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Bedingungsloses Grundeinkommen Für mich. Für dich. Für alle.

Date post:05-Apr-2015
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  • Folie 1
  • Bedingungsloses Grundeinkommen Fr mich. Fr dich. Fr alle.
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  • Teil Eins
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  • Ein Experiment Stellen Sie sich vor: Sie bekommen so viel Geld, wie Sie zum Leben bruchten. Ohne dafr etwas zu tun. Ohne dafr arbeiten zu mssen. Nicht blockieren! Stellen Sie sich vor, es wre Realitt. An nichts anderes denken! Nur daran, dass ab sofort Ihre Existenz gesichert wre. Legen Sie hier unbedingt eine Pause an, ohne weiterzublttern. 3Erika Reglin-Hormann
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  • Das knnen Sie nicht? Sie haben sofort Fragen: wie soll das gehen? mit welchem Recht bekomme ich das? wer gibt mir das Geld? Das ist schade. Schn wre, wenn Sie dieses gedankliche Experiment dennoch eingehen knnten. Zweiter Versuch? 4Erika Reglin-Hormann
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  • Ihre Existenz ist gesichert. Sie haben genug Geld fr Ihre Miete, fr Ihr Essen; einfach fr alle Ihre Grundbedrfnisse. Was ist der erste Gedanke, den Sie haben? Eine Ahnung: Erst einmal wrden Sie auf der faulen Haut liegen. Und dann? Auf der faulen Haut liegen? Und danach? Was passiert, nachdem Sie ein paar Monate nichts getan haben? 5Erika Reglin-Hormann
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  • Stellen Sie es sich weiter vor: Sie fahren in den Urlaub. Sie schlafen jeden Tag aus. Sie zappen durch alle hundertvierzig TV-Programme. Sie bestellen sich Dinge nach Hause. Sie lassen sich durch den Tag treiben. Sie tun einfach nichts. 6Erika Reglin-Hormann
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  • Was glauben Sie, wann Ihnen dieser Zustand reicht? Wre hier die Frage angebracht: Was gibt es neben dem Miggang? Und was wohl die anderen machen? Denn die bekommen ebenfalls Geld ohne Gegenleistung. Ob die auch alle nur ausspannen? Vielleicht werden ein paar von den Faulenzern auch verrckt. So ganz ohne eine Aufgabe. 7Erika Reglin-Hormann
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  • Ist es denkbar, dass die anderen die viele freie Zeit fr etwas Neues nutzen? Weil wirkliches Nichtstun seltsam ist? Und was, wenn dieses Neue eine Arbeit wre? Eine Arbeit, die wirklich Spa macht. Eine Arbeit, die ihnen niemand vorgeschrieben hat. Eine Arbeit, die ihren ganz persnlichen Neigungen entspricht. 8Erika Reglin-Hormann
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  • Wre das eine Arbeit, die mit der heutigen Definition von Arbeit noch vereinbar wre ? 9Erika Reglin-Hormann
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  • Oder sind Sie bereits bei einer neuen Frage. Nmlich: Was ist mit den vielen Faulpelzen, die sich niemals aus der Hngematte schlen? Alles Schmarotzer! Die anderen. Sie nicht. Natrlich. 10Erika Reglin-Hormann
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  • Knnte es aber sein, dass die anderen sich auch langweilen? Vielleicht berlegen die sich, genau wie Sie, was Sinnvolles zu machen? Vielleicht etwas ganz Neues lernen? Zum Beispiel ein Musikinstrument? Oder wie man eine bestimmte chemische Reaktion erzielt, wenn man Gummibrchen in Coca Cola schmeit? 11Erika Reglin-Hormann
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  • Wie wre es mit einer Technik, die sprachbehinderten Menschen bei der Kommunikation hilft? Oder einer Computerschrift fr Blinde. Oder endlich einen Garten fr die Familie anzulegen. Oder ein Kind aus Tibet zu adoptieren. Oder eins aus Dortmund. Oder eine Forschungsarbeit zu betreiben. Zeit htten Sie ja jetzt. 12Erika Reglin-Hormann
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  • Was denken Sie, wenn Sie eine Aufgabe gefunden haben, die Ihnen nicht nur Freude bringt sondern auch Anerkennung und neue Erkenntnisse, neue Technologien, mehr Gelassenheit, weniger Stress, weniger Druck. Zufriedenheit. 13Erika Reglin-Hormann
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  • Alles wre anders! Viel besser vielleicht? Lassen Sie nicht zu, dass die Zyniker Sie beherrschen. Beherrschen Sie Ihren Zynismus! Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens hilft beim (Um)denken. Lassen Sie es zu, dass diese Idee zndet. 14Erika Reglin-Hormann
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  • Kopf auf! Erst, wenn Sie bereit sind, die Mglichkeit anzuerkennen, dass Menschen mit gesicherter Existenz nicht automatisch zu einer trgen Masse mutieren, sollten Sie die Idee nher an sich herankommen lassen. Denn Trgheit gehrt nicht zur Natur des Menschen. 15Erika Reglin-Hormann
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  • Beispiele gegen Trgheit Da steckt Energie drin. 16Erika Reglin-Hormann
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  • . Erfunden. Gebaut. Institutionalisiert. Flugzeuge, Transrapid, Unterwasserboote, Hybridautos. Variet, Kunstausstellung, Schauspieltruppe. Internet, Fernsehen, digitale Technik, Roboter. Krankenhaus, Medizin, Forschung, Bildung. Freizeitangebot, Elterntreff, Vereine, Spielzeug. 17Erika Reglin-Hormann
