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BAW Kolloquium · Bundesanstalt für Wasserbau Kolloquium Einteilung des Baugrunds in...

Date post:22-Aug-2019
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  • BAWKolloquium

    TagungsbandEinteilung des Baugrundes in Homogenbereiche

    30. Januar 2018 im Hannover Congress Center (HCC)

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Programm10:00UhrBegrüßung Dr.-Ing.JanKayser(BAW)10:15UhrEntwicklungderBeschreibungdesBaugrundsnachVOB/CundersteErfahrungen Dipl.-Ing.AlmuthGroße,GuDGeotechnikundUmweltgeologieGmbH,Leipzig EswerdendieGründefürdieEinführungundDefinitiondesHomogenbereichesdargestelltsowiedie

    AnforderungenandieBaugrunduntersuchungundandieAusschreibungerläutert.10:45UhrGeotechnische Prinzipien bei der Umsetzung der Homogenbereiche nach VOB/C für den

    VerkehrswasserbaunachMEH Dr.-Ing.JanKayser(BAW) Seit September 2015 ist der Baugrund nach VOB/C in Homogenbereiche einzuteilen, was eine

    bedeutendeÄnderunggegenüberderbisdahinüblichenBodenklassifikationist.AlsHandlungshilfefürdieEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereichewurdevonderBAWdas"MerkblattEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereichenachVOB/C(MEH)"erstellt.IndemVortragwirddasMerkblattmitdenihmzuGrundeliegendengeotechnischenPrinzipienerläutert.

    11:30UhrFestlegungderEinteilungsgrenzenfürRamm-,Rüttel-undEinpressarbeiten Dipl.-Ing.(FH)AchimSchneider(BAW) Bei der Erstellung des Merkblattes zur Einteilung des Baugrundes in Homogenbereiche (MEH)

    wurden die Einteilungsgrenzen für Ramm-, Rüttel- und Einpressarbeiten anhand einer zunächstdurchgeführten Literaturstudie und anschließender Diskussion und Bewertung innerhalb derArbeitsgruppe festgelegt. Es werden die hierbei verwendeten Grundlagen beschrieben und dieeinzelnenEntscheidungsschritteerläutert.

    11:45UhrGrenzen der Ermittlung der Lagerungsdichte als Grundlage für die Einteilung in

    Homogenbereiche Dipl.-Ing.EvaDornecker(BAW) In vielen VOB/C Normen wird als einer der anzugebenden „Kennwerte“ die Lagerungsdichte

    gefordert.EswerdendieProblemeundGrenzenbeiderBestimmungderLagerungsdichteerläutertunddievonderBAWgewählteVorgehensweiseaufgezeigt.

    12:00UhrEinbindungderHomogenbereicheindasTechnischeRegelwerkWasserstraßen Dipl.-Ing.GabrielePeschken(BMVBI) DasTechnischeRegelwerkWasserstraßenbeinhaltetnebendenTechnischenRegelnfürdiePlanung,

    BemessungundKonstruktionbaulicherAnlagenund ihrerTeileauchdiebauvertraglichrelevantenRegelungen zum Standardleistungskatalog (STLK)) fürdenWasserbau sowie fürdieZusätzlichenTechnischenVertragsbedingungen-Wasserbau(ZTV-W).DieAuswirkungenderHomogenbereicheaufdiebishergütigenRegelungenwerdenbeschrieben.

    12:15UhrMittagspause

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    13:30UhrRechtlicheRandbedingungenbeiderUmsetzungderHomogenbereichenachVOB/C Prof.Dr.BastianFuchs(TOPJUSRechtsanwälteKupferschmid&Partner,Schrobenhausen) Vor zwei Jahren sind die Homogenbereiche als Abgrenzungskriterien für die Ausschreibung von

    Tiefbau-undSpezialtiefbauarbeiten imRahmenderVOBTeilCverbindlicheingeführtworden. ImRahmendesVortragswerdendierechtlichenRandbedingungen,erstepraktischeErfahrungensowieweitergehendAusblickeaufmöglichekünftigeRegelungenerörtert.

    14:00UhrHomogenbereichefürdiePrognosedesAufwandsbeiArbeitendesSpezialtiefbaus Dr.-Ing. Karsten Beckhaus und Dipl.-Ing. Hans-Gerd Haugwitz (Bauer Spezialtiefbau GmbH,

    Schrobenhausen) UmArbeitendesSpezialtiefbausseriöskalkulierenzukönnen,müssendierelevantenBoden-oder

    Felsparameterbekanntsein.AndersalsfürBodenschichtenzurgeotechnischenBemessungsindfürdieHomogenbereicherealeKennwerteanzugeben,damitderAufwandz.B.beimBohrenrealistischprognostiziertwerdenkann.

    14:30UhrUmsetzungderHomogenbereicheamBeispielederAutobahnA44InHessen Dipl.-Ing.ThomasHecht(DEGESDeutscheEinheitFernstraßenplanungs-und-bauGmbH,Berlin) Die neu zu errichtende BAB 44 in Hessen verbindet künftig die A7 bei Kassel mit der A4 bei

    Wommen. Die Verkehrseinheiten 40, 50 und 60 werden durch DEGES realisiert. Der rund 6Kilometer langeBauabschnitt3 inderVerkehrseinheit40wurdedurchEinteilungvonBodenundFels in Homogenbereiche ausgeschrieben. Seit geraumer Zeitwird eine Ausschreibungsmethodikgewählt,dievorsieht,dassindenAbtragfallendeBödenundFelsvomAuftragnehmerübernommenund alle einzubauenden Böden vomAuftragnehmer geliefertwerden. Es sind rund 1,7MillionenKubikmeterBodenundFelszu lösenund1,5MillionenKubikmeteraufzutragen.BeiderEinteilungvon Boden und Fels in Homogenbereiche war zu berücksichtigen, einerseits den Umfang anHomogenbereichenfürAufmaßundAbrechnungimAbtragmöglichstgeringzuhalten,andererseitsfürdieKalkulationderWiederverwendungderabzutragendenundzuübernehmendenMengeneineausreichende Detailierung vorzunehmen war. Hierbei waren auch umwelttechnische undmineralogischeAspektezuberücksichtigen.

