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Beatrix Wildt, Bielefeld
Date post:12-Jan-2016
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Das Hochschulseminar als Lern-Labor fr Studierende. Ein Praxisbericht mit hochschuldidaktischer Vertiefung. Beatrix Wildt, Bielefeld. Fragen zum Inhalt. 1. Was bedeutet der Begriff Labor fr das Format Seminar? 2. Wie werden Lerninhalte und Methoden zu Lernaufgaben? - PowerPoint PPT Presentation
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  • Das Hochschulseminar als Lern-Labor fr Studierende. Ein Praxisbericht mit hochschuldidaktischer Vertiefung.

    Beatrix Wildt, Bielefeld

  • Fragen zum Inhalt

    1. Was bedeutet der Begriff Labor fr das Format Seminar?

    2. Wie werden Lerninhalte und Methoden zu Lernaufgaben?

    3. Wie richtet sich die forschende Aufmerksamkeit auf Spiegelungsprozesse?

    4. Wie gelingt selbstbestimmtes und kooperatives Lernen in heterogenen Lernergruppen?

    5. Wie und von wem werden Lernleistungen geprft?

  • Was heit hier Labor?Labor meint im bertragenen Sinne:

    Eine universitre Veranstaltung

    Ein Seminar als Lehr-Format und Lern-Labor

    Einen physischen Ort mit Ausstattung fr Lehren und Lernen

    Einen Raum fr Forschendes Lernen ber Lernen

    Einen Raum, in dem kooperativ und selbstbestimmt gelernt werden kann.

  • Was braucht Forschendes Lernen im Lern-Labor?

    Es braucht

    ein Konzept (Ziele, Prinzipien, Methoden ) fr Forschendes Lernen;

    die hochschuldidaktisch reflektierte Herstellung von (methodischen) Lernarrangements und Lerngelegenheiten;

    einen gesicherten organisationalen Rahmen, in dem Lernen stattfinden kann;

    einen Kontrakt und die Entwicklung eines entsprechenden Arbeitsbndnisses (Interesse, Motivation, Vertrauen und Kontrolle).

  • Forschendes Lernen im Lernlabor verbindet

  • Um welche Lerninhalte geht es?Es geht um

    Themen der Veranstaltung und deren wissenschaftlich-theoretische Erschlieung( (erster Lerninhalt);

    Lernmethoden/-strategien zur Bearbeitung dieser Sachprobleme (zweiter Lerninhalt);

    die Beziehungen zu Anderen im kooperativen Lernprozess (dritter Lerninhalt);

    Verantwortung fr das eigene Lernen und den individuellen sowie den gemeinsamen Lernerfolg (vierter Lerninhalt);

    Formulierung und Einhaltung des Arbeitskontraktes mit der/den Lehrenden und den anderen Lernenden (fnfter Lerninhalt).

  • Theorien/Wissen verarbeitenMethoden praktizierenRollenperspektiven aufeinander beziehenVerantwortung bernehmenKontraktkooperativ machenDazu mssen die Studierenden im Sinne einer KompetenzorientierungSich selbst thematisierendbiographisch reflektieren

  • Reflexion des eigenen Lernens ist Bestandteil der Kompetenzentwicklung

    in/an authentischen Lernsituationen als Spiegelsituationen;

    Durch Selbstthematisierung und Diskurs frdernde Methoden;

    Durch selbstbestimmtes Lernen an vorgegebenen und mit selbst erstellten Texten;

    durch vergleichende (Fremd- und Selbst-) Beobachtungen;

    ber (Selbst-)Kontrolle, anhand von Feedback und Fremdbeurteilungen.

