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duz - Unabh¤ngige Deutsche Universit¤tszeitung

Date post:01-Nov-2014
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Das „duz“-Special „Gesundheitsfördernde Hochschulen – Modelle aus der Praxis“ der Techniker Krankenkasse (TK) und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. zeigt Wege auf, wie gesundheitsfördernde Aktivitäten für alle Statusgruppen und Mitglieder an den Hochschulen etabliert werden können. Weitere Informationen gibt es auch unter: http://www.tk.de/tk/522316. Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.
Transcript:
  • 1. Gesundheitsfrdernde Hochschulen Modelle aus der Praxis
  • 2. Editorial 3 Aktives Gesundheitsmanagement an Hochschulen | Von Thomas Holm Leiter Gesundheitsmanagement bei der Techniker Krankenkasse Einleitung 4 Alle Hochschulakteure in den Prozess einbeziehen Gesundheit kann zu einem wichtigen Stand- ortvorteil fr eine Hochschule werden vorausgesetzt, die Hochschulleitung schafft die richtigen Voraussetzungen dafr. |VonDr.UteSonntagundDr.BrigitteSteinke 8 Den Menschen in den Mittelpunkt stellen Studierende und Beschftigte an Hochschu- len leiden gesundheitlich unter den oft sehr stressigen und unwirtlichen Verhltnissen, die sie dort antreffen. | Von Dr. Ute Sonntag und Dr. Brigitte Steinke Wettbewerb guter Praxis: Gesunde Hochschulen 10 Gesundheitsmanagement sollte auf der Leitungsebene angesiedelt sein Der Wettbewerb guter Praxis: Gesunde Hochschulen wurde im Herbst 2010 vom Arbeitskreis Gesundheitsfrdernde Hoch- schulen gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Techniker Krankenkasse ausgeschrieben. Ein Interview ber Hintergrnde und Ziele mit Prof. Dr. Thomas Hartmann von der Hochschule Magdeburg-Stendal 12 Gesundheit konsequent in der gesamten Hochschule verankern Die Universitt Paderborn wurde mit ihrem Gesamtkonzept Gesunde Hochschule gleich vier Mal ausgezeichnet. | Von Sandra Bischof 14 Gesundheit als Bestandteil des Leitbildes Externe Expertise einholen und die eigenen Hochschulmitglieder einbinden mit dieser Vorgehensweise ist es der Alice Salomon Hochschule in Berlin gelungen, sich zu einer gesundheitsfrderlichen Einrichtung zu entwickeln. | Von Berthe Khayat 15 Gesundheit als Teil der universitren Organisationskultur Damit Gesundheitsfrderung hochschulweit greift, muss sie von der Hochschulleitung ernst genommen und moderiert werden. Die Universitt Gttingen hat dies erfolg- reich durchexerziert. | Von Dr. Holger Epstein 17 Positive Effekte einer aktiven Pausengestaltung Die Bergische Universitt Wuppertal zeigt mit ihrem Konzept Das Potential der Pause, wie gesundheitsorientierte Aktivitten sowohl in den Studien- als auch in den Arbeitsalltag integriert werden knnen. | Von Gaby Maass 19 PausenExpress Erholung fr zwischendurch Im Verbund haben die Universitten Pots- dam, Wuppertal, Aachen und Paderborn das Konzept PausenExpress entwickelt. | Von Dr. Petra Bischoff-Krenzien 21 Lssig statt stressig durchs Studium Studierende der Pdagogischen Hochschule Schwbisch Gmnd haben ein Antistress- manual fr sich und ihre Kommilitonen entwickelt. | Von Dr. Birte Dohnke 23 Gute Gestaltung und Prsentation Mit dem Publikumspreis fr das beste Poster wurden die Technische Universitt Braunschweig und die Hochschule Coburg ausgezeichnet. In eigener Sache 24 DieTK starker Partner fr Hochschulen Hochschulen, die ihre Institution nachhaltig gesundheitsfrderlich gestalten