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TBgesamt.PDFOehrenstöcker Straße 37 © TU Ilmenau, September 2002
Jeder Druck und jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Zustimmung des Referates Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
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erstattet vor dem Konzil am 16.04.2001
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser, allenthalben wird trefflich darüber gestritten, was denn Globalisierung und Internationalisierung sei, mehr noch, welche Konsequenzen aus diesen politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen zu zie- hen seien. Mit der gebührenden Verzögerung, aber nicht zu spät, ist diese Diskussion auch in den deut- schen Universitäten und Akademien angekommen. In dem Ihnen vorliegenden Bericht des Rektorates für den Zeitraum Juni 2000 bis März 2002 spielen beide Begriffe auch unausgesprochen eine große Rolle. Die Technische Universität Ilmenau hat sich seit 1992 fest in der nationalen Hochschullandschaft etabliert. Sie muss jetzt ihren Platz in der internationalen Wis- senschaftsgemeinschaft definieren und besetzen. Dies kann nur gelingen mit einem unverwechselbaren Profil in Lehre und Forschung und mit Menschen, die bereit und fähig sind, in Denken und Handeln scheinbar feststehende Grenzen und Begrenzungen zu überschreiten. Denn in der Tat: Wissenschaft war und ist immer universal; nationale Enge ist ihr nie gut bekommen, wie die deutsche Geschichte gezeigt hat. In kleinen und größeren Schritten hat die TU Ilmenau begonnen, diesen internationalen Weg zu gehen. Dies bezeugen die im Bericht vorgestellten Entwicklungen in der Lehre, mehr noch aber in der Forschung, die auf zahlreichen Gebieten international kooperiert, aber auch konkurriert. Wohlgemerkt, es sind Schrit- te. Der Bericht zeigt, auf welch´ solidem Fundament sie getan werden und in welche Richtung sie führen sollen. Die Universität hat ihre Kompetenzfelder definiert, passt sie internationalen Entwicklungen an, schreibt sie fort - work in progress. Aber auch dies muss gesagt werden: nicht alle politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind überzeugend und förderlich. Um international bestehen zu können, brauchen Universitäten Freiheit zum Handeln. Es wird in der Zukunft also auch darauf ankommen, diese Handlungsfreiheit zu schaffen und zu sichern. Das stärkste Argument hierfür sind überzeugende Leistungen und Bilanzen in Lehre und For- schung, die die TU Ilmenau mit diesem Bericht der Öffentlichkeit vorstellt. Mit freundlichen Grüßen Ihr
Prof. Heinrich Kern Rektor
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Inhalt 1. Bericht der Universitätsleitung 6 1.1. Lehre 6 1.2. Forschung an der TU Ilmenau 7 1.3. Haushalt 9 1.4 Ressourceneinwerbungen aus den Sonderprogrammen
des Bundes und des Landes zur Stärkung der Informatikausbildung 9 1.5. Entwicklung des Baugeschehens 10 2. Chronik des Berichtszeitraumes 11 3. Berichte der Fakultäten 14 3.1. Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 14 3.2. Fakultät für Informatik und Automatisierung 15 3.3. Fakultät für Maschinenbau 17 3.4. Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften 19 3.5. Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 21 4. Berichte der fakultätsübergreifenden und universitätsnahen
Forschungseinrichtungen 23 4.1. Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) 23 4.2. Fakultätsübergreifendes Institut für Werkstofftechnik 23 4.3. Forschungsschwerpunkt „Mobilkommunikation“ 25 4.4. Fraunhofer Arbeitsgruppe Elektronische Medientechnologie 25 4.5. Forschergruppe „Magnetofluiddynamik“ 26 4.6. Nachwuchsforschergruppen 26 4.7. Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme 27 4.8. Steinbeis-Transferzentren 28 5. Berichte der Zentralen Einrichtungen 31 5.1. Universitätsrechenzentrum 31 5.2. Universitätsbibliothek 33 5.3. Universitätssprachenzentrum 34 5.4. Universitätssportzentrum 34 5.5. Patentinformationszentrum und Online-Dienste 35 6. Internationales 36 7. Preise und Ehrungen 37 8. Zeitreihen / Statistische Angaben 38 9. Personalia / Gremien 43
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Thomas Friedrich, Auszubildender Prof. Dr. rer. nat. habil. Gert Grießbach, Fakultät für Informatik und Automatisierung Karin Schneider, Sekretärin im Dezernat Haushalts- und Rechts- angelegenheiten,
Wilfried Tzschoppe, technischer Mitarbeiter in der Fakultät für Informatik und Automatisierung
Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.
