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Frank Multrus / Tino Bargel / Bettina Leitow .Frank Multrus / Tino Bargel / Bettina Leitow Das...

Date post:18-Aug-2019
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  • Frank Multrus / Tino Bargel / Bettina Leitow

    Das Studium der Geisteswissenschaften Eine Fachmonographie aus studentischer Sicht

    Bonn 2001 Herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

  • Die Untersuchung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der Arbeitsgruppe Hochschulforschung an der Univer- sität Konstanz durchgeführt.

    Projektleitung: Prof. Dr. W. Georg und Tino Bargel

    Die Autoren tragen die Verantwortung für den Inhalt.

  • I

    Inhaltsverzeichnis Seite Zusammenfassung und Folgerungen ............................................. V I Charakteristika, Unterschiede und Profile ........................................ VI II Bilanz und Folgerungen .................................................................. XX 1 Studierende der Geisteswissenschaften:

    Zusammensetzung und soziales Profil ............................................ 1 1.1 Abgrenzung der Geisteswissenschaften und Fächervielfalt ............... 2 1.2 Empirische Grundlagen ...................................................................... 4 1.3 Entwicklung der Studierendenzahlen ................................................. 7 1.4 Soziales Profil der Studierenden ......................................................... 9 2 Studienmotive und Fachidentifikation ......................................... 15 2.1 Motive der Fachwahl und Nutzen des Studiums .............................. 16 2.2 Fachidentifikation, Fachwechsel und Studienabbruch ..................... 21 3 Studiengestaltung: Absichten und Strategien .............................. 25 3.1 Studieneffizienz: rascher Abschluss und gutes Examen .................. 26 3.2 Nutzen verschiedener Studienstrategien .......................................... 32 3.3 Verwirklichung von Elementen der Studiengestaltung .................... 36 4 Studienordnungen und Anforderungen ....................................... 41 4.1 Studienordnungen und ihre Verbindlichkeit .................................... 42 4.2 Anforderungsniveau und Studienaufbau .......................................... 48 4.3 Spektrum der allgemeinen Anforderungen....................................... 54 5 Stellenwert des Studiums und zeitlicher Studieraufwand .......... 57 5.1 Wichtigkeit von Studium und Wissenschaft .................................... 58 5.2 Definition der Studiensituation und Teilzeitstudierende ................. 63 5.3 Zeitlicher Studieraufwand und Erwerbstätigkeit .............................. 68

  • II

    6 Zur Situation und Evaluation der Lehre ...................................... 77 6.1 Strukturelle und organisatorische Merkmale ................................... 78 6.2 Einhaltung didaktischer Prinzipien in der Lehre .............................. 81 6.3 Aspekte der Beratung und Beteiligung............................................. 84 6.4 Bezüge zu Forschung, Praxis und anderen Fächern ......................... 87 7 Studienqualität und Studienertrag ............................................... 93 7.1 Bilanz der Studienqualität................................................................. 94 7.2 Förderungen im Studium und Studienertrag .................................. 100 7.3 Zusammenhänge zwischen Studienangebot und Ertrag ................. 104 7.4 Einflüsse auf die Qualitätsbeurteilung ........................................... 108 8 Soziales Klima und Kontakte ....................................................... 113 8.1 Soziales Klima in den Geisteswissenschaften ................................ 114 8.2 Kontakte und Kommunikation ....................................................... 119 9 Beratung und Betreuung .............................................................. 129 9.1 Beratung durch Lehrende................................................................ 130 9.2 Wichtigkeit verschiedener Beratungsbereiche ............................... 133 9.3 Nutzung und Beurteilung anderer Beratungsangebote .................. 135 9.4 Erfahrene Beratung und Studiensituation ....................................... 140 10 Prüfungen: Vorbereitung, Resultate und Reaktionen .............. 143 10.1 Prüfungsvorbereitungen .................................................................. 144 10.2 Zwischenprüfungen: Zeitpunkt und Resultate ............................... 146 10.3 Reaktionen auf Leistungsrückmeldungen ...................................... 149 10.4 Prüfungen als Belastung ................................................................. 153 11 Studiendauer und Studienzeitverkürzung ................................. 157 11.1 Geplante und tatsächliche Studiendauer ......................................... 158 11.2 Gründe für das Überschreiten der Regelstudienzeit ....................... 167 11.3 Maßnahmen zur Studienzeitverkürzung ......................................... 171

