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Infobrosch¼re: "Risiko Berufsunf¤higkeit: Wenn Pflegen krank macht"

Date post:01-Nov-2014
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Menschen, die im Pflegebereich arbeiten, sind sowohl körperlich als auch psychisch sehr belastet. Eine Broschüre soll informieren, wie Gesundheit geschützt und abgesichert werden kann. Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: finanzen.de" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.
Transcript:
  • 1. Mit freundlicher Untersttzung von: wenn pflegen krank macht Risiko Berufsunfhigkeit
  • 2. Vorwort Vorwort vom Deutschen Pflegeverband Vorbeugen ist besser als leiden Der Pflegeberuf stellt umfngliche Forde- rungen und Heraus- forderungen an die Pflegenden in allen Ver- sorgungsstrukturen wie Krankenhaus, Altenheim und ambulante Pflege. Nicht nur vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit zustzlich hohem Bedarf an Pflegefach- krften, sondern die Lebensqualitt jeder einzelnen Pflegeperson muss im Fokus der Prvention stehen. Mit einem von den jeweiligen Einrichtungs- trgern vorgehaltenen Gesundheits- und Ri- sikomanagement ist es auch mglich, Pfle- gende lnger im Beruf zu beschftigen. Die Reduzierung psychischer und physischer Belastungen und die Ausweitung gesund- heitsfrdernder Aspekte der Arbeit in der Pflege knnen zur Verlngerung der Berufs- verweildauer beitragen. Wesentliche Faktoren zur Berufsunfhigkeit in Pflegeberufen sind Burnout, Rckensch- den, Infektionen sowie Sturzunflle. Mit ei- nem guten betrieblichen Gesundheitsma- nagement bieten sich viele Mglichkeiten der Reduzierung der Risiken von Unfllen, Berufskrankheiten, des Mobbings und Burn- outs. Hierzu gehren altersgerechte Beschf- tigung, Beachtung psychischer Belastungen, rckenschonende Arbeitsweisen sowie Leitli- nien der Dienst- und Arbeitszeitgestaltung. Die umfnglichen Angebote der Berufsge- nossenschaften im Bereich der beruflichen Prvention bieten hervorragende Mglich- keiten in der Beratung zu einer betrieblichen Gesundheitsstruktur. Leider mssen immer noch viele berufser- krankte Pflegefachkrfte um ihr Recht im Rahmen der Anerkennung als Berufserkran- kung kmpfen. Mit dieser Broschre werden die wesent- lichsten Faktoren der Gefhrdung und Mg- lichkeiten der Prvention aufgezeigt. Rolf Hfert Geschftsfhrer Deutscher Pflegeverband Experte fr Pflegerecht Pflege darf nicht krank machen, nur gesunde Pflegende knnen gesund pflegen 2
  • 3. inhaltsverzeichnis INHALTSVERZEICHNIS Vorwort vom Deutschen Pflegeverband 2 ff Vorbeugen ist besser als leiden 2 Wozu dient diese Infobroschre? 4 Dringend gesucht: Kompetente und gesunde Pflegekrfte fr Deutschland 5 ff Jeden Tag werden mehr Pflegekrfte gebraucht 6 Die kranke Pflegebranche: Die Risiken des Pflegeberufes 8 ff Arbeitsbelastungen im ambulanten und stationren Pflegedienst 8 ff Hoher Krankenstand in der Pflegebranche 10 ff Typische Berufskrankheiten von Pflegenden 11 Prvention: Das A und O fr Pflegende 13 ff Vorsorge ist besser als Nachsorge 13 ff Prventionsmanahmen fr Pflegende 14 ff Zusammenarbeit mit der Belegschaft ist unabdingbar 15 Gesetzlicher Schutz: Hilfen bei Arbeitskraftverlust 17 ff Entgeltfortzahlung und Krankengeld 17 ff Volle und teilweise Erwerbsminderungsrente 18 ff Reha vor Rente und Umschulung 19 Teuer, aber wichtig: Private Absicherung fr Pflegekrfte 20 ff Berufsunfhigkeitsversicherung fr Pflegekrfte 20 ff Hohes Berufsunfhigkeitsrisiko in der Pflegebranche 21 ff Alternativen zum privaten Berufsunfhigkeitsschutz 22 Das sagt die Politik... 24 Und nun? Drei Wnsche fr die Pflegebranche 25 Danksagung 27 Impressum 30 3