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1. Bericht der Universitätsleitung 1.1. Lehre Der Berichtszeitraum liegt in einer der bislang aktivsten Wachstums- und Leistungsphasen der TU Ilmenau auf dem Gebiet der Ausbildung. Das Angebot von vierzehn grundständigen Studiengängen und der anerkannt gu- te Ruf der Universität führten zu der bisher höchsten Zahl von 7149 eingeschriebenen Studierenden aller Studienformen im Wintersemester 2000/01 (vgl. auch Übersichten 1bis 6 im Abschnitt 8). Dieser an sich er- freuliche Aspekt stellte die Universität aber auch vor ei- ne Reihe von Herausforderungen, um den Studienbe- trieb organisatorisch zu bewältigen und die Qualität der Ausbildung zu sichern.1) Die ungenügenden Raum- ressourcen verlangten sowohl dem Lehrkörper als auch den Studierenden Verständnis, Anpassungsvermögen und zusätzliche Kraft ab. Gleichwohl war das Augenmerk der Universitätsleitung in dieser Situation besonders auf die notwendige Qua- litätssicherung sowie auf die mittel- und langfristige Entwicklung der Universität gerichtet. Internationalisierung des Studiums Die Universitätsleitung setzte zwei Schwerpunkte: § Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähig-
keit des Studienstandortes Ilmenau und § Verbesserung der Mehrsprachigkeit sowie Erweite-
rung der multikulturellen Erfahrungen der eigenen Absolventen.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die kontinuier- liche Erhöhung des Anteils ausländischer Studierender. Durch unterschiedliche Projekte (vgl. Abschnitt 6) konnte mit Unterstützung und Betreuung durch die Universitätsleitung eine positive Bilanz in der Einwer- bung ausländischer Studienbewerber erreicht werden. Eine neue Qualität in der Ausbildung ausländischer Studierender wird durch die Kooperation mit Hoch- schuleinrichtungen einzelner Entsendeländer erreicht. Eine Übereinkunft mit der Tongji-Universität Shanghai sieht vor, chinesische Studienbewerber im Rahmen ei- nes von der TU Ilmenau exportierten Bachelor-Studien- ganges „Allgemeine Ingenieurwissenschaften“ ein Vor- bereitungsjahr und ein deutsches Grundstudium der Ingenieurwissenschaften in Shanghai absolvieren zu lassen. Die besten Studierenden können danach ihr Hauptstudium in verschiedenen ingenieurwissenschaft- lichen Studiengängen in Ilmenau fortsetzen. Zu diesem Schwerpunkt gehört auch das Projekt „Deutschsprachige Informatikausbildung am Moskauer Energetischen Institut“ (vgl. Abschnitt 3.2 bzw. 6).
