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Informationsdienst "Sport schützt Umwelt" - Ausgabe 119

Date post:01-Aug-2016
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Im Fokus: Sport als aktiver Partner auf der „Woche der Umwelt“
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  • InformationsdienstIm Fokus: Sport als aktiver Partner auf der Woche der UmweltNr. 119 Juni 2016

  • Informationsdienst SPORT SCHTZT UMWELT

    Umstellung auf E-Paper/Newsletter

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir mchten Sie gern erneut darauf hinweisen, dass wir die Druckauflage des Informations-dienstes SPORT SCHTZT UMWELT aus Ressour-censchutz- und Kostengrnden stark reduzieren werden. Wie Sie wissen, erscheint der Informati-onsdienst seit rund 30 Jahren vierteljhrlich als Druckausgabe und seit einigen Jahren auch als elektronischer Newsletter, der Ihnen auch zu-knftig als umweltpolitisches Medium des DOSB erhalten bleibt.

    Fr die Umstellung des Versands auf eine Zu-sendung als E-Paper/Newsletter, teilen Sie uns bitte formlos Ihre E-Mail-Adresse mit. Sollten Sie weiterhin eine Druckfassung bentigen, lassen Sie uns bitte Ihre Postanschrift wissen. Andernfalls erhalten Sie keine weitere Zusendung des Heftes.

    Fr den Bezug von SPORT SCHTZT UMWELTsenden Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse oder Postanschrift an [email protected] oder DOSB, Ressort Breitensport/Sportrume, Inge Egli, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main

    Haben Sie herzlichen Dank!Ihre Redaktion SPORT SCHTZT UMWELT

    Informationsdienst SPORT SCHTZT UMWELT auch unter www.dosb.de/ssu

    www.dosb.de

    www.sportdeutschland.de

    /sportdeutschland

    / olympiamannschaft

    @TrimmyDOSB

    @DOSB

  • 3Im Leitartikel nimmt der Generalsekretr der Deut-schen Bundesstiftung Umwelt Dr. Heinrich Bottermann den hohen Stellenwert, den der Sport heute in der Gesellschaft hat, zum Anlass, ethische Werte und den Gedanken des Fair-Play auch in Bezug auf Nachhal-tigkeit anzumahnen und pldiert fr einen sauberen Sport in sauberer Umwelt. Im Interview erklrt Jochen Flasbarth, Staatssekretr im Bundesumweltminis-terium, warum der Sport ein wichtiger Partner beim Klimaschutz ist.

    Dass der Sport in den Gesetzgebungsverfahren der Lnder oft bersehen wird, kritisiert Professor Franz Brmmer, Vorsitzender des Kuratoriums Sport und Na-tur, in seinem Kommentar. Der Sport msse systemati-scher in die Verbndeanhrungen einbezogen werden, fordert er.

    Darber hinaus erwarten Sie in dieser Ausgabe eine Vielzahl von Berichten aus den Verbnden und Verei-nen im Dreiklang Sport Umwelt und Natur Nachhal-tigkeit. Eine anregende Lektre wnscht wie immer, Ihr Redaktionsteam.

    Editorial

    (dosb umwelt) Dass der Sport bei der Woche der Umwelt dabei ist, hat mittlerweile schon Tradition. Der Deutsche Olympische Sportbund prsentiert dort gemeinsam mit anderen Ausstellern am 7. und 8. Juni 2016 im Park des Schlosses Bellevue innovative Ideen und Projekte zur Nachhaltigkeit wie beispielsweise das Projekt Sport bewegt Biologische Vielfalt erle-ben. Ein Besuch lohnt sich: Auf fast 4.000 Quadratme-tern stellen rund 200 Aussteller aus Deutschland und der Schweiz neueste Entwicklungen im Klimaschutz sowie in den Bereichen Energie, Ressourcen, Boden und Biodiversitt, Mobilitt und Verkehr, Bauen und Woh-nen vor. Auerdem wird es spannende Vortrge und Diskussionsangebote mit Politikern, Wirtschaftsvertre-tern und Wissenschaftlern geben.

    Was erwartet Sie in dieser Ausgabe?

    Sport und mehr auf der Woche der Umwelt 2016

    Gabriele Hermani Redaktion SPORT SCHTZT UMWELT

    Der DOSB auf der Woche der Umwelt 2016 in Berlin

    InfostandAm Infostand Nr. 174 informiert der DOSB ber das Projekt Sport bewegt Biologische Vielfalt erleben. Die Prsentationstafeln dieses Projektes sind in der Mitte des Heftes abgedruckt und knnen herausge-nommen werden. www.woche-der-umwelt.de/index.php?menuecms= 2439&firma_id=846

    FachforenDOSB Fachforum am 8. Juni 2016, 14:00 Uhr Green Champions: Knnen Sportgroveranstaltun-gen umweltvertrglich sein?

    www.woche-der-umwelt.de/index.php?menuecms= 2708&programm_id=183 DAV Fachforum am 8. Juni 2016, 16:00 Uhr Von den Alpen bis Berlin: DAV-Projekte, die wirken! www.woche-der-umwelt.de/index.php?menuecms= 2708&programm_id=191

    Downloads zur Woche der Umwelt Flyer zu Ausstellung und Fachprogramm mit ffnungszeiten:www.dbu.de/index.php?menuecms=2433&pubid_ name=1368

    Programm zu Ausstellung und Fachprogramm mit Ausstellerverzeichnis:www.dbu.de/phpTemplates/publikationen/pdf/ 2804160922491p1d.pdf

    Anreisewww.woche-der-umwelt.de/2715.html#abschnitt 36687 und www.woche-der-umwelt.de/deutschebahn

  • 4Inhaltsverzeichnis

    Editorialvon Gabriele Hermani, Redaktion SPORT SCHTZT UMWELTSport und mehr auf der Woche der Umwelt 2016 ....................................................................................................................... 3

    IM FOKUS: Sport als aktiver Partner auf der Woche der Umwelt 5Leitartikelvon Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretr der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)Sauberer Sport in sauberer Umwelt ohne Grenzen ...................................................................................................................5

    Interviewmit Jochen Flasbarth, Staatssekretr im Bundesministerium fr Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitNur im Dialog lassen sich unsere Klimaziele erreichen ..............................................................................................................6

    Kommentarvon Prof. Dr. Franz Brmmer, Vorsitzender des Kuratoriums Sport und NaturDas Betretensrecht darf nicht auf die Rote Liste ...........................................................................................................................8

    Sport in Natur und Landschaft 9Europischer Paddel-Pass: Lehrkrfte fr ko-Kurs Kste ausgebildet Deutscher Kanu-Verband ................................. 9Ticket2nature Natursport-Camps fr Schulklassen und Vereine Stiftung Sicherheit im Skisport / Deutsche Sporthochschule Kln......................................................................................................................................... 9Aktion Schutzwald hat noch Pltze frei Deutscher Alpenverein .............................................................................................10Ideenkoffer Sport und Naturschutz lernen voneinander LandesSportBund Niedersachsen ........................................10

    CIPRA fordert Alpenplan fr Skigebiete ...........................................................................................................................................11EU-Umweltminister und Naturschutz gegen Aufweichung des europischen Naturschutzrechts ..................................11

    Umwelt- und Klimaschutz im Sport 13Guter Rat fr Sportsttten mit Zukunft Landessportbund Hessen ........................................................................................13Praxisnahe Lsungen fr kologische Sportstttenentwicklung Europische Akademie des rheinland-pflzischen Sports / Institut fr Sportstttenentwicklung .......................................................................................13Vereine fr vorbildliche Sportanlagenpflege ausgezeichnet Sportbund Pfalz ..................................................................14

    DOSB-Prsentationstafeln auf der Woche der Umwelt 2016 ......................................................................................................15

    Bndnis Klimaschutzplan 2050 fordert nationale Klimaschutzziele zu verschrfen...........................................................19Handball-Projekt in Sdafrika klrt ber Klimawandel auf ......................................................................................................20

    Sport und Nachhaltigkeit 21DOSB-Vizeprsident Schneeloch fordert Nationale Allianz Sportraumentwicklung Deutscher Olympischer Sportbund................................................................................................................................................................................................21

    VfL Wolfsburg ist nachhaltig ..............................................................................................................................................................21Rio 2016: Nachhaltigkeit fr Olympia ..............................................................................................................................................22Chefsache Nachhaltigkeit: vom richtigen Stadtklima fr Sportler ...........................................................................................22

    Service 24Verffentlichungen und Multimedia ............................................................................................................................................ 24Veranstaltungen ................................................................................................................................................................................. 26

  • Im Fokus Leitartikel

    5

    (dosb umwelt) Weltweite Sportereignisse wie die Olym-pischen Spiele oder die Fuballweltmeisterschaften locken Zuschauer im zweistelligen Millionenbereich vor den Fernseher. Bei Groereignissen wie dem Super Bowl in den USA 2016 waren die Zahlen sogar dreistellig. Im finanziellen Bereich finden sich hnlich hohe Zahlen bei den Einkommen von Spitzensportlern. Damit einher geht aber oft eine Erwartungshaltung, die von den Ak-teuren nicht selten als enormer Leistungsdruck empfun-den wird. Der Verlockung, durch Einnahme von Doping-mitteln die individuelle Leistungsfhigkeit zu erhhen, knnen viele Sportler nicht widerstehen, wie die Ver-gangenheit hufig gezeigt hat. Natrlich mssen solche Verfehlungen streng geahndet werden! Insbesondere Sportfunktionre, die diversen Bestechungsversuchen hoffentlich trotzen, tragen hierbei groe Verantwor-tung, solche Auswchse zu unterbinden. Losgelst von aktuellen politischen oder wirtschaftlichen Interessen wre es gerade hier wegweisend, es als selbstverstnd-lich anzusehen, nach ethisch-moralischen Grundstzen zu handeln. Denn der Stellenwert, den der Sport heut-zutage in der Gesellschaft einnimmt, ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen. Bleiben ethische Werte und Charakterfestigkeit auf der Strecke, luft der Sport immer mehr Gefahr, dem Gedanken des Fair-Play und damit sich selbst untreu zu werden.

    Unsaubere Methoden wie Korruption und Doping darf eine zivilisierte Gesellschaft wie die unsere nicht hin- nehmen. Spitzensportler und Sportfunktionre haben Vorbildfunktion. Fr viele sind sie die Helden des All- tags. Das ist auch gut und richtig, denn Sport unter-sttzt neben anderem auch den Nachhaltigkeitsgedan-ken in mehrfacher Hinsicht. Er kann ab dem frhesten Kindesalter prgende Auswirkungen haben, indem er etwa jungen Menschen Orientierung, Halt, Perspektive gibt. Ob Spitzensport oder lokal geprgter Vereins sport beides kann Impulse liefern und Motivation fr-dern, selbst aktiv zu werden. Nehmen wir nur ein paar Sportarten, die in naturnaher Umgebung stattfinden, wie Klettern oder Tauchen. ber die letzten Jahre sind hier Wege der Zusammenarbeit zwischen Naturscht- zern und Sportlern gefunden worden. Es ist im unmittel-baren Interesse der Sportler, die Natur, in der sie aktiv sind, zu erhalten und zu bewahren. Wer auf diese Weise und womglich in guter Gesellschaft erlebt, dass per- snlicher Einsatz positive Auswirkungen hat und mit Freude verknpft ist, wird spter auch in anderen Be-reichen Herausforderungen bereitwilliger angehen und zum Erfolg fhren knnen auch in Sachen Natur- und Umweltschutz. Deshalb kann Sport schon im frhen

    Kindesalter wichtige Lebenserfahrungen und langfristig gesehen wertvolle Impulse geben.

