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Die Bedeutung von Homecare in der ambulanten ... ?· Die Bedeutung von Homecare in der ambulanten...
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Die Bedeutung von Homecare in derambulanten Palliativversorgung

2. sterreichischer interdisziplinrerPalliativ Kongress

6. 9. Dezember 2006 Salzburg

Referentin: Dr. Christine von Reibnitz, MPH

Referentin Gesundheitspolitik und ffentlichkeitsarbeit

Lehrbeauftragte Universitt Witten Herdecke

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Was erwartet Sie zu diesemThema in den nchsten 20 Minuten?

Begriffsbestimmung

Aufgaben von Homecare in derPalliativversorgung

Abgrenzung zur huslichen Krankenpflege

Welche Kompetenzen bentigt Homecare?

Zuknftige Entwicklung undHerausforderungen

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Palliativmedizin

Palliare mit einem Mantel bedecken

Aktive, ganzheitliche Behandlung einerprogredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung, dieauf kurative Behandlung nicht anspricht.

Ziel der Palliativmedizin ist der Erhalt bestmglicherLebensqualitt durch optimale Schmerztherapie undSystemkontrolle.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Begriffsbestimmung Homecare

Nach Hagemeier/von Reibnitz (2006):

Generell:

Unter Homecare versteht man husliche Therapie undrztlich verordnete Leistungen, die von der Kranken-versicherung nach SGB V und nicht derPflegeversicherung (SGB XI) finanziert werden.

Homecare bezieht sich auf auf die Versorgung undBeratung eines Patienten zu Hause mit erklrungs-bedrftigen Hilfsmitteln/Medizinprodukte,Verbandmittel, Arzneimittel.

Homecare steht fr eine sektorbergreifendeVersorgungsform, die nach dem Grundsatz ambulantvor stationr arbeitet.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Begriffsbestimmung

Problematik nach Hagemeier/von Reibnitz (2005):

- Keine eindeutige, gltige Definition, die die an derPflege und Frsorge Beteiligten gemeinsam in selbigerWeise nutzen.

!

- Unterschiedliches Verstndnis des Begriffes.

!

- Erschwert die Bewertung und sozialrechtlicheEinbettung von Homecare.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Begriffsbestimmung

Nicht nur Produktversorgung sondern:

- Betreuung (Organisation, Versorgung)

- Beratung (lngerfristig)

- Schulung (einweisen).

Ziel:

- Krankenbehandlung zu Hause

- Koordinierte Entlassung aus dem stationren Bereich.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Regelleistungen in der ambulantenVersorgung

Ambulante Pflege konzentriert sich auf Langzeitpflege(SGB XI), weniger auf Intensiv- und Schwerstpflege(SGB V) aufgrund leistungsrechtlicher Grundlagen.

Rehabilitations- und Prventionsleistungen sindunbedeutend.

Unterschiedlicher Qualifikationsstandard undKompetenzzuweisungen in der medizinischenBehandlung.

Homecarefunktionen in der Akutversorgung fehlen undwerden in der Langzeitpflege nicht vergtet.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

11 Absatz ( Eckpunktepapier)

1. Ein Leistungsanspruch auf spezialisierte ambulantePalliativversorgung wird eingefhrt in der GKV deutlichverbessert.

2. Der Leistungsanspruch umfasst neben rztlichen undpflegerischen Leistungen auch deren Koordinierung.

3. Die Leistungsangebote werden besser vernetzt.

4. Knftig ist ein verbessertes Entlassmanagementvorgesehen.

5. Bei Entlassung aus Krankenhusern muss einesachgerechte Anschlussversorgung sichergestelltwerden.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Palliativ-Versorgung kostenneutral zuverbessern - das funktioniert nicht.

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Heterogene Finanzstrme

Unterschiedliche Leistungsgerbringer

Gesetzliche Krankenversicherung

SGB V stationre Behandlung, ambulante rztlicheund pflegerische und Behandlung(Behandlungspflege)

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Palliativ- und Hospizversorgungin Deutschland

125 stationre Hospize (1130 Betten)

Rund 100 Palliativstationen

1400 ambulante Hospizdienste

85 000 ehrenamtliche Hospizhelferinnen

und Hospizhelfer

(Bundeshospizanzeiger 2/2006)

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Realitt in Deutschland

Von allen Sterbenden (900 000/Jahr) erhalten 2,3%eine Palliative-Care-Versorgung, 4,3% werdenehrenamtlich begleitet.

