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Facebook Commerce

Date post:18-Jul-2015
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  • Facebook commerceDer Wandel zum Handel

  • 3Vorwort

    Wir leben in einer rasanten Zeit, in der Vernderungen etwas ganz Alltgliches sind. Einige davon fordern zukunftsweisende Entscheidungen. Vor einer solchen Herausfor-derung stehen jetzt viele Unternehmen. Denn es kommt etwas auf sie zu, das den herkmmlichen Online-Handel nachhaltig verndern knnte. Facebook-Commerce ist ins Rollen gekommen, und man sollte genau beobachten, ob es sich wirklich lohnt, auf diesen Zug aufzuspringen.

    Noch vor kurzer Zeit war Facebook lediglich ein soziales Netzwerk, in dem Freunde in eigenen Communitys in Kontakt traten und sich ber ihre Aktivitten auf dem Laufenden hielten. Das hat sich verndert. Immer mehr Markenprsenzen halten Einzug auf Facebook. Heute sind viele Facebook-Nutzer mit zahlreichen Marken befreundet, die nun Teil ihres Netzwerks geworden sind.

    Dieser direkte Dialog in einer sehr privaten Sphre steht im Mittelpunkt von F-Commerce und wird zu einem effektiven Marketingtool, mit dem zuknftig uerst erfolgreich Produkte verkauft werden knnten.

    Mit der vorliegenden Studie beleuchtet BBDO das Thema aus vier unterschiedlichen Perspektiven: Facebook, Nutzer, Unternehmen und Dienstleister. Basierend auf diesen verschiedenen Sichtweisen haben wir Handlungsempfehlungen fr Unternehmen erstellt.

    Denn eines ist sicher: Mit diesem Wandel im Handel sollte sich zielbewusst auseinander- gesetzt werden. Wenn sich F-Commerce als relevanter Vertriebskanal etabliert heit es, rechtzeitig die Chancen zu nutzen und freie Flchen zu besetzen.

    Also, bleiben Sie dran.

    Ich wnsche Ihnen viel Spa beim Lesen.

    Michael Schipper COO, BBDO Germany

    Vorwort

    Ich wnsche Ihnen viel Spa beim Lesen.

    Michael Schipper

    MANAGEMENT SUMMARY | F-COMMERCE ......................................................................................................................................................... SEITE 45

    BACKGROUND & SETUP | EINE STUDIE ZUM HANDELN ......................................................................................................................................... SEITE 67

    STATUS QUO | F-COMMERCE STECKT NOCH IN DEN KINDERSCHUHEN ................................................................................................................. SEITE 811

    AKTEUR 1: FACEBOOK | VOM FREUNDESKREIS ZUM MARKTPLATZ ..................................................................................................................... SEITE 1215

    AKTEUR 2: NUTZER | FANS WERDEN KUFER ...................................................................................................................................................... SEITE 1621

    AKTEUR 3: UNTERNEHMEN | BER KOMMUNIKATION VERKAUFEN ...................................................................................................................... SEITE 2228

    AKTEUR 4: DIENSTLEISTER | NEUE PLAYER ENTSTEHEN ...................................................................................................................................... SEITE 2931

    GLOSSAR ........................................................................................................................................................................................................ SEITE 3233

  • 4 ManageMent suMMary | F-coMMerce

    ManageMent SuMMary

    F-CommerceDie Kommerzialisierung von Facebook ist im vollen Gange. In-zwischen haben viele Markenprsenzen und Games den Weg fr kommerzielle Angebote auf Facebook geebnet. Denn bislang haben Unternehmen diese Plattform berwiegend zur erfolg-reichen Kundenbindung eingesetzt. So ist jeder zweite in der Studie Befragte mit mindestens sechs Marken auf Facebook befreundet. Zwei Drittel der Befragten sehen Facebook als zentralen Ort fr alle interessanten Themen. Ein Umstand, der dazu gefhrt hat, dass neben der Mglichkeit des Dialogs jetzt auch Produkte ber die Plattform verkauft werden.

    aktuell steht F-commerce noch relativ am anfang der entwicklung. Man kann aber davon ausgehen, dass es schnel-ler vom Konsumenten angenommen wird, als der E-Commerce vor einigen Jahren. Die Akzeptanz fr eine neue Technologie ist in diesem Mae nicht mehr erforderlich. Auch ist das Ein- kaufen auf Online-Plattformen inzwischen zur Selbstverstnd-lichkeit geworden. So wird sich F-Commerce ber mehrere Stufen ausbreiten. In der ersten Stufe werden Produktempfeh-lungen ber die Einbindung von Facebook-Funktionen generiert und im sozialen Netzwerk verbreitet. In der zweiten Stufe werden Produkte in Facebook-Storefronts prsentiert. In der dritten Stufe werden komplette Kaufabwicklungen angeboten.