  • III

    12 Schwierigkeiten, Belastungen und Beeinträchtigungen ........... 177 12.1 Schwierigkeiten im Studium ........................................................... 178 12.2 Belastungen im Studium ................................................................. 181 12.3 Beeinträchtigungen und Überfüllung ............................................. 185 13 Angestrebte Tätigkeitsbereiche und berufliche Werte ............. 191 13.1 Angestrebte Tätigkeitsbereiche ...................................................... 192 13.2 Berufliche Orientierungen: Strukturen und Präferenzen ................ 201 14 Berufsaussichten und Arbeitsmarktreaktionen ......................... 209 14.1 Berufsaussichten und Arbeitsmarktentwicklung ............................ 210 14.2 Unsichere Berufsaussichten als Belastung im Studium ................. 219 14.3 Studentische Reaktionen bei Arbeitsmarktproblemen ................... 223 15 Forderungen und Wünsche .......................................................... 227 15.1 Verbesserung der persönlichen Studiensituation ........................... 228 15.2 Entwicklung der Hochschulen ........................................................ 235 Literaturangaben ....................................................................................... 243

  • IV

  • V

    Zusammenfassung und Folgerungen

    Die Geisteswissenschaften, amtlich als Sprach- und Kulturwissenschaften geführt, sind ein vielfältiges und spannungsreiches Studienfeld. Ende der 90er Jahre haben fast 290.000 Studierende eines der Fächer, zumeist eine Fächerkombination, der Geisteswissenschaften belegt: fast die Hälfte in den drei zahlenmäßig großen Fächern Germanistik, Geschichte und Anglis- tik, die anderen in der Philosophie oder Theologie, in alten oder neuen Sprachen bis hin zu Fächern wie Byzantinistik und Dokumentationswesen oder neueren Angeboten wie Medienwissenschaft.

    Probleme des Studiums der Geisteswissenschaften Gegenüber den Studiengängen der Geisteswissenschaften, die Gegenstand dieses Berichts sind, wurden heftige kritische Einwände erhoben: Sie seien nicht klar strukturiert und deshalb „schwer“ studierbar, was zu niedrigen Erfolgsquoten, häufigem Studienabbruch und außerordentlich langen Stu- dienzeiten führe. Auf die mangelnde internationale Attraktivität wird eben- so verwiesen wie darauf, dass die Geisteswissenschaften oft ein „Auffang- becken“ für weniger geeignete Studierende seien. Neben der Ineffektivität und den strukturellen Mängeln wird auch der geringe Praxisbezug und die unzureichende berufliche Qualifizierung beklagt. Die inhaltlichen Angebo- te seien oftmals beliebiges „schmückendes Beiwerk“, nicht curricular abge- stimmt und zielgerichtet aufgebaut. Für die Debatte um die Geisteswissenschaften und ihre zukünftige Ent- wicklung hat es in den letzten Jahren wichtige Anstöße gegeben: Vor allem die Einführung gestufter Abschlüsse mit Bachelor und Master sowie das Kreditpunktsystem werden gefordert und auf den Weg gebracht. Auch die neuen Bildungstechnologien oder die Internationalisierung von Studien- gängen stellen Herausforderungen dar. Das gemeinsame Studium von Lehramts- und Magisterkandidaten wird in Frage gestellt und soll neu ge- ordnet werden.

    Angesichts dieser Entwicklungen und Perspektiven scheint es angebracht, das Studium der Geisteswissenschaften auf den Prüfstand zu stellen, was in diesem Bericht aus Sicht der Studierenden geschieht. Die mitgeteilten Er- fahrungen, Urteile und Forderungen der Studierenden erfolgen sicherlich aus einer spezifischen Perspektive. Sie verdienen aber Interesse und Be- rücksichtigung, nicht nur als „evaluative Rückmeldung“, sondern weil sie

  • VI

    Klienten und Kunden der Hochschulen sind – wie immer häufiger dekla- riert wird. Im übrigen fallen die studentischen Stellungnahmen keineswegs bloß kritisch und klagend aus, sondern sie verweisen auf manche Stärken und Vorzüge des geisteswissenschaftlichen Studiums, die bei Reformvor- haben zu bewahren und auszubauen wären.

    Empirische Grundlagen Die empirischen Grundlagen liefert eine Langzeituntersuchung über die Studiensituation und die studentischen Orientierungen. Sie wird seit 1983 alle zwei bzw. drei Jahre bundesweit durchgeführt; mit der Erhebung im Wintersemester 1997/98 ist somit für die alten Länder eine Zeitreihe von sieben, für die neuen Länder von drei Erhebungen vorhanden. Für jede Er- hebung liegen die Antworten von etwa 9.000 Studierenden insgesamt vor, die ein umfangreiches Themenspektrum bearbeitet haben.

    Aus den Geisteswissenschaften habe

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