    15:00UhrKaffeepause15:30UhrErsteErfahrungenmitHomogenbereichenbeiderDBAG Dipl.-Ing.InaHecht(DBEngineering&ConsultingGmbH,Berlin) DieBeschreibungvonBodenundFelsgem.VOB/CmitHomogenbereichenwirdbeiderDBAGbei

    allenneuenProjektenbereitsumgesetzt.BeiProjektenwelchesichinderPlanungbefinden,wirdimEinzelfallgeprüft,obeineÜberarbeitungwirtschaftlichundzeitlichvertretbarist.ErsteErfahrungenbeiderAusschreibungundderAusführungliegenbereitsvor.

    16:00UhrUmsetzungderHomogenbereicheausderSichtdesPlaners Dipl.-Ing.(FH)RainerSiemke(WTMEngineersGmbH,Hamburg) AmBeispieleineraktuellenPlanungeinesSchleusenneubauswerdenKonzeptezurUmsetzungvon

    Homogenbereichen in der Ausschreibung verschiedener Gewerke aus den Bereichen Erdbau,Wasserbau und Spezialtiefbau vorgestellt. Dabei sollen verschiedene Problemstellungen bei derErstellung der Leistungsbeschreibung aufgezeigt und ein Ausblick auf die Anwendung in derBauausführungundAbrechnunggegebenwerden.

    16:30UhrZusammenfassung/Verabschiedung Dr.-Ing.MarkusHerten(BAW)

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    -I-

    ListederReferentenBeckhaus,Dr.Karsten BauerSpezialtiefbauGmbH

    [email protected]

    Dornecker,Eva BundesanstaltfürWasserbauKuß[email protected]

    Fuchs,Prof.Dr.Bastian TOPJUSRechtsanwälteKupferschmid&[email protected]

    Große,Almuth GuDGeotechni[email protected]gudleipzig.de

    Haugwitz,Hans-Gerd BauerSpe[email protected]bauer.de

    Hecht,Thomas DEGESDeutscheEinheitFernstraß[email protected]

    Hecht,Ina DBEngineering&[email protected].com

    Kayser,Dr.Jan BundesanstaltfürWasserbauKuß[email protected]

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    -II-

    Mittag,André DMT-Leipzig,ZweigniederlassungderDMTGmbH&Co.KGGeschäftsfeldGeoEngineering&[email protected]-group.com

    Peschken,Gabriele BundesministeriumfürVerkehrunddigitaleInfrastrukturReferatWS12–TechnikderWasserstraß[email protected]mvi.bund.de

    Schneider,Achim BundesanstaltfürWasserbauKuß[email protected]

    Siemke,Rainer [email protected]e

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-III–

    TeilnehmerlisteName Firma Ort

    Adamietz,Ulrich BaufrundinstitutFranke-MeißnerundPartnerGmbH

    Wiesbaden

    Afflerbach,Bernd MATTHÄIHolding Verden

    Badtke,Mathias HülskensWasserbauGmbH&Co.KG Wesel

    Bardenhagen,Marco Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Tönning

    Barthel,Norbert BaugrundbüroBarthel Markkleeberg

    Beckhaus,Dr.Karsten BauerSpezialtiefbauGmbH Schrobenhausen

    Bertram,Lucas GGUmbH Braunschweig

    Biermann,Nicole NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Bölling,Dirk Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

    Brandherm,Heike Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

    Brase,Thomas NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Brauer,Julia GICONGmbHNiederlassungFreiberg

    Freiberg

    Breitenstein,Jens RMDWasserstraßenGmbH München

    Breitsprecher,Georg CDMSmithConsultGmbH Berlin

    Brix,Heiko S&PConsultGmbH Bochum

    Brodersen,Thomas Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Tönning

    Burg,Sandra WTMEngineersGmbH Hamburg

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-IV–

    Name Firma Ort

    Buske,Thomas GeotechnischesIngenieurbüroGCEGmbH Magdeburg

    Christoph,Thomas IngenieurbürofürGeotechnikE.Mücke Schwentinental

    Conradi,Stefan GeneraldirektionWasserstraßenundSchifffahrt

    Magdeburg

    Consuegra,Jorge FugroGermanyLandGmbH Berlin

    Daumlechner,Eugen TUBraunschweigInstitutfürGrundbauundBodenmechanik

    Braunschweig

    Detje,Karsten Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Bremerhaven

    Diekmann,Björn WasserstraßenundSchifffahrtsamtBremen,AußenbezirkOldenburg

    Oldenburg

    Dinkheller,Jürgen BaugrundinstitutFranke-MeißnerundPartnerGmbH

    Wiesbaden

    Djuren,Dirk LandesamtfürBergbau,EnergieundGeologie

    Hannover

    Dombrowski,Dr.Boris DMTGmbH&Co.KG Essen

    Dörendahl,Dr.Karsten IngenieurgesellschaftfürGeotechnikWuppertalmbH

    Wuppertal

    Dornecker,Eva BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Dröge,Lutz GeoSeaInfrasolutionsGmbH Bremen

    Engels,Natascha Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

    Fauser,Tina AmtfürNeckarausbau Heidelberg

    Feismann,Daniel Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Rheine

    Franz-Josef,Focks Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Rheine

    Fridrich,Bernhard Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-V–

    Name Firma Ort

    Fuchs,Prof.Dr.Bastian TOPJUSRechtsanwälteKupferschmid&Partner

    Schrobenhausen

    Fuhrmann,Frauke Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Uelzen

    Gebhardt,Knut Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Braunschweig

    Germerott,Maximilian WKCHamburgGmbH Hamburg

    Gollasch,Sarah GICONGmbHNiederlassungFreiberg

    Freiberg

    Götte,Vladimir BorchertIngenieureGmbH&Co.KG Essen

    Gramer,Jan BundesministeriumfürVerkehrunddigitaleInfrastruktur

    Bonn

    Gramlich,Fritz HülskensWasserbauGmbH&Co.KG Wesel

    Große,Almuth GuDGeotechnikundUmweltgeologieGmbH

    Leipzig

    Grotjahn,Johanna SwecoGmbH Hannover

    Grubert,Dr.Peter GGUGesellschaftfürGrundbauundUmwelttechnikmbH

    Braunschweig

    Grünwoldt,Philipp WKCHamburgGmbH Hamburg

    Gündling,Norbert GeotechnikGündlingGmbH Darmstadt

    Haas,Andreas DorschInternationalConsultantsGmbH München

    Hahl,Juergen Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Bremerhaven

    Harms,Felix GTUIngenieurgesellschaftmbH Hannover

    Haugwitz,Hans-Gerd BauerSpezialtiefbauGmbH Schrobenhausen

    Hebestreidt,Joost SchnackIngenieurgesellschaftmbH&Co.KG

    Hannover

    Hecht,Ina DBEngineering&ConsultingGmbH Berlin

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-VI–

    Name Firma Ort

    Hecht,Thomas DEGESDeutscheEinheitFernstraßenplanungs-und-bauGmbH

    Berlin

    Heeling,Anne BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Hegemann,Harald Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Braunschweig