    Facebook will einen Fu in die Tr des online- Handels bekommen, da es groes Umsatzpotenzial mit Handelsaktivitten auf seiner Plattform sieht. Das soziale Netzwerk hat bereits seine eigene Whrung, die Credits, eingefhrt und verdient 30 % des Umsatzes mit virtuellen Gtern in Social Games. Um F-Commerce voranzutreiben, hat Facebook Ende letzten Jahres eine interne Commerce-Partnership-Gruppe eingerichtet. Sie soll Hndlern helfen, Facebook als Verkaufstool zu nutzen. Zurzeit ist der Handel innerhalb von Facebook fr Unternehmen kostenlos. Das kann sich ndern. Die Frage ist nicht ob, sondern wie Facebook den Handel innerhalb und mithilfe der Plattform kapitalisieren wird.

    eines der wichtigsten motive fr das einkaufen auf Facebook ist convenience. Fr 36 % der Befragten ist dies das ausschlaggebende Argument. An zweiter Stelle kommen tolle Angebote und Rabatte (32 %), gefolgt von exklusiven Produkten (30 %). Erst 8 % der Befragten haben bereits auf Facebook eingekauft und doppelt so viele haben in einem F-Store gestbert. Jeder fnfte Befragte gibt an, dass die soziale Kom-ponente ein Vorteil ist. Gemeint ist das gemeinsame Shoppen mit Freunden bzw. das Kommentieren abgewickelter Einkufe. Besonders kommen auf Facebook solche Produkte gut an, die mit anderen leicht geteilt und verschenkt werden knnen: Zwei Drittel der Befragten knnen sich gut vorstellen, Gutscheine sowie Tickets und Eintrittskarten ber Facebook einzukaufen.

    Noch eignet sich F-commerce jedoch eher fr Impulskufe. Denn momentan besuchen die meisten Facebook-Nutzer die Plattform ohne eine konkrete Kaufabsicht. Sie stoen vielmehr zufllig ber Produktempfehlungen ihrer

  • 5ManageMent suMMary | F-coMMerce

    Facebook-Freunde oder befreundeter Marken auf interessante Produkte. Hierbei spielen Sofortbelohnungen als Kaufanreiz eine groe Rolle bei F-Commerce. Produkte mit hohem Informations-aufwand sind dagegen weniger gefragt und fr E-Commerce-Kanle besser geeignet.

    Fr Unternehmen ist F-commerce auch eine Spiel-wiese fr neue konzepte. Hier knnen sie mit zeit- und volumenabhngigen Angeboten, Fan-first- oder Fan-only-Artikeln und Gruppenkufen experimentieren. Aus den Ergebnissen entstehen neue Kommunikations- und Verkaufskonzepte, mit denen versucht wird, Aufmerksamkeit und Relevanz zu schaffen. Durch die Zusammenfhrung von Kommunikation und Handel entstehen so einzigartige Mglichkeiten, die nur auf Facebook denkbar sind. Dabei steht der Dialog mit der Marke immer im Mittelpunkt vom F-Commerce.

    Zum jetzigen Zeitpunkt hat Facebook den Wandel zum absatzkanal noch nicht vollzogen. Das heit, fr Unternehmen ist F-Commerce derzeit eine Investition und primr ein Marketingtool. Vor diesem Hintergrund ist der monetre Nutzen noch niedrig. Der Fokus liegt stark auf Kundenbindung und Kundenengagement, denn die Zahl der Kufer und ihre Ausgabe-bereitschaft sind gleichermaen gering. Erst mit der Etablierung des F-Commerce (der dritten Stufe) werden Unternehmen diese Kundenbeziehungen in bare Mnze umwandeln knnen.

    Die entwicklung von F-commerce hngt stark von Facebook als Plattform ab. Sollten sich Nutzer von dem sozialen Netzwerk abwenden, wird auch F-Commerce scheitern. Jeder zweite Befragte uert Bedenken bezglich Datenschutz und Sicherheit. Aber nur jeder Fnfte misstraut Facebook grundstzlich. Damit sich Facebook als Handelsplattform etab-lieren kann, muss es nicht nur eine bessere Verlsslichkeit fr Unternehmen unter Beweis stellen, sondern auch Sicherheit und Datenschutz zu seinen Prioritten machen.

  • 6 Background & setup | eIne studIe ZuM HandeLn

    BaCKgrOunD & SetuP

    Eine Studie zum HandelnDefinition F-commerce:

    F-Commerce umfasst den Handel innerhalb und mithilfe von Facebook. Handel innerhalb von Facebook bedeutet, dass ent-weder die Produktprsentation oder der komplette Kaufvorgang auf der Plattform stattfindet. Whrend der Handel mithilfe von Facebook Unternehmen die Mglichkeit gibt, Traffic auf ihrer E-Commerce-Seite zu generieren oder Nutzerdaten zu sammeln.

    Diese Studie setzt den Fokus auf den Handel innerhalb von Facebook. Dazu gehren (vollintegrierte) F-Stores, Produkt- prsentationen (Storefronts), Gruppenkufe (Deals) und der Handel mit virtuellen Gtern innerhalb der Facebook-Games.

    methodik:Research-Step 1: Desk Research Das vorhandene und publizierte Wissen in Fachzeitschrif-ten, Blogs und Studien zum Thema F-Commerce wurde zusammengetragen. Auf dieser Basis wurden Hypothesen gebildet, die den Ausgangspunkt fr die weiteren Research-Schritte bildeten.

    Research-Step 2: InterviewsUm zu verstehen, wie sich F-Commerce zuknftig entwickeln wird, wurden drei Experten interviewt. Jeder Experte verkrpert eine spezifische Perspektive auf das Thema.

    Exciting Commerce ist einer der prominentesten deutschen E-Commerce-Blogs. Einer der Autoren, Jochen Krisch,

    beschftigt sich u. a. mit dem Thema Social Commerce und bert E-Commerce-Unternehmen.

    [ Jochen Krisch | Exciting Commerce ]

    Smatch hat seit 2010 fr die Otto Group eine Vielzahl von F-Commerce-Aktivitten umgesetzt.

    Stephan Wolk verantwortet bei Smatch den Bereich Marketing und Produktentwicklung.

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