    Gleichzeitig geht es darum, Verantwortung fr das eigene Tun zu bernehmen. Bei manchen Sportarten besteht teilweise Nachholbedarf, wie etwa diverse Dis-kussionen beim Skisport zeigen. Durch die Klimaerwr-mung bleibt der natrliche Schneefall in tieferen Lagen von Skigebieten aus, welche dann mit Kunstschnee be- schneit werden. Das hat jedoch langfristig keine Zu-kunft, denn der zustzliche Energiebedarf und der Bau von Wasserspeichern knnen sich ebenfalls negativ auf die Umwelt auswirken. Wir mssen der Verlockung widerstehen, die zu kurz gedachten Rezepte der Ver-gangenheit als Lsung fr eine lebenswerte Zukunft zu sehen. Hier gilt es, Probleme als Herausforderungen zu betrachten, sie offen anzusprechen und ganzheitliche Modelle zu finden. Aber nicht nur Sportler, die ein na-turnahes Umfeld vorziehen, haben Verantwortung fr den Erhalt der Umwelt, sondern alle Sportinteressierten. Sport gehrt zur Nachhaltigkeit. Das bedeutet fr die weitere Entwicklung, soziale, kologische und konomi-sche Kriterien gleichermaen in Betracht zu ziehen.

    Die DBU hat hier mit verschiedenen Partnern zahlreiche Projekte im Sport gefrdert. Die Bandbreite reicht von der energetischen Sanierung von Vereinsgebuden ber Symposien zu Umweltthemen und Projekten mit Ju-gendlichen oder Senioren bis hin zu klimafreundlichen und nachhaltigen Umweltkonzepten bei greren Ver-anstaltungen wie den in Deutschland ausgetragenen Fuball-Weltmeisterschaften 2006 und 2011 oder dem Niederschsischen Landesturnfest 2012. Das Thema Nachhaltigkeit geht darber hinaus, Groveranstal-tungen kologischer zu gestalten, da der Begriff auch soziale Gesichtspunkte wie Integration und Inklusion umfasst. Daneben spielen Veranstaltungsmanagement und Mobilitt eine groe Rolle. Beim Veranstaltungs-management wurde zum Beispiel auf einen nachhalti- gen Umgang mit Gebrauchsgtern, kologische Reini-gungsmittel, fair gehandelte Lebensmittel und effizien- ten Energieverbrauch geachtet. Fr eine nachhaltige Mobilitt spielen etwa der Einsatz umweltfreundlicher Fahrzeuge sowie Vergleichsberechnungen des Ener-gieverbrauchs und des Schadstoff-Ausstoes von ffentlichem Personennahverkehr, Flugzeug und Auto eine ausschlaggebende Rolle. Gerade Groveranstal-tungen und Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und Unternehmen vor Ort bieten die Chance, neue Zielgruppen zu erschlieen und das Verstndnis fr Zusammenhnge im Umwelt-, Klima- und Naturschutz zu erweitern. Das kann auf spielerische Weise mit Krea-tivitt und Spa angegangen werden, zum Beispiel als Mitmachangebot, bei dem Kinder, Jugendliche und Er-wachsene als Nachhaltigkeitsdetektive fungieren und Schwachstellen der Nachhaltigkeit aufspren. Durch sein Engagement in all diesen Themenfeldern ist der

    Sauberer Sport in sauberer Umwelt ohne Grenzen

    Dr. Heinrich Bottermann Generalsekretr der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

  • 6Im Fokus Leitartikel/Interview

    deutsche Sport ber die Jahre ein wichtiger und verlss-licher Partner im Umwelt- und Naturschutz geworden.

    Daneben gibt es im Sport vielfltige Mglichkeiten, Toleranz zu frdern und Menschen verschiedener Kulturen zusammenzubringen, sie zu integrieren. Hier bietet insbesondere der Mannschaftssport ein groes Potenzial, wenn die Spielregeln allen bekannt sind. Beim Fuballspiel etwa sind sie es ber Grenzen hinaus, dort verstehen sich die Spieler meist auch ohne Worte. Insofern trgt Sport zur Vlkerverstndigung bei. Fair-ness gegenber Mitspielern und Gegnern, Hineindenken in die Situation des anderen, das Team als Ganzes sehen all dies sind Elemente, die im Mannschaftssport wichtig sind und erlernt werden mssen. Im bertrage-nen Sinne sind das auch ganz wesentliche Elemente fr eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die nur dann zukunftsfhig ist, wenn soziale, kologische und kono-mische Aspekte gleichermaen bercksichtigt werden.

    Keinesfalls zukunftsfhig ist, wenn die Herstellung von Sportartikeln, die bei uns teuer verkauft werden, soziale Missstnde in den Produktionslndern hervorrufen. Wir mssen erkennen, dass die heutigen Probleme der Gesellschaft mit Flucht, Migration und Integration auch eine Folge unserer bisherigen Lebens- und Wirtschafts-form darstellt. Hier trgt jeder Verantwortung und jeder ist Vorbild.

    Sauberer Sport in sauberer Umwelt ohne Grenzen: Wenn dieser Ansatz Kindern, Jugendlichen und Erwach-senen vermittelt werden kann, wren wir einer nachhal-tigen und zukunftsfhigen Entwicklung einen groen Schritt nher.

    L Mehr unter: www.dbu.de; aktuelle DBU-Pressemitteilungen knnen abonniert werden unter www.dbu.de/2442.html

    dosb umwelt: Deutschland will die Dekarbonisierung vorantreiben. Bis zum Jahr 2050 soll dieses Ziel erreicht sein, um eine weitere Erderwrmung zu verhindern. Die Erarbeitung des nationalen Klimaschutzplans 2050 baut auf einen breiten Dialog- und Beteiligungsprozess auf und soll der groe Entwurf sein, mit dem die Zivilge- sellschaft in diesen Prozess der Dekarbonisierung als handelnder und mitbestimmender Akteur einbezogen wird. Welche Rolle kann der Sport hier mit seinen 90.000 Sportvereinen und 27 Millionen Mitgliedern spielen?

    Flasbarth: Bis zur Mitte des Jahrhunderts wollen wir den Treibhausgasaussto in der Europischen Union um 80 bis 95 Prozent gegenber 1990 reduzieren. Paris hat besttigt, dass wir mit unserer Klimaschutzpolitik auf dem richtigen Weg und dabei weltweit nicht allein sind. Alle Staaten mssen sich im Laufe dieses Jahrhunderts auf den Weg in Richtung einer treibhausgasneutralen Wirtschaft machen. Mit der Erstellung des Klimaschutz-plans 2050 arbeiten wir derzeit an unserem Fahrplan bis zur Mitte des Jahrhunderts. Dabei spielt der breit angelegte Dialog- und Beteiligungsprozess eine wich- tige Rolle, denn es wird darum gehen, dass Politik, Wirt-schaft und die gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam Lsungen entwickeln nur so knnen wir unsere Klima-ziele erreichen.

    Nur im Dialog lassen sich unsere Klimaziele erreichen

    Jochen Flasbarth Staatssekretr im Bundesministerium fr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

    Aufgrund der hohen Vereinsdichte in Deutschland und des hohen Organisationsgrades ist der Sport ein wichti-ger Partner beim Klimaschutz. Im Rahmen der Nationa- len Klimaschutzinitiative frdert das Bundesumwelt- ministerium die klimafreundliche Sanierung von Sport- sttten. Ein groes, noch kaum ausgeschpftes Poten- zial sehe ich im Bereich der Mobilitt, denn Sport wird hufig zum Motorsport, wenn man zum Training oder zur Sportausbung mit dem Privatwagen fhrt. Ich wnsche mir, dass kreative Initiativen fr eine klima- freundliche Anreise zum Sport entwickelt werden. Am besten ist es natrlich, schon bei der Anreise zu Fu oder per Rad mit dem Sporttreiben zu beginnen. Dafr ist es wichtig, dass Sport auch in den Stadtquartieren mglich ist. Dazu braucht es eine integrierte Stadtent-wicklung, bei der Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestal-tung miteinander verbunden werden.

    dosb umwelt: Der Bundesregierung ist es ein besonde-res Anliegen, die Chancen, die mit dem Wandel hin zu einer kohlendioxydfreien Gesellschaft verbunden sind, aufzuzeigen. Der Dialogprozess fr den Klimaschutz-plan 2050 ist aber sehr komplex und nicht einfach zu kommunizieren. Wie integrieren und untersttzen Sie beispielsweise die nicht-staatlichen Bildungsakteure wie Kirchen und Sportorganisationen bei der Kommuni- kation?

    Flasbarth: Ein Kernelement des Dialog- und Beteili-gungsprozesses ist die Einbindung aller betroffenen Zielgruppen. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafr, dass die erzielten Ergebnisse allgemein akzeptiert

  • 7Im Fokus Interview

    Schwimmhallen wird beispielsweise die Sanierung und der Austausch raumlufttechnischer Gerte mit Zuschs-sen von bis zu 35 Prozent, die Sanierung der Innen-/Hallenbeleuchtung durch LED-Beleuchtungstechnik mit Zuschssen von bis zu 40 Prozent und die Umrstung auf LED bei der Auenbeleuchtung mit Zuschssen von bis zu 30 Prozent untersttzt. Bei der Stdtebaufrde-rung, fr die der Bund dieses Jahr bundesweit rund 607 Millionen Euro zur Verfgung stellt, knnen auch Sport-anlagen energetisch saniert werden. Voraussetzung ist der Einbezug in eine integrierte Stadtentwicklungspla-nung, um so nachhaltige Investitionen sicher zu stellen.

    dosb umwelt: Worauf kommt es dabei an?

    Flasbarth: Da unsere Ziele fr Energieeffizienz und Klimaschutz wirklich ambitioniert sind, mssen wir heute bei der energetischen Sanierung zustzlich ber das Einzelgebude hinausdenken und strker ganze Quartiere in den Blick nehmen. Mit dem KfW-Programm Energetische Stadtsanierung frdern wir bereits seit Ende 2011 Quartiersanstze der energetischen Sanie-rung. Jhrlich stellen wir hierfr 50 Millionen Euro fr die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und fr Investitionen in Energieeffizienz insbesondere in der Wrmeversorgung aus dem Energie- und Klimafonds bereit, auch in diesem Jahr. Kommunen knnen bei der KfW Frdermittel fr integrierte energetische Quartiers- konzepte und fr Sanierungsmanagements beantra- gen. Natrlich ist es sinnvoll, die energetischen Poten- ziale aus den Sportsttten in den Quartieren mit zu erfassen, konkrete Manahmen abzuleiten und um- zusetzen.

    dosb umwelt: Es gibt einen hohen Investitionsbedarf bei Sportanlagen. Was tut der Bund dagegen?

    Flasbarth: Dass uns die Frderung von Sportsttten ein wichtiges Anliegen ist, belegt auch unser aktuelles Fr- derprogramm. Fr die Sanierung kommunaler Infra-struktur stehen 140 Millionen Euro bereit, die aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes stammen. Von den 56 Frderprojekten, die im Februar dieses Jah-res ausgewhlt wurden, ist fast die Hlfte im Bereich der Sportsttten zu finden. Auch wenn dieses Pro-gramm nur einmalig aufgelegt ist, wrde ich eine Fort- setzung sehr begren. Es mssten natrlich die ent-sprechenden Haushaltsmittel zur Verfgung stehen. Der hohe Investitionsbedarf bei unseren Sportanlagen ist mir bekannt.

    dosb umwelt: Der Sport ist auch ein Vorreiter bei Kon- zepten fr klimaneutrales Reisen sowie fr die Verbin-dung von sportlichen Groveranstaltungen und der Nutzung des ffentlichen Personenverkehrs. Welche Chancen sehen Sie dafr, im Bereich der E-Mobilitt ein Beschaffungsprogramm nicht nur an Kommunen und Gemeinden zu adressieren, sondern ein solches Pro-gramm auch auf gemeinntzige Vereine und Verbnde auszudehnen?

    werden. Bundeslnder, Kommunen und Verbnde, da-runter die Wirtschaft und verschiedene Interessensver-tretungen wie Kirchen, Verbnde und Gewerkschaften sowie Brgerinnen und Brger waren aufgefordert, der Bundesregierung Manahmen vorzuschlagen, mit de- nen die gesetzten Klimaziele erreicht werden knnen. Eine solch breite Beteiligung ist in der Tat komplex. Sie selbst haben mit dem Deutschen Olympischen Sport-bund unseren Ansatz mit Ihrer Teilnahme am Verbn-deforum untersttzt und anschlieend unserem Haus in einer Stellungnahme zum Dialogprozess gratuliert. Dafr bedanke ich mich und freue mich, dass die Mg-lichkeit zur Beteiligung von Ihrer Seite so gut angenom-men wurde.