    Henken,Petra NiedersächsischerLandesbetriebfürWasserwirtschaft,Küsten-undNaturschutz,BetriebsstelleBrake-Oldenburg

    Brake

    Hermeling,Hermann Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Rheine

    Herten,Dr.Markus BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Hessler,Dimitrij Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Uelzen

    Hoffmann,Sven O+PGeotechnikGmbH&Co.KG Hamburg

    Hotopp,Dennis NordseeNassbagger-undTiefbauGmbH Bremen

    Huang,Jiuru BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Huxoll,Helge GeneraldirektionWasserstraßenundSchifffahrt,AFZ

    Hannover

    Janzen,Andreas O+PGeotechnikGmbH&Co.KG Hamburg

    Jäppelt,Dr.Ulrich WTMEngineersGmbH Hamburg

    Johannsen,Dietmar GMPGeotechnikGmbH&Co.KG Würzburg

    Kayser,Dr.Jan BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Kesten,Thomas HülskensWasserbauGmbH&CO.KG Wesel

    Klippenstein,Artur Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

    Klüschen,Hans-Joachim SchnackIngenieurgesellschaftmbH&Co.KG

    Hannover

    Knell,Heinz Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Koblenz

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-VII–

    Name Firma Ort

    Köhler,Knut CDMSmithConsultGmbH Berlin

    Köster,Michael HPCAG Hamburg

    Krakowski,Jan NLWKNBetriebsstelleBrake-Oldenburg Wilhelmshaven

    Krüger,W. IBG Wittenberg

    Küßner,Matthias GeneraldirektionWasserstraßenundSchifffahrt

    Hannover

    Leuer,Stefan Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

    Liebetruth,Frank BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Liebrecht,Arno Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Uelzen

    Majrada,Hana Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

    Mannsbart,Bernd GeoIngenieureMannsbart Schopfheim

    Markgraf,Dirk GeotechnikGündlingGmbH Darmstadt

    Martinoff,Sabine GGUmbH Braunschweig

    Maßmann,Birgit Wasserstraßen-Neubaumt Datteln

    Matthiesen,Ulf BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Meier,Dr.Claas BoleyGeotechnik-BeratendeIngenieure München

    Merz,Florian NordseeNassbagger-undTiefbauGmbH Bremen

    Metzko,Dirk HamburgPortAuthority Hamburg

    Milej,Claudia Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

    Mittag,André DMT-Leipzig,ZweigniederlassungderDMTGmbH&Co.KGGeschäftsfeldGeoEngineering&Exploration

    Leipzig

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-VIII–

    Name Firma Ort

    Müller,GeorgMaria NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Müller,Kornelius AmtfürNeckarausbau Heidelberg

    Müllner,Dr.Bernd LGA Nürnberg

    Oehme,Christoph Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Dresden

    Oetting,Gesche WKCHamburgGmbH Hamburg

    Offen,Andrea FichtnerWater&TransportationGmbH Hamburg

    Ohlhof,Jaqueline NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Overbeck,Leo GeneraldirektionWasserstraßenundSchifffahrt

    Hannover

    Palm,Sylvia LandesamtfürBergbau,EnergieundGeologie

    Hannover

    Pannemann-Schriever,Johannes NiedersächsischerLandesbetriebfürWasserwirtschaft,Küsten-undNaturschutzBetriebsstelleBrake-Oldenburg

    Brake

    Paß,Johannes Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

    Paulsen,Jan HeinrichHirdesGmbH Hamburg

    Penschow,Gunnar FichtnerWater&TransportationGmbH Hamburg

    Peschel,Gottfried LahmeyerHydroprojektGmbH Weimar

    Peschken,Gabriele BundesministeriumfürVerkehrunddigitaleInfrastrukturReferatWS12–TechnikderWasserstraßeninfrastruktur

    Bonn

    Pfau,Tim WKCHamburgGmbH Hamburg

    Pohl,Dr.Martin BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-IX–

    Name Firma Ort

    Pohl,Susanne-Marion Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Braunschweig

    Pormetter,Klaus GrundbauingenieureSteinfeldundPartner Hamburg

    Poßecker,Jan CDMSmithConsultGmbH Leipzig

    Puscher,Christian BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Rath,Britta Wasserstraßen-undSchifffahrtsamtDuisburg-Meiderich

    Duisburg

    Reck,Sabine NLWKN-BetriebsstelleBrake-Oldenburg Brake

    Reingen,Dr.Burkhard BjörnsenBeratendeIngenieureGmbH Koblenz

    Rexin,Katrin NeubauamtfürdenAusbaudesMittellandkanals,ProjektgruppeAusbauElbe-Lübeck-Kanal

    Geesthacht

    Rizkallah,Sami Prof.Dr.-Ing.VictorRizkallah+PartnerIngenieurges.mbH

    Hannover

    Römer,Sebastian GrundbauingenieureSteinfeldundPartnerBeratendeIngenieurembB

    Hamburg

    Rosenberg,Dr.Matthias TUBraunschweigInstitutfürGrundbauundBodenmechanik

    Braunschweig

    Saathoff,Joachim NeubauamtfürdenAusbaudesMittellandkanals

    Hannover

    Sack,Sabrina Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Rheine

    Schäffer,Ralph InstitutfürGeotechnikDr.JochenZirfasGmbH&Co.KG

    Limburg

    Schlichting,Marten NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Schlie,Siegmund HeinrichHirdesGmbH Rostock

    Schlüter,Frederic WKCHamburgGmbH Hamburg

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-X–

    Name Firma Ort

    Schmidt,Dr.Eckard WKCHamburgGmbH Hamburg

    Schneider,Achim BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Schrage,Hermann NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover

    Hannover

    Schramm,Gerson HPCAGHamburg Hamburg

    Schulz,Benno Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

    Schwiteilo,Erik InstitutfürGeotechnikTechnischeUniversitätDresden

    Dresden

    Siemke,Rainer WTMENGINEERSGMBH Hamburg

    Stadel,Daniel FachstelleBrückenMitteimWasserstraßen-NeubauamtHelmstedt

    Helmstedt

    Stelzer,Oliver BundesanstaltfürWasserbau Karlsruhe

    Stoewahse,Dr.Carl GGUmbH Braunschweig

    Stoffels,Matthias BundesanstaltfürGewässerkunde(BfG) Koblenz

    Stöhlmacher,Martin NordseeNassbagger-undTiefbauGmbH Bremen

    Tenbreul,Hermann BaugrundinstitutFranke-MeißnerundPartnerGmbH

    Wiesbaden

    Thies,Marcel Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Tönning

    Tralau,Peter VanOordDeutschlandGmbH Bremen

    Treichel,Jörn HülskensWasserbauGmbH&Co.KG Wesel

    Tschida,Tanja Prof.BurmeierIngenieurgesellschaftmbH Kiel

    Urbasek,Melanie PROF.DR.-ING.WALTERRODATZUNDPARTNERBeratendeIngenieurefürGeotechnikGmbH

    Braunschweig

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    Stand:11.01.2018-XI–

    Name Firma Ort

    Vater,Marita NeubauamtfürdenAusbaudesMLKinHannover,ProjektgruppeAusbaudesElbe-Lübeck-Kanals

    Geesthacht

    VegaOrtiz,Susana Wasserstraßen-undSchifffahrtsamtDuisburg-Meiderich

    Duisburg

    Vierck,Heiko KempfertGeotechnikGmbH Hamburg

    Vilsmeier,Michael BaugrundinstitutFranke-MeißnerundPartnerGmbH

    Wiesbaden

    vonHindte,Constanze GTUIngenieurgesellschaftmbH Hannover

    Waßmuth,Klaus HeinrichHirdesGmbH Bremen

    Weichhold,Erik BAUGRUNDDRESDENIngenieurgesellschaftmbH

    Dresden

    Weißberg,Andreas HülskensWasserbauGmbH&Co.KG Wesel

    Werscheck,Constantin SchnackIngenieurgesellschaftmbH&Co.KG

    Hannover

    Weuffel,Michael RWEPowerAG Bergheim

    Wienke,Jan AmtfürStraßenundVerkehr Bremen

    Wienken,Kai NLWKN-BetriebsstelleBrake-Oldenburg Brake(Unterweser)

    Wiese,Christine Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Rheine

    Winter,Klaus Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

    Wistuba,Margit CDMSmithConsultGmbH Belrin

    Wittorf,Niels IngenieurbüroDr.Lehners+Wittorf Lübeck

    Wolff,Caroline BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Zelck,Cornelia BundesanstaltfürWasserbau Hamburg

    Ziegler,Jörg Wasserstraßen-undSchifffahrtsamt Tönning

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    KurzfassungenderVorträge

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    -1-

    Inhalt

    EntwicklungderBeschreibungdesBaugrundesnachVOBTeilCundersteErfahrungen 3Dipl.-Ing.AlmuthGroße,GuDGeotechnikundUmweltgeologieGmbH,Leipzig,Deutschland

    GeotechnischePrinzipienbeiderUmsetzungderHomogenbereichenachVOB/CfürdenVerkehrswasserbaunachMEH 15Dr.-Ing.JanKayser,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    FestlegungderEinteilungsgrenzenfürRamm-,Rüttel-undEinpressarbeiten 21Dipl.-Ing.(FH)AchimSchneider,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    LagerungsdichtealsGrundlagefürdieEinteilunginHomogenbereiche? 25Dipl.-Ing.EvaDornecker,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    EinbindungderHomogenbereicheindasTechnischeRegelwerkWasserstraßen 31Dipl.-Ing.GabrielePeschken(BMVI)

    RechtlicheRandbedingungenbeiderUmsetzungderHomogenbereichenachVOB/C 33Prof.Dr.BastianFuchs,LL.M.(CWSL),TOPJUSRechtsanwälte,München

    HomogenbereichefürdiePrognosedesAufwandsbeiArbeitendesSpezialtiefbaus 41Dr.KarstenBeckhaus,Hans-GerdHaugwitz,BAUERSpezialtiefbauGmbH,Schrobenhausen

    UmsetzungderHomogenbereicheamBeispielederAutobahnA44inHessen 45Dipl.Ing.ThomasHecht,DEGESDeutscheEinheitFernstraßenplanungs-und–bauGmbH,Berlin

    Dipl.Ing.AndréMittag,DMT-Leipzig,ZweigniederlassungderDMTGmbH&Co.KG,Leipzig

    ErsteErfahrungenmitHomogenbereichenbeiderDBAG 47Dipl.-Ing.InaHecht,FachreferentinBautechnik,DBEngineering&ConsultingGmbH

    UmsetzungderHomogenbereicheausderSichtdesPlaners 51Dipl.-Ing.(FH)RainerSiemke,WTMEngineersGmbH-Hamburg

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

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  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    -3-

    EntwicklungderBeschreibungdesBaugrundesnachVOBTeil CundersteErfahrungenDipl.-Ing.AlmuthGroße,GuDGeotechnikundUmweltgeologieGmbH,Leipzig,Deutschland

    Zusammenfassung

    MitdemErscheinendesErgänzungsbandes2015zurVOB2012wurdendieBoden-undFelsklasseninden relevantenATV-NormendesTeiles CdurchHomogenbereicheersetzt.FürdiesewerdenKenn-werteundEigenschaftenvorgegeben,diefürdieKalkulationderLeistungendesjeweiligenGewerkesmaßgebendsind.BeidervollständigenBaugrunderkundunggemäßDINEN1997-2stehendieseDatenzurVerfügung.EsergebensichkeineneuenAnforderungenandieBaugrunderkundung.SofernderinderNormungangegebeneMindestumfangderFeld-undLaboruntersuchungenausgeführtwird,istdieBeschreibung vonHomogenbereichenmöglich.Wird diese in derAusschreibung entsprechend derjeweiligenATVumgesetzt,liefertsieeinegenauereBeschreibungderfürdieauszuführendeLeistungrelevanten Baugrundschichten als die „alten“ Bodenklassen“ und damit eine bessere Kalkulations-grundlage.EsbestehtjedochnochVerbesserungspotenzialbeideraktuellenUmsetzung.

