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Handlingsbroschüre - therapeutenteam.com€¦ · Liebe Eltern, liebe Angehörige, möglicherweise...

Date post:20-Jul-2018
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  • HandlingsbroschreTherapeutenteam Blankenese

  • Vorwort

    Seite 2 |

  • Liebe Eltern, liebe Angehrige,

    mglicherweise fhlen Sie sich noch unsicher im Um-gang mit ihrem Sugling und mchten wissen mit wel-chen Handgriffen Sie Ihr Kind bestmglich in seiner Entwicklung frdern knnen.

    Aufgrund zahlreicher Nachfragen haben wir fr Sie eine Broschre erstellt, in der Sie ein paar solcher Handhabungen in Wort und Bild nachschlagen knnen.

    Grundlage unserer Tipps sind anerkannte Behand-lungsmethoden wie z.B. das Bobath-Konzept. Wir sprechen vom Handling des Kindes aus dem eng-lischen bersetzt bedeutet es Handhabung, Fhrung, Umgang und handle ist der Handgriff.

    Dieses bedeutet nichts anderes als eine sinnvolle Untersttzung der normalen kindlichen Entwicklung im Alltag durch bestimmte Handgriffe wie z.B. beim An- und Ausziehen, Wickeln, Tragen, Fttern. Hierbei sollte Ihr Kind von Ihnen nur so wenig Untersttzung wie mglich bekommen, jedoch so viel wie ntig, da-mit es seine anstehenden Entwicklungsschritte lernen kann. Lernen basiert auf Wiederholungen und je fter ihre Handgriffe langsam ausgefhrt werden, desto ef-fektiver sind sie und schulen die Wahrnehmung des Kindes in den verschiedenen Bereichen seiner Ent-wicklung. Versuchen Sie, das Handling in Ihren Alltag zu integrieren.

    Diese Art des Umgangs mit Kindern ist fr alle Kinder wichtig, seien sie in ihrer Ent-wicklung verzgert oder auch nicht. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihrem Kind gengend Zeit fr seine Entwicklung ge-ben und keine Entwicklungs-schritte beschleunigen.

    Zwei Beispiele: Ein Kind sollte erst dann sit-zen, wenn seine Rcken-muskulatur krftig genug fr einen aktiven Sitz ist. Ein un-tersttzter, passiver Sitz kann die normale Entwick-lung der knchernen Wirbelsule und der Rckenmus-kulatur negativ beeinflussen. Ebenso ist es mit dem Laufen: Ihr Kind wird laufen, wenn seine krperlichen Voraussetzungen dazu erfllt sind. bereilen Sie nichts, auch wenn die Verwandten es noch so herbei-sehnen.

    Wir hoffen, Ihnen mit dieser Broschre einen kompe-tenten Ratgeber an die Hand zu geben und freuen uns ber Ihre Rckmeldungen.

    Ihre Marion Milius

    Marion Milius

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  • Therapeutenteam BlankenesePhysiotherapie Marion Milius GbRBlankeneser Landstrae 51-53 22587 Hamburg

    Telefon: 040 - 70 70 57 92Fax: 040 - 70 70 57 93

    www.Therapeutenteam.com

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    Inhaltsangabe

  • Seite 02 - 03 Vorwort

    Seite 04 - 05 Inhaltsangabe

    Seite 06 - 07 Tragen

    Seite 08 - 09 Lagerung

    Seite 10 - 11 Wickeln

    Seite 12 - 13 Ausziehen (Oberteil)

    Seite 14 - 15 Ausziehen (Unterteil)

    Seite 16 - 17 Spielangebote

    Seite 18 - 19 Stillen & Fttern

    Seite 20 - 21 Hochnehmen aus der Rckenlage

    Seite 22 - 23 Hochnehmen aus der Bauchlage

    Seite 24 - 25 Drehen Rckenlage in Bauchlage

    Seite 26 - 27 Drehen Bauchlage in Rckenlage

    Seite 28 - 34 Lieber nicht...

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  • Halten Sie Ihr Kind mit Ihrer Hand am Bauch, der Unter-arm der anderen Hand liegt am Brustbein.

    Beide rmchen Ihres Kindes sollten vorne sein.