  • 4. Wozu dient diese Infobroschre?Wozu dient diese Infobroschre? Wozu dient diese Infobroschre? D ie Infobroschre zeigt, was gegen das Ri- siko Berufsunfhigkeit bei Pflegekrften getan werden kann und wie Prvention undeinebessereAbsicherungderPflegenden dazubeitragenknnen,dasssichknftigmehr Menschen fr den Pflegeberuf entscheiden. Jedem, der heutzutage in der Pflege arbeitet, gebhrt groer Respekt. Der Beruf, der Kr- per und Psyche gleichermaen fordert, wird durch den Mangel an Pflegekrften immer stressiger. In vielen Pflegeeinrichtungen fehlt Personal und deutschlandweit wird bereits von einem Pflegenotstand gesprochen, der angesichts der stetig wachsenden Zahl von Pflegebedrftigen in den kommenden Jah- ren zu einem unlsbaren Problem werden knnte. Diejenigen, die heute in der Pflege- branche ttig sind, arbeiten schon jetzt hu- fig am Limit und laufen mitunter Gefahr, fr den Beruf ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Das Risiko, berufsunfhig zu wer- den und die Arbeitswelt krankheitsbedingt schon Jahre vor dem Rentenalter verlassen zu mssen, ist in kaum einer Branche so hoch wie in der Pflege. Fast jeder Dritte hlt nicht bis zum regulren Renteneintritt durch, was vor allem auch daran liegt, dass noch immer zu wenig fr die Gesunderhaltung und die Gesundheitsfrderung in den Pflegeberufen getan wird. Hier ist natrlich die Politik gefragt. Doch bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen liegt auch viel Verantwortung bei den Pflegediens- ten, bei den Pflegeeinrichtungen und bei den Pflegenden selbst. Um die wertvolle Arbeits- kraft der vorhandenen Pflegekrfte langfris- tig zu sichern und den Pflegeberuf fr junge Menschen und Quereinsteiger attraktiver zu gestalten, muss sicher noch so manches getan werden. Ein Blick auf den aktuellen gesetzlichen Schutz und auf die beschrnk- ten Mglichkeiten, die eigene Arbeitskraft privat abzusichern, macht deutlich, dass die Rahmenbedingungen fr Pflegekrfte in Deutschland noch an sehr vielen Stellen ver- bessert werden mssen damit Pflegen in Deutschland nicht krank macht. Die Pflege von alten und kranken Menschen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die hierzulande leider noch immer viel zu wenig Wertschtzung erfhrt. Gut ausgebildete und motivierte Pflegekrfte werden in Deutschland mehr denn je gebraucht, doch der Beruf ist anstrengend und beansprucht die Gesundheit der Pflegenden enorm. 4
  • 5. Dringend gesucht: Kompetente und gesunde Pflegekrfte fr Deutschland Dringend gesucht: Kompetente und gesunde Pflegekrfte fr Deutschland N och zwanzig Jahre spter sollen es neu- esten Berechnungen zufolge sogar 4,5 Millionen Menschen sein, die auf Pflege angewiesen sein werden das wren dann nahezu doppelt so viele wie heute. Aus diesem Grund werden immer mehr Men- schen gebraucht, die kompetent, engagiert und mglichst langfristig pflegen knnen. Schon jetzt ist die Rede von einem Pflege- notstand, vor allem in den Kommunen zittert man bereits vor einer Versorgungslcke in der Pflege. Noch immer entscheiden sich viel zu wenig junge Leute fr die Branche nicht