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Lagebericht und Jahresabschluss 2004 - Sparkasse Krefeld .verstärkt. Neben den Auswirkungen der

Date post:09-Aug-2019
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  • u13

    Sparkasse Krefeld ª Zweckverbandssparkasse der Stadt Krefeld und des Kreises Viersen

    Lagebericht und Jahresabschluss

    2004

  • u42

  • 3Lagebericht 2004

    Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

    Wirtschaftswachstum Nach drei Jahren ohne signifikantes Wirtschaftswachstum nahm im vergangenen Geschäfts- jahr das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 % zu. Die Grundlagen für die Erhöhung wurden im ersten Halbjahr gelegt, während die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte 2004 wieder merklich nach- ließ.

    Angeregt durch den kräftigen Aufschwung der Weltwirtschaft erwies sich einmal mehr der Außenhandel als Wachstumsmotor. Die Binnennachfrage konnte sich aufgrund des Rück- ganges beim Privatverbrauch und der Bauwirtschaft nicht wie gewünscht entwickeln und nahm nur leicht zu.

    Inflation Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Jahresdurchschnitt auf 1,6% (2003: 1,1%) verstärkt. Neben den Auswirkungen der Gesundheitsreform sind die Erhöhung der Tabak- steuer und die ölpreisbedingte Verteuerung der Energie für diese Entwicklung mit verant- wortlich.

    Arbeitsmarkt Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist weiterhin angespannt. So stieg die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende auf 4,46 Millionen (Dezember 2003: 4,32 Millionen), die Arbeits- losenquote betrug am Jahresende 10,8% (2003: 10,4%). Im Jahresdurchschnitt waren 4,38 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet; dies entspricht einer Quote von unverändert 10,5%. In unserem Geschäftsgebiet betrug im Dezember 2004 die Arbeitslosenquote 9,6% (2003: 9,5%), in Krefeld inkl. Willich 10,8 % (10,6%) und im Kreis Viersen 8,4% (8,4%).

    Zinsentwicklung Seit Juni 2003 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen nicht verändert. Die deutlich expansive Geldpolitik und die hohe Liquidität im Markt sorgten auch weiterhin im Euroraum für ein außerordentlich niedriges Zinsniveau. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage ließ auch die Nachfrage nach sicher geltenden (Staats-)Anleihen die Kurse am Renten- markt steigen und die Renditen weiter sinken.

    Kreditwirtschaft Nach dem Tiefpunkt 2002 und der langsamen Erholung ein Jahr später konnte die Kreditwirt- schaft in Deutschland die Ertragslage in 2004 weiter festigen. Als Ursachen sind ein besseres operatives Geschäftsumfeld und die fortschreitende Kostenreduzierung zu nennen; gleichwohl belastet die Risikovorsorge bei vielen Instituten weiterhin die Rentabilität.

    Zudem traten folgende Tendenzen immer stärker zu Tage: Deutsche Kreditinstitute sind im internationalen Vergleich in punkto Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft nicht in der Spitzen- gruppe vertreten. Daneben versuchen ausländische Banken, ihre eigene Präsenz auszubauen und weiter Marktanteile zu gewinnen. In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Wandel in der Kreditwirtschaft zu rechnen.

    Geschäftsentwicklung

    Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

    31.12.2003 31.12.2004 Veränderung Mio. EUR Mio. EUR in Mio. EUR in %

    Bilanz- 6.929,3 6.951,0 21,7 0,3 summe

    Geschäfts- 7.150,6 7.116,1 –34,5 –0,5 volumen

    Im Berichtsjahr stabilisierte sich die Bilanzsumme und stieg zum 31.12.2004 leicht um 21,7 Mio. EUR oder 0,3% auf 6.951,0 Mio. EUR an. Das Geschäftsvolumen hingegen reduzierte sich um 34,5 Mio. EUR bzw. 0,5% auf 7.116,1 Mio. EUR. Diese gegenläufige Entwicklung ist auf die Reduzierung der Eventualverbindlichkeiten zurückzuführen.