1) Vgl. Lehrbericht der TU Ilmenau, Sommersemester 1998 bis Wintersemester 1999/2000, Ilmenau 01/2001
Rankings
Der anerkannt gute Ruf der Ausbildung an der TU Ilmenau wurde im Berichtszeitraum von mehreren Er- hebungen bestätigt. „START“ - der Studienführer von STERN und CHE - bestätigte der TU Ilmenau in den Studiengängen „Maschinenbau“ und „Elektrotechnik“ vordere Plätze in der Zufriedenheit der Studierenden, in der Kürze des Studiums sowie in der Bewertung des Lehrangebots (Mai 2000). Das SPIEGEL-Ranking vom März 2001 verglich in unter- schiedlichen Studiengängen die Studiendauer bis zum Diplomabschluss und bescheinigte der TU Ilmenau ers- te und vordere Plätze in den Studiengängen „Maschi- nenbau“, „Elektrotechnik“ und „Informatik“. Ein Ranking der Universität Regensburg untersuchte im August 2001 universitäre Lehrangebote für Existenz- gründungen in Deutschland. Von 78 befragten Univer- sitäten erreichte die TU Ilmenau, die gegenwärtig noch keinen Lehrstuhl für Existenzgründungen besitzt, in der Gesamtwertung einen siebenten Platz. Die von STERN und CHE im April 2002 veröffentlichten Ergebnisse einer Befragung im Studienführer „START“ bestätigten der TU Ilmenau im Studiengang „Wirt- schaftsingenieurwesen“ eine Spitzenposition hinsicht- lich der Studienorganisation, der Studiendauer sowie der PC-Ausstattung. Weiterbildungsangebot
Mit der Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes soll die wissenschaftliche Weiterbildung den Hochschu- len neben Forschung und Lehre als Kernaufgabe zuge- wiesen werden. Die TU Ilmenau verfügt mit fünf postgradualen und weiterbildenden Studiengängen über ein stabiles Wei- terbildungsangebot. Gleichwohl ist die Entwicklung neuer Angebote unabdingbar. Eine neue Qualität soll durch die Kooperation der Universität mit der Akade- mie für Weiterbildung an der TU Ilmenau e.V. erreicht werden. Die Akademie für Weiterbildung an der TU Ilmenau e.V. ergänzt das Angebot durch Seminare und Veran- staltungen in der berufsbegleitenden Weiterbildung. In Kooperation mit Unternehmen und regionalen Bil- dungsträgern gibt es Schwerpunktangebote in den Be- reichen Maschinenbau/Konstruktion, in der Bild- und Signalverarbeitung, Börsen- und Wertpapierstatistik sowie zu Existenzgründungen. Tutorenprogramm
Ein Betreuungsangebot für Studienanfänger auf Grup- penbasis beschleunigt die zielgerichtete Integration der Erstsemester. Zum Studienjahresbeginn 2000/01 wur- de das Tutorenprogramm der Zentralen Studien- und Studentenberatung auf Initiative der Universitätsleitung auf alle Fakultäten ausgedehnt.
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Das LEONARDO-Büro Thüringen hat im Berichtszeit- raum die Mobilitätsverträge aus der ersten Phase des LEONARDO-Programms der Europäischen Union (bis 2000) erfolgreich abgeschlossen und fünf neue Projek- te im Bereich der Studenten- und Personalmobilität eingeworben. Im Haushaltsjahr 2001 wurden Förder- mittel für Auslandspraktika in Höhe von 458.000 DM in 160 Praktika bewirtschaftet. Dabei leistete das Büro für alle beteiligten Thüringer Universitäten und Fach- hochschulen den Vermittlungs- und Betreuungsservice. Im Jahr 2001 absolvierten 146 Studierende in 22 euro- päischen Ländern ein Praktikum, während 14 Studie- rende aus dem europäischen Raum an vorwiegend klein- und mittelständische Unternehmen Thüringens vermittelt werden konnten. Im Bereich der Personal- mobilität wurden 29 Maßnahmen mit einer Aufent- haltsdauer von je zwei Wochen zwischen Hochschul- einrichtungen und Unternehmen Europas realisiert. In der Phase LEONARDO I kamen 489 Thüringer Studie- rende in 21 Staaten in den Genuss einer Förderung; in Thüringer Unternehmen wurden 106 Praktikanten aus 17 Staaten gefördert. Frauenförderung
Der Anteil der Studentinnen in den naturwissenschaft- lichen und Ingenieurstudiengängen lag im Winterse- mester 2001/02 bei 12,4 %, in den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen/-informatik bei 31,5 % und in der Angewandten Medienwissenschaft bei 59 %. Im Rahmen des Hochschulsonderprogramms HSP III wurden im Berichtszeitraum zwei wissenschaft- liche Mitarbeiterinnen an den Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Maschinenbau geför- dert, die seit Juli 2000 im Rahmen von regulären C1- Stellen die Möglichkeit zum Abschluss ihrer Habilitati- onsvorhaben erhielten. Zwei weitere Mitarbeiterinnen erhielten durch Wiedereinstiegsstipendien die Gele- genheit, nach einer Familienpause Anschluss an die wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen. Beide Frauen konnten nach Abschluss der Förderung als wissen- schaftliche Mitarbeiterinnen an der TU Ilmenau for- schen. Im Hochschul- und Wissenschaftsprogramm (HWP) werden seit 2001 zwei Wissenschaftlerinnen der Fakultäten Informatik und Automatisierung sowie Ma- schinenbau in ihren Habilitationsvorhaben unterstützt, zwei weitere Frauen wurden durch ein Wiederein- stiegsstipendium gefördert. Das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (TMWFK) stellte für das Jahr 2000 für Frau- enfördermaßnahmen 500.000,00 DM für alle Thürin- ger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Davon flossen über 90.000 DM an die TU Ilmenau mit denen Personalkosten für zwei Wissen- schaftlerinnen der Fakultäten für Informatik und Au- tomatisierung sowie Maschinenbau in der Endphase ihrer Qualifikation und Investitionen für die Arbeit einer Wissenschaftlerin aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gefördert wurden.