    1. Einleitung

    FürdiebautechnischeAnwendungfindensichAngabenzumBaugrund inderDIN18196,derZTVE-StBunddenATV-NormenderVOB imTeilC.In14dieserATV-NormenwerdenBauleistungengere-gelt,dieineinemZusammenhangmitBodenundFelsstehen.Dassind• DIN18300 Erdarbeiten• DIN18301 Bohrarbeiten• DIN18303 Verbauarbeiten• DIN18304 Ramm-,Rüttel-undPressarbeiten• DIN18305 Wasserhaltungsarbeiten• DIN18308 Dränarbeiten• DIN18309 Einpressarbeiten• DIN18311 Nassbaggerarbeiten• DIN18312 Untertagebauarbeiten• DIN18313 Schlitzwandarbeiten• DIN18319 Rohrvortriebsarbeiten• DIN18320 Landschaftsbauarbeiten• DIN18321 Düsenstrahlarbeiten• DIN18324 HorizontalspülbohrarbeitenDieDIN18324isterstmitdemErgänzungsband2015zurVOB2012eingeführtworden.

  • BundesanstaltfürWasserbauKolloquiumEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche▪30.Januar2018inHannover

    -4-

    ImGegensatz zudenATV-Normen,diebisher eine sehrdetaillierteEinteilung fürBodenbzw.Felsvornahmen(z.B.ATVDIN18301,ATVDIN18311,ATVDIN18319)kamenandereNormenohneKlas-senaus(z.B.ATVDIN18304,ATVDIN18309,ATVDIN18321).Eswurdevorausgesetzt,dassdieaus-schreibendeStelleeinendazupassendenGeotechnischenBerichtzurVerfügungstelltbzw.entspre-chendeAngabenimLVmacht(Abschnitt0derVOB-Normen).AusderschwankendenAnzahlderBo-den-undFelsklassen resultiertaucheinunterschiedlicherGradderSpezifizierungderBaugrundbe-schreibungindenLeistungsverzeichnissen.EswardaherZielstellung,füralleATV-NormeneineinheitlichesSchemazuBoden-undFelsklassenzuentwickeln,welchesdiespeziellenAnforderungenderunterschiedlichenGewerkeberücksichtigt, je-dochdenfürjedesGewerkgleichenBoden/Felsgleichbezeichnetbzw.beschreibt.ImRahmeneinesvonderDINgefördertenForschungsvorhabenswurdenMöglichkeitenzurVerein-heitlichungvonBoden-undFelsklassenuntersucht (Borchert,K.-M,Große,A.2010).Dabeihatsichherausgestellt,dassdieUnterteilungnachHomogenbereichensinnvoll istund2011wurdevomHAT(HauptausschussTiefbaudesDeutschenVergabe-undVertragsausschusses fürBauleistungen)demDVA-Vorstandempfohlen,dieHomogenbereichealsGrundlageallerVOB-Normeneinzuführen. Im3.Quartal2015wurdenmitdemErgänzungsbandzurVOBinallenATV-NormendiebisherigenBoden-undFelsklassendurchHomogenbereicheersetztundindieVOB2016,TeilC,übernommen.

    2. Homogenbereich

    2.1 Definition

    DieDefinitiondesHomogenbereicheswirdimTeilCderVOB2016wiefolgtformuliert:„DerHomogenbereichisteinbegrenzterBereich,bestehendauseinzelnenodermehrerenBoden-oderFelsschichten,derfürdasjeweiligeBauverfahrenvergleichbareEigenschaftenaufweist.Sindumwelt-technischeParameterzubeachten,sosinddiesebeiderEinteilung inHomogenbereichezuberück-sichtigen.“BeiderDefinitiondesHomogenbereichesinderDIN18300erfolgteeineredaktionelleAnpassungbeiderVOB 2016 gegenüber demErgänzungsband 2015. In der Fassung desErgänzungsbandes 2015wirdderHomogenbereichalsbegrenzterBereichdefiniert,„…derfürdieeinsetzbarenErdbaugerätevergleichbareEigenschaftenaufweist…“.InderVOB2016wurdedasredaktionellinÜbereinstimmungmitdenanderenNormenaufdievergleichbarenEigenschaftenfürErdarbeitengeändert.

    2.2 Beschreibung

    Grundlage fürdieHomogenbereiche istwiebeiderbisherigenEinteilung inBoden-undFelsklassenderGeotechnischeBericht. IndiesemwerdendieerkundetenBaugrundschichtenaufderGrundlagederDINEN1997,Teil2,DINENISO14688,Teil1und2sowieDINENISO14689,Teil1beschrieben.FürdieBeschreibungderHomogenbereichemussnebendemcharakteristischenWertfürdieBemes-sungaucheineSpannbreitedesjeweiligenKennwertesangegebenwerden,dieaufgrundderFeld-und

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    Laboruntersuchungensowieggf.Erfahrungenzuerwartenist.DieindenaufgeführtenNormenange-gebenenKennwertebzw.Eigenschaften,die zurvollständigenBeschreibung einerBaugrundschichterforderlichsind,dienenalsGrundlage fürdieBeschreibungderHomogenbereiche inderVOBundsindinnachfolgenderTabelleaufgeführt.EineListederKennwerteundEigenschaftenwurdeimRah-mendesForschungsvorhabens(Borchert,K.-M.,Große,A.2010)[1]erarbeitet. ImZugederBearbei-tungdurchdieArbeitsausschüssefürdieeinzelnenVOB-NormenwurdedieseListeerweitert.

    Tabelle1: Kennwerte/EigenschaftenfürdievollständigeBeschreibungeinerBodenschichtindenVOB-Normen

    Nr. Kennwerte/Eigenschaft Prüfungnach1 KorngrößenverteilungmitKörnungsbändern DIN181232 DefinitionvonSteinenundBlöcken DINENISO14688-12a MassenanteilSteine,D>63mm

    BestimmungdurchAussortierenundWiegen

    2b MassenanteilBlöcken,D>200mm2c MassenanteilgroßeBlöcke,D>630mm3 mineralogische Zusammensetzung der Steine

    undBlöckeDINENISO14689-1

    4 Dichte DINENISO17892-2undDIN18125-25 Kohäsion DIN18137-1,DIN18137-2,DIN18137-36 undränierteScherfestigkeit DIN4094-4,DIN18136,DIN18137-27 Sensitivität DIN4094-48 Wassergehalt DINENISO17892-19 Konsistenz DINENISO14688-1(5.14)10 Konsistenzzahl DINENISO18122-111 Plastizität DINENISO14688-1(5.8)12 Plastizitätszahl DIN18122-113 Durchlässigkeit DIN1813014 Lagerungsdichte:Definition DINENISO14688-214a Lagerungsdichte:Bestimmung DIN1812615 Kalkgehalt DIN1812916 Sulfatgehalt DINEN1997-217 OrganischerAnteil DIN1812818 Benennung und Beschreibung organischer

    BödenDINENISO14688-1

    19 Abrasivität NFP18-57920 Bodengruppe DIN18196/DIN1891521 ergänzendortsüblicheBezeichnung XDadieDIN18196dieBödenauchfürbautechnischeZweckeklassifiziert,wurdevondenArbeitsaus-schüssen fürdieATV-NormenundvomHATbeschlossen,auchdieBezeichnungausdieserNormzuübernehmen.FürdieLandschaftsbauarbeiten,diedenOberbodenbehandeln,wirddieDIN18915her-angezogen.