  • 4 Kundenkreditgeschäft

    31.12.2003 31.12.2004 Veränderung Mio. EUR Mio. EUR in Mio. EUR in %

    Kreditvolumen 3.981,5 4.019,1 37,6 0,9

    davon:

    Wechsel 2,5 2,5 �0,0 �0,0

    Forderungen 3.678,8 3.777,7 98,9 2,7 an Kunden

    Treuhand- 78,9 73,8 –5,1 –6,5 kredite

    Eventualver- 221,3 165,1 –56,2 –25,4 bindlichkeiten

    Das gesamte Kreditvolumen der Sparkasse Krefeld – einschließlich der Treuhandkredite und der Indossamentsverbindlichkeiten – nahm auf 4.019,1 Mio. EUR zu. Über die Rückflüsse von 516,2 Mio. EUR hinaus betrug der Zuwachs demnach 37,6 Mio. EUR bzw. 0,9%.

    Wie bereits in den Vorjahren war die Investitionsneigung unserer Geschäfts- und Firmenkunden verhalten: So standen Ersatz- und Rationalisierungsvorhaben im Mittelpunkt. Impulse gab es vor allem in den exportorientierten Branchen und im Stahlhandel. Insgesamt wurden an Unter- nehmen und Selbständige Darlehensmittel in Höhe von 201,9 Mio. EUR ausgezahlt.

    Die allgemeine Zurückhaltung dominierte die Kreditnachfrage bei unseren Privatkunden: Sowohl die Höhe als auch die Auslastung der Dispositionskredite ging zurück. Auch Anschaffungs- darlehen wurden weniger nachgefragt. Der Großteil der neu ausgereichten Darlehensmittel von 243,6 Mio. EUR wurde für den Wohnungsbau verwendet. Unsere Kunden bevorzugten in einem hohen Maß den Kauf von bestehendem Wohnraum vor der Finanzierung von Neubauten.

    Einlagengeschäft und Schuldverschreibungen

    31.12.2003 31.12.2004 Veränderung Mio. EUR Mio. EUR in Mio. EUR in %

    Bilanzwirksame 4.829,6 4.784,2 –45,4 –0,9 Kundengelder

    davon:

    Spareinlagen 1.747,4 1.695,5 –51,9 –3,0

    Termin- 622,2 496,0 –126,2 –20,3 einlagen

    Sichteinlagen 1.725,6 1.882,1 156,5 9,1

    Eigen- 734,4 710,6 –23,8 –3,2 emissionen

    Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 45,4 Mio. EUR (-0,9%). Damit konnte der Trend des Jahres 2003 gestoppt werden, als die Sparkasse höhere Mittelabflüsse (220,4 Mio. EUR) zu verzeichnen hatte. Der in 2004 emittierte Pfandbrief in Höhe von 100 Mio. EUR ist Bestandteil der Eigenemissionen.

    Die Bestandsveränderung der einzelnen bilanzwirksamen Anlagen ist sehr heterogen: Während die Spar- und Terminanlagen an Bedeutung verloren, konnten die Sichteinlagen ihren hohen Stellenwert weiter ausbauen. Getragen wurde diese Entwicklung von der starken Kurzfrist- orientierung unserer Anleger, die mit einer attraktiven Verzinsung des Geldmarktkontos der Sparkasse bedient werden konnte. So lag der Anteil des Geldmarktkontos an den Sichtein- lagen bei über 40%.

    Mittel- und langfristige Anlageformen waren, wie in den Vorjahren, weniger gefragt.

  • 5Wertpapiergeschäft

    – Depots und Anlagevolumen

    Zum 31.12.2004 betreute die Sparkasse Krefeld insgesamt rund 50.500 Wertpapierdepots, die sich je etwa zur Hälfte auf eigene und DekaBank-Depots verteilten.