Im Jahr 2001 wurde eine Wissenschaftlerin der Fakultät Informatik und Automatisierung beim Abschluss ihres Promotionsvorhabens durch die Bereitstellung von Per- sonalkosten unterstützt, eine Wissenschaftlerin der Fa- kultät Mathematik und Naturwissenschaften erhielt Unterstützung durch Sachmittel. Die Thüringer Koordinierungsstelle „Naturwissenschaft und Technik für Schülerinnen“ hat die erste Projekt- laufphase mit einer Tagung im November 2000 erfolg- reich abgeschlossen. Es gelang, dieses Projekt mit fi- nanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes weiterzuführen und zur Informations- und Beratungs- stelle auszubauen für
- Schüler innen , um sie für ein naturwissenschaftlich- technisches Studium zu begeistern,
- Student innen bei der erfolgreichen Bewältigung des Studiums sowie bei der optimalen Vorberei- tung auf ihr späteres Berufsleben,
- Absolventinnen und Berufspraktikerinnen, die auf dem sich ständig erweiternden Einsatzgebiet in Naturwissenschaft und Technik Weiterbildungsan- gebote und Austauschmöglichkeiten suchen.
Das Projektlabor „Computeranwendungen für Studen- tinnen“ wurde bis Dezember 2000 ebenfalls aus Mit- teln des HSP III finanziert. Die Studentinnen erhielten in verschiedenen Kursen umfangreiche Kenntnisse zu ein- zelnen Softwarepaketen und zum Aufbau von Compu- tern. Ordnungen / Satzungen
Zum Jahresende 2000 lagen im Bereich der Ausbildung erstmalig vollständig genehmigte Ordnungen vor. Mit dem Abschluss dieser Phase zur Qualitätssicherung in der Ausbildung wurden wichtige zentrale Ordnungen (Immatrikulations-, Promotions-, Habilitations- und Diplomprüfungsordnung - Allgemeine Bestimmungen) an veränderte Rechtsgrundlagen angepasst. 1.2. Forschung an der TU Ilmenau Die Aufnahme der Technischen Universität Ilmenau in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist erklär- tes Ziel innerhalb der nächsten fünf Jahre. Ein Nahziel ist die Erhöhung der Forschungsanteile der TU Ilmenau an Programmen der Europäischen Union bzw. die In- ternationalisierung der Forschung insgesamt. Diesen Zielen dienen bestehende Forschungsprojekte ebenso wie die interdisziplinäre und fakultätsübergrei- fende Zusammenarbeit und Bündelung der Kompeten- zen zu international wettbewerbsfähigen Forschungs- schwerpunkten auf den Gebieten:2)
2) Vgl. dazu auch: Forschungsbericht der TU Ilmenau, 1998 – 2000, Ilmenau 08/2001
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§ Mikro- und Nanotechnologien Das „Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN)“ ist mit seiner Inbetriebnahme im März 2002 die fakultätsübergreifende wissenschaftliche Einrich- tung der TU Ilmenau für Forschung und Lehre in die- sem Hochtechnologiebereich. Das Zentrum orientiert in Forschung und Ausbildung u.a. auf die
- Erforschung und Entwicklung neuer Breitband- halbleiter für hohe Temperaturen, hohe Leistungen und hohe Frequenzen,
- Werkstoffentwicklung mit gezielter Integration verschiedenster Eigenschaften z.B. für die Anwen- dung in der Medizintechnik,
- Erarbeitung von Konzepten für neue Funktions- elemente und Funktionsgruppen der Mikrosystem- technik,
- Entwicklung von Hybrid-Baugruppen der Aufbau- und Verbindungstechnik,
- Entwicklung von Präzisionsantrieben mit hoher Dynamik und Positioniergenauigkeiten im Mikro- meter- und Nanometerbereich,
- Entwicklung von Nanomess- und Nanopositio- niermaschinen.