    Ein Beispiel, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen, ist die Nationale Klimaschutzinitiative, mit der seit 2008 Klimaschutzprojekte gefrdert werden. Vor allem bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten fr die Kom-munen knnen sich Akteure vor Ort aktiv in die lang-fristige Planung einbringen. Es steht den Kommunen frei, dabei einzelne Schwerpunkte zu setzen. Ein solcher Schwerpunkt kann auch der Umgang mit kommunalen Sportsttten sein.

    dosb umwelt: Fr den Sport passende Themen in die- sem Dialogprozess sind der Energieverbrauch von Ge- buden sowie alternative Verkehrskonzepte. So ist der Sport der zweitgrte Eigentmer der mehr als 230.000 Sportsttten. Viele Sportvereine sind in diesem Feld aktiv. Beispielsweise bildet der Landessport Hessen Um-welt- und Klimaberater aus, die den Vereinen Einspar- potenziale aufzeigen und so den Einsatz klimafreund-licher Technologien befrdern. Wie knnen solche Aktivi- tten in der von der Bundesregierung postulierten klimaangepassten und nachhaltigen Quartiers- und Stadtentwicklung strker untersttzt werden?

    Flasbarth: Nachhaltige und umweltgerechte Quartiere sind der Schlssel der knftigen Stadtentwicklung. Um die Klimaschutzziele fr 2050 zu erreichen, ist aktives Handeln auf allen Ebenen erforderlich. Dazu gehrt auch die kommunale Sportinfrastruktur. Hier liegen Klimaschutzpotenziale, die nicht verschenkt werden sollten. Jeder Verein sollte daher versuchen, die energe-tische Erneuerung bei der Sanierung seiner Sportinfra-struktur mitzudenken.

    dosb umwelt: Was tut der Bund, um zum Beispiel die Kommunen zu untersttzten?

    Flasbarth: Unser Ministerium untersttzt die Aktivitten unter anderem mit der Richtlinie zur Frderung von Kli-maschutzprojekten in sozialen, kulturellen und ffent- lichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klima- schutzinitiative. Seit dem 1. Oktober 2015 werden im Rahmen dieses Programmes kommunale Sportsttten verstrkt gefrdert. Im Rahmen des Frderschwerpunk-tes Klimaschutzmanahmen in Kindertagessttten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportsttten und

  • 8Im Fokus Interview/Kommentar

    Das Betretensrecht darf nicht auf die Rote Liste

    Prof. Franz Brmmer Vorsitzender des Kuratoriums Sport und Natur

    (dosb umwelt) Viele Sportaktive bewegen sich am liebsten in der freien Natur. Eine abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt machen diesen Raum besonders lebens- und fr den Menschen auch erholenswert. Diese natrliche Viel- falt zu schtzen, bedeutet auch, die Schnheit der Na-tur zu bewahren. Arten und Lebensrume werden durch uns beeinflusst aber Mensch sein heit, verantwort-lich sein, das wusste schon der Flugsportler Antoine de Saint-Exupery. Fr die dauerhafte Sicherung einer fr Flora, Fauna und den Menschen lebenswerten Natur braucht es Regelungen zum Schutz der natrlichen Lebensgrundlagen. Regelungen und Gesetze betreffen viele unterschiedliche Interessenslagen in einem be-stimmten Raum. Aber hat man das gleiche prioritre Ziel, so wird ein hierauf basierender Interessensaus-gleich mglich, der von allen Beteiligten getragen wird. Vielerorts wird dies schon sehr erfolgreich praktiziert. Wenige Handreichungen dazu wrden uns allen noch mehr helfen.

    Erholungssuchende und Natursportler sind in der Zweckbestimmung des Bundesnaturschutzgesetzes und Bundeswaldgesetzes inkludiert und ebenso wie die anderen Interessen wie beispielsweise Landwirtschaft und Jagd auch organisiert. Als notwendiger Dialog-partner werden wir aber leider manchmal bersehen. Landeswassergesetze, Landesnaturschutzgesetze und Nationalparkgesetze sind nur Beispiele, die man bei Vernderungen nicht unmittelbar mit dem Sport in Verbindung bringt. Grnde dafr mgen sein, dass die Ziele einer Unterschutzstellung dem Erhalt und der Ent-wicklung empfindlicher Lebensrume dienen. Aber dar-ber hinaus muss die Sicherung von Erholungsrumen ebenfalls sichergestellt werden. Bevor Gesetze erlassen werden, ist eine Anhrung der Interessensvertreter meist obligatorisch. Es ist unbedingt notwendig, dass der Sport im Rahmen dieser Verbndeanhrung immer

    einbezogen wird und als Partner bei Runden Tischen ist besser einmal zu oft als zu wenig!

    Oft wird der Sport nicht nur bei Landesgesetzgebungen, sondern auch bei Initiativen wie jngst dem Blauen Band oder dem Wassertourismuskonzept der Bun- desregierung nur unzureichend oder zu spt einbezo-gen. Eine Abkehr von Vorurteilen, frhzeitiges Einbezie-hen der Nutzungsinteressen und Kompromissbereit-schaft sind die Basis fr Dialog und Miteinander. Ist man sich auf Ministerial- oder Verwaltungsebene unsi-cher, ob bei neuen Regelungen oder Gesetzesinitiativen eine Betroffenheit besteht, helfen wir IMMER weiter. Wir knnen nicht zu oft gefragt werden!

    Sport ist ein sehr zeitgemer und zuverlssiger Multi-plikator fr den Naturschutz. Die Natursportverbnde werden dieser Rolle seit Jahren gerade auch in ihren Ausbildungswesen gerecht. Trainer im Tauch- oder Kanusport, Skitourenfhrer, Mountainbiketrainer oder Luftsporttrainer die Ausbildung in unseren Verbnden beinhaltet einen fundierten naturschutzfachlichen Teil, um einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu gewhrleisten. Der Erhalt der Biodiversitt wird gro geschrieben.

    Mittragen und transportieren knnen wir aber nur, was wir auch verstehen. Regelungen fr das Betreten wer- den zunehmend komplexer formuliert, das wurde jngst in neuen Landesgesetzgebungen sprbar und macht unsere Arbeit als Multiplikatoren schwer. Fr Er-holung und Sport sollte es Begeisterung und Rcksicht-nahme brauchen aber keinen zwingenden juristischen Hintergrund um sich sicher in der freien Landschaft zu bewegen. All das fhrt auch unzweifelhaft zu einer hheren Akzeptanz von Regelungen.

    Natursport ist Erholung und diese muss in der freien Landschaft unbedingt kostenfrei mglich bleiben. Auch wenn an zahlreichen Stellen der Preis fr Dienstleistun-gen der Biodiversitt oder der Preis des Waldes gemes- sen werden und die Begrifflichkeiten hier munter ver-mengt werden es muss um den Wert gehen, nicht um den monetren Preis.

    Flasbarth: Innerhalb der Bundesregierung wird derzeit der Vorschlag diskutiert, dass Kufer von Elektrofahr-zeugen knftig einen einmaligen Zuschuss erhalten sollen. Die Bundesumweltministerin setzt sich seit geraumer Zeit dafr ein, einen solchen Zuschuss zu gewhren. Davon wrden dann auch gemeinntzige Vereine und Verbnde profitieren. Auch wenn noch

    keine abschlieende Entscheidung innerhalb der Bun-desregierung gefallen ist, bin ich zuversichtlich, dass knftig die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zeitlich befristet finanziell untersttzt wird.

    L Die Fragen stellte Gabriele Hermani. Redaktion SPORT SCHTZT UMWELT

  • SP RT IN NATUR UND LANDSCHAFTEuropischer Paddel-Pass: Lehrkrfte fr ko-Kurs Kste ausgebildetDeutscher Kanu-Verband

    (dosb umwelt) Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) als Dachverband des Kanusports in Deutschland, der Bundes-verband Kanu (BV KANU) als Interessenvertreter der touris-tischen Kanuanbieter und die

    Salzwasserunion 2017 (SaU) als Zusammenschluss see-kajakfahrender Kanuten haben gemeinsam Lehrkrfte ausgebildet, die zuknftig nach gleichen Standards die zum Erwerb des Europischen Paddelpasses erforder-lichen ko-Kurse anbieten knnen. Mit Untersttzung der Nationalparkverwaltung Niederschsisches Wattenmeer und dem Nationalparkamt Vorpom-mersche Boddenlandschaft vermittelten Biologen und Fachkrfte an drei Wochenenden theoretische und praktische Inhalte, mit deren Hilfe die neuen Lehrkrfte zuknftig in speziellen kologiekursen die Grundlagen natur- und landschaftsvertrglichen Kanusports in den sensiblen Kstenbereichen an Nord- und Ostsee unterrichten knnen. Neben Inhalten zu methodischen und didaktischen Techniken wurden in Exkursionen und praktischen Anschauungsbeispielen von Experten der Nationalparkverwaltung und des Nationalparkamtes die notwendigen Kenntnisse zu den unterschiedlichen Schutzrumen entlang der Nord- und Ostseekste vermittelt.

    Der Europische Paddel-Pass ist ein von europischen Kanu-Verbnden entwickeltes Kanu-Sportabzeichen. Mit ihm sollen Ausbildungsinhalte des Kanusports auf europischer Ebene standardisiert und so die Ausbil-dung im Kanusport weiterentwickelt werden. Gleich-zeitig soll das Interesse von Kanuten an fundierter

    Aus- und Weiterbildung gefrdert werden. Der DKV ist innerhalb Deutschlands berechtigt, den Europischen Paddel-Pass zu vergeben. Da es in seinem Interesse liegt, nicht nur seinen Mitgliedern, sondern mglichst vielen Kanuten Kenntnisse zum natur- und land-schaftsvertrglichen Kanusport zu vermitteln, hat er es auch externen Kanu-Anbietern, die auf ein vergleich-bares und vom DKV anerkanntes Ausbildungssystem verweisen knnen, ermglicht, den EPP zu vergeben. Mit der gemeinsamen Ausbildung wurde nunmehr der Rahmen geschaffen, inhaltlich und qualitativ gleich-wertige Ausbildungen durchzufhren, die bei den drei beteiligten Organisationen anerkannt werden.

    L Weitere Informationen ber Deutscher Kanu-Verband, T +49 203 99759-0, www.kanu.de und www.kanu.de/dg/links/ freizeitsport/europaeischerpaddelpass.xhtml

    Ticket2nature Natursport-Camps fr Schulklassen und VereineStiftung Sicherheit im Skisport / Deutsche Sporthochschule Kln

    (dosb umwelt) ticket2nature weckt die Lust auf sport-liche Aktivitten in der Natur, denn Spa und Freude an der Bewegung in der Natur zu generieren, ist unser vorrangiges Ziel in der Erziehung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Durch einzigartige Som-mer- und Wintercamps erleben junge Menschen aus ganz Deutschland eine Kombination an Sport in der Natur und auf spielerische Art und Weise Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils. Ob wir mit Schneeschuhen den Gipfel des Herzogenhorns erklimmen oder mit Mountainbikes durch den Wald fegen, stets stehen der Spa an der Bewegung in der Natur und unser Einfluss auf unsere Umwelt im Fokus der Camps.

  • 10

    Das Konzept ticket2nature wurde von der UNESCO als offizielles Dekade-Projekt Bildung fr eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet und wird mittlerweile auch mit Partnerschulen aus der Schweiz und Frankreich um-gesetzt. Ticket2nature ermglicht, dass Jugendliche die Natur sowie die Sprache der Nachbarn in bi-nationalen und tri-nationalen Camps entdecken. Zudem wurde das Konzept auf dem internationalen Kongress Nature & Sports Euro meet Newcastle in Newcastle/ Nordir-land vorgestellt. Als zentraler, auerschulischer Lernort existiert unter anderem der Nordic Center Notschrei mit vielfltigen Bewegungsangeboten im Sdschwarzwald.

