health 2003

Date post:08-Apr-2016
Category:
View:212 times
Download:0 times
Share this document with a friend
Description:
 
Transcript:
  • Wien. Entscheidungstrger aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie der Gesundheitsbehrden, der Krankenkassen und rzteschaft trafen sich am Dienstag bei der life-science-success 2015. Da-bei wurde von den Experten vor allem ber die knftigen demo-grafischen Herausforderungen diskutiert.

    Was eine funktionierende Koope-ration zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hervorbringen kann, zeigten die mit dem vom Wirt-schaftsministerium gesponserten science2business Award und mit dem Janssen Special Award aus-gezeichneten Projekte. Seite 42

    healtheconomymedianet inside your business. today. Freitag, 20. Mrz 2015 37

    Pharmapreise: Industrie und Kassen verhandeln

    Rabattdiskussion der rahmen-Pharmavertrag regelt seit 2008 Pauschalrabatte der Pharmabranche. ende 2015 luft er aus. zuletzt sind die arzneimittelausgaben wieder strker gestiegen. Kassen und industrie rsten nun fr neue gesprche. Seite 38

    a

    Pa/H

    ans

    Kla

    us t

    echt

    ; chr

    is s

    aupp

    er/w

    ww

    .mau

    pi.c

    om f

    r Pfiz

    er a

    ustri

    a / M

    onta

    ge: b

    . sch

    mid

    inhalt

    Healthcare> Industrie und Kammer

    diskutierten Demografie 38> Gesundheitsministerin

    mahnt zu Besonnenheit 39> Neuer Kollektivvertrag

    fr O-Ordensspitler 39

    Pharmareport und Lifescience> Studie zeigt Sparpotenzial

    durch Generika 40> Klinikum Wels testet

    Alternative zu Cholesterin 40> Studie: Schlafstrungen

    kosten 100 Mrd. 40

    Medizintechnik und eHealth> Health Research Award

    auf Kongress vergeben 42

    rzteKongress

    Wien war Zentrum der europischen Spezialisten gegen Brustkrebs Seite 40

    Belastung fr BetrieBe

    Psychische Leiden nehmen zu und belasten auch Betriebe, so eine Studie Seite 41

    frauenpower iMMer MeHr

    Managerinnen sanofi/krischanz.zeiller.

    p

    anth

    erm

    edia

    .net

    p

    anth

    erm

    edia

    .net

    short

    rzte Der aktuelle Konflikt um bessere Arbeitsbedingun-gen und hhere Gehlter bei den Spitalsrzten geht in die nchste Runde. Wie berichtet, fhrt die spte Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie in den Krankenhusern zu einer Senkung der wchentlichen Arbeitszeit von 72 auf 48 Stunden und damit zu Gehalts-einbuen durch den Wegfall von Nachtdiensten und ber-stunden. Whrend vor allem in Wien die rzte noch protes-tieren, regt sich nun auch Wi-derstand vom Pflegepersonal: Auch die Pflegekrfte wollen mehr Geld. Seite 39

    Radiologie Seit Anfang vergan-genen Jahres luft in ster-reich das Mammografie-Scree-ningprogramm. Der Prsident der Deutschen Gesellschaft fr Senologie, Rdiger Schulz-Wendtland, bezeichnete jetzt das Programm als hervorra-gend und besser als das deut-sche System. Wir haben in Deutschland eine Beteiligungs-rate der Frauen von derzeit 55 Prozent, sagte Schulz-Wendt-land, Prsident der deutschen Senologengesellschaft, Radio-loge an der Universittsklinik Erlangen und Co-Chef des Pro-gramms im deutschen Mittel-frankenland. sterreich liege deutlich bresser. Seite 40

    p

    anth

    erm

    edia

    .net

    /ale

    xand

    er r

    aths

    a

    Pa/d

    Pa/P

    eter

    end

    ig

    Wien. Das Gesundheitszentrum me-diclass wchst und profitiert nicht zuletzt aufgrund der Reduktion der Spitalsressourcen von der wach-senden Nachfrage nach kurzen Wartezeiten und ganzheitlicher Betreuung von rzten verschie-dener Professionen. mediclass sieht sich nicht als gewhnliche Behandlungseinrichtung, sondern als Vorsorgeunternehmen mit schnellen und pnktlichen Arzt-terminen und mit der Maxime fr mehr Gesundheit und Lebensqua-litt. Geschftsfhrer Christoph Sauermann und Investor Rudolf Semrad kndigen nun Expansions- schritte an. Seite 41