§ Multimediale Informations- und Kommu-
Robotik
Die bereits gut ausgeprägten Aktivitäten auf dem Ge- biet der„Intelligenten und mobilen Systeme/Robotik“ wurden zusammengefasst, um hieraus Konzepte für einen Thüringer Forschungsschwerpunkt und danach für eine DFG-Forschergruppe zu entwickeln. Die Schwerpunkte für eine solche Forschergruppe liegen u. a. in
- der applikativen Umsetzung neuartiger Bewegungssysteme nach biologischem Vorbild für die Medizintechnik und die Inspektionsrobotik,
- der Entwicklung intelligenter Komponenten und Automatisierungslösungen für den Maschinenbau und die Fahrzeugtechnik sowie
- der Entwicklung und Steuerung von Unterwasser- fahrzeugen zu Inspektionszwecken.
§ Optische Informationsverarbeitung und
Die TU Ilmenau ist wichtiger Partner im „OptoNet- Technologienetzwerk“ des Freistaates, insbesondere auf den Feldern:
- Optische Technologien in der industriellen Ferti- gung
- Optische Messtechnik - Optische Sensorik - Mehrkoordinaten-Nanomess- und Positioniertech-
nik. § Innovationswirkung der Neuen Medien
auf wirtschaftliche Prozesse
- den Sonderforschungsbereich „Automatischer Sys- tementwurf“ SFB 358 gemeinsam mit der TU Dres- den und dem IIS/EAS Fraunhofer-Institut Dresden,
- das DFG-Graduiertenkolleg „Automatisierung des Entwurfs analoger und gemischt analoger/digitaler Strukturen am Beispiel neuronaler Netze“ GRK 164,
- das Innovationskolleg „Bewegungssysteme“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der TU Ilmenau,
- das DFG-Schwerpunktprogramm 1083 „Intelligen- te Softwareagenten und betriebswirtschaftliche Anwendungsszenarien“,
- den thüringenweiten Forschungsschwerpunkt „Solartechnik“,
- das Kompetenzzentrum „OphthalmoInnovation Thüringen“.
- Erstellung von Modellen für Signale und Systeme, - Erarbeitung von Entscheidungsstrategien und
-vorschlägen für den Entwurf, die Steuerung/Füh- rung und die Vorhersage von komplexen dynami- schen Vorgängen für technische und nichttech- nische Prozesse, Energiemanagement und opti- mierte Entscheidungshilfen für Ver- und Entsor- gungssysteme der Wasserwirtschaft.
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Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Elektroni- sche Medientechnologie (AEMT) wurde im Mai 2000 gegründet. Die Gründungsphase bis einschließ- lich 2004 wird vom TMWFK finanziell gefördert. Die Überführung in ein reguläres Fraunhofer-Institut ist nach erfolgreicher Evaluierung im Laufe des Jahres 2003 geplant. Die von den Fakultäten für Maschinenbau sowie Elek- trotechnik und Informationstechnik beantragte Einrich- tung einer Forschergruppe „Magnetofluiddy- namik: Strömungsbeeinflussung und Strö- mungsmessung in elektrisch leitfähigen Flüs- sigkeiten“ wurde am 26.01. 2001 von der DFG genehmigt. Das Bestreben der Universität, einen DFG-Sonderfor- schungsbereich einzurichten, war im Mai 2002 mit Er- folg beschieden. Die DFG genehmigte den Sonder- forschungsbereich „Nanopositionier- und Nanomessmaschinen“ an der TU Ilmenau, in dem ca. 30 Wissenschaftler aus 14 Fachgebieten und vier Fakultäten eingebunden sind . Im Rahmen des „Programms zur Förderung innovativer Forschungsstrukturen in den neuen Ländern und Ber- lin“ wurden im Berichtszeitraum an der TU Ilmenau zwei neue Nachwuchsforschergruppen etabliert:
§ „Peristaltisch getriebene Sonde mit haptischem Sensorarray für die minimal-invasive Wirbelsäulen- chirurgie“, Fakultät für Maschinenbau (Prof. Dr.- Ing. habil. Klaus Zimmermann, Prof. Dr.-Ing. habil. Helmut Wurmus)