wollen, haben die Chance, sich von auen coachen zu lassen. Wie das gehen kann, beschreibt die TK. | Von Dr. Brigitte Steinke 25 Der Arbeitskreis Gesundheitsfrdernde Hochschulen Der AK will gesundheitsfrdernde Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen an Hoch- schulen initiieren und untersttzen. | Von Dr. Ute Sonntag Service-Tipps 26 Ntzliche Publikationen, Websites und Veranstaltungen 28 Impressum INHALT Heftmitte Sonderteil zum Herausnehmen I. Qualittsmastbe fr eine gesunde Hochschule Im Jahr 2005 verabschiedete der Arbeitskreis Gesundheitsfrdernde Hochschulen zehn Gtekriterien, um die Basis fr gemeinsame Standards zu schaffen. | Von Prof. Dr. Thomas Hartmann II. Gtekriterien fr eine gesundheitsfrdernde Hochschule Die zehn Gtekriterien mit Erluterungen
  • 3. Aktives Gesundheitsmanagement an Hochschulen Liebe Leserinnen und Leser, Hochschulen waren in den letzten Jahren vielfltigen Vernderungsprozessen ausgesetzt. Der 1999 angestoene Bologna-Prozess hat den Studierenden mehr Mobilitt sowie internationale arbeitsmarktrelevante Qualifikation und Wettbewerbsfhigkeit versprochen. Tatschlich haben die politischen und strukturellen Vernderungen eine enorme Verschulung des Studiums mit sich gebracht. Die Anzahl von Leistungsnachweisen und studienbegleitenden Pr- fungen hat zugenommen. Fr Dozentinnen und Dozenten wie auch Verwaltungskrfte in den Hochschulen hat sich der Betreuungs- und Administrationsaufwand erhht. Festzustellen ist, dass auch an den Hochschulen psychische Erkrankungen zugenommen haben. Die Leistungsfhigkeit sinkt, obwohl sie mehr denn je gebraucht wird. Gesundheitsmanagement hilft, mit Organisationseigenheiten und -vernderungen gesundheits- frderlich umzugehen. Und der zunehmende Wettbewerb zwischen den Hochschulen verstrkt auch bei der Hochschulleitung das Interesse, mit dem Label Gesundheitsmanagement zu wer- ben. Denn aktives Gesundheitsmanagement motiviert und strkt nicht nur nachhaltig die Ge- sundheit der Studierenden und Hochschulangehrigen es erhht auch die Attraktivitt der Hochschule nach auen. Studierende erleben, dass die Studienzeit ihren individuellen Lebensstil stark verndert und wei- ter formt. Gerade diese Lebensphase bietet die Chance, die Entwicklung individueller Gesund- heitskompetenz zielgerichtet und systematisch in die Studienplanung zu integrieren. Vor allem Studienbeginn und -abschluss stellen kritische Zeitrume dar, die zu einer hohen psychosozialen Belastung fhren knnen. Hochschulen sind gut beraten, diesen Belastungen vorausschauend entgegenzusteuern zum einen, indem sie persnliche Gesundheitskompetenz vermitteln und zum anderen durch eine gesundheitsfrderliche Gestaltung der Rahmenbedingungen, unter denen gelehrt, gearbeitet und studiert wird. Seit mehr als zehn Jahren untersttzt die Techniker Krankenkasse (TK) deutsche Hochschulen mit fundierter Prozessberatungs- und Organisationsentwicklungskompetenz. Sie gibt Impulse und Anleitung, begleitet Konzeption und Umsetzung und leistet finanzielle Frderungen auf dem Weg zur Implementierung eines bedarfsgerechten Gesundheitsmanagements. Ziel muss sein, die kommende Generation von Leistungstrgern und Fhrungskrften als potentielle Multiplikatorin- nen und Multiplikatoren fr gesundheitsfrdernde Strukturbildung in Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten sowie deren Verstndnis und Akzeptanz fr ein modernes betriebliches Gesund- heitsmanagement zu etablieren. Hochschulabsolventinnen und -absolventen sind prdestiniert, ihre an der Hochschule entwickelte Gesundheitskompetenz in die Arbeitswelt von morgen zu bertragen. Auch hierbei ist die TK Ihr Partner! Herzliche Gre, Thomas Holm Thomas Holm Leiter Gesundheitsmanagement bei der Techniker Krankenkasse | 3EDITORIAL