    L Mehr unter: www.ticket2nature.de

    Aktion Schutzwald hat noch Pltze freiDeutscher Alpenverein

    (dosb umwelt) Seit mehr als 30 Jahren setzt sich der Deutsche Alpenverein fr die Pflege und den Erhalt der Schutzwlder in den Bayeri-

    schen Alpen ein. Was mit einer Aktion pro Jahr begann, hat sich inzwischen zu einem umfangreichen und beliebten Pro-gramm entwickelt: Immer mehr Men-schen mchten sich in ihrer Freizeit fr den Bergwald engagieren. Auch dieses Jahr finden noch bis Oktober in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung wieder 20 Aktionswo-chen fr freiwillige Helfer und Helferinnen statt. Neben dem als Bergsteigerdorf ausgezeichneten Ramsau sind einige weitere neue Gebiete im Programm. Es gibt noch wenige Restpltze und viel zu tun: Die Teilnehmer

    pflanzen Bume, bauen Hochsitze, rumen Sturmfl-chen und helfen bei der Jungwaldpflege. Whrend einer halbtgigen Fachexkursion erhalten sie Einblicke in die Funktionen des Schutzwaldes und lernen so die Alpen aus einer anderen Perspektive kennen. Freiwillige Hel-fer und Helferinnen ab 18 Jahren, egal ob DAV-Mitglied oder nicht, knnen allein oder als Gruppe an den Aktio-nen teilnehmen. Teilnahmevoraussetzungen sind unter anderem Trittsicherheit und gute Kondition, da die Arbeiten zum Teil in steilem Gelnde abseits der Wege durchgefhrt werden. Anmeldeschluss ist in der Regel vier Wochen vor Aktionsbeginn. Wer keinen Platz bei einer der Aktionen bekommt, kann sich auf eine Warte-liste setzten lassen. Die Teilnehmer und Teilnehmerin-nen sind in einfachen Diensthtten der Forstbetriebe mit Selbstverpflegung untergebracht. Fr die Mithilfe erhalten sie eine Unkostenpauschale. Zudem stellt DB Regio Bayern fr die Hin- und Rckreise Bayerntickets zur Verfgung.

    L Weitere Informationen zum Programm und das Formular zur Anmeldung sind unter www.alpenverein.de/aktion-schutzwald zu finden. Rckfragen per Email unter: [email protected]

    Ideenkoffer Sport und Naturschutz lernen voneinanderLandesSportBund Niedersachsen

    (dosb umwelt) Der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen ist seit Jahrzehnten im Bereich Sport und

    Umwelt aktiv. Ein sehr erfolgreiches Projekt ist der Ende April 2016 verffentlichte Ideenkoffer mit mehr als 20 Anregungen fr bewegte Aktivitten in der Natur von Schulklassen, Naturschutzgruppen, Vereinen oder Einzelpersonen. Herausgegeben wird er gemeinsam vom LSB Niedersachsen mit dem Niederschsischen Umweltministerium und der Alfred Toepfer Akademie fr Naturschutz (NNA). Der Ideenkoffer zeigt anschau-lich, wie Naturschutz und Sport voneinander profitieren knnen. Sportliche Bewegung hat einen hheren Reiz, wenn gleichzeitig die Natur erlebt werden kann, ob im khlen Wald, in Feld und Flur oder auf dem Was-ser, sagt Umweltminister Stefan Wenzel. Deshalb ist der gemeinsame Aktionstag Natur bewegt ein Erfolg sowohl fr die Sportvereine, als auch fr den Naturschutz.

    Von Wandern mit Andern ber naturnahes Grtnern zu Crossboccia im Koffer gibt es viele Anregungen fr Bewegung in der Natur und damit verbundene Lernim-pulse. Anhand von Methodenkarten knnen bungs-leiterInnen oder GruppenfhrerInnen neue Konzepte fr Spiele in der Natur ausprobieren fr ihre Teilnehmer- Innen ein bewusstes Erleben der Natur mit allen Sin-nen vorbereiten. Zustzlich gibt es Quiz-Sammlungen

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    den Ausbau der Skigebiete durch eine international ab-gestimmte Raumplanung rumlich zu begrenzen. Der beliebige flchenhafte Ausbau von Skigebieten fhre zu einem ruinsen Wettbewerb der Skigebiete, zerstre Natur und Landschaft und leiste keinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Es gbe nur wenige erfolg-reiche Planungsinstrumente der Alpinen Raumordnung zur Begrenzung und Steuerung des skitouristischen Wachstums. Ausnahme sei der Alpenplan in Bayern, der Bestandteil des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) ist, und mittels einer flchendeckenden Zonierung die (verkehrs-)infrastrukturelle Erschlieung der Bayerischen Alpen regelt, um verschiedene Raum-nutzungsansprche auszugleichen. Der Alpenplan sei das Rckgrat der alpinen Naturschutzpolitik Bayerns. Gleichzeitig konnten sich die bayerischen Winterspor-torte dennoch weiter entwickeln: So transportieren die Lifte heute rund 250 Prozent mehr Personen pro Stunde als 1972 zu Beginn des Alpenplans.

    L Mehr unter: www.cipra.org/de/news/internationaler-stopp- fuer-flaechenhafte-erweiterung-von- skigebieten-gefordert-1

    EU-Umweltminister und Naturschutz gegen Aufweichung des europischen Naturschutzrechts

    (dosb umwelt) Die Umweltminis-ter der Europischen Union ha-ben sich geschlossen gegen eine Aufweichung des Naturschutz-rechts in der EU ausgesprochen. Die vollstndige Umsetzung der beiden EU-Naturschutzrichtlinien

    sei eine unverzichtbare Voraussetzung, um die Ziele der EU-Biodiversittsstrategie zu erreichen, beschloss der EU-Umweltrat in Brssel. Die Vogelschutzrichtlinie und die Naturschutzrichtlinie FFH htten ihren Wert unter Beweis gestellt und seien ein wesentlicher Bestandteil des Biodiversittsschutzes in Europa. Die Minister waren sich darber hinaus einig, dass eine verbesserte Finanzierung des Naturschutzes und eine strkere Be- rcksichtigung von Naturschutzzielen in der Landwirt- schaft ntig seien, um Natur und Artenvielfalt zu erhalten.

    Umweltstaatssekretr Jochen Flasbarth sagte, es kom-me jetzt darauf an, die Ziele der EU-Biodiversittsstra-tegie fr 2020 zu erreichen. Die Naturschutzrichtlinien

    zu Themen wie Plastikmll, Hchstleistungen der Natur oder zur Biodiversitt. Auch ein Sportquiz ist dabei.Ursprnglich entwickelt als Online-Version zur Unter-sttzung der Aktionstage Natur aktiv erleben, hat sich die Sammlung so bewhrt, dass das Umweltmi-nisterium, der LSB und die NNA den Ideenkoffer jetzt auch kostenfrei als Printversion anbieten. Es gibt Aktionsplne fr ganze Tage, angereichert mit Metho-denkarten aus der Umweltbildung und dem Sport. Zu empfehlen sind auch die sechs verschiedenen Wissens-quiz-Spiele, die sich groer Beliebtheit erfreuen, sagt Dr. Johann Schreiner, der Direktor der NNA.

    FJ'ler Lisa Mller und Mira Pape mit BFD'ler Till Dlle (v.l.n.r.).

    Der Ideenkoffer ist neben dem gemeinsamen Akti-onstag Natur aktiv erleben und dem Freiwilligen kologischen Jahr (FJ) im Sport ein weiteres Ergebnis der langjhrigen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Niederschsischen Umweltministerium und dem LandesSportBund. Wir freuen uns sehr ber diese lebendige und nachhaltige Zusammenarbeit, sagte der Vorstandsvorsitzende des LSB, Reinhard Rawe. Sie schafft zahlreiche konstruktive Mglichkeiten, dass sich Naturschutz und organisierter Sport im Rahmen gemeinsamer Aktivitten noch besser kennenlernen.

    L Der Ideenkoffer kann kostenlos abgeholt werden bei: LSB Niedersachsen, Uta Grimm, T +49 511 1268-141; [email protected] oder gegen eine Gebhr fr Porto und Verpackung in Hhe von 7,50 bis 5 kg bestellt werden: [email protected]

    CIPRA fordert Alpenplan fr Skigebiete

    (dosb umwelt) Die nati-onalen Vertretungen der Alpenschutzkommission CIPRA aus Deutschland, sterreich und Sdtirol

    fordern fr den gesamten Alpenraum einen Stopp fr die flchenhafte Erweiterung von Skigebieten. Auf ihrer Webpage rief CIPRA die Alpenstaaten dazu auf, sich am Beispiel des bayerischen Alpenplans zu orientieren und

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    Sport in Natur und Landschaft

    mssen strker umgesetzt, aber nicht gendert werden. Die mit den Richtlinien geschaffene Rechtssicherheit fr alle Beteiligten darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Auch die im November vorgestellten ersten Ergebnisse des Fitness Checks lieen keinen nderungsbedarf der EU-Naturschutzrichtlinien erkennen.

    Auch der NABU und 27 Partnerorganisationen aus allen EU-Staaten erteilten den Plnen von EU-Kommissions_prsident Jean-Claude Juncker zur Abschwchung der Naturschutzgesetzgebung eine klare Absage und for- dert stattdessen eine bessere Finanzierung fr Natura- 2000-Schutzgebiete. Ein Bericht der NGO Birdlife, From Alert to Action, fasst nun die wesentlichen im Rahmen eines Fitness-Checks der Europischen Kommission erhobenen Daten und Meinungen zur EU-Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zusammen. Das Er- gebnis wird mit Zitaten aus Politik, Wirtschaft und Ver- bnden illustriert. Der BirdLife-Bericht zeigt, dass die Naturschutzrichtlinien dort wirken, wo sie von den Mit- gliedstaaten ernsthaft umgesetzt werden. Danach hat der Kranichbestand in Westeuropa zwischen 1985 und 2012 von 45.000 auf 300.000 zugenommen. Auerdem seien die Richtlinien nach Ansicht von Experten und Brgern fundamental wichtig fr den Erhalt der

    bedrohten Artenvielfalt, gerade in Zeiten des Klima-wandels. Aus Sicht des NABU und seiner BirdLife- Partner stehen einem erfolgreichen Naturschutz in Deutschland und der EU allerdings nach wie vor die massive Unterfinanzierung von Schutzgebieten und die zerstrerische EU-Agrarpolitik im Weg.

    Die EU-Kommission will bis Anfang Juni 2016 die offi-ziellen Ergebnisse des Fitness-Checks vorlegen und danach entscheiden, ob sie eine mgliche Neuverhand-lung der Richtlinien oder aber Initiativen zur besseren Umsetzung und Finanzierung vorschlgt.

    L Download des BirdLife-Berichts: www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/ europa/160411-birdlife-alert-to-action.pdf

    L Von der EU-Kommission verffentlichte Stellung-nahmen von Regierungen, Wirtschaftsvertretern und Umweltverbnden: ec.europa.eu/environment/nature/legislation/fitness_check/evidence_gathering/index_en.htm

    L Mehr unter www.bmub.bund.de/N52717/

  • UMWELT- UND KLIMASCHUTZ IM SP RTGuter Rat fr Sportsttten mit ZukunftLandessportbund HessenVon Isabell Boger

    (dosb umwelt) Das An-gebot des Geschftsbe-reichs Sportinfrastruktur des Landessportbun-des Hessen (lsb h) ist

    vielfltig und hilft den Vereinen ganz konkret beim Sparen, wenn es um das Thema Bau- und Betrieb von Sportsttten geht. Rund 7.800 Sportvereine sind im lsb h als Mitglieder angeschlossen alle knnen von einer ko-Check-Beratung profitieren: Strom, Wasser, Gas Energie- und Rohstoffkosten knnen fr Vereine mit eigener Sportanlage, aber zunehmend auch fr kommunale Trger zum Problem werden. Veraltete Anlagen belasten zudem die Umwelt. Doch wo rentiert es sich zu investieren? Welche Neuanschaffung macht keinen Sinn, weil sie sich nie amortisieren wrde? Hilfe beim Treffen dieser Entscheidungen leistet der Ge-schftsbereich Sportinfrastruktur mit seiner kostenlo-sen ko-Check-Beratung fr Sportanlagen. Er umfasst eine komplette Bestandsaufnahme der Sportsttte mit allen Nebengebuden und Auenflchen. Die Vorschl-ge fr Sanierungs- oder Verbesserungsmanahmen werden in einem Abschlussbericht mit allen Empfeh-lungen und den ermittelten Einsparpotenzialen dem Betreiber der Sportanlage zur Verfgung gestellt.

