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Fast Forward - Innovationsberatung mit denkwerk (2013)

Date post:07-Dec-2014
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In der digitalisierten Welt sind schnelle und durchdachte Innovationen der Schlüssel zum Erfolg. denkwerk zeigt im Leitfaden „Fast Forward“, wie Unternehmen diese gezielt erarbeiten, umsetzen und neue Business-Ideen entwickeln können.
Transcript:
  • 1. Fast Forward. Innovationsberatung mit denkwerk.
  • 2. Fast Forward. Die Zukunftsmusik spielt digital. Das hat mittlerweile so gut wie jeder erkannt. UmTeil der digitalen Revo- lution zu sein, mssen wir sie verstehen. Wir mssen ihre Dynamik nutzen, ganzheitliche Strate- gien entwickeln und Lsungen finden.Auf den folgenden Seiten zeigen wir, wie das gelingt. 3
  • 3. 1 Rahmenbedingungen A/ Die Digitalisierung aller Lebensbereiche fhrt zur ffnung zahlreicher neuer Mrkte. B/ Markteintritts- hrden sind in der digitalen Welt gering. Davon profitieren viele kleine und branchen- fremdeWettbewerber. C/ Konsumenten entwickeln sich zu mndigenVerbrauchern und verlangen Mitsprache- recht. D/ Die Kultur des offenenWissens und offener Schnittstellen lsstWissens- vorsprnge schmelzen. 5
  • 4. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche fhrt zur ffnung zahlreicher neuer Mrkte. Das Internet ist eine Ansammlung von Websites,die wir mittels eines Bildschirms betrachten.Diese veraltete Vorstellung findet sich immer noch in vielen Kpfen wieder.Dabei bewegen wir uns schon jetzt im Web of Things.Alles,was uns umgibt,ist vernetzt oder wird bald vernetzt sein.Von der Waschmaschine im Smart Home ber die Navigation im Smart Car bis hin zum Smartphone,mit dem wir unzhlige Mglichkeiten der digitalen Vernetzung stndig in unseren Hosentaschen herumtragen. Das Internet wird wie Sauerstoff so selbstverstndlich,dass wir es als solches nicht mehr wahrneh- men und so lebensnotwendig,dass wir nicht mehr darauf verzichten knnen.Es integriert sich nahtlos in unsere Lebensbereiche,Geschftsprozesse und Gegenstnde. Diese Revolution muss man zuerst auch als solche begreifen,um darauf reagieren zu knnen: Software-Anbieter werden im Zuge der Digitalisierung immer fter auch zu Hardware-Herstellern. Lagen die Wurzeln von Google beispielsweise noch in einem Suchprogramm,verlagern sich die Aktivi- tten zunehmend in den Bereich anfassbarer Dinge.Angefangen bei der Produktion von Smartphones (Nexus) und Notebooks (Chromebook),bis hin zu Brillen (Project Glass),automatisch fahrenden Autos und vernetzten Khlschrnken. Gleichzeitig kommen Hardware-Produkte immer seltener ohne angebundene digitale Dienste und Services aus.So sind bei BMW beispielsweise die Connected-Drive-Funktionen und Services,die erst durch Digitalisierung und Vernetzung mglich werden,mittlerweile zu einem entscheidenden Kauf- argument geworden. Barrieren zwischen Online- und Offline-Welt verschwinden zunehmend.Erfolgreiche Unternehmen schaffen es heute,ein Produkt-kosystem aufzubauen,das sowohl die analoge als auch die digitale Lebenswelt der Kunden integriert. 6 A 1 Rahmenbedingungen
  • 5. Markteintrittshrden sind in der digitalenWelt gering. Davon profitieren viele kleine und branchenfremdeWett- bewerber. Im Verhltnis zur Offline-Produktentwicklung ist der finanzielle Aufwand bei der Entwicklung von digitalen Produkten gering.Die Herausforderung,zumindest im B2C-Bereich,besteht hier eher darin, eine Marktdurchdringung zu erreichen.Dies geschieht entweder durch den Einsatz massiver Marke- tingbudgets,wie z.B.bei der E-Commerce-Plattform Zalando,oder aber durch die Bindung einer Com- munity aus Untersttzern und Kufern rund um ein Produkt,schon bevor es produziert wird.Letztere Variante,das Crowdfunding,hat in der jngeren Vergangenheit durch Plattformen wie Kickstarter und Startnext viel Aufmerksamkeit bekommen.Mit Hilfe der neuen Finanzierungs-Mechanismen nach dem Motto erst kaufen,dann produzieren,knnen nun auch die Hrden fr Hardware-Entwicklung gesenkt werden.Heute kann jeder seine Idee umsetzen,wenn er damit genug andere Menschen begeis- tert genug Untersttzer findet,die ein bestimmtes Produkt kaufen wollen und dafr Geld geben,noch bevor das Produkt berhaupt existiert.Das Dogma,dass die Umsetzung und Vermarktung eines neuen Produkts fr den Unternehmer immer ein schwer kalkulierbares Risiko darstellt,gilt dadurch nicht mehr.Das Risiko,ein Produkt zu entwickeln,das spter keine Abnehmer findet,wird minimiert. Dieser marktwirtschaftliche Paradigmenwechsel ist gut fr einzelne Unternehmer und Erfinder,aber er ist auch eine Herausforderung fr etablierte Unternehmen,die vor allem durch ihre finanzielle Strke Innovationen erfolgreich am Markt platzieren konnten,ohne viele Wettbewerber frchten zu mssen.Nun steht die (gut inszenierte) Idee im Mittelpunkt,erst danach folgt Finanzkraft als Erfolgs- kriterium.Das Start-up Leap Motion beispielsweise hat hier vor Kurzem besonders gute Arbeit geleis- tet.Die Grnder haben es geschafft,schon fr ihr Konzept eine beachtliche Fanbase aufzubauen und ihre Gestensteuerung fr den Heimrechner mit Hilfe von Kickstarter in groem Mastab produzieren zu knnen. 7 B 1 Rahmenbedingungen