  • 4. 4 | EINLEITUNG Alle Hochschulakteure in den Prozess einbeziehen Gesundheit kann zu einem wichtigen Standortvorteil fr eine Hochschule werden. Was genau zeichnet eine gesundheitsfr- dernde Hochschule aus? Welche Voraussetzungen muss die Hochschulleitung schaffen und wen muss sie einbeziehen? | Von Dr. Ute Sonntag und Dr. Brigitte Steinke Seit der Ottawa-Charta von 1986, einem einflussrei- chen Dokument der Weltgesundheitsorganisation, gilt der Leitsatz: Gesundheit wird dort hergestellt, wo Menschen leben, arbeiten, wohnen, spielen, lie- ben, lernen, lehren. Gesundheitsfrderung zielt dabei auf einen Prozess ab, Menschen ein hheres Ma an Selbstbestimmung ber ihre Gesundheit zu ermg- lichen und sie damit zu befhigen, ihre Gesundheit zu strken. Forschung und Erfahrung in den Gesund- heitswissenschaften kommen zu dem Schluss, dass es erfolgreicher ist, eine ganze Organisation mit all ihren Rahmenbedingungen und den in ihr arbeiten- den, lebenden, lernenden Menschen in den Fokus zu rcken, als nur einen Ausschnitt. Moderne und inno- vative Hochschulen gehen darber noch hinaus und ffnen sich in die Region hinein. Sie gehen Kooperati- onsbeziehungen ein, was Orientierung gibt und Pra- xiserfahrungen schafft. Der Praxisbezug hat sich als besonders wichtig fr das Wohlbefinden der Studierenden herausgestellt: Im Gesundheitssurvey NRW fr Studierende der Universitt Bielefeld in Kooperation mit der TK und der Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen (Laufzeit 11/2005 12/2007) gaben, je nach befragter Hoch- schule, 39 bis 50 Prozent der Studierenden an, dass fehlender Praxisbezug im Studium ihr Wohlbefin- den negativ beeinflusse. Befragt wurden die RWTH Aachen, die DSHS Kln, die Universitten Bonn, Sie- gen, Dsseldorf, Duisburg-Essen, Wuppertal, Dort- mund, Bochum, Bielefeld, Mnster, Paderborn sowie die Fachhochschulen Kln, Bochum, Bielefeld und Mnster. Dr. Ute Sonntag ist Koordinatorin des bundes- weiten Arbeitskreises Gesund- heitsfrdernde Hochschulen und stellvertretende Geschftsfh- rerin der Landesvereinigung fr Gesundheit und Akademie fr Sozialmedizin Niedersachsen e. V. Dr. Brigitte Steinke ist Referentin im Gesundheitsma- nagement der Techniker Kranken- kasse (TK) und dort unter anderem fr den Hochschulbereich ttig. Sie ist Ansprechpartnerin fr Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, die gemein- sam mit der TK ein Projekt Gesunde Hochschule an ihrer Hochschule durchfhren mchten. Seit ber zehn Jahren begleitet sie den bundesweiten Arbeitskreis Gesundheits- frdernde Hochschulen.
  • 5. | 5EINLEITUNG Merkmale einer gesundheitsfrderlichen Hochschule In gesundheitsfrdernden Hochschulen findet man gesundheitsfrderliche Aktivitten fr alle Status- gruppen und Mitglieder der Hochschule: Leitung, Lehrende, Verwaltungspersonal, Auszubildende, technisches Personal, wissenschaftlich Beschftigte und Studierende. Gemeinsame Motive, Motivationen, Interessen und Einstellungen mssen bercksichtigt und ein gemeinsamer Nenner muss ausgehandelt werden. Gleichfalls mssen auch die Lehr-, Lern- und Arbeitsbedingungen, die rumliche Ausstatt
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