    Versorgung Krzere Wartezeiten und bessere angebote

    Gesundheitszentrum expandiert

    C

    . sau

    erm

    ann

    w

    ww

    .ann

    arau

    chen

    berg

    er.c

    om/a

    nna

    rau

    chen

    berg

    er

    Christoph Sauermann bietet Unterneh-men und Mitarbeitern Entlastungen.

    Kongress science2business-awards in Wien vergeben

    Wirtschaft trifft Wissenschaft

    Kooperationsprojekte zwischen Wirt-schaft und Wissenschaft ausgezeichnet.

    Hauptverbandsgeneraldirektor Josef Probst und Pharmig-Prsident Robin Rumler werden in den kommenden Wochen und Monaten neue Vertrge verhandeln.

  • 38 healtheconomy cover Freitag, 20. Mrz 2015

    Kommentar

    Das System steht an einer Klippe

    martin rmmele

    Man kann ber die aktu-ellen Proteste der rzte im Zusammenhang mit der Forderung nach hheren Gehltern den Kopf schtteln: Da verhandeln die Vertreter zuerst ein Paket und werden dann von ihren Mitgliedern mit dem erreichten im Regen stehen gelassen. Man kann sich auch wundern, warum jemand bei gleichzeitiger Arbeitszeitverkrzung mehr Geld will. Vor allem aber, wa-rum das Gesundheitswesen, die rztekammer und die Gewerkschaft so ungerechte Strukturen bisher berhaupt zugelassen haben: geringes Ba-sisgehalt, das man mit ber-stunden und einer Wochen-arbeitszeit von 72 Stunden aufbessern kann. Da sollte sich Gewerkschaftern den Magen umdrehen.

    Man darf aber bei all dem eines nicht bersehen: Das bisherige System hat geholfen, Kosten im Gesundheitswesen niedrig zu halten. Jetzt schlgt das Pendel um und zwar krftig: Neben rzten wollen auch Pflegekrfte und Medizi-nisch-technischer Dienst mehr Geld. Bis zu 70 Prozent der Kosten sind in Spitlern aber Personalkosten. Das bringt nun nicht nur ffentliche Kliniken, sondern auch Or-denshuser und Bundeslnder an ihre Grenzen. Derartige Ko-stensprnge knnen nur mit massiven Krzungen bei Leis-tungen oder berhaupt Ein-richtungen finanziert werden.

    Krankenkassen Innovative, aber hochpreisige Medikamente lassen Wogen zwischen Kassen und Industrie hochgehen

    Teure Pillen sind Gift fr neue Preisverhandlungen

    Wien. Spricht man mit heinischen Pharmamanagern ber Rahmenbe-dingungen im Gesundheitswesen, so hrt man neben Klagen ber Kostendruck und Hrden in der Erstattung immer wieder, dass der sogenannten Rahmen-Pharmaver-trag auch helfe, dass das System fr die Industrie plan- und kalku-lierbar sei. Dieser Vertrag aus dem Jahr 2008 wird in anderen Lndern sogar als vorbildhaft gesehen. Er regelt einen Pauschalrabatt aller Unternehmen und des Handels in Form eines Solidarittsbeitrags. Dafr gibt es fr die jeweilige Laufzeit keine unerwarteten Preis-aktionen der Kassen, die ber die vereinbarten Regelungen hinaus-gehen. Zudem gibt es klare Rege-lungen ber die Preise fr Generika und Orginalprodukte im Fall eines Patentablaufs (siehe Kasten).