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    Tabelle2: Kennwerte/EigenschaftenfürdievollständigeBeschreibungeinerFelsschichtindenVOB-Normen

    Nr. Eigenschaften/Kennwerte Prüfungnach1 BenennungvonFels DINENISO14689-12 Dichte DINENISO17892-2undDIN18125-23 VerwitterungundVeränderungen,Ver-

    änderlichkeitDINENISO14689-1

    4 Kalkgehalt DIN181295 Sulfatgehalt DINENISO1997-26 Druckfestigkeit DIN18141-17 Spaltzugfestigkeit DGGT-Empfehlung Nr. 10 „Indirekter Zugversuch

    anGesteinsproben-Spaltzugversuch“8a Trennflächenrichtung

    DINENISO14689-18b Trennflächenabstand8c Gesteinskörperform9a ÖffnungsweitevonTrennflächen

    DINENISO14689-19b KluftfüllungvonTrennflächen10 Gebirgsdurchlässigkeit DINENISO14689-111 Abrasivität NFP94430-112 ergänzendortsüblicheBezeichnung XEswurdeauchdieAbrasivitätaufgenommen,dadieserKennwertfürBohrarbeiten(DIN18301),Un-tertagebauarbeiten(DIN18312),Rohrvortriebsarbeiten(DIN18319)undHorizontalspülbohrarbeiten(DIN18324)alswesentlicherFaktorfürdieKalkulationderBauleistungnachAnsichtder jeweiligenArbeitsausschüsseerforderlichist.EinedeutscheNormzurBestimmungexistiertnicht.Daherwurdebei Boden und Fels die entsprechende FranzösischeNormmit aufgeführt. Sie liegtmittlerweile indeutscherÜbersetzungvor.BeiderNormzurÜberprüfungderanzugebendenDruckfestigkeitdesFelserfolgte lediglicheinere-daktionelleÄnderungderVorschriftinderVOB2016gegenüberdemErgänzungsband2015.DainderZwischenzeitdieDIN18141-1eingeführtwordenist,wirddieseinderVOB2016stattderimErgän-zungsband2015angegebenenDGGT-EmpfehlungNr.1aufgeführt.BeidenindenTabellen1und2angegebenenEigenschaftenbzw.KennwertenhandeltessichumdieSchnittmengeder inallendenTiefbaubetreffendenATV-NormenaufgeführtenKenndaten.DieTeil-menge der anzugebenden Kenndaten für die Homogenbereiche schwankt in den einzelnen ATV-Normenstark.Sosind fürRamm-,Rüttel-undPressarbeiten imBodennachDIN18304 achtder inTabelle 1 aufgeführten 21 Kenndaten zu beschreiben. Für Horizontalspülbohrarbeiten nach DIN18324wären17dieserKenndatenanzugeben.

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    3. Anforderungen

    3.1 AnforderungenandieBaugrunduntersuchung

    AusdemErfordernis,denbeimjeweiligenGewerkzubearbeitendenBoden/FelsalsHomogenbereichzubeschreiben,ergebensichkeinezusätzlichenAnforderungenandieauszuführendeBaugrundunter-suchung. IndenschonvorderEinführungderHomogenbereiche indieVOBgeltendenNormenzurBeschreibungvonBodenundFels(DINENISO14688undDINENISO14689)werdenEigenschaftenaufgeführt,diezurvollständigenBeschreibungeinerBoden-bzw.einerFelsschichterforderlichsind.Sämtliche jetztzurBeschreibungvonHomogenbereichen inderVOBaufgeführtenEigenschaftenfin-densichindenbeidengenanntenNormenwieder.AusgenommenhiervonistderParameterAbrasivi-tät. Insofern es seitEinführung dieserNormen 2003/2004 schon erforderlich, dieseEigenschaftenvollumfänglichzuuntersuchen,umeinevollständigeBaugrundbeschreibungerstellenzukönnen.Dievollständige Baugrundbeschreibungwiederum dient jetzt als Grundlage für die Einteilung und dieBeschreibungderHomogenbereiche.FüreinigederzubeschreibendenKennwerte/Eigenschaftengibtes indergeotechnischenNormungunterschiedlicheUntersuchungsmethoden.Daher wird in dem Kapitel 2 der jeweiligen VOB-Normaufgeführt,nachwelcherNormderinderAusschreibungangegebeneKennwert/EigenschaftimZwei-felsfallzuüberprüfenist.Diesbedeutetnicht,dassderKennwertvomSachverständigenfürGeotech-nikbeiderBaugrunduntersuchungfürdas jeweiligeProjektauchzwangsläufignachdieserNormzubestimmenist.IndiesemFalle,dassfüreinenKennwertmehrereUntersuchungsmethodenzurÜberprüfungangege-benwerden,solltedurchdenSachverständigen fürGeotechnikaberdieNormzurÜberprüfungdesentsprechendenKennwertes festgelegtwerden.HatbeispielsweisederSachverständige imZugederBaugrunduntersuchungdieundränierteScherfestigkeitmittelsFlügelscherversuchennachDIN4094-4ermittelt,solltedieseUntersuchungsmethodeherangezogenwerden,umeineggf.seitensdesAuf-tragnehmersangezeigteAbweichungdiesesWerteszuüberprüfen.GrundlagefürdieFestlegungderBandbreitendereinzelnenanzugebendenKennwerte/Eigenschaftenist der Geotechnische Bericht. Wurde die Baugrunduntersuchung in dem entsprechenden UmfangnachDINEN1997-2mitDIN4020ausgeführt,sinddieDatenfürderenAngabevorhanden.DerSach-verständigefürGeotechniksolltedeshalbdieVorgabenderDINEN1997-2/DIN4020zuAbstandundTiefederBaugrundaufschlüssesowiedenUmfangderauszuführendenLaboruntersuchungeneinhal-ten.DieimAnhangB.3derDINEN1997-2angegebenenAufschlusstiefensindinDeutschlandnorma-tiv.DiedortangegebenenUntersuchungstiefensindkeineRichtwerte,sondernMindesttiefen.ImAn-hangMwerdenVorgabenzumMindestumfangderauszuführendenLaborversuchezurKlassifikation,BenennungundBeschreibungvonBödengemacht.AuchfürdieBestimmungderScherfestigkeitvonBödenwerdeninderDINEN1997-2imAnhangP,VorgabenzurMindestanzahlderauszuführendenVersuche gemacht.BeiEinhaltungdieserVorgaben steht eine ausreichendeDatenmenge zurVerfü-gung,sowohlumabgesichertecharakteristischeKennwertefüreineBemessungalsauchdieBandbrei-te fürden jeweiligenHomogenbereich festzulegen.FürdieBeschreibungderSchichtenbzw.Homo-