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    Tragen

  • ...und wenn Ihr Kind sitzen kann:

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    Lagerung

  • Legen Sie Ihr waches Kind mehrmals am Tag in die Bauchlage (ab ca. 6 Wochen).

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  • Bercksichtigen Sie auch beim Wickeln die Drehung von Becken und Bein gegen den Oberkrper.Die Rotation leiten Sie ein, in dem Sie mit Ihrer linken (bzw. rechten) Hand zwischen den Beinen Ihres Kindes hindurch an den linken (bzw. rechten) Oberschenkel fassen.

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    Seite 10 |

    Wickeln

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    Seite 10 | 11

  • Drehen Sie Ihr Kind auf die andere Seite und ziehen so auch den anderen rmel aus.

    Drehen Sie Ihr Kind auf die Seite. Fassen Sie mit Ihrer linken Hand unter den Pullover an den rech-ten Oberarm und Ellenbo-gen Ihres Kindes.

    Ziehen Sie mit Ihrer rechten Hand den rmel vorsichtig vom Arm.

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    Ausziehen (Oberteil)

  • Schienen Sie unter dem Pullover Kopf und Nacken Ihres Kindes. Ziehen Sie mit Ih-rer anderen Hand den Pullover vorsichtig von hinten ber den Kopf nach vorne.

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    Ausziehen (Unterteil)

  • Ausziehen Strumpfhose

    Verbinden Sie das Ausziehen der (Strumpf-) Hose mit Beugung und Rotation. Die rechte und linke Seite wer-den nacheinander ausgezogen bzw. angezogen.

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    Seite 14 | 15

  • Legen Sie Ihre Daumen in die Handflchen Ihres Kindes. Fr-dern Sie spielerisch den Hand Mundkontakt und die Mitte des Kindes.

    Bauchlage ber dem Oberschenkel (ab ca. 3 Monate).

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    Spielangebote

  • Bauchlage auf dem Boden (ab ca. 6 Wochen).

    Sitzen Sie bequem. Lehnen Sie sich an! Kommunizie-ren Sie ber Blickkontakt, Stimme und Berhrungen (ab 0 Monaten)!

    Seite 16 | 17

  • im Schneidersitz; Ihr Kind liegt in der Seitlage

    im Schneidersitz; Ihr Kind liegt in Rckenlage

    in Seitlage ...im Sitzen; die Fuballstellung mit Stillkissen

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    Stillen und Fttern

  • Fttern Sie Ihr Kind auf dem Scho.

    Klemmen Sie beim Fttern mit der Flasche die Arme nicht nach hinten weg!

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  • Fhren Sie die Arme Ihres Kindes ber sei-ne Schultern zur Krpermitte.

    Anfangs kann der Kopf bei der Drehung zur Seite mit den Fingern untersttzt werden.

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    Hochnehmen aus der Rckenlage

  • Nehmen Sie Ihr Kind seitlich hoch und legen Sie es ber Ihrer Schulter ab.

    Mit der einen Hand untersttzen Sie Ihr Kind am Oberkrper, mit der anderen un-ter dem Windelpo.

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  • Greifen Sie mit der einen Hand unter der Schulter durch bis zum Brustbein, mit der anderen zwischen den Beinen durch.

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    Hochnehmen aus der Bauchlage

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  • Drehen Sie Ihr Kind ber das Becken auf die Seite und achten Sie darauf, dass der Arm mitgenommen wird.

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    Seite 24 |

    Drehen Rckenlage in die Bauchlage

  • Kommt das Kind in die Bauchla-ge, drcken Sie das Becken leicht Richtung Boden. Gleichzeitig ben Sie sanften Zug auf Becken und Bein aus.

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  • Bringen Sie ein Bein in Stre-ckung, ein Bein in Beugung.

    Die Arme des Kindes mssen vorne gelagert sein, damit das Kind ber die (hier: rechte) Schulter rollen kann.

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    Drehen Bauchlage in die Rckenlage

  • Drehen Sie Ihr Kind in dieRckenlage.

    Am Ende der Bewegung sind Ihre Arme berkreuzt!

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  • Seite 28 |

    Lieber nicht...

