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Cybermobbing Begriffsklärung und Interventionen im häuslichen Umfeld.

Date post:06-Apr-2015
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  • Cybermobbing Begriffsklrung und Interventionen im huslichen Umfeld
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  • Was ist Cybermobbing Cyber-Bullying, E-Mobbing das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Blostellen oder Belstigen anderer mit Hilfe moderne Kommunikationsmittel meist ber einen lngeren Zeitraum. Cyber-Mobbing findet entweder im Internet (z.B. durch E-Mails, Instant Messenger wie beispielsweise ICQ, in Sozialen Netzwerken, durch Videos auf Portalen) oder per Handy (z.B. durch SMS oder lstige Anrufe) statt. bei Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen kennen Opfer und TterInnen einander meist auch in der realen Welt. Die Opfer haben fast immer einen Verdacht, wer hinter den Attacken stecken knnte. Oft handelt der Tter den man "Bully" nennt anonym, so dass das Opfer nicht wei, von wem die Angriffe stammen. Cyber-Mobbing geht in der Regel von Personen aus dem eigenen Umfeld aus der Schule, dem Wohnviertel, dem Dorf oder der ethnischen Community. Flle, in die gnzlich Fremde involviert sind, sind wenig verbreitet.
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  • Was ist neu an Cybermobbing Eingriff rund um die Uhr in das Privatleben: Cyber-Mobbing endet nicht nach der Schule oder der Arbeit. Weil Cyber-Bullies rund um die Uhr ber das Internet oder das Handy angreifen knnen, wird man sogar zu Hause von ihnen verfolgt. Die eigenen vier Wnde schtzen also nicht vor Mobbing-Attacken, es sei denn, man nutzt keine Neuen Medien. Das Publikum ist unberschaubar gro. Inhalte verbreiten sich extrem schnell: Nachrichten oder Bilder, die elektronisch herumgeschickt werden, sind, sobald sie online sind, nur schwer zu kontrollieren. Filme knnen beispielsweise ganz einfach von einem Internetportal in ein anderes kopiert werden. Deswegen sind Ausma und Spielraum von Cyber-Mobbing viel grer als beim "einfachen" bzw. direkt vermittelten Mobbing. Inhalte, die man schon lngst vergessen hat, knnen immerwieder an die ffentlichkeit gelangen und es Opfern schwermachen, darber hinwegzukommen.
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  • Was ist neu an Cybermobbing "Cyber-Bullies" knnen anonym agieren: Nicht zu wissen, wer der andere ist, kann einem Opfer Angst machen und es verunsichern, weil es nicht wei, wer es belstigt. Der "Cyber-Tter" zeigt sich seinem Opfer nicht direkt, sondern kann anonym agieren, was ihm eine wenn auch vielleicht trgerische Sicherheit und oftmals eine zhe Ausdauer verleiht. Identitt von "Cyber-Bully" und Opfer: Cyber-Mobbing kann sowohl zwischen Gleichaltrigen (z.B. Freunden und Mitschlern) als auch zwischen unterschiedlichen Generationen (z.B. Schlern und Lehrern) stattfinden. Alter oder Aussehen spielen dabei keine Rolle, da der Cyber-Bully sich eine eigene Identitt aufbauen kann, die in Wirklichkeit nicht selten ganz anders aussieht. Einige Flle des Cyber-Mobbings sind unbeabsichtigt: Es kann passieren, dass man jemanden ohne bse Absicht verletzt, wenn man nicht ber die Konsequenzen nachdenkt oder einem nicht wirklich bewusst ist, was z.B. ein bler Scherz oder Witz fr einen anderen bedeutet. Da die Reaktionen der Opfer fr den Tter nicht sichtbar sind, ist ihm das Ausma verletzender Worte oder Bilder hufig nicht klar. Quelle: childnet-int.org)
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  • Acht verschiedene Ausprgungen des Cyber- Mobbings Flaming (Beleidigung, Beschimpfung): Findet in der Regel in ffentlichen Bereichen des Internets statt, z.B. mittels verletzender Kommentare oder vulgrer Pbeleien Harassment (Belstigung): Zielgerichtete, immer wiederkehrende Attacken von gnzlich Unbekannten, Usern in Sozialen Netzwerken oder gar Bekannten aus dem realen sozialen Umfeld Denigration (Anschwrzen, Gerchte verbreiten): Beabsichtigtes Blostellen des Opfers durch das Onlinestellen oder direkte Versenden von Texten, Fotos/ Videos z.B. um Freundschaften zu zerstren oder um sich an der Ex-Freundin zu rchen Impersonation (Auftreten unter falscher Identitt): Sich als eine andere Person ausgeben, indem z.B. das Passwort des Opfers genutzt wird, um mit dessen vermeintlicher Identitt einen Lehrer zu beschimpfen Outing and Trickery (Blostellen und Betrgerei): Vorgabe vermeintlicher privater Kommunikation oder Verbreitung intimer Details bzw. peinlicher Aufnahmen, um z.B. den Ex-Partner blozustellen Exclusion (Ausschluss): Ausgrenzung von jemandem aus einer Gruppe z.B. aus einer Instant-Messenger-Gruppe, dem Game-Bereich Cyberstalking (fortwhrende Belstigung und Verfolgung): Wiederholt jemanden (sexuell) belstigen und bedrohen Cyberthreats (offene Androhung von Gewalt): Direkte oder indirekte Ankndigung, dass jemand verletzt oder gar gettet werden soll
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  • Anlsse fr Cybermobbing Mobbing ist Teil der Normalitt: Mobbing gehrt nicht selten zum alltglichen Umgang in einer Gruppe, es wird toleriert und bleibt ohne Folgen. Wenn BeobachterInnen wegschauen und Mobbing-Opfern nicht dabei helfen, sich zu wehren, knnen Belstigungen ber Jahre hinweg andauern. Langeweile: Cyber-Mobbing kann aus Langeweile entstehen, beispielsweise indem ein Foto eines/r Mitschlers/Mitschlerin in einer Online-Community negativ kommentiert wird. Daraus kann sich ein Streit entwickeln, der sich aufschaukelt und immer weitere Kreise zieht. Interkulturelle Konflikte: Oft spielen bei Cyber-Mobbing auch interkulturelle Konflikte zwischen Jugendlichen verschiedener Nationalitten eine Rolle. Konflikte in der Klassengemeinschaft: Bestehende Spannungen innerhalb einer Klasse verlagern sich zunehmend ins Internet bzw. auf das Handy. Der Klassen-Streber wird beispielsweise (auch) in Sozialen Netzwerken verspottet oder Schler auch zuhause via SMS von ihren Klassenkameraden belstigt. Freundschaften verndern sich: Freundschaften brechen auseinander und unter ehemals besten FreundInnen entstehen Hass und Rachegefhle. Klassengemeinschaften verndern sich: Eine Klasse wird neu zusammengestellt oder neue SchlerInnen kommen dazu (z. B. Wiederholer). Unerwnschte Verffentlichung von persnlichen Informationen: Persnliche Details oder intime Bilder/Videos, die nicht fr die ffentlichkeit bestimmt sind, werden weitergegeben teilweise auch ohne bse Absicht. Oft sind sich Kinder und Jugendliche nicht bewusst, wie verletzend so eine Blostellung sein kann.
