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Grundlagen zu Gründungen und Startups
Date post:25-Jun-2015
Category:Small Business & Entrepreneurship
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Dies ist ein Auszug aus der Bachelorarbeit Startups als ein potenzielles Marktsegment fr den Vertrieb von IBM Cloud Computing-Services in Deutschland - Grundlagen und Handlungsempfehlungen von Daniel Bartel. Vorgelegt am 15. August 2011 an der Dualen Hochschule Baden-Wrttemberg. Weiterverwertung dieses Auszuges ist unter folgender Commons-Lizenz ausdrcklich gestattet: Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
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  • 1. Grundlagen zu Grndungen und StartupsDies ist ein Auszug aus der Bachelorarbeit Startups als ein potenzielles Marktsegmentfr den Vertrieb von IBM Cloud Computing-Services in Deutschland - Grundlagen undHandlungsempfehlungen von Daniel Bartel. Vorgelegt am 15. August 2011 an derDualen Hochschule Baden-Wrttemberg.Weiterverwertung dieses Auszuges ist unter folgender Commons-Lizenz ausdrcklichgestattet: Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)Inhalt1. Grundlagen zu Grndungen und Startups .............................................................. 21.1 Begriffsbestimmungen ...................................................................................... 21.2 Kategorisierung von Startups ............................................................................ 51.2.1 nach der Herkunft der Ressourcen ............................................................. 51.2.2 nach Hhe der Reglementierung und Bedeutung von IT ............................ 51.2.3 nach der Benutzerrolle einer Cloud ............................................................ 61.2.4 nach den Marmer Stages fr Web Startups ............................................... 71.2.5 innerhalb von Web Startups ....................................................................... 81.2.6 Schlussfolgerungen .................................................................................... 91.3 Studienkonsolidierung zur Betrachtung des Kundensegments ....................... 101.3.1 Marktvolumen ........................................................................................... 111.3.2 Innovationsgrad ........................................................................................ 121.3.3 Demographie ............................................................................................ 121.3.4 Erfolgsindikatoren ..................................................................................... 131.3.5 Kapitalausstattung .................................................................................... 141.3.6 Umsatz und Gewinn ................................................................................. 141.3.7 Hochschulen und Absolventen ................................................................. 151.3.8 Veranschaulichung ................................................................................... 15

2. 1. Grundlagen zu Grndungen und Startups1.1 BegriffsbestimmungenDie folgenden Abschnitte versuchen, die Begriffe Grndung und Startup aufgrundwissenschaftlicher Literatur einzuordnen. Dies geschieht besonders ausfhrlich, da dieIBM in ihren Vertriebsprozessen Startups bzw. kleine und junge Unternehmen nichtgesondert kategorisiert oder handhabt. Im fr Deutschland zustndigenVertriebscenter in Dublin werden Startups deshalb dem Midmarket bzw. GeneralBusiness zugeordnet. Im Normallfall werden hier eher mittelgroe Unternehmeneingeteilt. Daher soll dieses Kapitel eine Hilfestellung fr eine eventuelleKategorisierung von Startups nach qualitativen und quantitativen Merkmalen durchdas Vertriebscenter liefern. 1Der Begriff Startup wird ausgehend vom Silicon Valley in den USA Anfang derneunziger Jahre fr Unternehmensneugrndungen vor allem im Bereich Internet,Multimedia und Telekommunikation verstanden, die meist mit Hilfe vonRisikokapitalgebern zustande kommen.2 Um die Besonderheiten und Probleme bei derBewertung von Startups bzw. jungen Wachstumsunternehmen3 im Vergleich zuetablierten Unternehmen zu verdeutlichen, kann das Lebenszykluskonzeptherangezogen werden. Dieser dynamische Ansatz basiert auf der Annahmeidealtypischer Phasen eines Unternehmens: Einfhrung (die Grnder- bzw.Anlaufphase), Wachstum, Reife und abschlieend Rckgang. Beispielsweisecharakterisiert die erste Phase einen hohen Investitionsaufwand durch die Gewinnungnotwendiger Ressourcen, welcher meist nur geringen Umstzen gegenbersteht. Inder Wachstumsphase knnen erfolgreiche Unternehmen den Markt durchdringen.Steigende Umsatzerlse fhren zu einem Ausbau der Produktionskapazitten undVertriebssystemen. Hier liegen das Erreichen der Gewinnschwelle oder der erstepositive Cash Flow. Die wachsende Unternehmensgre macht eine Standardisierungund Professionalisierung aller operativen Systeme und Ablufe notwendig. Heinrichsteilt Startups der Einfhrungsphase zu. Wachstumsunternehmen befinden sich in derzweiten Phase. Zustzlich bilden junge Wachstumsunternehmen einenzusammenfassenden Begriff fr Startups und Wachstumsunternehmen. Etablierte1 Vgl. Auge, M. (2011a)2 Vgl. o.V. (o.J.b), http://www.4managers.de/management/themen/... (Stand: 13.08.2011)3 Vgl. Brettel, M.; Rudolf, M.; Witt, P. (2005), S. 1 ff. 3. Unternehmen befinden sich am Ende der Wachstumsphase mit Erreichen desReifezustandes.4 Folgende Abbildung fasst die Aussagen zusammen:junges WachstumsunternehmenWachstums-unter-nehmenStartupEtabliertes UnternehmenAbbildung 1: Unternehmens-Lebenszyklus mit den Definitionen nach Heinrichs5Weiterhin lsst sich laut Heinrichs ein junges Wachstumsunternehmen quantitativeinordnen. 