    Ziel der vorgeschlagenen Manahmen ist, die Energie-kosten zu senken und den Anlagenbetrieb zu optimie-ren. Auerdem sollen Ressourcen eingespart und die CO2-Belastung reduziert werden. Auch in Hinblick auf Umweltschutz geben lsb h-Berater Tipps an die Hand. Die Berater helfen bei der Umsetzung konkreter Vorha-ben und der Beantragung von Frdermitteln. Vereine, die eine ko-Check-Beratung in Anspruch genommen haben, knnen beim Landessportbund Hessen auch eine Sonderfrderung von Klimaschutz- und Kosten-einsparmanahmen beantragen. Wird dieser Antrag genehmigt, stellt der lsb h zustzlich zur Vereinsfrde-rung aus dem Vereinsfrderfonds pauschal 500 Euro je Frderbereich zur Verfgung.

    Auerdem ldt der lsb h regelmig zu Seminaren ein, die dank der Partner kostenfrei sind. Ob Kunstrasen-platz, Hallenheizung oder Bodenbelge der Landes-sportbund und die jeweilige Partnerfirma informieren ber Hintergrnde und aktuelle Entwicklungen.

    L Mehr unter: www.landessportbund-hessen.de/bereiche/sportinfrastruktur

    Praxisnahe Lsungen fr kologische Sportstttenentwicklung Europische Akademie des rheinland-pflzischen Sports/ Institut fr SportstttenentwicklungVon Stefan Henn

    (dosb umwelt) Sport und Bewe-gung befinden sich in stetigem Wandel. Vernderungen im Sport- und Freizeitverhalten der Bevlkerung, die Auswir-kungen des demografischen Wandels sowie Entwicklungen

    in der Schullandschaft wie durch die Ganztagsschule verndern die Anforderungen an die Sport- und Bewegungsrume vor Ort. Gleichzeitig rcken wirt-schaftliche und umweltbewusste Betriebskonzep-te verstrkt in den Mittelpunkt einer nachhaltigen Sportstttenentwicklungsplanung. Das Institut fr Sportstttenentwicklung (ISE) an der Europischen

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  • Umwelt- und Klimaschutz im Sport

    Akademie des rheinland-pflzischen Sports in Trier ist seit einem Jahr zentraler Ansprechpartner fr Sportvereine und Kommunen in Fragen der Sport- und Sportstttenentwicklung. In der tglichen Arbeit des ISE mit den Sportvereinen und Kommunen vor Ort begegnen den Sportentwicklern immer hufiger Fragen nach umweltbewussten Umsetzungsmglichkeiten bei Sanierung, Bau und Betrieb von Sportsttten. Viele Kommunen und Vereine sind als Trger von Sportstt-ten bereits fr die Thematik sensibilisiert. Vielerorts fin-den umweltschonende Baustoffe bereits Verwendung. Bei der Planung von Sportstttenkonzepten sollten Umweltbelange immer bercksichtigt werden. Der Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz hat dafr ein ko-Check-Angebot entwickelt.

    In Offenbach an der Queich fhrt das ISE gemeinsam mit der Verbandsgemeinde (VG) Offenbach grofl-chige Befragungen durch, um damit das Sportstt-tenangebot in den einzelnen Ortsgemeinden an den tatschlichen Bedarf aus Sportvereinen, Schulen und Bevlkerung rckzubinden. Ein besonderer Schwer-punkt liegt dabei auf dem Queichtalbad. Die Schwimm-bad- und Brauchwassererwrmung des Queichtal-bades erfolgen CO2-neutral, da die Strommenge fr den Wrmepumpenbetrieb ber die nahegelegenen Photovoltaik-Anlagen auf dem Feuerwehrhaus und der angrenzenden Sporthalle, der Queichtalhalle, erzeugt werden. Durch die stetige Erneuerung und den Ausbau umweltschonender Technologie wurde die Effizienz der Sportanlagen weiter gesteigert. So konnte durch die nchtliche Abdeckung der offenen Wasserflchen mit schwimmenden Folien ein Einspareffekt von rund 50 Prozent erzielt werden. Durch die Abdeckung und den Absorbereinsatz knnen die Beckenwassertempera-turen weiter angehoben werden, was die Attraktivitt des Bades fr Sport- und Freizeitschwimmer weiter gesteigert hat.

    Das Projekt in Offenbach ist nur eines der zahlreichen Sportentwicklungsvorhaben, die durch das ISE derzeit betreut werden. Nach nur einem Jahr hat sich das Insti-tut als kompetenter und praxisorientierter Partner der Sportvereine und Kommunen in Fragen der Sport- und Sportstttenentwicklung fest etabliert. Neben gro-flchigen Planungen auf Ebene der Stdte, Landkreise und Verbandsgemeinden bietet das ISE auch kleineren Gemeinden und Sportvereinen ein kompetentes, pra-xisnahes und kostengnstiges Serviceangebot zu allen Fragen der Sportstttenentwicklung. Erstberatungen und Ortsbegehungen sind kostenfrei.

    Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Fachwissenschaftlern Prof. Dr. Eike Emrich (Universitt des Saarlandes), Prof. Dr. Lutz Thieme (Hochschule Koblenz/Remagen), dem LSB, dem Sportministerium und den regionalen Sportbnden sorgt fr die fachliche Kompetenz und den direkten Kontakt zu Fachabtei-lungen und Entscheidern. Das ISE mchte mit seinen Analysen und Gutachten dazu beitragen, Sport- und Bewegungsrume fr mglichst alle Bevlkerungs- und Altersgruppen nutzbar zu machen. Dabei stehen nied-rigschwellige Bewegungsangebote, ressortbergrei-fende Konzepte sowie das Nebeneinander von Schul-, Leistungs- und Breitensport bei der Sportstttenpla-nung im Mittelpunkt.

    Seit Anfang 2016 knnen Kommunen und Sportvereine mit der Neuauflage der Verwaltungsvorschrift zur Frderung des Baus von Sportanlagen profitieren. Dies rckt generationenbergreifende Sportanlagen und den Umbau von Dorfgemeinschaftshusern zu sportli-chen Zwecken in den Fokus.

    L Kontakt: Europische Akademie des rheinland- pflzischen Sports, Institut fr Sportsttten- entwicklung (ISE), Stefan Henn, [email protected], www.ise-rlp.de

    Vereine fr vorbildliche Sportanlagenpflege ausgezeichnetSportbund Pfalz

    (dosb umwelt) Der Sportbund Pfalz belohnt die Anstrengun-gen seiner Sportvereine, ihre Anlagen und Sportsttten in

    Schuss zu halten und attrak- tiv zu gestalten. 15 Sportverei-ne wurden auf einer Fachmes-

    se fr Sportstttenbau ausgezeichnet. Weit mehr als die Hlfte der 2.100 pflzischen Sportvereine verfgen ber eigene Vereinsanlagen. Neben dem eigentlichen Sportangebot und Wettkampfbetrieb ist die Sportan- lagenpflege eine bedeutende Aufgabe. Denn die Sport-anlagen sind nicht nur Heimstatt fr die Mitglieder, in der sie sich wohl fhlen sollen, sondern es sind auch Aushngeschilder fr die Vereine, weil sie oft auch

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    gerade in lndlichen Gebieten Orte gesellschaftlicher Veranstaltungen sind. 2014 wurden erstmals Verein-sanlagen im Rahmen einer Jahresaktion gewrdigt. Auf Vorschlag der Sportkreisvorsitzenden wurden jetzt wieder 15 Vereine fr ihre vorbildliche Sportanlage ausgezeichnet. Mit dieser Aktion mchten wir auf die Bedeutung der Vereinsheime und Clubgelnde als wichtige Veranstaltungsorte fr unsere Gesellschaft hinweisen und all denen danken, die sich tagtglich um ihre Anlagen kmmern, sagte Dieter Noppenberger, Prsident des Sportbundes Pfalz, bei der bergabe von je 500 Euro und einer Urkunde.

    Unter den Preistrgern ist beispielsweise der Sport-verein Erlenbach im Sportkreis Germersheim. Hier steht das Thema Energieeinsparung hoch im Kurs. Im Clubhaus wurde ein Blockheizkraftwerk installiert, um mglichst kosteneffizient zu heizen und Warmwasser fr den regelmigen Spiel- und Trainingsbetrieb bereit zu halten.

    Auch beim Preistrger SV Herxheimweyer aus dem Sportkreis Sdliche Weinstrae fhrte ein ko-Check zur Sanierung der Heizungsanlage und des Dachs so-wie zur Installation einer Solaranlage.

    Dieter Noppenberger, Gerd Mhldorfer (1. Vorsitzender), Alois Herrmann

    (Sportkreisvorsitzender)

    Beim Fuballverein Olympia Ramstein im Sportkreis Kaiserslautern-Land wurde das komplette Sportheim nach einem ko-Check umfangreich saniert.

    Dieter Noppenberger, Ralf Hechler (Vorstand Sport), Wilfried Heske

    (Sportkreisvorsitzender)

    L Weitere Informationen ber: Sportbund Pfalz, Asmus Kaufmann, T +49 631 34112-35, [email protected]

    Bndnis Klimaschutzplan 2050 fordert nationale Klimaschutzziele zu verschrfen

    (dosb umwelt) Ein breites Spektrum von mehr als 40 Organisationen appelliert an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschrfen und dies gesetzlich festzuschreiben. Fr das Jahr 2050 msse das deutsche Klimaschutzziel auf mindestens 95 Pro-zent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 angehoben wer-den. Dies erforderten die Pariser Klima-Beschlsse, mit denen sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwrmung auf deutlich unter 2 Grad, und wenn mglich unter 1,5 Grad Celsius, geeinigt hat. Derzeit liegt das deutsche Klimaziel fr das Jahr 2050 bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion. In einem in Berlin vorge-stellten Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft heit es, dass ein ambitionierter Klimaschutzpfad nur eingeschlagen werde, wenn Deutschland sein Reduk-tionsziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 erreicht. Dafr sei auch ein zustzliches Abschalten von Braun-kohlekraftwerken notwendig.

    Mit ihren Vorschlgen wollen die Organisationen der Bundesregierung einen national und international an-gemessenen Rahmen fr deren Klimaschutzplan 2050 setzen. In ihrem Papier analysieren die Verfasser des Klimaschutzplans 2050 der Zivilgesellschaft smtliche relevanten Bereiche, von der Energiewirtschaft ber den Verkehr, die Industrie, den Handel und den Gebudebe-reich bis zur Landwirtschaft. Zu den Unterzeichnern ge-hren Umweltverbnde wie Greenpeace, der WWF, der Bund fr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch und der Verkehrsclub Deutschland sowie

    Dieter Noppenberger, Norbert Weber (1. Vorsitzender, Jrgen Rehm

    (Sportkreisvorsitzender)

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    Umwelt- und Klimaschutz im Sport

    die Entwicklungsorganisationen Misereor, Brot fr die Welt, Islamic Relief Deutschland und Oxfam, die Evan-gelische Kirche der Pfalz, die Nordkirche und viele mehr.