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  • All das ist von Menschen gemacht. fr Menschen gedacht. von Inspiration angetrieben. durch Anerkennung untersttzt. 18Erika Reglin-Hormann
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  • Das waren ja auch nur die anderen ? Der Erfinder der Glhlampe, der Erbauer der Sixtinischen Kapelle, die ersten Frauenrechtler, die Microchip-Ingenieure, die Entdecker des Magnetismus, die Konstrukteurin der LED- Ampelleuchten? Die hatten ja Zeit. Und Geld. Eine reiche Familie. Oder waren einfach genial. Wirklich? Und was wrden Sie machen, wenn Sie dieselben Chancen htten? 19Erika Reglin-Hormann
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  • Und was tun Sie eigentlich jetzt? Etwa nichts? Nichts Groartiges? Nur arbeiten? Nur studieren? Nur Kinder erziehen? Nur Arbeit suchen? Nur Ihre Mutter pflegen? Nur selbstndig sein? Was passiert, wenn Sie das nur davor streichen? 20Erika Reglin-Hormann
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  • Egal, was Sie gerade tun. Ob Sie eine Arbeit haben, mit der Sie glcklich sind. Oder arbeiten mssen, um zu berleben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen brchte sie in die Lage, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Arbeit neu zu definieren. Oder einfach das Leben, dass Sie jetzt fhren, sorgenfrei weiter zu fhren. 21Erika Reglin-Hormann
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  • Wenn Sie Lust bekommen haben, mehr ber das Bedingungslose Grundeinkommen zu erfahren, schauen Sie, was andere bereits mit dieser Idee machen (Seite 43 Internetlinks). Zunchst geht es weiter mit Teil 2: dem Status quo von Heute. 22Erika Reglin-Hormann
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  • Teil Zwei
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  • Die Gegenwart In Deutschland haben wir die soziale Marktwirtschaft. Unser System beruht einerseits auf dem solidarischen Grundgedanken, dass die Mehrheit der erwerbsttigen Bevlkerung das System durch die Einnahmen aus den Sozialversicherungsbeitrgen untersttzt. Die Erwerbsttigen untersttzen diejenigen, die es nicht sind: Alte Kranke Behinderte Arme Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. So lange das System funktioniert. Arbeitslose Kinder (bzw. Schler und Studenten) Eltern 24Erika Reglin-Hormann
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  • Ausgaben innerhalb des Systems Alle alten, kranken, behinderten, arbeitslosen und armen Menschen sowie Familien erhalten aus diesem System Geld sowie so genannte Transferleistungen. Also Renten, Arbeitslosenuntersttzung, Krankengeld sowie Kindergeld, Wohngeld, Erziehungsgeld, Pflegegeld, Bafg und vieles mehr. Das sind derzeit etwa 700 Milliarden Euro pro Jahr. Die Finanzierung der einen Gruppe durch die andere Gruppe funktioniert aber nur so lange, wie es mehrheitlich voll sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit gibt. Fakt ist: Diese Art der Erwerbsarbeit nimmt kontinuierlich ab. Im Moment wird ein Anteil von 60% Transferleistungsempfngern durch die restlichen 40% der voll Erwerbsttigen aufgefangen. Tendenz fallend. 25Erika Reglin-Hormann
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  • Politische Lsungen Der Staat versucht, diese im Schwinden begriffenen Arbeitspltze zu erhalten. Dafr zahlt der Staat Unternehmen viel Geld. Einmal, damit sich Firmen in unserem Land ansssig machen. Ein anderes Mal, um sie vor der Pleite zu bewahren. Wieder ein anderes Mal, um international wirtschaftlich wettbewerbsfhig zu bleiben. Die Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherung durch Erwerbsarbeit im Sinne unseres Systems sind jedoch ein Auslaufmodell. 26Erika Reglin-Hormann
  • Folie 27
  • Politischer Irrtum Dass der Staat versucht, die im Schwinden begriffenen Arbeitspltze zu erhalten, sollte man kritisch betrachten. Und warum tut er das eigentlich? Und liegt hier nicht ein Irrtum vor? Denn Arbeit: gibt es genug. Im Zusammenleben mit Menschen, also in der Kultur- und Sozialarbeit. Innerhalb der Familie und des Freundes- und Bekanntenkreises einerseits. In kulturellen Einrichtungen, im Dienstleistungssektor, in Bildungssttten, in Forschung & Technik, in Beratungsinstitutionen, im Krankenhaus, Pflegeheimen, Kindertagessttten, Schulen, Vereinen und so weiter andererseits. Wenn das keine Arbeit ist. Allerdings 27Erika Reglin-Hormann
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  • ist diese Arbeit un- oder schlecht bezahlt. Kann man das auch anders sehen? 28Erika Reglin-Hormann
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  • E H R E N A M T L I C H bezahlt. Die Jobs der Zukunft. Fr Menschen. 29Erika Reglin-Hormann
  • Folie 30
  • M A S C H I N E L L erledigt. Die Jobs der Zukunft. Fr Maschinen. 30Erika Reglin-Hormann
  • Folie 31
  • Politische Hrden Die etablierten Parteien haben ein Problem. Der Lwenanteil ihres Tuns beruht auf dem Erhalt bzw. dem Verteidigen der Systeme. 1.Sozialversicherungs-System 2.Steuer-System Die Themen, die sich daraus ableiten, sind Wahlprogramm: 1.Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter, Kinder 2.Wirtschaft, Finanzen, Arbeitspltze Die Themen wie Bildung, Forschung, Kultur, Verkehr, Infrastruktur und so weiter werden von den Primr-Themen dominiert. 31Erika Reglin-Hormann

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