29 Anhaltspunkte dieser statischen Abgrenzung sind in den Kategorienberproportionales Wachstum, Alter, Klassifizierung und Insolvenzwahrscheinlichkeitzusammengefasst, wie in Anhang 1 aufgelistet. Aufgrund der kurzen Historie sowieder dynamischen Entwicklung ist eine Fortschreibung der vergangenen Daten in dieZukunft zwecks Bewertung eines Startups mit groer Unsicherheit behaftet.6Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Startups als junge, noch nicht etablierteUnternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschftsidee (hufig in denBereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences) mitgeringem Startkapital gegrndet werden und i.d.R. sehr frh zur Ausweitung ihrerGeschfte und Strkung ihrer Kapitalbasis entweder auf den Erhalt von Venture-Capital bzw. Seed Capital7 (evtl. auch durch Business Angels) oder auf einenBrsengang (IPO) angewiesen sind.8 Unter Beachtung der Abbildung eins wre einStartup mit jungen Wachstumsunternehmen nach Heinrichs gleichgestellt.4 Vgl. hierzu ausfhrlich Heinrichs, N. (2008), S. 17-205 Modifizierte Darstellung in Anlehnung an Porter, M. (1995), S. 2146 Vgl. hierzu ausfhrlich Heinrichs, N. (2008), S. 20 ff.7 Vgl. hierzu ausfhrlich Hack, A. (2005), S. 48 ff.8 Achleitner, A.-K. (o.J.), http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/... (Stand: 13.08.2011) 4. Vgeli analysierte mehrere Quellen und kam zu dem Entschluss, dass eine abstrakteDefinition schwerfllt. Am Entwicklungsstadium orientiert resmiert er: Ein Startup istein Unternehmen, welches ein innovatives Produkt oder einen Service zu etablierensucht und sich noch nicht fr ein Bankdarlehen qualifiziert.9Hack recherchierte ausfhrlich und fand auf Grundlage verschiedener Literaturquellenund einer Umfrage folgende konstitutiven Merkmale zur Eingrenzung eines Startupsbzw. Grnderunternehmens: Keine lngere Unternehmenshistorie und fehlende Grundlage fr fundamentaleUnternehmensdaten und Unternehmensbewertungen Auf dynamischen, sich stndig vernderten Wachstumsmrkten agierend Extreme Knappheit vorhandener Ressourcen Negativer Cash Flow Entscheidungsprozesse stark durch die Grnder geprgt Gegrndet von Unternehmen, die Chancen in den strategischenGeschftsfeldern schnell und effizient ausnutzen wollen.Auch wenn Startups aus nur einer Person bestehen knnen, ist die Arbeitsform derSelbststndigkeit nicht mit einer Unternehmensgrndung zu vergleichen.10Seit Ende April 2011 wurde zudem das Wort Startup erfolgreich als geschtzte Markeder Firma Apple in das amerikanische Markenregister eingetragen. Startup sollGerchten zu Folge eine neue Dienstleistung in den Filialen zur personalisiertenEinrichtung bei der Inbetriebnahme hauseigener Produkte darstellen.11Abschlieend ist festzuhalten, dass eine alleingltige Definition zu Startup nichtexistiert, und die Abgrenzung zu Wachstumsunternehmen flieend ist. Da keinegenaue Abgrenzung zwischen Startups und jungen Wachstumsunternehmenexistiert, werden im weiteren Verlauf der Arbeit beide Arten unter dem BegriffStartup subsumiert. Insbesondere die mangelnde Liquiditt und die sehr hoheDynamik mssen im Hinblick auf Vertrieb und Leistungsbereitstellung beachtetwerden.9 Vgl. Vgeli, J., (2010), http://startwerk.ch/2010/08/25/startup-definition... (Stand: 13.08.2011)10 Vgl. hierzu ausfhrlich Hack, A. (2005); S. 48 ff.11 Vgl. Mehnert, D. (2011), http://www.planet-apfel.de/2011/04/25/apple-hat-... (Stand: 13.08.2011) 5. 1.2 Kategorisierung von StartupsIm Folgenden ein Versuch, Arten von Startups zu kategorisieren. Da die Definition vonStartups per se nicht eindeutig ist, kann eine Einteilung auf vielfache Art erfolgen. DieAuswahl innerhalb dieser Thesis beschrnkt sich auf die Kategorisierung nachHerkunft der Ressourcen, nach Hhe der Reglementierung und Bedeutung von IT,nach den Marmer Stages, innerhalb von Web Startups und nach den Benutzerrollenvon Cloud Computing. Weitere Einteilungen knnen zum Beispiel nach denZielmrkten Business-to-Business (B2B) und Business-2-Customer (B2C) oder nachBranchen sein. Letzteres wird in einem spteren Kapitel dieser Arbeit bezglich derGrnderstatistik Deutschlands beleuchtet.1.2.1 nach der Herkunft der RessourcenStartups knnen in originre und derivative Grndungen unterschieden werden. Beioriginren Grndungen baut die neue Organisationsarchitektur inklusive der bentigenRessourcen ohne Rckgriff auf vorhandene Unternehmensteile auf. Im Gegensatzdazu stehen derivative Grndungen, welche aus bereits bestehenden Unternehmenoder Forschungseinrichtungen, so genannten Mutterorganisationen, entstehen. Siewerden hufig als Spin-offs bezeichnet.121.2.2 nach Hhe der Reglementierung und Bedeutung von ITDeutscher/Grotemeyer/Schipmann beschreiben in ihrem Leitfaden frUnternehmensgrnder unterschiedliche Anforderungen an die IT in Abhngigkeit vomGrad der Reglementierung. Hierunter verstehen die Autoren die Summe aller Regeln,Vorschriften, Standards und Beschrnkungen, denen Sie in der Art und Weise derRealisierung ihrer Ge

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