    L Der Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft ist abrufbar unter: www.bund.net/pdf/klimaschutzplan_2050

    Handball-Projekt in Sdafrika klrt ber Klimawandel auf

    (dosb umwelt) Eine klimaneutrale Handball-Turnier- Serie will in Sdafrika Jugendliche aus verschiedenen Kulturen durch Sport zusammenbringen und ihr Be-wusstsein fr Umweltthemen strken. Dahinter steht Play Handball, eine Organisation, die die Sportart Handball nutzt, um einen positiven Wandel fr Kinder und Gemeinden in Sdafrika zu erreichen. Durch das Handball spielen sollen soziale Kompetenzen gestrkt werden und insbesondere Mdchen gefrdert werden, weil sie es sind, die in aller Regel zu einer aufgeschlos-senen Gesellschaft ohne geschlechter-bezogene, rassis-tische oder soziale Grenzen beitragen. Play Handball stellt das Wissen zur Verfgung, wie Handball mit Life Orientation verbunden und wie der Sport in Schulen eingefhrt werden kann. Untersttzt werden lokale Organisationen und Schulen mit Ausrstung und frei-willigen Helfern, die diesen Ansatz implementieren.

    Ziel der Turniere ist es, die Jugendlichen ber die Um-welt zu informieren, Klimawandel und Umweltproble-me zu adressieren und ber Recycling und nachhaltige Lebensweisen aufzuklren. Diese Themen wurden als eine konkrete Aufgabe an die Teams gestellt. Zum einen wurden die Teams aufgefordert, im Vorfeld des Turniers Ideen zu entwickeln, wie sie zu einer gesunden Umwelt in ihrer Gemeinde beitragen knnen. Dies kann von Aktionen zum Mllsammeln bis zur Wiederverwer-tung von Materialen gehen. Was die Teams machen, ist ihnen frei gestellt. Die kreativste Idee wird mit dem Green Award ausgezeichnet und dem Gewinner wird ein Baum von der Umwelt-Organisation Greenpop.org bergeben. Auerdem gibt es einen Eco-Trail mit spannenden Aufgaben. Nach erfolgreicher Teilnahme knnen tolle Preise gewonnen werden.

    L Partner dieses Projekts sind die Deutsche Interna- tionale Schule in Kapstadt, die Konrad-Adenauer- Stiftung (KAS), der Deutsche Handballbund (DHB) und die Deutsche Sporthochschule Kln (DSHS).

    L Weitere Informationen unter: www.play-handball.org; www.facebook.com/ playhandballza; [email protected]; [email protected]

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    DOSB-Vizeprsident Schneeloch fordert Nationale Allianz SportraumentwicklungDeutscher Olympischer Sportbund

    (dosb umwelt) Walter Schneeloch, Vizeprsident Spor-tentwicklung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), forderte auf der Fachveranstaltung Sportstt-ten- und Sportraumentwicklung in Dortmund eine Nationale Allianz Sportraumentwicklung mit dem Ziel, mehr in die ffentlich genutzten Sportrume zu in-vestieren. Deutschland vernachlssige seine ffentlich genutzte Infrastruktur, sagte Schneeloch, Sportanlagen wrden auf Verschlei gefahren. Die vielfltigen ffentlichen Frderinitiativen von Lndern und Kom-munen seien zwar anerkennenswert, sie reichten jedoch bei weitem nicht aus. Der DOSB-Vizeprsident schlgt deshalb eine gemeinsame Plattform vor, an der der jeweilige Vorsitz der Sportministerkonferenz, DOSB, Deutscher Stdtetag und Deutscher Stdte- und Gemeindebund sowie weitere Fachkreise teilnehmen sollen. Angesichts des groen Problems, aber auch vieler innovativer Anstze der Vereine msse strategi-scher und enger zusammengearbeitet werden, betonte Schneeloch.

    Sportsttten sollten beispielsweise strker im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung bedacht werden, au-erdem soll viel mehr der gesamte kommunale Raum als Sportraum begriffen werden, ohne sich immer auf die klassischen Sportsttten zu begrenzen. Schlielich ist auch eine bessere Zusammenarbeit auf Bundes- ebene erwnscht. Dabei setzt sich der DOSB auch fr ein Frderprogramm des Bundes zur Sanierung der rund 1.000 Sporthallen ein, die derzeit bundesweit zur Flchtlingsunterbringung genutzt werden.

    L Das Gruwort von Walter Schneeloch ist zu finden unter: www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/downloads/ Reden/Rede-Schneeloch-SMKSportstaetten.pdf

    VfL Wolfsburg ist nachhaltig

    (dosb umwelt) Der VfL Wolfsburg wurde als erster Bundesligaverein nach Nachhaltigkeitskriterien im Profisport gem sustainclub von der Prfungsgesell-schaft DEKRA bewertet und hat mit 274 von 344 mgli-chen Punkten die Auszeichnung Gold erhalten.

    Wir freuen uns sehr ber die Auszeichnung Gold, die wir als erster Bundesligaverein entgegen nehmen dr-fen, sagt VfL-Geschftsfhrer Thomas Rttgermann. Nachhaltigkeit spielt beim VfL bereits seit geraumer Zeit in allen Bereichen eine tragende Rolle, jeder Mitar-beiter trgt mit seinem tglichen Engagement zum Er-reichen unserer Ziele bei. Dieses Siegel besttigt unsere gute Arbeit und untersttzt unser Bestreben, uns immer weiter zu verbessern, sagt Rttgermann. Der sustainclub-Kriterienkatalog wurde von der Orga-nisation sustainable///sports, Basel, gemeinsam mit Experten der Prfungsgesellschaft DEKRA, Stuttgart, entwickelt. Das System hilft den Clubs, Nachhaltigkeit im Sport als businesscase zu behandeln, Manahmen in diesem Bereich zu identifizieren und umzusetzen, die Leistung des Clubs in Bezug auf Nachhaltigkeit zu evaluieren und die sich daraus ergebenden Vorteile zu nutzen. Der Kriterienkatalog umfasst rund 180 Bewertungs-felder und orientiert sich dabei an internationalen Initiativen und Standards wie der Global Reporting Initative, der ISO 26000 und der SA 8000. Bei der ber-prfung des VfL Wolfsburgs durch die Auditoren wurden verschiedene Nachhaltigkeitskriterien wie Umwelt und Emissionen, Management und Strategie, Energie, Stakeholder und Soziales betrachtet und nach einem Ampelsystem bewertet.

    L Weitere Informationen zum Label sustainclub sind zu finden unter: www.sustainablesports.ch sustainable///sports bert Sportstttenbetreiber, Sport-Clubs, Sport-Events, Tourismusdestinationen sowie Stdte und Gemeinden im Bereich Nachhal-tigkeit und Sport und setzt eigene Projekte um.

    SP RT UND NACHHALTIGKEIT

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    Sport und Nachhaltigkeit

    Rio 2016: Nachhaltigkeit fr Olympia Von Enrique Zaragoza

    (dosb umwelt) Unter dem Motto Embrace Rio (Rio aufgreifen) hat das Nachhaltigkeitsteam von Tania Braga, Head of Sustainability Rio 2016, eine interessan-te Nachhaltigkeitsstrategie auf die Beine gestellt. Die drei Sulen und Schwerpunkte dieser Strategie sind:

    1. People Games for all: Engagement, Sensibilisie-rung, Barrierefreiheit, Vielfalt und Inklusion2. Planet Reduced Environmental Footprint: Trans-port und Logistik, Naturschutz und kologische Erho-lung, nachhaltiges Bauen und Abfallmanagement3. Prosperity Responsible and transparent Manage-ment: nachhaltige Lieferkette, Management und Reporting

    Die Olympischen Spiele zu organisieren, ist vor allem eine logistische Herausforderung. Das Organisations- komitee muss laut eigener Schtzung circa 30 Millio-nen Gegenstnde fr die Veranstaltung kaufen oder mieten. Whrend der Spiele werden 14 Millionen Mahl-zeiten zubereitet dazu werden ungefhr 6.000 Tonnen Lebensmittel bentigt.

    Die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 wer-den laut der Prognose des Organisationskomitees etwa 3,6 Millionen Tonnen CO2-quivalente verursachen. Das ist genau so viel, wie durch die Nutzung von 32 Milli-onen Handys in einem Jahr entstehen. Die Stadt Rio verursacht 25 Millionen Tonnen CO2-quivalente pro Jahr, Berlin 20,7. Die An- und Abreisen der Zuschauer verursachen den grten Teil, nmlich rund 39 Prozent des Gesamtreferenzszenarios. Circa 15 Prozent des Pub-likums werden von auerhalb Brasiliens anreisen.

    L Mehr unter: www.nachhaltigersport.com/2016/04/17/ nachhaltigkeitsstrategie-der-olympischen-spiele- rio-2016/ und Enrique Zaragoza, T +49 176 841 57526

    L Weitere Informationen: www.olympic.org/news/rio-2016-organisers- receive-sustainability-certification/247862

    Chefsache Nachhaltigkeit: vom richtigen Stadtklima fr SportlerVon Dr. Alexandra Hildebrandt

    (dosb umwelt) Das richtige Stadtklima ist nicht nur eine Frage der entsprechenden Infrastruktur fr den Verkehr, der Versorgung oder des Energie- und Abfallmanage-ments. Es wird vor allem von Menschen beeinflusst, die die Herausforderungen der Gegenwart als Chancen begreifen und die richtigen Rahmenbedingungen fr nachhaltiges Handeln schaffen. Fr die (Ober)Brgermeister sind vor allem ausgeglichene Haushalte

    und der Schuldenabbau zugunsten kommender Ge-nerationen ein zentrales Anliegen. Es ist notwendig, dass sie Nachhaltigkeit zur Chefsache machen und das Anliegen in alle Verwaltungsbereiche und in die kommunalen Unternehmen und Organisationen tra-gen. Dabei ist es besonders wichtig, die Gesellschaft mit einzubeziehen, vor allem auch um Verstndnis fr erforderliche Manahmen aufzubauen. Fr eine Entlastung der steigenden Kosten von Sozialsttten muss gesellschaftliches Engagement zuknftig einen hheren Stellenwert einnehmen.

    Worauf es ankommt, ist die Vernetzung aller ver-antwortlichen Institutionen und Personen vor Ort. Nachhaltigkeit wird damit zu einem wichtigen Stand-ortvorteil fr Kommunen und sichert deren Wettbe-werbsfhigkeit. Sie schafft neue Arbeitsfelder, strkt die Innovationskraft einer Region, bietet einen attraktiven Investitionsraum fr Unternehmen und steigert zudem die Lebensqualitt. Oft wird in den Medien der Eindruck vermittelt, dass es bei einer smarten, also intelligenten Stadt, lediglich darauf ankommt, alles miteinander zu vernetzen: Straenlaternen gehen nur dort an, wo Bewegung ist, Elektroautos laden sich mit Solarenergie auf, sobald sie unter dem Carport stehen, Haushalte erzeugen ihre Energie mit Solar- und Brennstoffzellen. Eine smarte Stadt macht das Leben einfacher aber sie hrt nicht bei Energieeffizienz, Klimaschutz oder in-termodaler Mobilitt auf. Sie schafft auch Arbeits- und Bildungsangebote, verbessert die Gesundheitsversor-gung und beteiligt die Brger bei der Mitgestaltung und sie integriert den Sport. Dabei geht es nicht nur um Aktivitten, sondern auch den Sportstttenbau und seine nachhaltige Einbindung in Gesamtkonzepte. All das schafft eine hhere Lebensqualitt fr Bewohner und bessere Rahmenbedingungen fr Unternehmen und (Sport)Organisationen.

    Sport reicht ber das eigene Leben hinaus und fhrt dazu, sich mit etwas Grerem verbunden zu fhlen, das auf der Bejahung des Lebens grndet. Es geht um Antrieb, Sehnsucht und die Frage, worauf wir eigentlich alle zulaufen jenseits von Ziellinien. Der Marathonlufer Matthias Politycki hat darber ein Buch geschrieben: 42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken ist ein Pldoyer fr mehr Gemeinschaftsgefhl, das frher selbstverstndlich war und heute wieder neu eingefordert werden sollte. Matthias Politycki nimmt den Leser unter anderem mit nach London, New York, Island und zum Kilimandscha-ro. Dabei verbindet er Kommentare und Reflexionen ber unsere Gegenwart mit persnlichen Anekdoten aus seinem Leben als Sportler.