  • Wir haben noch ein paar Dinge aufgelistet, die uns sehr am Herzen liegen.

    Wie immer gilt auch hier: Alle Lagerungs- und Hilfs-mittel erst dann benutzen, wenn Ihr Kind von alleine die Positionen einnehmen und entsprechende Bewegungen ausfhren kann.

    Also setzen Sie Ihr Kind beispielsweise erst in den Hochstuhl, wenn Ihr Kind sich selbststndig hinsetzen kann, stellen Sie Ihr Kind erst hin, wenn Ihr Kind sich von alleine hochziehen kann!

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  • Gar nicht zu empfehlen! Die Fe sind noch nicht reif fr die Belastung, die Rumpfmuskula-tur ist noch nicht ausreichend ausgebildet.

    Fufehlstellungen Rckenasymmetrie Haltungsschden Skoliose Unfallgefahr!

    (Stufen, Hindernisse)

    Mglichkeiten anbieten zum Hochziehen z.B. Trgitter, Wohnzimmertisch,...

    Das Erlernen von Gleichge-wichtsreaktionen (=Vorausset-zung fr gefahrloses Laufen) wird verhindert.

    Unflle durch mangelnde Gleichgewichtsreaktionen

    Haltungsschden Rckenasymmetrie Fufehlstellungen

    Keine Alternativen

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    HOPSER

    LAUFLERNGERTLieber nicht...

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  • Nur geeignet fr die Autofahrt, nicht als Dauerlagerung: Die Rumpf- und Kopfmuskulatur ist noch nicht ausreichend aus-gebildet. Die Hften sind noch nicht voll ausgebildet und daher auch in leicht erhhten Positi-onen noch nicht belastbar.

    Rckenasymmetrie Haltungsschden Skoliose Fehlstellung der Hften

    Gut gefederter KinderwagenErgonomische Autoliege

    Nicht zu empfehlen! Durch das Aufwippen erhlt ihr Kind ein nicht altersgerechtes Streck-muster, ist also nicht physiolo-gisch! Durch ein Streckmuster wird die Kopfkontrolle negativ beeinflusst.

    Rckenasymmetrie

    Hngematte, wenn es um Lage-rung geht.Bauchlage oder Tragen in Seit-lage, wenn es um Dabeisein geht (s. Seite 6 !).

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    AUTOBABYSCHALE

    BABYWIPPER

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  • Als bevorzugte Sitzhaltung un-gnstig, kurzfristig im Wechsel mit anderen Sitzpositionen akzeptabel.

    Funktionelle Beeintrch-tigung (Vernderung des Gangbildes)

    Strukturelle Vernderung in den Knien und Hften

    Seitsitz, Langsitz, PckchensitzWechsel zwischen allen Sitzpo-sitionen.

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    HSCHEN-SITZ

    Der Fu ist noch nicht reif fr die Belastung.

    falsche Fubelastung fehlendes Gleichgewicht Fufehlstellungen Einprgung falscher Gang-

    muster

    Laufen Sie mit Ihrem Kind erst, wenn es die ersten freien Schritte selbststndig geht.

    Grund

    Gefahr

    Alternative

    LAUFEN AN DER HANDLieber nicht...

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  • Rumpf- und Kopfmuskulatur sind noch nicht ausreichend ausgebildet. Die Hften sind noch nicht reif fr die nahezu sitzende Position.

    Fr alle Tragehilfen gilt: nur in Maen, keine Dauerlsung! Nur fr Kinder ab ca. 4-5 Mona-ten geeignet.

    Das Tragetuch bietet Ihnen verschiedene Mglichkeiten, Ihr Kind zu tragen: Fr Neuge-borene und junge Babys empfehlen wir eine liegende Position. Mit zunehmendem Alter knnen Sie aufrechtere Positionen anbieten.

    Grund

    Alternative

    TRAGEHILFE

    TRAGETUCH

    Seite 32 | 33

  • Therapeutenteam BlankenesePhysiotherapie Marion Milius GbRBlankeneser Landstrae 51-53 22587 Hamburg

    Telefon: 040 - 70 70 57 92Fax: 040 - 70 70 57 93

    www.Therapeutenteam.com

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