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    genbereichesolltensomitausreichendeFeld-undLaborversuchedurchgeführtwerdenbzw.abgesi-cherteErfahrungswerteausanderenProjektenvorliegen.SoferndemSachverständigenfürGeotechnikdiegeplantenGewerke imvollenUmfangbekanntsind,kann die Festlegung derHomogenbereiche für die Bauausführung durch ihn erfolgen. Bei der Be-schreibungderHomogenbereichesolltenMerkmale,wiez.B.dieFarbedesBodensbzw.desFelsmitangegebenwerden,überdieverhältnismäßig einfachdieUnterscheidungvorOrt/aufderBaustelleerfolgenkann.Im Geotechnischen Berichtwerden die erkundeten Baugrundschichten vom Sachverständigen ent-sprechendDINENISO14688undDINENISO14689beschriebenunddarausentsprechendDIN4020ein vereinfachtesBerechnungsmodell desBaugrundes entwickelt.Dabeiwerden die Schichten ent-sprechendstandsicherheitsrelevanterEigenschaftenbzw.aufgrund ihresVerformungsverhaltensun-terteilt.BeiderEinteilungderHomogenbereichemüssendieseAspektenichtzwangsläufigberücksich-tigtwerden.EskönnenbeiderBildungderHomogenbereicheBaugrundschichten,diefürdasjeweiligeGewerkgleicheEigenschaftenaufweisen,zusammengefasstwerden(Bild1).

    Bild1: BeispielfürdieZusammenfassungmehrererBaugrundschichteneinesBerechnungsmodellszuHomogenbereichen

    DashatzurFolge,dassbeimgleichenBauvorhabenfürdiezumEinsatzkommendenGewerkeunter-schiedlicheHomogenbereichegebildetwerden.InderPraxiserfolgtoftdieBeschreibungderHomo-genbereiche nicht in der Leistungsposition, sondern in der Baubeschreibung bzw. einem der Aus-schreibungbeigegebenenseparatenBericht.DieBezeichnungderHomogenbereiche,obZahlen,Buch-stabenoderKombinationendarausistdemAufstellerderLeistungsbeschreibungoderdemAufstellerderErgänzungzumGeotechnischenBerichtüberlassen,siemuss jedocheindeutigsein.Füreineein-deutigeZuordnungderbeschriebenenHomogenbereichezudenLeistungspositionenwirdempfohlen,

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    dieHomogenbereiche zunächst entsprechenddemGewerk, z.B. „E“ fürErdarbeiten, zubezeichnenunddannfortlaufendzunummerieren,z.B.E1,E2usw..FolgendeTerminologiewirdvorgeschlagen:

    DIN18300 Erdarbeiten EDIN18301 Bohrarbeiten BDIN18304 Ramm-,Rüttel-undPressarbeiten PDIN18311 Nassbaggerarbeiten NDIN18312 Untertagebauarbeiten UDIN18313 Schlitzwandarbeiten SDIN18319 Rohrvortriebsarbeiten RDIN18320 Landschaftsbauarbeiten LDIN18321 Düsenstrahlarbeiten DDIN18324 Horizontalspülbohrarbeiten H

    3.2 AnforderungenandieAusschreibung

    DerPlanersolltebeiderErstellungdesLeistungsverzeichnissesdenGeotechnischenBericht inHin-blick auf ausreichendeAngabenvonKennwerten/EigenschaftenderBaugrundschichtenprüfen.EinsachverständigerPlanerkanndieHomogenbereicheausden imGeotechnischenBerichtbeschriebe-nenBaugrundschichten festlegen,sollte jedoch imZweifelsfalldenSachverständigen fürGeotechnikhinzuziehen.BeiderFestlegungderHomogenbereichesolltederGrundsatzgelten:„Sovielewienötig,abersowenigewiemöglich.“,umeineLeistungsbeschreibungzuerhalten,diesowohlfürdieKalkula-tionalsauchfürdieAbrechnungpraxistauglichist.DieswirdinderPraxisoftmalsnichtumgesetzt.ImnachfolgendenBildistaneinemtypischenBodenprofilfürdenNordenvonDeutschlanddargestelltwiedieZusammenfassungvonBaugrundschichtenfürdieunterschiedlichenGewerkeaussehenkönn-te.Hier solltemit Ingenieurverstand vorgegangenwerden, um baupraktisch für dieAusschreibungundAbrechnungeinfachhändelbarePositionenbildenzukönnen.

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    Bild2: BeispielfürunterschiedlicheEinteilungvonHomogenbereichenfürverschiedeneGewerke

    Für die gebundenen Tragschichten sind bisher keine Bodenklassen angegeben worden und somitmüssendieseauchnachneuerNormungnichtalsHomogenbereichbeschriebenwerden.DerAbtragdieserSchichtenistwiebisherauchinderATV18459„Abbrucharbeiten“geregelt.ImLeistungsverzeichnis ist jeHomogenbereicheinePositionvorzusehen.EssolltenalsoBaugrund-schichtenzusammengefasstwerden,diegewerkespezifischgleicheLeistungswertefürdasBearbeitenerwarten lassen.Diessetztvoraus,dassderdieAusschreibungaufstellendePlanerundderSachver-ständigefürGeotechnikdiegewerkespezifischenunddieLeistungbeeinflussendenEigenschaftendereinzelnenBaugrundschichtenkennenundbeurteilenkönnen.IsteingeregelterWiedereinbauderab-getragenenBodenschichtengeplant,müssendieHomogenbereichesogewähltwerden,dassauchdieEinbauleistungkalkulierbar ist.EineEinteilungvonunterschiedlicherHomogenbereichenfürdasLö-senunddenEinbaubeiErdarbeiten istabernichterforderlich.Schichten,diewiedereingebautwer-densollen,müssenseparatgelöstundggf.zwischengelagertwerden,sodassderHomogenbereichfürdasLösendergleicheseinkannundmusswiefürdasLagernundEinbauen.EsistsomiteineengeZusammenarbeitzwischendemPlanerunddemSachverständigenfürGeotech-nikerforderlich.

