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Evidenz physiotherapeutischer Maأںnahmen beim Komplexen ...jo- Evidenz physiotherapeutischer...

Date post:25-Oct-2019
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  • Evidenz physiotherapeutischer Maßnahmen beim Komplexen

    Regionalen Schmerzsyndrom Typ I (CRPS I)

    Hogeschool Thim van der Laan

    Bachelorarbeit Jessica Obermann

    Ulm, den 28.03.2008

  • Evidenz physiotherapeutischer Maßnahmen beim Komplexen

    Regionalen Schmerzsyndrom Typ I (CRPS I)

    Hogeschool Thim van der Laan

    Bachelorarbeit Jessica Obermann

    Ulm, den 28.03.2008

  • Vorwort

    Dieses Thema kam aufgrund langjährigen Beobachtungen in meiner Klinik zustande, in der bei vielen Patienten erst im Stadium 2 des CRPS I die Diagnose gestellt werden konnte. D.h. vorher haben sie eine lange Odysee von Arzt zu Arzt und teilweise auch schon psychologische Besuche hinter sich. Auch zu beobachten war, dass viele schon in physiotherapeutischer Behandlung waren und die Kollegen den CRPS nicht erkannten. Ein persönliches Ziel ist es daher auch, Aufklärungsarbeit unter meinen Kollegen zu leisten, damit dies nicht mehr so häufig vorkommt und durch mehr Wissen besser vor den Ärzten argumentiert werden kann.

    Besonders danken möchte ich meinem Betreuer Ad Zuidgeest, der stets mit Rat und Tat zur Seite stand. Ebenso möchte ich mich bei meiner Familie und Freunde für die seelische und moralische Unterstützung bedanken.

  • Zusammenfassung

    Das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom Typ I (CRPS I) ist eine oft spät erkannte Komplikation nach Traumen, Operationen oder anderen Erkrankungen. Die Physiotherapie wird sehr häufig als zusätzliche Maßnahme zu der ärztlichen Intervention eingesetzt. Ziel dieser Arbeit war es, in der Literatur valide Studien zu finden, die evidenzbasierte physiotherapeutische Techniken für das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom Typ I (CRPS I) aufzeigen. Damit sollte Physiotherapeuten einen Überblick über aktuelle Behandlungsmethoden des CRPS I verschafft werden. Die Frage war, welche physiotherapeutischen Maßnahmen zur Besserung des CRPS I bzw. zur Genesung beitragen können. Gesucht wurden in mehreren medizinischen Suchmaschinen, wie medline, medpilot, sumsearch, pedro und PubMed. Selektiert wurde nach den Titel und Abstract. Die durch dieses Verfahren ausgesuchten Studien wurden anschließend nach der Pedro-Skala bewertet und auf Validität bzw. Praktikabilität geprüft. Folgende Studienergebnisse wurden herausgefunden. Mit Hilfe der Szintigraphie kann der Verlauf eines CRPS I sehr gut dargestellt werden. Fialkas Studie über krankengymnastische Beübung zeigt die Physiotherapie als großen Erfolg. Die Galvanisationstherapie sollte nur bei ausgewählten Fällen angewendet werden. Fialka zieht das Fazit darin, dass sich die Therapie nach Erscheinungsbild in der Szintigraphie und der Klinik richtet. Es gibt keine einheitliche Therapie, sie muss vielmehr individuell angepasst werden. Die Krankengymnastik ist dabei aber wichtiger Bestandteil. Moeseley stellt fest, dass Spiegeltraining alleine nicht beim CRPS 1 hilft, aber in Kombination mit einem Mentalen Training können gute Effekte erzielt werden. Uher et al. resümieren, dass Lymphdrainage nur einen zusätzlichen Effekt in Verbindung mit Physiotherapie bzgl. der Schmerzlinderung hat. Schwellung, Temperatur und Bewegungsumfang verbesserten sich in gleichem Maße. Bei Oerlemans et al. schneiden physikalische Maßnahmen gegenüber der Ergotherapie bzgl. Schmerz- und Beweglichkeitsentwicklung besser ab. Fragen wirft die Studie von Oerlemans aufgrund der fehlenden eindeutigen Beschreibung der verwendeten physikalischen Maßnahmen auf. Uher et al. beschreiben keine reine Effektstudie für Manuelle Lymphdrainage, sondern Manuelle Lymphdrainage und Krankengymnastik zusammen. Moseley lieferte zwar eine valide Studie, aber das dort beschriebene Mentale Training ist aufgrund großer technischer Voraussetzungen sehr schwierig zu verwirklichen. Die Studien belegen alle, dass Krankengymnastik ein sehr wichtiger Bestandteil in der Therapie des CRPS I ist. Die Ergebnisse der Studien sind allerdings nicht generalisierbar, da scharfe Einschlusskriterien galten. Aufgrund der Vielfalt der Symptome und den unterschiedlichen Erscheinungsbildern des CRPS I ist es schwierig, einen Patienten einzukategorisieren und damit evidenzbasiert zu behandeln. Daher bleibt bisher nur, den Patienten nach den individuellen Symptomen und Anforderungen zu therapieren.