  • Aufbau professioneller KompetenzAuthentische Lernsituationenerkundend

    Praxis gestaltendund abbildend

    Methoden anwendend

    Beobachtend undwahrnehmend

    Mit Fragestellungenzum Lernen

    RollenbeziehungenspiegelndTheorien bercksichtigend

  • Hochschuldidaktische Absichten - LehrintentionenDie Studierenden sollen zum Zwecke des Kompetenzaufbaus thematisch relevante Texte wissenschaftlich erschlieen (erarbeiten /verarbeiten);

    sich und Andere in Aktion (unter bestimmten Hypothesen) beobachten;

    Handlungen und Gefhle wahrnehmen, begleitende Gedanken aussprechen und aufschreiben;

    vorhandene Routinen als Probleme des Lernens und Lehrens erkennen und schulisches und hochschulisches Lernen in Beziehung setzen;

    (neues) Verhalten im Umgehen mit Sachen, Personen, Situationen und Methoden (lernend) aufbauen.

  • Lernaufgaben

    Dienen in diesem Zusammenhang dem

    Erproben von Methoden fr selbstbestimmtes und kooperatives Handeln;

    Rckmelden von Wahrnehmungen und Beobachtungen und reflektierenden Verarbeiten von Rckmeldungen Anderer;

    Erkennen und Verstehen verschiedener Rollenperspektiven auf Lernen;

    Nutzen und Erkennen eigener individueller Lern- und Lehrstrategien;

    Nachdenken und Diskutieren wie theoretisches Wissen und praktisches Handlungswissen individuelles Lernen und Knnen beeinflussen;

  • kognitive

    emotionale

    soziale

    kommunikative

    kooperative

    methodische

    fachlich-theoretischeAnforderungen durchLernaufgaben enthalten verschiedeneAspekte

  • Spiegelung von Lernsituationen Im Spiegel des Lern-Labors werden Mglichkeiten schulischen Lehrens und Lernen sichtbar gemacht;

    Die Studierenden knnen die (eigene) Rolle als Lernende in der Universitt mit der eigenen Rolle als SchlerIn vergleichen;

    Die Rolle der Lehrenden kann spielerisch (im Als-Ob) und zugleich real (in der erprobenden Prsentation von Methoden ) eingenommen werden;

    Eigene Lernroutinen und Vorlieben fr bestimmte Methoden (auch Abneigungen) werden vor dem Hintergrund der eigenen Lern(er)biographie erkennbar;

    Durch Transfer (von theoretischem und praktischem Wissen) und vergleichende Unterscheidung vorhandener Handlungsspielrume von Lernenden und Lehrenden kann eine professionelle Lehrhaltung erworben werden.

  • HochschulischesSeminarUnd SchulischerUnterricht

    Lehrende

    Lernende

    Lernsituationen

    Lernmethoden

    Routinen

    Rolleninteraktionen

    Heterogenitt

    Inklusion

    Exklusion

    Prozesse

  • Organisationaler Rahmen

    Kooperative und forschende Lern-Arbeit erfolgt in Prsenz- und Selbstlernphase;

    Kleingruppen treffen sich regelmig zwischen und in den Seminarblcken;

    Der/die Lehrende begleitet Prozesse und Ereignisse als Lerncoach;

    Es besteht ein verlsslicher und kontrollierter organisatorischer Rahmen;

    Wichtiges Element ist der Kontrakt (mit Erwartungen und Verbindlichkeiten).

  • Organisationaler Rahmen

  • Selbstbestimmtes Lernen

    Lern-Lehr-Handeln und reflexive Vertiefungen erfolgen im Sinne Situierten Lernens an authentischen Problemen ;

    Thematisch relevante und individuell bedeutsame Fragestellungen werden verknpft;

    Individuelle Motive und Interessen sowie Mglichkeiten der Selbstkontrolle werden von Lernern reflektiert;

    Theoretisches Wissen zu selbstbestimmtem Lernen wird heran gezogen;

    Feedbackmethoden und Selbsteinschtzungen verstrken eine Ressourcenorientierung.

