz, 24 Bit)

    Ausgnge: 2 x S/PDIF RCA

    2 x analog RCA

    sonstiges: dspModul

    Ich habe lange nach einem Gert ge-

    sucht, das konsequent auf digitale Si-

    gnalverarbeitung setzt, streamt, meine

    alten CDs abspielt, weiteren digitalen

    Quellen Anschluss gewhrt und dabei

    glasklar klingt. Jetzt habe ich es gefun-

    den. Und das zu einem Preis, der als

    unglaublich gnstig anzusehen ist.

    einsnull

    De$ nition des Begri* s Dynamik erst-klassig. Naturgem erreicht er sein volles Potenzial mit hochaufgelsten Musikdateien, aber da er ja bis 192 kHz am Ball bleibt ist das kein Hin-dernis. Und so bleibt, mir eigentlich nur noch zu sagen, dass der netPlayer von HiFi-Akademie zu den wirk-lichen Perlen der HiFi-Welt gehrt. Eine Perle, der man mit gutem Ge-wissen die hochwichtige Aufgabe der Signalaufbereitung bergeben kann.

    Christian Rechenbach

    Das schwingungsgedmpfte Laufwerk ist Option.

    HiFi-Akademie bietet nmlich auch den reinen

    netPlayer + DAC an

    Die Operationsverstrker sind gesockelt, um

    sie austauschen zu knnen

    Gut erkennbar: Links der

    DAC, in der Mitte sitzt das

    dspModul, der Ringkerntrafo

    mit zahlreichen Abgriffen fr

    unterschiedliche Betriebsspan-

    nungen war fr Hubert Reith

    die beste Lsung

  • Kostenlos mitgeliefert

    digitale Raumkorrektur

    Das dspModul ist eine Waffe. Eine, mit der man ein paar Raumprobleme richtig

    gut in den Griff bekommt. Etwas Grundwissen ber Akustik und Messsysteme vor-

    rausgesetzt, haben Sie damit ein Tool in der Hand, das Ihnen lange Zeit viele, viele

    Experimente ermglicht. In kurzen Schritten zeige ich Ihnen, w

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