  • Inhaltsverzeichnis

    1. EINLEITUNG..........................................................................................................................................6

    2. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN..........................................................................................................8

    2.1GESCHICHTE UND SYNONYME...................................................................................................................8 2.2DEFINITION DES KOMPLEXEN REGIONALEN SCHMERZSYNDROM (CRPS 1).....................................................9 2.3EPIDEMIOLOGIE UND PRÄPOSITION...........................................................................................................10 2.4SYMPTOME UND ERSTE ERKENNUNGSZEICHEN BEI DER ENTWICKLUNG EINES CRPS TYPE1.............................13

    2.4.1Stadieneinteilung.......................................................................................................................13 2.5PATHOPHYSIOLOGIE...............................................................................................................................15

    2.5.1Theorien....................................................................................................................................16 2.5.2Das limbische System................................................................................................................20 2.5.3Ausblick.....................................................................................................................................20

    2.6DIAGNOSTIK UND THERAPIE...................................................................................................................21 2.6.1Diagnostik.................................................................................................................................21 2.6.2Differentialdiagnosen................................................................................................................24 2.6.3Therapie....................................................................................................................................25

    2.7KOMPLEMENTÄRMEDIZIN........................................................................................................................28 2.7.1Psychotherapie..........................................................................................................................29 2.7.2 Ergotherapie............................................................................................................................29 2.7.3Akupunktur................................................................................................................................30

    3. PHYSIOTHERAPEUTISCHE MASSNAHMEN...............................................................................31

    3.1PHYSIKALISCHE MASSNAHMEN...............................................................................................................31 3.1.1CO2 – Bäder.............................................................................................................................31 3.1.2 Manuelle Lymphdrainage........................................................................................................32 3.1.3 Elektrotherapie.........................................................................................................................33

    3.2 KRANKENGYMNASTIK...........................................................................................................................33 3.3MANUELLE THERAPIE...........................................................................................................................35 3.4MENTALES TRAINING............................................................................................................................36 3.5SPIEGELTRAINING..................................................................................................................................37

    4. STUDIEN ZUR PHYSIOTHERAPIE BEIM CRPS TYP I...............................................................39

    4.1MANUELLE LYMPHDRAINAGE ALS ZUSATZ ZUR PHYSIOTHERAPEUTISCHEN EINZELBEHANDLUNG........................39 4.1.1Studienbeschreibung.................................................................................................................39 4.1.2Studienergebnisse......................................................................................................................40 4.1.3Studienbewertung......................................................................................................................40 4.1.4Diskussion.................................................................................................................................41

    4.2STUDIE MENTALES TRAINING.................................................................................................................42 4.2.1Studienbeschreibung.................................................................................................................42 4.2.2Studienergebnisse......................................................................................................................43 4.2.3Studienbewertung......................................................................................................................45 4.2.4Diskussion......................................................................................

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