zuletzt wohl auch wegen des eher geringen Ansehens des Pflegeberufes und wegen der vergleichsweise schlechten Bezahlung. Um dem Fachkrftemangel entgegenzuwirken, wird viel Geld in Kampagnen investiert und mehr und mehr Pflegekrfte werden aus dem Ausland rekrutiert. Dennoch mutet die Per- sonalbeschaffung in der Pflege momentan wie ein Kampf gegen Windmhlen an. Laut Die Zahl der pflegebedrftigen Menschen in Deutschland wird in den kommenden Jahren drastisch steigen. Experten schtzen, dass es hierzulande schon im Jahr 2030 rund 3,4 Millionen Pflegebedrftige geben wird. 5 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 2050202920182007 AnteilderBefragten Bentigte Pflegekrfte Tatschliche Pflegekrfte Entwicklung der Versorgungslcke bei Altenpflegekrften bis 2050 Working Sheet der Albert-Ludwigs-Universitt Freiburg
  • 6. Welche Kfz-Versicherungen gibt es?Dringend gesucht: Kompetente und gesunde Pflegekrfte fr Deutschland Leid und Verfall der Menschen, fr die sie sorgen. Das grte Problem der Pflegekrfte ist es, dass der Anspruch der Pflegenden und die Wirklichkeit nichts miteinander zu tun ha- ben, sagt Andreas Westerfellhaus, Prsident beim Deutscher Pflegerat e.V. Die Menschen, die sich fr den Beruf entscheiden, wollen den lteren und den Kranken gern helfen. In ihrem Arbeitsalltag haben sie allerdings kaum Zeit fr diejenigen, fr die sie eigentlich da sein wollen. Unter einer Pflege im Minutentakt, die an- gesichts der wachsenden Zahl von Pflegebe- drftigen und der beschriebenen Personal- situation kaum vermeidbar scheint, leiden am Ende nicht nur die Gepflegten, sondern vor allem auch die Pflegenden. Das zeigt sich unter anderem an den auffllig hohen Jobab- bruchraten insbesondere bei den jngeren Berufseinsteigern sowie bei den lteren Pfle- gekrften, fr die der Rentenbeginn nher rckt. Umso wichtiger ist es, dass alle Betei- ligten die spezifischen Risiken des Pflegebe- rufes ernst nehmen und frhzeitig etwas fr die Gesundheit, die Fitness und auch fr die finanzielle Absicherung der Pflegenden tun. Jeden Tag werden mehr Pflegekrfte gebraucht Die Nachfrage an qua- lifiziertem Personal fr pflege- und betreuungs- bedrftige Personen ist hochundwchstbestn- dig. Im Interview erklrt dem Pflegereport 2030 der Bertelsmann Stiftung werden bereits in fnfzehn Jahren rund 500.000 Vollzeitkrfte in der Pflege feh- len, wenn nicht bald ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. Die zu geringe Zahl der Pflegekrfte in der ambulanten und in der stationren Pflege geht nicht nur zulasten der Pflegebedrftigen, sondern auch zulasten der Menschen, die den Pflegeberuf ausben. An sie werden enorm hohe Anforderungen gestellt, denn schlielich sollen sie tagtglich eine qualitativ hochwertige Pflege gewhr- leisten. Was das im Alltag fr den einzelnen Pfleger und die einzelne Pflegerin bedeutet, knnen Auenstehende nur erahnen: Hoher Zeitdruck, Stress und fortwhrend krperlich anstrengende Ttigkeiten gehren ebenso zu dem Beruf wie psychische Belastungen und die stndige Konfrontation mit Krankheit, 6
  • 7. Welche Kfz-Versicherungen gibt es?Dringend gesucht: Kompetente und gesunde Pflegekrfte fr Deutschland Maik Dietrich, Geschftsfhrer der SunaCare GmbH, warum pflegebedrftige Menschen und deren Angehrige immer hufiger aus- lndische Pflegekrfte in Anspruch nehmen.
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