§ „Electromagnetic Processing of Materials“, Fakul- tät für Maschinenbau (Prof. Dr. rer. nat. habil. André Thess) und Fakultät für Elektrotechnik (Prof. Dr.-Ing. habil. Dietmar Schulze)
Die Drittmittelforschung ist ein wesentlicher Fak- tor der universitären Forschung der TU Ilmenau. Sie umfasst Forschungskooperationen zu mehr als 300 Partnern europaweit und im begrenzten Umfang auch zu außereuropäischen Partnern.3) Eine positive Entwicklung nahm die Mitteleinwerbung. Ihre Höhe erreichte im Jahre 2000 31,97 Millionen DM bei ca. 370 Projekten, im Jahre 2001 waren es 35, 4 Millionen DM bei 390 Projekten mit ca. 250 drittmit- telbeschäftigten Wissenschaftlern und Wissenschaftle- rinnen. 1.3. Haushalt Die Universität ist seit dem Haushaltsjahr 2000 auf- grund besonderer Vorschriften des Haushaltsgesetzes am sogenannten „Flexibilisierten Haushaltsvollzug“ be- teiligt. Dadurch kann sie die bereit gestellten Mittel ef- fektiver als zuvor nutzen. Die Zweckbindung an die je- weiligen Haushaltsstellen ist gelockert und eine Über- tragung von Resten in das jeweils folgende Jahr ist da-
3) Vgl. Transferkatalog der TU Ilmenau, 4. Auflage 2001
durch erleichtert. Diese Maßnahmen können jedoch erst als ein erster Schritt zu einer echten Budgetierung mit langfristiger Planungssicherheit für die Universität gesehen werden. Der Haushalt der TU Ilmenau ist im Berichtszeitraum nahezu konstant geblieben und die stark angestiegene Anzahl an Studierenden führte leider nicht zu der drin- gend erforderlichen Erhöhung der Haushaltsmittel. Im wesentlichen resultierte die Etatsteigerung aus stei- genden Personalmitteln (vgl. Übersicht 7 im Abschnitt 8). Bedauerlicherweise ist die Entwicklung der Mittelansät- ze für „Lehre und Forschung“ (Titelgruppe 71) im Ver- gleich zu den Vorjahren weiterhin rückläufig (1999 zu 2000 um 7 %). Die minimale Erhöhung vom Haushalt 2000 zum Haushalt 2001 um 3 Prozent deckt nicht ansatzweise den Bedarf der TU Ilmenau. Die Mittel der Titelgruppe 71 wurden neben dem lau- fenden Geschäftsbetrieb für die Ersatzbeschaffung, insbesondere für die Geräteausstattung, die Aufrüs- tung vorhandener Geräte sowie die Anpassung und Ausstattung der Praktika, vorrangig der neu eingerich- teten Studiengänge, verwendet (vgl. Übersicht 8 im Abschnitt 8). Auch die Haushaltsmittel des Universitätsrechenzen- trums (Titelgruppe 81) erfuhren nicht die dringend notwendige Erhöhung (vgl. Übersicht 9 im Abschnitt 8). Die Gelder wurden insbesondere für Gebühren für die Rechnernetze, für die Betriebssicherheit des Rech- nernetzes TUILAN und den zentralen Erwerb von Nut- zungsrechten an Softwareprodukten eingesetzt. Eine notwendige Entwicklung ist bei den bereit gestell- ten Mitteln für die Bewirtschaftung der Grundstücke, Gebäude und Räume (Titel 517 01) und den Ausgaben für Mieten (Titel 518 01) zu verzeichnen, bei denen es zu einer Steigerung der Ansätze kam (vgl. Übersicht 10 im Abschnitt 8). Die Steigerung ist durch den Flächen- zuwachs, insbesondere durch das Technologiegebäu- de, begründet. 1.4. Ressourceneinwerbung aus den Sonderprogrammen des Bundes und des Landes zur Stärkung der Informatikaus- bildung bzw. der Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Informationstechno- logien Aufgrund der hohen studentischen Nachfrage zum Wintersemester 2000/2001 insbesondere in den Infor- matik-Studiengängen erfolgten Verhandlungen mit dem TMWFK zur Verbesserung der Ressourcenausstat- tung der Universität. Im Rahmen einer Bund-Länder- vereinbarung zur Weiterentwicklung des Informatik- studiums an den deutschen Hochschulen wurde ein Sofortprogramm in den Landeshaushalt 2001/2002 aufgenommen, das durch ein eigenes, zeitlich befriste- tes Sonderprogramm des Freistaates Thüringen zur Förderung von Forschung und Lehre in den Informati-
