Home >Documents >HAUS WÄRME Heizkostenvergleich-Neubausanierung

HAUS WÄRME Heizkostenvergleich-Neubausanierung

Date post:27-Oct-2015
Category:
View:30 times
Download:3 times
Share this document with a friend
Transcript:
  • www.bdew.de

    BDEW-Heizkostenvergleich Neubau 2012

    Ein Vergleich der Gesamtkosten verschiedener Systeme

    zur Heizung und Warmwasserberetigung in Neubauten

  • Institut fr Technische Gebudeausrstung Dresden

    Forschung und Anwendung GmbH

    BDEW-Heizkostenvergleich

    Neubau 2012

    Ein Vergleich der Gesamtkosten verschiedener Systeme zur

    Heizung und Warmwasserbereitung im Neubau 2012

    Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz

    Dipl.-Ing. Bettina Mailach

    20. Juni 2012

  • INHALT | 3

    Inhalt

    1 Einleitung ......................................................................................... 5

    2 Erluterungen .................................................................................. 7

    3 Ergebnisse ..................................................................................... 13

    3.1 Ergebnisse Einfamilienhaus EnEV 2009 ..................................................13

    3.2 Ergebnisse Einfamilienhaus KfW70 .........................................................23

    3.3 Ergebnisse Einfamilienhaus KfW55 .........................................................29

    3.4 Ergebnisse 6-Familienhaus EnEV2009 ....................................................35

    4 Anhang ........................................................................................... 42

    4.1 Gebudegrundrisse und Schnitte ................................................................42

    4.2 Allgemeine Anlagenbeschreibungen ...........................................................48

    4.3 Anlagenbeschreibungen EFH EnEV2009 ...................................................50

    4.4 Anlagenbeschreibungen EFH KfW70 ..........................................................58

    4.5 Anlagenbeschreibungen EFH KfW55 ..........................................................62

    4.6 Anlagenbeschreibungen 6-FH EnEV2009 ...................................................65

  • EINLEITUNG | 5

    1 Einleitung

    Der BDEW-Heizkostenvergleich fr den Neubau soll Bauherren, Architekten und

    Planern einen berblick ber die aktuelle Kostensituation bei verschiedenen

    Systemen zur Heizung, Lftung und Warmwasserbereitung von Wohngebuden

    geben.

    Die Berechnungen zielen auf einen mglichst vollstndigen Vergleich der Kosten der

    betrachteten Systeme. Deshalb werden wie bei den frheren Ausgaben des

    Heizkostenvergleichs Gesamtkosten ermittelt, die nicht nur die Brennstoffkosten,

    sondern auch die Investitionskosten und die betriebsgebundenen Kosten umfassen.

    Am 01.10.2009 ist die nderung der Verordnung ber energiesparenden

    Wrmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebuden:

    Energieeinsparverordnung EnEV 2009 in Kraft getreten. Hauptanforderungsgre

    der EnEV ist der Primrenergiebedarf eines Gebudes. Somit erfolgt eine

    ganzheitliche energetische Bewertung des Gebudes unter Einbeziehung der

    Heiztechnik und Warmwasserbereitung. Der zulssige Hchstwert des

    Primrenergiebedarfes wird fr ein Gebude gleicher Geometrie, Gebudenutzflche

    und Ausrichtung mit Hilfe einer technischen Referenzausfhrung bestimmt.

    Im vorliegenden Heizkostenvergleich wird fr die untersuchten Gebude ein

    einheitlicher baulicher Wrmeschutz entsprechend den Vorgaben des

    Referenzgebudes der EnEV 2009 fr Wohngebude gewhlt. Als Bezugsbasis fr

    den Kostenindex wird die anlagentechnische Referenzausfhrung der EnEV mit dem

    Energietrger Erdgas herangezogen.