    Das Anlagevolumen unserer Kunden erhöhte sich auf 1.329,8 Mio. EUR. Die Depotvolumina wuchsen um 180,5 Mio. EUR. Davon verzeichneten wir 101,0 Mio. EUR Nettomittelveränderun- gen, 32,8 Mio. EUR Depotübertragungen und 46,7 Mio. EUR positive Kurswertveränderungen.

    – Aktien

    In einem volatilen Jahr sorgte der Stimmungsumschwung erst im Laufe der zweiten Jahres- hälfte für eine langsame positive Entwicklung. Am Ende des Jahres notierte der deutsche Aktienindex (DAX) mit 4.256,1 Punkten (plus 7,3%) auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren.

    An dieser versöhnlichen Entwicklung partizipierten unsere Anleger nur bedingt; sie agierten weiter vorsichtig und reduzierten ihr Engagement in der Direktanlage Aktie um rund 11,6 Mio. EUR (2003: Nettoabsatz mehr als 20 Mio. EUR).

    – Renten

    Das Jahr 2004 zeigte sich anleihefreundlich. Die hohe Liquidität des Marktes sorgte für wach- sende Nachfrage nach Renten, steigende Kurse und sinkende Renditen. Auch das angesichts des Dollar-Verfalles stark ausgeprägte ausländische Interesse an Euro-Anleihen war Grundlage dieser Entwicklung.

    Die Ausrichtung unserer Anleger auf festverzinsliche Papiere fand ihren Niederschlag in einem Nettoabsatz bei Rentenwerten von 98 Mio. EUR. Der gute Wert des Vorjahres (90 Mio. EUR) konnte noch einmal gesteigert werden.

    – Fonds

    Die Entwicklung des Fondsabsatzes verlief sehr uneinheitlich: Während es einerseits bei Ein- zelfonds zu signifikanten Rückflüssen kam, konnten auf der anderen Seite Mittel in Höhe von gut 35 Mio. EUR dem fondsgebundenen Vermögensmanagement (S-DynamikDepot) zugeführt werden. Im Ergebnis betrug der Nettoabsatz 3,1 Mio. EUR und liegt damit unter dem Vorjahr (40 Mio. EUR).

    Sonstiges Vermittlungsgeschäft

    Die Ergebnisse des Vermittlungsgeschäftes der Sparkasse Krefeld zeigten im abgelaufenen Jahr eine positive Entwicklung.

    Der Wegfall der Steuerbegünstigung von Lebensversicherungen hatte – gerade im letzten Quartal – eine besonders starke Nachfrage nach diesen Policen zur Folge. Auch der Absatz von Unfall-, Krankenzusatz- und sonstigen Versicherungen verlief zufriedenstellend.

    In einem schwierigen Umfeld für die Immobilienvermittlung konnte sich die Sparkasse Krefeld sehr gut behaupten und ihre Geschäfte weiter ausweiten. Wieder ein erfreuliches Niveau konnte durch die Vermittlung von Bausparverträgen der LBS erreicht werden. Neben dem Wunsch, mittelfristig Wohneigentum zu bilden, zeigt sich immer mehr der Aspekt – je nach Tarif – eine interessante Rendite zu erwirtschaften.

    Interbankengeschäft

    31.12.2003 31.12.2004 Veränderung Mio. EUR Mio. EUR in Mio. EUR in %

    Forderungen an 200,0 243,6 43,6 21,8 Kreditinstitute

    Verbindlich- 1.597,0 1.658,1 61,1 3,8 keiten ggb. Kreditinstituten

  • 6 Die Forderungen an Kreditinstitute liegen mit 243,6 Mio. EUR um 43,6 Mio. EUR höher als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Die Refinanzierung bei Kreditinstituten wuchs um 61,1 Mio. EUR auf 1.658,1 Mio. EUR.

    Produktpolitik

    Durch den Wegfall der Gewährträgerhaftung Mitte 2005 waren grundsätzliche Überlegungen über eine Neuordnung der institutionellen Refinanzierung erforderlich. Diese mündeten in die Emission eines Pfandb

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