    Etwa 20 Millionen Deutsche laufen regelmig nicht nur, um abzunehmen, sondern auch, um wieder klare Gedanken zu fassen und innerlich aufzurumen. Der Vergleich zwischen Marathon und Leben liegt im besten Wortsinn auf dem Weg geht es doch letztlich

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    darum, mit Freude auf der Strecke navigationsfhig zu sein.

    Smarte Stdte verbinden diese Entwicklung: Marathon-lufe in Grostdten werden national und internatio-nal immer beliebter. Fr mich gibt es nichts Schneres, als in Stdten oder am Wasser zu laufen. Am tollsten ist es natrlich, wenn sich beides verbindet. Meine Lieb-lingsstrecke in Berlin fhrt an der Spree entlang zwi-schen Reichstag und Schloss Bellevue. Ganz grandios ist es natrlich, in Stdten wie Sydney, Vancouver oder Barcelona zu laufen!, sagt die Sportwissenschaftlerin und Sonderpdagogin Tanja Walther-Ahrens. Sie wuchs

    in Hessen in lndlicher Idylle mit Khen und rundem Le-der auf. Nach mehrmaligem Gewinn der Meisterschaft der Landesverbnde mit dem hessischen Auswahlteam in den 80er-Jahren erfolgte nach dem Abitur und mit kleinen Umwegen der Umzug nach Berlin. Sie kann auf eine erfolgreiche Karriere in der Bundesliga von 1992 bis 1994 bei Tennis Borussia Berlin zurckblicken. Es folgte eine sportliche Herausforderung in den USA durch ein Sport-Stipendium am William Carey College, Missis-sippi von 1994 bis 1995. Danach spannende Jahre bei Turbine Potsdam in der Bundesliga von 1995 bis 1999. Von 2011 bis 2013 leitete sie die Arbeitsgruppe Bildung als Teil der Kommission Nachhaltigkeit des Deutschen Fuball-Bundes. Heute ist sie immer noch leidenschaft-liche Fuballerin in der Berliner Landesliga beim SV Seitenwechsel. 2008 erhielt sie den TOLERANTIA-Preis, 2011 den Augsburg-Heymann-Preis und den Zivilcoura-ge-Preis des Berliner CSD.

    Fr sie ist es fantastisch, beim Marathon durch eine Stadt zu laufen. Laufen ist fr sie eine gute Mglichkeit, die Seele aktiv baumeln zu lassen und durchzuatmen. Gleichzeitig gibt das Laufen Energie, die wir ja in stressigen oder angespannten Phasen auch hufig ver-lieren. Es gibt also gute Grnde dafr, warum Laufen heute Volkssport Nummer Eins ist.

    L Literaturhinweis: Matthias Politycki: 42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2015.

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    Natrliche Umwelt und Sporttreiben in der Stadt

    (dosb umwelt) Das Bun-desumweltministerium und das Bundesamt fr Naturschutz (BfN) haben die Studie Naturbewusstsein 2015 Bevlkerungsumfrage zu Natur und biologischer Vielfalt vorgestellt. Die Na-turbewusstseinsstudie ent-hlt erstmals reprsentative Daten zum Thema Stadtna-tur. 94 Prozent der Befrag-ten sind der Meinung, Natur solle mglichst in allen

    Teilen der Stadt zugnglich sein. Die Daten zeigen, dass gerade einkommensschwache und ltere Menschen die Stadtnatur besonders hufig nutzen. Fr 46 Prozent der Befragten ist die Stadt mit ihren Naturrumen sehr wichtig als Raum fr Sport und Bewegung. Insbesonde-re fr jngere Menschen sind Bewegung und sportliche Aktivitten sehr bedeutend. Mit Stadt und Natur assoziieren die Befragten darber hinaus hufig Orte fr Sport und Bewegung, sagte BfN-Prsidentin Beate Jessel bei der Vorstellung; die Naturbewusstseinsstudie zeige deutlich, dass die Natur fr die Bevlkerung eine sehr wichtige Rolle spiele und fr die Menschen eine hohe persnliche Bedeutung habe.

    Bundesumweltministerin Hendricks hlt Stadtnatur fr eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, denn immer mehr Menschen wollten die Natur nicht missen. Wir wollen darum dabei helfen, die Siedlungen grner zu machen mit Stadtparks und Straenbepflanzungen, aber auch durch die Begrnung von Fassaden und Dchern oder die Frderung von 'urban gardening' oder interkulturellen Grten, sagte sie.

    L Ein Informationspapier mit wesentlichen Aussagen der Naturbewusstseinsstudie ist hier zu finden: www.bmub.bund.de/N53019

    L Die komplette Studie zum Download hier: www.bmub.bund.de/N53020

    L Informationen zur Naturschutz-Offensive des BMUB: www.bmub.bund.de/naturschutz-offensive_2020/

    L Weitere Informationen zum Thema Grn in der Stadt: www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/gruen-in-der-stadt/

    Dokumentation Stakeholder-Dialoge im Sport Von Hans-Joachim Neuerburg, Sport mit Einsicht e.V.

    (dosb umwelt) Die Dokumentation des 22. Symposiums zur nachhaltigen Sportentwicklung zum Thema Stakeholder-Dialoge im Sport wird im Juni als Heft 34 in der Schriftenreihe Sport und Umwelt des DOSB verffentlicht. Fr Organisationen gewinnen Dialog-prozesse mit den verschiedensten Interessensgrup-pen beziehungsweise Stakeholdern immer mehr an Bedeutung vor allem im Hinblick auf die Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung auch als Corporate Social Responsibility, kurz CSR, bezeichnet. Sie signa-lisieren Verantwortung gegenber Gesellschaft und Umwelt, einen prventiven Umgang mit Risiken sowie eine offenere und kommunikativere Organisationskul-tur. Dies gilt auch fr den Sport. Sportorganisationen mssen zunehmend ihre Ansprche mit anderen Interessengruppen abstimmen und ausbalancieren. Rechtliche Regelungen allein bieten hierfr nicht immer eine ausreichende Grundlage. Fr die notwendige Ak-zeptanz von Lsungen spielen daher Dialog-Prozesse im Sport eine immer bedeutendere Rolle.

    Das Spektrum von Dialog-Themen im Bereich des Sports ist breit. Es reicht von Themen von zentraler Bedeutung wie die Vereinbarkeit von Sport und Natur-schutz, die Standortwahl und der Betrieb von Sport-sttten oder die Durchfhrung von Sport(gro)veran-staltungen ber weitere Handlungsfelder wie z.B. Sport und Gesundheit oder Sport im Alter bis hin zu Fragen der Dopingprvention oder Integration. Erfahrungen mit Stakeholder-Dialogen in ausgewhlten Themen-feldern sowie deren Chancen, Potenziale und Grenzen standen im Mittelpunkt des 22. Symposiums zur nach-haltigen Sportentwicklung, das in Zusammenarbeit

    VERFFENTLICHUNGEN UND MULTIMEDIA

    SERVICE

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    von DFB, DOSB und Sport mit Einsicht e.V. veranstaltet wurde. Hieran anknpfend wurden Anforderungen fr strategisch ausgerichtete Dialog-Prozesse von Spor-torganisationen formuliert und Impulse zur strkeren Verankerung dieser Prozesse in der Verbandspraxis entwickelt.

    L Bezug: Deutscher Olympischer Sportbund, Ressort Breitensport, Sportrume, T +49 69 6700-278, [email protected], www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportstaetten-umwelt-und-klimaschutz/service/downloads/umwelt-und-klimaschutz

    DAV-Jahresbericht erschienen

    (dosb umwelt) Der Deutsche Alpenverein hat seinen Jahresbericht vorgelegt. Abgebildet und kompakt zusammengefasst sind dort die wichtigsten Themen, Projekte und Veranstaltungen.

    L Mehr unter: www.alpenverein.de/presse/hintergrund-info/jah-resbericht-2015_aid_17051.html

    CIPRA Jahresbericht mit Personalien

    (dosb umwelt) Welche Rolle die internationale Alpen-konvention fr die alpenweite Zusammenarbeit heute spielt und knftig spielen knnte, zeigt CIPRA Interna-tional im aktuellen Jahresbericht auf. So hat sich die

    Alpenkonvention, nicht zuletzt dank Vermittlung der CIPRA, der Jugend geffnet. Andere Herausforderungen harren indes einer Lsung und sind heute akuter denn je: Der Klimawandel beispielsweise stellt gngige Wirt-schafts- und Tourismusmodelle in Frage. Gleichzeitig wird berichtet, dass bei der Nichtregierungsorgani-sation mit Sitz in Liechtenstein ab August 2016 der erst knapp 30-jhrige Andreas Pichler die Leitung der Geschftsstelle in Schaan bernehmen wird.

    L Der Jahresbericht kann bei CIPRA International angefordert werden unter T +423 237 5353; [email protected] oder www.cipra.org/jahresberichte

    Fahrtziel Natur-Reisefhrer erschienen

    (dosb umwelt) Ob alpine Trekkingtouren oder sanfte Kanufahrten in den Fahrtziel Natur-Gebieten warten sport-liche Erlebnisse in beeindru-ckender Natur. Die Koopera-tion Fahrtziel Natur wird von den drei Umweltverbnden BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn gemein-sam getragen. Seit 15 Jahren setzen sie sich dafr ein, ein-zigartige Naturlandschaften in Deutschland, der Schweiz und sterreich umweltfreund-

    lich erlebbar zu machen. Gemeinsam mit 22 Fahrtziel Natur-Gebieten leistet die Kooperation einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und wurde bereits zweimal als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

    Aktive Naturerlebnistipps halten die Fahrtziel Na-tur-Medien bereit: Einen berblick ber die Vielfalt der Reiseziele und Tipps zur klimaschonenden Anreise und Mobilitt vor Ort bietet die Fahrtziel Natur-Broschre Naturschtze umweltfreundlich erleben. Im Reisefh-rer Fahrtziel Natur werden ausgewhlte Touren in allen Gebieten von den Alpen bis ans Wattenmeer vorge-stellt. Auerdem gibt es dort konkrete Informationen zur umweltfreundlichen Mobilitt, bernachtungsmg-lichkeiten sowie Hinweise auf sportliche Aktivitten und kulturelle Anziehungspunkte.

    CIPRA InteRnAtIonAl jahresbericht 2015

    Der VernDerung auf Der spur

    Die Internationale Alpenschutzkommission

    CIPRA ist eine gemeinntzige, nicht-

    staatliche Dachorganisation mit nationalen

    und regionalen Vertretungen in Deutsch-

    land, Frankreich, Italien, Liechtenstein,

    sterreich, Slowenien und der Schweiz.

    Sie vertritt rund 100 Verbnde und

    Organisationen. Die CIPRA arbeitet fr

    eine nachhaltige Entwicklung und setzt

    sich ein fr das Natur- und Kulturerbe,

    fr die regionale Vielfalt und fr Lsungen

    grenzberschreitender Probleme in

    den Alpen. Sie wurde am 5. Mai 1952

    gegrndet und hat ihren Sitz in Schaan

    im Frstentum Liechtenstein.

    w w w . c i p r a . o r g

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    Service

    L Bezug: Fahrtziel Natur Der Reisefhrer zu 22 Naturschtzen in Deutschland, sterreich und der Schweiz, 240 Seiten, 198 farbige Abbildungen, 27 Karten, ISBN: 978-3-7616-2925-3, 14,95 , online erhltlich hier: http://bachem.de/verlag/710; Mehr unter: www.fahrtziel-natur.de/reisefuehrer

    Angebote rund um den Wald

    (dosb umwelt) Wald und Natur aus einem ganz ande-ren Blickwinkel kennenzulernen, ermglicht die Platt-form www.treffpunktwald.de. Dort angeboten werden Vogel- oder Pilzwanderungen, Nordic-Walking Touren, Survival-Camps fr die Kleinen und vieles mehr. Vielfl-tige waldpdagogische Angebote, die sich an Familien, Schulen oder Vereine richten, sind unter www.in-den-wald.de zu finden.