  • Aspekte des Selbstbestimmten LernensSituiertheitAuthentizittAnwendungen

    Ressourcen

    VertiefungSelbstreflexionFallorientierung(Selbst)Kontrolle

  • Methodische Mglichkeiten

    Zur Erarbeitung von theoretischem Wissen (z.B. PQ4R als Lese-Schreibbung (in Einzel-/Partner- und Gruppenarbeit);

    Zur Verarbeitung von theoretischen und praktischem Wissen (z. B. klassische Hausarbeiten und/oder Portfolio);

    Zur Prsentation von Informationen/Wissen und dessen diskursiver Vertiefung (z.B. Postersession, Hearing, Diskussion, Pro-und Kontra-Debatte);

    Zur Reflexion von Beobachtungen (z.B. Wortprotokolle, Beobachtungsbogen, Logbuch, Lerntagebuch); Zur Darstellung und berprfung von (eigenen) Lernleistungen im Prozess des individuellen Kompetenzerwerbs (z.B. Gruppenpuzzle, Ralley, Portfolio).

  • Beachtung von Heterogenitt unter den Lernenden

    Heterogenitt in der Seminargruppe wird mit Blick auf Lernen und Prfen thematisiert;

    Es erfolgen dazu theoretische und didaktisch-methodische Bearbeitungen, forschende Erkundungen und systematische Selbstthematisierungen;

    Zahlreiche Anreize und Mglichkeiten fr Kommunikation (mndlich, schriftlich, dialogisch, diskursiv, bildhaft, szenisch, prsentativ) werden genutzt;

    Dabei werden (hochschul-)didaktisch geeignete Kooperationen (Anlsse, Ziele, Inhalte, Formen, Rollen, Funktionen) ausgewhlt und prozessorientiert eingesetzt.

  • Aspekte von Heterogenitt

  • Didaktische DifferenzierungenErfolgen zum Beispiel:

    Zur Differenzierung nach (fachlichen und pdagogischen) inhaltlichen Interessen und thematischen Schwerpunkten;

    Bei der Zusammensetzung von Arbeitsgruppen (Anzahl, Wohnort, Lehramt, Fchern, Leistungsnachweise);

    Bei Auswahl von Methoden und den unterschiedlichen kommunikativ-sozialen Anforderungen fr Kooperation (Vortrag, Diskussion, Debatte, Hard-Talk, Hausarbeit);

    Mit Blick auf Leistungsniveaus (mit zugeordneten Leistungsnachweisen/Zertifikaten);

    Nach explizit gemachten Lern- und Leistungsinteressen (hohe Leistungsmotivation, starkes Inhaltsinteresse, Tiefenlernen).

  • Selbstkontrolle und Prfung von Lernleistungen

    Verlangen Unterscheidungen zwischen

    theoretischem und praktisch-methodischen Wissen, zwischen Kennen und Knnen;

    kognitiven Lernzielen und berprfbaren Aktionen, Lernzielen und Kompetenzniveaus;

    Individueller Lern- und Prfungsleistung sowie Erfolg;

    Individueller Leistung und Gruppenleistung;

    punktueller Leistungsdarstellung und prfung, wiederholter Selbstkontrolle und Prozess orientierten Prfungen.

  • Portfolio

  • Berkemeyer, N., Schneider, R. (2009): Lehrerbildung in der Wissenschaft. In: Schneider, R., Szczyrba, B., Welbers, U., Wildt, J. (Hg.): Wandel der Lehr- und Lernkulturen. Bielefeld, S. 121 147Blom, H. (2000): Der Dozent als Coach. Neuwied/KriftelBnsch, M (2000): Intelligente Unterrichtsstrukturen. Eine Einfhrung in die Differenzierung, Hohengehren.Dewey, J. (1904): The Relation of Theory to Practice in Education. In: National Society for the Scientific Study of Education. Yearbook 3, Pt 1, Bloomington, III, 930. Green, N., Green, K. (2005): Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium. Seelze.Hcker, Th. (2007): Portfolio: ein Entwicklungsinstrument fr selbstbestimmtes Lernen. Hohengehren.Herrmann, U. (2002): Wie lernen Lehrer ihren Beruf. Empirische Befunde und praktische Vorschlge. Weinheim, Basel.Macke, G., Hanke, U., Viehmann, P. (2008): Hochschuldidaktik. Lehren, vortragen, prfen. Beltz, Weinheim, BaselRoters, B.; Schneider, R.; Koch-P

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