    Zustzlich werden fr das Einfamilienhaus Varianten mit jeweils einheitlichem

    baulichen Wrmeschutz entsprechend den Vorgaben des KfW-Effizienzhauses 70

    und des KfW-Effizienzhauses 55 an den Wrmeschutz betrachtet.

    Alle dargestellten Anlagenvarianten knnen die Anforderungen der EnEV2009 bzw.

    die Anforderungen der KfW-Effizienzhuser erfllen.

    Neben der EnEV 2009 gibt es seit dem 01.01.2009 im Neubau die Pflicht zur

    Nutzung erneuerbarer Energien nach dem Erneuerbaren-Energien-Wrmegesetz -

    EEWrmeG. Alle Varianten erfllen auch die Anforderungen des EEWrmeG.

    Die Berechnungen zum Energiebedarf erfolgen mit dem Hottgenroth-

    Energieberater Plus 7.3.1. Gebudeseitig liegt das Monatsbilanzverfahren der

    DIN V 4108-6 zugrunde, fr die Anlagentechnik wird die DIN V 4701-10 angewendet.

    Beim Einfamilienhaus befindet sich der Keller innerhalb der thermischen Hlle (Keller

    gedmmt und beheizt), beim 6-Familienhaus ist die Kellerdecke die Grenze der

    thermischen Hlle. Sind fr Anlagenvarianten in der DIN V 4701-10 keine

    energetischen Standardwerte und Bewertungsverfahren enthalten, werden die

  • 6 | EINLEITUNG

    energetischen Kennwerte unter Zugrundelegung von Herstellerangaben etc.

    ermittelt. Genauere Details knnen der Anlagenbeschreibung des Anhangs

    entnommen werden. Erfordert die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen

    des EEWrmeG Abweichungen zu den Standardwerten der DIN V 4701-10 an die

    Anlagentechnik, werden diese ebenfalls in der Anlagenbeschreibung angegeben.

    Die angesetzten Investitionskosten sind das Ergebnis umfangreicher Recherchen.

    Sie basieren auf Listenpreisen fhrender Hersteller und umfassen neben den

    Materialkosten auch die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme sowie typische

    Rabatte und Preisaufschlge.

    Im Heizkostenvergleich Neubau werden zwei fr Deutschland typische Gebude

    betrachtet, die Auswahl der Systemkombinationen orientiert sich am aktuellen

    Baugeschehen. Sollen zuknftig andere Heizungs-, Warmwasser oder

    Lftungssysteme eine grere Marktbedeutung erlangen, so werden sie bei der

    geplanten Aktualisierung des Heizkostenvergleichs bercksichtigt werden.

    Die Ermittlung der Gesamtkosten erfolgt in Anlehnung an die VDI 2067. Alle Kosten

    enthalten die gltige Mehrwertsteuer in Hhe von 19% (Ausnahme: ermigter

    Mehrwertsteuersatz von 7% fr Holzpellets). Frdermanahmen bleiben generell

    unbercksichtigt.

    Ziel der Berechnung ist die Ableitung allgemeiner Aussagen zu den Kostenrelationen

    zwischen den betrachteten Systemen. Trotz groer Sorgfalt bei der Kostenermittlung

    knnen sich im konkreten Einzelfall Abweichungen zu den dargestellten

    Berechnungen ergeben. Ursachen dafr knnen sein:

    - Unterschiedliche Energiepreise und Anschlusskosten bei verschiedenen

    Versorgungsunternehmen

    - Schwankungen der Investitionskosten in Abhngigkeit vom Hersteller,

    Anbieter, von der Region und der Jahreszeit

    - Abweichungen bei den sonstigen Randbedingungen wie Zinssatz,

    Baukonstruktion oder Wartungskosten.

  • ERLUTERUNGEN| 7

    2 Erluterungen

    Nutzflche AN

    Die Gebudenutzflche ist die Bezugsgre fr den Nachweis nach EnEV fr

    Wohngebude. Sie wird aus dem Bruttovolumen des Gebudes abgeleitet und ist in

    der Regel grer als die Wohnflche. Alle flchenbezogenen Werte werden auf AN

    bezogen.