    2011 wurde der Vertrag bis Ende 2015 verlngert. In dieser Zeit zah-len die Unternehmen freiwillig 82 Mio. an die Kassen zurck. Man erspart sich so einen Preisdruck, der zu Parallelexporten in Lnder mit hheren Preisen wie Deutsch-land fhren knnte. 6,75 Mio. der Mittel werden zudem zweckge-widmet fr gemeinsam definierte Gesundheitsziele zu den Themen Kindergesundheit und Prvention.

    Offiziell: Kein Kommentar

    Seit einigen Monaten sorgen nun neue, innovative, aber hoch-preisige Medikamente in der Phar-mawirtschaft und dem gesamten Gesundheitsweisen fr Debatten. Anlass ist vor allem der Fall des Hepatitis C-Medikaments Sovaldi, das in sterreich und international aufgrund von Packungskosten von bis zu 16.000 Euro die Budgets der

    Krankenkassen in sterreich und der der gesamten EU belastet. Nun frchten manche Pharmaunterneh-men, dass die Krankenversiche-rungen den Fall als Grund herneh-men knnten, um in Verhandlungen zu einem neuen Rahmen-Pharma-vertrag von der Pharmabranche weitere Rabatte zu fordern.

    Pharmig-Prsident Robin Rum-ler will die Situation ausdrcklich genauso wenig kommentieren, wie Hauptverbands-Generaldirektor Josef Probst. Nachsatz: Natrlich knne man ber Preise diskutieren, oft wrden aber auch die Leistun-gen zu wenig gesehen. Bahnbre-chende Erfolge fhren dazu, dass Patienten ohne Spitalsaufenthalte von lebenslangem Leiden befreit werden, sagt Rumler.

    martin rmmele

    Rahmen-Pharmavertrag luft heuer aus, Verhandlungen ber Verlngerung beginnen hinter den Kulissen.

    p

    anth

    erm

    edia

    .net

    /gin

    asan

    ders

    Innovative und neue Arzneimittel entzweien Industrie und Krankenkassen: Umstritten ist, welche Preise angemessen sind.

    Im Jahr 2008 las sich die erstmalige Vereinbarung so: Pharmaindustrie und Grohandel verpflichten sich zu solidarischen Leistungen in das Gesundheitssystem. Insgesamt wurden den Krankenkassen bis 2011 von 104 sterreichischen Pharmaunternehmen und 10 Unternehmen des pharmazeutischen Grohandels rund 180 Mio. gezahlt. Der freiwillige Vertrag bringt nicht nur eine finanzielle Entlastung fr die Krankenkassen, sondern ermglicht auch eine rechtliche Streitbeilegung, hie es damals.

    Kein Rechtsstreit. Den Verhandlungen zum PharmaRahmenvertrag waren zahlreiche zivilrechtliche Verfahren vorausgegangen. Diese wurden von Pharmafirmen angestrengt, nachdem im Jahr 2004 vonseiten der Politik

    ein Zwangsrabatt, den die Pharmafirmen an die Krankenversicherungen abzuliefern hatten, eingefhrt worden war.

    Im Jahr 2011 wurde der Vertrag nach langen Verhandlungen bis Ende 2015 verlngert. Diesmal zahlte die Pharmabranche 82 Mio. . Der sogenannte Solidarbeitrag von 105 pharmazeutischen Unternehmen betrgt insgesamt 74.890.600 , jener von nun neun pharmazeutischen Grohandelsunternehmen 7.109.400 fr die gesamte Laufzeit. Davon wurden 6,75 Mio. zweckgewidmet fr Prvention und Kindergesundheit. Kassen und Pharmabranche whlen jhrlich gemeinsam Projekte aus, die dann aus dem bereitgestellten Topf finanziert werden. Zuletzt sind die Arzneimittelausgaben wird strker gestiegen.

    HeiKles VertragswerK