    RWE startet Projekt E-Bikes on Tour

    (dosb umwelt) RWE Deutschland verleiht unter Titel E-Bikes on Tour wieder seine hellblauen Elektrorder an Kommunen im Versorgungsgebiet von Nord-rhein-Westfalen, Niedersachen und Rheinland-Pfalz. Darber hinaus stehen zahlreiche Events rund um das Thema E-Bikes auf dem Programm. Seit dem Start von E-Bikes on Tour im Jahr 2010 hat das Unternehmen im Rahmen von Sponsorings 781 Rder an Kommunen bergeben; insgesamt 359 Ladestationen warten darauf, kostenlos angezapft zu werden. Neben Stdten und Kommunen zeigen auch ltere Verkehrsteilnehmer groes Interesse am Thema E-Bikes. Seit 2012 bietet RWE Deutschland spezielle Seniorentrainings zum Bei-spiel in Essen an im vergangenen Jahr waren die 120 Teilnehmerpltze schnell ausgebucht.

    L Mehr unter www.rwe-ebikesontour.de

    Deutsche Umwelthilfe schreibt Medienpreis fr Umwelt 2016 aus

    (dosb umwelt) Mitte November 2016 werden wieder herausragende journalistische und schriftstellerische Leistungen in der Umweltberichterstattung durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gewrdigt. Der Um-welt-Medienpreis ehrt Autorinnen und Autoren, die sich mit der Zukunft der Erde, mit Chancen und Risiken knftiger Entwicklungen fr Mensch und Natur ausein-andersetzen und die viele Menschen fr die Bewahrung der Natur begeistern.

    Der nicht-dotierte Preis wird in den Kategorien Printmedien, Hrfunk, Fernsehen und Online an Jour-nalisten, Filmemacher, Redakteure, Umweltgruppen, Autoren und Verleger verliehen, die in beispielhafter Weise das Bewusstsein fr Umweltgefahren schrfen, umweltbezogene Fragestellungen lsungsorientiert darstellen und Umwelt- und Naturthemen publikums-gerecht vermitteln. Geehrt werden auerdem Beitrge, die Handlungsanreize fr den Umwelt-, Natur- und Artenschutz schaffen, Pionierleistungen im Bereich des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes bekanntmachen oder dem Verbraucherschutz zu einem hheren Stellen-wert verhelfen.

    L Mehr: Die Teilnahmebedingungen sind unter http://l.duh.de/ump erhltlich. Nominierungen knnen bis 30. Juni 2016 unter www.duh.de/nominierung.html oder auf dem Postweg eingereicht werden. ber die Vergabe des Preises, den die Telekom Deutschland untersttzt, entscheidet der Bundesvorstand der DUH.

    33. Deutscher Naturschutztag findet in Magdeburg statt

    (dosb umwelt) Der 33. Deutsche Naturschutztag findet in diesem Jahr vom 13. bis 17. September 2016 in Magde-burg statt. In diesem Rahmen werden mehrere Ver- anstaltungen mit Sportbezug angeboten, u.a. am Frei- tag, den 16. September die Module Naturschutz, Touris- mus und Sport und Gesellschaftliche Partner fr den Naturschutz. Am Samstag, den 17. September ist eine natursportliche Exkursion geplant. Der DOSB ist wh-rend des gesamten DNT mit einem Infostand vor Ort vertreten.

    L Mehr unter: www.deutscher-naturschutztag.de/

    VERANSTALTUNGEN

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    DAV-Naturschutztagung findet im Oktober in Grassau statt

    (dosb umwelt) Die Alpenkonferenz, das beschlussfas-sende Organ der Alpenkonvention, findet 2016 unter deutschem Vorsitz in Grassau statt. Gleichzeitig ist Grassau Schauplatz der diesjhrigen Alpenwoche. Dies ist Anlass fr den Deutschen Alpenverein (DAV), seine diesjhrige Naturschutztagung Berge. Umwelt. Zu-kunft vom 14. bis 16. Oktober 2016 auch in Grassau im Chiemgau auszurichten. Die DAV-Naturschutztagung reflektiert im zweijhrigen Rhythmus aktuelle Themen rund um Schutz und nachhaltige Entwicklung in den Alpen und Mittelgebirgen sowie Konzepte zum um-weltgerechten Bergsport. Die Tagung ist regelmig ein wichtiger Impulsgeber fr Zukunftsthemen im DAV. 2016 steht die Zukunft des Alpentourismus im Mittelpunkt der Tagung sowie die Frage, was der DAV zu einer nach-haltigen Entwicklung beitragen kann.

    L Weitere Informationen ber: Deutscher Alpenver-ein, Maximilian Witting, T +49 89 14003-659, [email protected], www.alpenverein.de

    Tagung: Bewegung, Raum und Gesundheit Wechselwirkungen im Spannungsfeld vernderter Lebensbedingungen und Mobilitt

    (dosb umwelt) In der Zeit vom 22. bis 23. September 2016 findet die Jahrestagung der beiden Kommissionen Sport und Raum und Gesundheit der Deutschen Vereinigung fr Sportwissenschaft (dvs) am Institut fr Sport und Sportwissenschaft des KIT in Karlsruhe statt. Gesundheit braucht Bewegung, Bewegung braucht Rume: Neben der physischen Beschaffenheit der Rume haben das sozialrumliche und mentale

    Erleben der Umwelt wesentliche Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten und Wohlbefinden des Menschen. Bewegung, Raum und Gesundheit bedingen sich gegenseitig und stehen in einem wechselseitigen, komplexen Zusammenhang, der eine interdisziplinre Sichtweise auf das Phnomen erfordert. Eine zentrale Herausforderung unserer Zeit besteht darin, unsere Lebens- und Arbeitsrume so zu gestalten, dass Bewegung als zentrales Element eines gesunden und nachhaltigkeitsorientierten Lebens nicht nur mglich ist, sondern gefrdert wird.

    Gemeinsam wollen die Kommissionen Gesundheit und Sport und Raum dieses gesellschaftlich hchst relevante Feld in den Mittelpunkt der nchsten Jahres-tagung in Karlsruhe rcken und disziplinbergreifend diskutieren. Neben Fachvortrgen und Diskussionen in verschiedenen Arbeitskreisen werden auch archi-tektonische Projekte und verschiedene Beispiele aus der Praxis der bewegungs- und gesundheitsbezoge-nen Raumnutzung und -gestaltung vorgestellt. Eine Fachausstellung, in der sich Partner und Sponsoren mit Produkten und/oder Projekten prsentieren knnen, begleitet die Tagung.

    L Weitere Informationen zur Tagung und zur Anmeldung unter : www.sport.kit.edu/dvs-2016/

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    Service

    Fachmesse sportinfra im November in Frankfurt am Main

    (dosb umwelt) Am 16. und 17. November findet in Frank-furt die 6. sportinfra Sportstttenmesse kombiniert mit einer Fachtagung statt. Interessierte Vereins- und Verwaltungsmitarbeiter von Stdten, Gemeinden oder Landkreisen erhalten dort die Mglichkeit, sich ber nachhaltige Sportsttten und Bewegungsrume zu informieren. Das Motto lautet diesmal: Wege zu nach-haltigen Sportsttten und Bewegungsrumen ko-operieren, finanzieren, modernisieren. Themenschwer-punkte der diesjhrigen Messe sind Vereinszentren, Vereinsfusionen und die Verbindung von Schul- und Vereinssport. Vereinsmanagement, Finanzierung und Frderung oder die allgemeine Sportstttenentwick-lung stehen ebenfalls auf dem Programm.

    Die 6. sportinfra wird am 26. November 2016 von DOSB- Vizeprsident Walter Schneeloch und LSB-Vizeprsi-dent Rolf Hocke erffnet.

    L Mehr unter: www.sportinfra.de

    Klimawandel: WWF bietet kostenlose Weiterbildungskurse an

    (dosb umwelt) Wer wissen will, wie man den Kli-mawandel stoppen kann, was die Ursachen fr die menschgemachte Erderwrmung sind und wie unser Klimasystem funktioniert, kann sich jetzt auch online weiterbilden. Massive Open Online Course (MOOC) heit das neue Lernformat und jeder kann sich ab sofort fr den kostenlosen Kurs Klimawandel und seine Folgen anmelden. Los geht es am 9. Mai mit den fhrenden Kpfen der deutschen Klimawis-senschaft wie beispielsweise der DBU-Preistrger Mojib Latif. Gefrdert wird die Manahme von der Robert-Bosch-Stiftung.

    L Mehr unter: www.wwf.de/aktiv-werden/ bildungsarbeit-lehrerservice/mooc-online- vorlesung/inhalte-des-mooc/?platform=hootsuite

    Wege zu nachhaltigen Sportsttten und Bewegungsrumen kooperieren, finanzieren, modernisieren

    sportinfraSportstttenmesse & Fachtagung

    16. und 17. November 2016

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    THE DATE!

  • sportdeutschland.defacebook/sportdeutschland#sportdeutschland

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    Deutschland macht das Sportabzeichen. Mach mit! Alle Infos auf deutsches-sportabzeichen.de

  • Impressum

    Titel: SPORT SCHTZT UMWELT Informationsdienst

    Herausgeber: Deutscher Olympischer Sportbund e. V. Geschftsbereich Sportentwicklung Ressort Breitensport/Sportrume Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt am Main T +49 69 6700-351, -278 F +49 69 6787801 [email protected] www.dosb.de/ssu www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportstaetten-umwelt-und-klimaschutz

    Redaktion: Gabriele Hermani, Andreas Klages, Inge Egli, Jrg Stratmann (v. i. S. d. P.)

    Alle Beitrge sind mit Quellenangaben ausdrcklich zum Abdruck/zur Kopie freigegeben. Der Informationsdienst ist das Umweltforum des Deutschen Olympischen Sportbundes. Die Beitrge geben nicht in jedem Falle die Meinung des Herausgebers und dessen Mitgliedsorganisationen wieder.

    Der Informationsdienst SPORT SCHTZT UMWELT kann auch als Newsletter bestellt werden unter http://dosb-newsletter.yum.de/newsletter/abo.php

    Bildnachweise: DOSB (Titel, Seite 15, 16, 17, 18, 21/links), Privat (Seite 3/oben), DBU (Seite 3/Kasten, 5), BMUB / Sandra Steins (Seite 6), BMUB (Seite 24), KSN (Seite 8, 11/oben rechts), Deutscher Kanu-Verband (Seite 9/oben links), Markus Bcker (Seite 9/unten links), Ticket2nature (Seite 9/unten rechts, 10/oben u. mittig links), DAV (Seite 10/mittig links, 25/oben links), DAV / Marco Kost (Seite 10/unten links), LSB Niedersachsen (Seite 10/rechts, 11/oben links), CIPRA (Seite 11/unten links, 25/unten links), http://ec.europa.eu (Seite 11/rechts), LSB Hessen (Seite 13/links, 28/links, 29), ISE (Seite 13/rechts), Verbandsgemeinde Offenbach a.d. Queich (Seite 14/links), Sportbund Pfalz (Seite 14/rechts), Sportbund Pfalz / Seitz (Seite 19), Dominic Gorin (Seite 20), sustainable sports (Seite 21/rechts), LSB Nordrhein-Westfalen / Andrea Bowinkelmann (Seite 23), Fahrtziel Natur - DB (Seite 25/rechts), DUH (Seite 26/mittig rechts), DNT (Seite 26/unten, 27/oben), DVS (Seite 27/rechts)

    Produktion: Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH www.wvd-online.de

    1. Auflage: 1.500 Stck Juni 2016

    Klimaneutral gedruckt auf 100 % Altpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel

    Print kompensiertId-Nr. 1655568

    www.bvdm-online.de

  • Diese Publikation wurde Ihnen berreicht durch:

    Deutscher Olympischer Sportbund Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt am Main T +49 69 6700-0 F +49 69 674906 [email protected] www.dosb.de

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Informationsdienst Im Fokus: Sport als aktiver Partner auf der „Woche der Umwelt“ Nr. 119 · Juni 2016
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