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  • Cyber-Grooming Bei der gezielten Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjhrigen ber das Internet, sind die Tter hingegen meist ltere, fremde Mnner. Sie geben sich in Chats oder Online-Communitys gegenber Kindern oder Jugendlichen als gleichaltrig aus, um sich so das Vertrauen der Minderjhrigen zu erschleichen. Meist mit dem Ziel, sich auch in der realen Welt mit ihnen zu treffen und sie zu missbrauchen.
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  • Strafbare Handlungen im Zusammenhang mit Cybermobbing ffentlich Werden Videos oder Bilder ohne Zustimmung verffentlicht, wird damit das Persnlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild verletzt. (Bildnisrecht) Werden, beispielsweise in Foren, Sozialen Netzwerken oder Blogs Unwahrheiten verbreitet oder Beleidigungen ausgesprochen, kann man Unterlassungsanspruch geltend machen oder Strafanzeige wegen Verleumdung/bler Nachrede erstatten. Geschlossen: Wird man per E-Mail, Instant Messenger oder SMS fortlaufend beleidigt oder belstigt, tritt unter Umstnden das Anti-Stalking- Gesetz in Kraft.
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  • Drohung, Erpressung oder Ntigung, egal durch welches Medium, egal ob ffentlich oder geschlossen, sind Straftaten! Melden Sie diese Vorflle der Polizei.
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  • Was man tun kann Nicht einsteigen Regel Nr. 1: Als Opfer nicht (oder so wenig wie mglich) aufs Bullying einsteigen, denn nichts ist frustrierender fr einen Bully, als wenn die gewnschte Reaktion des Opfers nicht erreicht wird. Ein Flame War, also das immer weiter hochkochende Hin-und-Herschicken wtender Nachrichten oder Forenkommentare, ntzt letztlich vor allem dem, der den Streit vom Zaun brechen wollte, und gert schnell auer Kontrolle.
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  • Nicht mitmachen Regel Nr. 2: Beim Cyberbullying gegen andere nicht mitmachen und auch nicht aus Versehen zum Mitlufer werden. Oft ist das Ganze darauf angelegt, dass mglichst viele Leute auf dem Bullying-Opfer herumhacken. Das funktioniert aber nur, wenn die anderen sich einspannen lassen. Man sollte sich daher nicht zum Schergen anderer machen oder machen lassen. Es kann zwar niemand verlangen, dass man sich sofort schtzend vor ein Bullying-Opfer stellt (unter Umstnden mag man das Opfer selber nicht sonderlich), aber Hilfe holen oder zumindest Raushalten geht immer.
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  • Regelverste melden Regel Nr. 3: Hilfsfunktionen von Websites nutzen, wenn das angebracht ist. Eigentlich gibt es in jedem Sozialen Netzwerk eine Funktion, mit der auf Regelverste hingewiesen werden kann. Und davon sollte man Gebrauch machen, wenn man zum Beispiel in Hassgruppen eingeladen wird oder ein Fake-Prol ndet, mit dem jemand fertiggemacht werden soll. Das gilt auch fr moderierte Foren, in denen demtigende Kommentare ber andere verbreitet werden. Dort sollten die Moderatoren entsprechend informiert werden, falls sie die Vorgnge nicht selbst bemerken.
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  • Sich selbst googln Regel Nr. 4: fter mal sich selbst googlen. ber Suchmaschinen kriegt man schlielich einen ganz guten berblick, was im Netz so ber einen geschrieben wird. Wenn man einen sehr hug vorkommenden Namen hat, kann man die Suche ber Zustze wie den Namen der eigenen Schule eingrenzen. Das kann auch ohne konkreten Anlass nicht schaden und die Ergebnisse sind meist in irgendeiner Weise interessant oder unterhaltsam.
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  • Selbstschutz im Netz Regel Nr. 5: Nur solche Inhalte (Fotos, Texte und andere Daten) verffentlichen und an andere weiterschicken, die alle Welt fr immer lesen knnen soll; persnliche Accounts und Passwrter immer schtze
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