  • 6. Diese Entwicklungen fhren dazu,dass den Unternehmen heute nicht nur internationale Wettbewer- ber auf den Fersen sind,sondern neuerdings auch individuelle,spontan im Web gebildete Interessen- gemeinschaften,die die Befriedigung ihrer Bedrfnisse selbst in die Hand nehmen. Um hier auch in Zukunft erfolgreich mitspielen zu knnen,mssen bestimmte Kompetenzen im Unternehmen ausgebaut werden.Dazu gehren natrlich die routinierte Entwicklung von Ideen sowie die Fhigkeit,diese Ideen zielgerichtet zu selektieren,auszuarbeiten,zu testen und umzuset- zen.Besonders wichtig ist aber auch die Einsicht,dass die Vermarktung eines Produktes nicht von der Entwicklung getrennt werden sollte,weder zeitlich noch organisatorisch.Der Aufbau einer tragfhi- gen Kundenbasis rund um ein neues Produkt beginnt eben nicht mit der Markteinfhrung,sondern unter Umstnden schon sehr viel frher. Konsumenten entwickeln sich zu mndigenVerbrau- chern und verlangen Mitspracherecht. Jede Kaufentscheidung hat Einfluss auf die Welt,in der wir leben.Diesen Zusammenhang erkennen immer mehr Konsumenten.Sie wollen wissen,wo und unter welchen Bedingungen Produkte herge- stellt werden,welche Inhaltsstoffe sie enthalten,wie viel CO2 bei der Herstellung verbraucht wurde usw.Kurz: Sie interessieren sich fr all das,was passiert,bevor ein Produkt im Laden steht. Nun knnte dies als Gefahr gesehen werden,aber viel nher liegt es,dieses freiwillige Engagement anzunehmen und die Nutzer schon frh in den Entwicklungs- und Vermarktungsprozess einzubin- den.Sie werden es mit hoher Markenloyalitt honorieren.So gibt es mittlerweile mehrere Open- Innovation-Plattformen,auf denen Nutzer Lsungen fr spezifische Fragestellungen von Unter- nehmen entwickeln knnen. Nur durch konsequente Nutzerzentrierung kann erreicht werden,dass Lsungen auch wirklich fr Menschen und nicht fr simplifizierte Zielgruppenmodelle entwickelt werden.Neben der Nutzerzen- trierung spielt auch eine zeitgeme Kommunikation eine groe Rolle fr den Erfolg: Sie sucht in allen Phasen des Product Lifecycle den offenen Dialog mit Kunden und Markenfans und bietet attrak- tive Angebote zur Mitbestimmung.Dies kann vom offenen Dialogangebot in sozialen Medien bis hin zum Kundenbeirat reichen,der in die Unternehmensstrukturen integriert ist. 8 C 1 Rahmenbedingungen
  • 7. Die Kultur des offenen Wissens und offener Schnitt- stellen lsstWissensvor- sprnge schmelzen. Exklusives Wissen gilt immer noch als bester Schutzschirm gegen Wettbewerber.Die Barrieren vor den Wissensdepots werden aber zunehmend lchrig.Sptestens seit Wikipedia ist die Idee vom freien Wis- sen zu einem Grundsatz der digitalen Welt geworden.Unzhlige Initiativen und Plattformen arbeiten daran,Wissen ffentlich und barrierefrei zugnglich zu machen. Als Vorreiter gilt die Open Source Community.Sie setzt sich fr Software ein,deren Quelltext ffentlich zugnglich ist und je nach entsprechender Lizenz frei kopiert,modifiziert und verndert wie unver- ndert weiterverbreitet werden darf. Gerade sozial und kologisch nachhaltige Unternehmen adaptieren diese Sharing-Kultur und teilen ihr Wissen und ihre Best Practices offen und detailliert.Damit soll zum Nachmachen angeregt werden und eine schnelle Skalierung und Ausbreitung von Ideen und Geschftsmodellen im Sinne des grt- mglichen positiven sozialen Effekts begnstigt werden.Um wettbewerbsfhig zu bleiben,mssen Unternehmen Anschluss an die hochdynamischen Wissenscommunities finden und abwgen,welche bisher exklusiven Informationen sie selbst befreien,um mit Hilfe der Community Ideen schneller voranzutreiben. 9 D 1 Rahmenbedingungen
  • 8. 11 2 Philosophie A/ Ein digitales Produkt braucht mutige Umsetzer, eine digitale Idee mutige Vordenker. B/ Innovations- beratung vervollstndigt den denkwerk Produktent- wicklungsprozess.
  • 9. Ein digitales Produkt braucht mutige Umsetzer, eine digitale Ideemutige Vordenker. Wir mssen schnell sein.Das hohe Ma an Komplexitt in der digitalen Welt erfordert vllig andere Vorgehensweisen,als sie sich ber Jahre in konventionellen Bereichen etabliert haben.Hie