    Spezifischer Jahresheizwrmebedarf qh

    Auf die Nutzflche bezogene Wrmemenge, die dem Gebude zur Aufrechterhaltung

    der Raumtemperatur zugefhrt werden muss.

    Spezifischer Jahreswrmebedarf Warmwasser qtw

    Auf die Nutzflche bezogene Wrmemenge, die zur Erwrmung des Trinkwassers

    zugefhrt werden muss. Die Vorgabe der EnEV betrgt 12,5 kWh/ma.

    Jahreswrmebedarf

    Produkt aus dem spezifischen Wert und der Nutzflche.

    Primrenergiebedarf QP

    Energiemenge, die zur Heizung, Lftung und Trinkwassererwrmung unter

    Einbeziehung der anlagenseitigen Verluste und der vorgelagerten Prozesse auer-

    halb des Gebudes aufgewendet werden muss. Die verwendeten Primrenergie-

    faktoren sind in folgender Tabelle angegeben.

    Energietrger Primrenergiefaktor

    nicht erneuerbar

    Erdgas 1,1

    Heizl 1,1

    Pellets 0,2

    Strom 2,6

    Nah-/Fernwrme (aus KWK mit fossilem Brennstoff) 0,7

    Die Werte entstammen der DIN V 18599-100:2009-10 bzw. der DIN SPEC 4701-

    10/A1:2009-10 und werden analog in der EnEV 2009 verwendet. Entsprechend

    EnEV erfolgt ein Bezug auf den nicht erneuerbaren Anteil des Primrenergiebedarfs.

    Aufwandszahl eP

    Die Aufwandszahl stellt das Verhltnis von energetischem Aufwand zum Nutzen

    (Kehrwert des Nutzungsgrades) dar. Die Erzeugeraufwandszahl beschreibt die

    energetische Gte des Wrmeerzeugers unter den im jeweiligen Gebude

    auftretenden Randbedingungen, die Anlagen-Aufwandszahl die des gesamten

    Heizsystems.

  • 8 | ERLUTERUNGEN

    Jahresenergiebedarf

    (End-)Energie, die dem Heizungs- bzw. Trinkwassersystem zugefhrt werden muss,

    um den Heizwrmebedarf bzw. den Trinkwasser-Wrmebedarf zu decken.

    Energiepreise

    Den Berechnungen werden folgende bundesdeutsche Jahres-Mittelwerte fr den

    Zeitraum April 2011 bis Mrz 2012 aus den angegebenen Quellen zu Grunde gelegt:

    Energiepreise Grundpreis Arbeitspreis

    Erdgas EFH 140 /a 0,0585 /kWhHs

    6-FH 250 /a 0,0565 /kWhHs

    Heizl schwefelarm EFH - 0,0903 /kWh

    6-FH - 0,0873 /kWh

    Nah-/Fernwrme

    EFH: EnEV 2009 360 /a 0,0720 /kWh

    EFH: KfW70 330 /a 0,0720 /kWh

    EFH: KfW55 290 /a 0,0720 /kWh

    6-FH 720 /a 0,0720 /kWh

    Pellets EFH - 0,0492 /kWh

    6-FH - 0,0470 /kWh

    Strom-Wrmepumpentarif EFH / 6-FH 80 /a 0,1785 /kWh

    Strom-Normaltarif EFH / 6-FH - 0,2230 /kWh

    Erdgas: BDEW

    Heizl: Brennstoffspiegel / Ceto Verlag GmbH

    Fernwrme: AGFW - Der Energieeffizienzverband fr Wrme, Klte und KWK e. V.

    Holzpellets: C.A.R.M.E.N. e.V. (Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und

    Entwicklungs-Ne

Embed Size (px)
Recommended