45-80% der hochbetagten Schmerzpatienten werdenunzulnglich behandelt.

Gesundheitskosten/Jahr: 250 Milliarden !

Palliativ-Care-Versorgung: 24 Millionen ! (ca. 1 )

Amb. Hospizbetreuung: 12 Millionen ! (ca. 0,5 )

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Defizite in der ambulantenPalliativversorgung

Unsicherheiten in Bezug auf eine adquateSchmerztherapie

Unsicherheiten in Bezug auf eine adquateSymptomkontrolle

Kommunikationsprobleme (Klinik Hausarzt, Arzt Pflegende, Arzt und Pflegende Angehrige)

fehlende Schulung von Angehrigen

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Grnde

Mangel an palliativem Know how

Mangel an Aufklrung ber die Mglichkeiten vonHospizarbeit und Palliativbetreuung

Mangel an Kommunikation (Schnittstellenproblematik)und Vernetzung

Mangel an Geld

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Ambulante Versorgung

Ziel: Verbesserung der umfassenden Versorgung vonSchwerkranken und Sterbenden unter Bercksichtigungder krperlichen, seelischen, sozialen, kulturellen undspirituellen Bedrfnisse der Betroffenen

Aber Wie?

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Ziele der ambulanten Palliativversorgung

Palliative Grundkompetenz aller ambulant ttigenrzte/Pflegekrfte (einschlielich Altenpflege)

Flchendeckendes Angebot an spezialisiertenPalliativmedizinern/Pflegekrften/Homecareexperten

Aufbau von ambulanten Hospiz- und Palliativzentren

Aufbau von Homecare Versorgungsstrukturen

Bedarfsgerechte Aus-, Weiter- undFortbildungsprogramme

(Conners et al., 1995; Higginson, 1998)

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Koordination der amb. Palliativversorgung

Behandlung und Pflege

Konsequente PalliationVermeidung von Fehlbehandlung

Vernetzte Versorgung

Kommunikation

Offene Kommunikation mit Patienten

Klare EntscheidungswegeGemeinsame Dokumentation

Integration

Multiprofessionelles ArbeitenNutzung von Homecare

Entlastung der Angehrigen

Krisen-Intervention

Notfallplanung fr Krisen und Finalphasen

Vorausschauende Symptom-kontrolle

Kernproblem der Koordination

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Kooperationspartner

Casemanager zur berleitung

Palliativstation (Brckenarzt), Schmerzambulanz,Seelsorge

Sozialdienst

Apotheke, Homecareunternehmen

Psychologe

Niedergelassene rzte

Ambulanter Pflegedienst

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Auswahl des Patienten

nach Versorgungsbedarf

Assessment

Erhebung

Versorgungsbedarf

Evaluation des

Versorgungsbedarfs

Implementierung des

Versorgungsplans

Interdisziplinre Entwicklung

des Versorgungsplans

Abschlussevaluation

Versorgungsziel erreicht

Monitoring des

Versorgungsplans

Case Management

Aufgabe von Homecare

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Assessment zur Homecare Versorgung

Identifizierung derjenigen, die der Hilfe des Netzwerksbedrfen

Erfassung der Bedrfnisse Betroffener

Erfassung der vorhandenen individuellen Ressourcender Betroffenen und ihres Umfeldes

Vermittlung bentiger Hilfen (Wegweiser)umfassende Begleitung im Netz (Lotse) - Homecare

Angebot spezieller Homecare- Beratung (Berater)

Dr. Chr. von Reibnitz, MPH; 2. sterreichischer interdisziplinrer Palliativkongress 29-Nov-06

Was macht Homecare (1)?

Funktion Wegweiser

Erste Anlaufstelle fr Bedrftige sein (z.B. Hausarzt/Hospizgruppe)

Aufgaben beim Erstkontakt:

Identifikation der Bedrftigkeit

Klrung der Bedrfnisse

Klrung der Ressourcen

Wegweisung (Vermittlung von Hilfen) im Netz

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Was macht Homecare (2)

Funktion: Lotse:

Der Betroffene wird von einer Bezugsperson (Lotse)umfassend (d.h. vernetzt) begleitet.

Aufgabenprofil:

Begleitung

Aufstellung eines Hilfsplans

Umsetzung des Hilfsplans

Inanspruchna

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