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onstechnologien ab dem Haushaltsjahr 2001 ergänzt wurde. Beginnend mit dem Oktober 2000 erhielt die Universi- tät Zuführungen aus beiden Sonderprogrammen so- wohl im personellen als auch im sächlich-investiven Be- reich (vgl. Übersicht 11 im Abschnitt 8). Die personellen Bedarfsanforderungen der Universität konnten leider nicht im vollen Umfang berücksichtigt werden: Von 16 angeforderten Lehrkräften für beson- dere Aufgaben werden acht Lehrkräfte über beide Pro- gramme finanziert, hinzu kommen noch zwei zusätzl i- che Beschäftigungsmöglichkeiten aus einem weiteren Zentralkapitel des TMWFK. 1.5. Entwicklung des Baugeschehens Die stürmische Entwicklung der Studienanfänger- und Studierendenzahlen begründete die Festschreibung der Universität als Ausbauschwerpunkt im Landeshoch- schulplan 2001. Sichtbares Zeichen hierfür war die An- hebung der Studienplatzzielzahlen von 3.600 im Lan- deshochschulplan 1996 auf 4.200. Mit der Verab- schiedung des Landeshochschulplanes 2001/2002 werden deshalb, abgestimmt mit der Universität, meh- rere große Bauvorhaben finanziert. Dazu gehören:
- der Experimentierhörsaal am Curiebau - der Neubau eines technologischen Laborgebäudes
(Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien) - der Neubau eines Laborgebäudes für die Fakultät
für Maschinenbau - der Neubau eines zentralen Hörsaalgebäudes - die Sanierung der Erschließungseinrichtungen Im Berichtszeitraum wurden der Umbau des Werk- stoffgebäudes (Werkstoffe I) und die Grundsanierung der Mensa abgeschlossen.
Abb. 1: Modell des zentralen Hörsaalgebäudes Grundlagen der weiteren baulichen Entwicklungspla- nungen sind die o.g. Ausbauziele im Landeshochschul- plan, die Ergebnisse des Anfang 1997 abgeschlossenen städtebaulichen Wettbewerbes und des darauf auf-
bauenden Bebauungsplanes Nr. 6 “Campus“ der Stadt Ilmenau sowie die Anfang 2000 von der HIS GmbH Hannover vorgelegten Nutzungskonzeption für die TU Ilmenau. Die Universität bereitete im Berichtszeitraum die nächs- ten großen Bauvorhaben vor und brachte diese in die mittelfristige Finanzplanung ein, so dass zu Beginn des Jahres 2002 die konkreten Baubedarfsanforderungen gestellt wurden für - einen Neubau für die Fakultät für Informatik und
Automatisierung, - einen Neubau für das Universitätsrechenzentrum, - einen Neubau für die Medien mit einem ersten
Bauabschnitt und - den Bau einer Drei-Felder-Sporthalle.
Abb. 2: Modell der künftigen Sporthalle Eine weitere Forschungseinrichtung entsteht mit der Errichtung eines Verfügungsgebäudes der Ernst-Abbé- Stiftung am Standort Ilmenau. Dieses Gebäude wird dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS), der Fraunhofer-Arbeits- gruppe „Elektronische Medientechnologie“ und weite- ren Forschergruppen der Technischen Universität Ilme- nau optimale Arbeitsmöglichkeiten bieten.
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mische Ereignisse § Akademischer Festakt zur Verabschiedung von
Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Gens und Investi- tur des neuen Rektors Prof. Dr.-Ing. habil. Hein- rich Kern (Juni 2000)
§ Verabschiedung einer neuen Grundordnung der TU Ilmenau durch…

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