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    Bild3: InteraktionPlanerundSachverständigefürGeotechnik

    DieUmsetzungderBeschreibungvonHomogenbereichenimStandardleistungsbuch(STLB)istinvie-lerleiHinsichtausSichtderAutorinleidernichtgelungen.DerAufstellerdesLeistungsverzeichnisseskannzumeinennurausvorgegebenenBandbreitenderEigenschaften/Kennwerteauswählen.Damitwerdenwieder festeGrenzenvorgegeben.DieEigenschaftenentsprechen teilweisenichtdenVorga-benderATVs.ZumBeispielkannnurdieKonsistenznachDINEN ISO14688-1ausgewähltwerden.DieKonsistenzzahl,wiebeidenmeistenATVsgefordert,fehlt.HiersindRichtigstellungenerforderlich.DerStandardleistungskatalog(STLK)sieht inderLeistungspositionnurdieAngabedesHomogenbe-reichesvor.Ansonstenwirdauf„UnterlagendesAG“verwiesen,wasz.B.dieBaubeschreibungoderderGeotechnischeBerichtseinkann, indenendieHomogenbereicheentsprechendderForderungendesTeilesCderVOBbeschriebenwerdenkönnen.AnderVerteilungdesBaugrundrisikosändertsichdurchdieEinführungderHomogenbereichenichts.DasRisiko für gegenüber der Leistungsbeschreibung veränderteBaugrundverhältnisse bleibt beim

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    Bauherrn,sofernvertraglichnichtandersgeregelt.DennochsolltendieBieterdieVollständigkeitundPlausibilitätderBeschreibungprüfen,umnichtbeioffensichtlichenFehlerndasRisikozuüberneh-men,densichergebendenhöherenAufwandfürdieBewältigungdertatsächlichenBaugrundverhält-nisseaufeigeneKostenzuerbringen.

    4. Ausblick

    AusSichtderAutorinstelltdieEinführungderHomogenbereicheeineVerbesserungderLeistungsbe-schreibungdar,dadiesebeikonsequenterUmsetzungeinegenauereBeschreibungdesBaugrundesfürdieArbeitsleistungdesjeweiligenGewerkesgeben.DieLeistungensindsomitgutkalkulierbar.DieKennwerte/EigenschaftendereinzelnenBaugrundschichtenverändernsichnicht,auchwennsiebeieinzelnenGewerkenunterschiedlichzusammengefasstwerden.Eine normgerechte Ausführung der Baugrunduntersuchung und -beurteilung ist hierfür zwingenderforderlich.Eine „abgespeckte“BaugrunduntersuchungzurKosteneinsparungkannnichtdurchdieAngabederBodenklassen3bis6inderLeistungspositiongeheiltwerden.DieAnwendungderHomogenbereiche inderPraxishat jedoch gezeigt,dass eineReduzierungderParameterlistendereinzelnenATVsangestrebtwerdensollte.Dabeisollte inAuswertungvonBau-maßnahmen,dieunterAnwendungderVOB2016ausgeschriebenwordensind,geprüftwerden,wel-chederParameter fürdieKalkulationnichtzwingenderforderlichsindunddieseausderListederanzugebendenKenndatengestrichenwerden.Zur Abgrenzung vonHomogenbereichen werden aktuell von verschiedenen Bauverwaltungen undInstitutionenArbeitshilfen entwickelt, indenen Leitparameter zurAbgrenzung vonHomogenberei-chen indeneinzelnenGewerkenangegebenundauchderenGrenzenbeschriebenwerden,abdenenein neuerHomogenbereich festgelegtwerden sollte. Sehr brauchbareArbeitshilfen liefern hier dasBAW-MerkblattunddieHandlungsempfehlungderDBEngineeringundConsultingGmbH.EinVer-gleichdieserbeidenArbeitshilfenzeigt jedochbeiderAbgrenzungderHomogenbereicheeineunter-schiedlicheTiefe.DasBAW-Merkblattschlägtz.B.einegenerelleUnterscheidunginbindigeundnicht-bindigeBödenvor.BeibindigenBödenwerdenzusätzlichvierGrenzbereicheabhängigvonderKon-sistenzvorgegeben.DieHandlungsempfehlungderDBEngineeringundConsultingGmbHhingegenschlägt eine mögliche Zusammenfassung sämtlicher nichtbindiger, bindiger, gemischtkörniger undorganogenerBödenfürdieErdbauprozesseLösen/Laden,Transportieren,Einbauenvor.EinevonderGSTT,GermanSocietyforTrenchlessTechnologye.V.,herausgegebeneArbeitshilfedefi-niertaufBasisderBodenklassender früherenDIN18319:2012-08 festeHomogenbereiche.DieBo-denklassenwerdendenBodengruppennachDIN18196zugeordnet.AußerdemwerdenBandbreitenfürz.B.dieDichte,denWassergehalt,dieDurchlässigkeitunddieLagerungsdichtesowiedieAbrasivi-tät fürdie einzelnenBodenklassen angegeben.DiePraxis zeigt jedoch,dassdieBeschreibung eineranstehenden Baugrundschicht mit nur einer dieser Bodenklassen nach DIN 18319:2012-08 seltenmöglichist.Oftmüssenzweibzw.dreidieserBodenklassenangegebenwerden,umdiejeweiligeBau-grundschichtvollumfänglichzubeschreiben.InsofernwidersprichtdieDefinition„Homogenbereich=BodenklassennachalterNorm“derDefinitiondesHomogenbereichesnachVOBundführtdieHomo-

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    genbereiche an sich ad absurdum.Zuden angegebenenKennwertspannen ergibt sichdieFrage,obsichdamitjeglicheBaugrunduntersuchungfürRohrvortriebsarbeitenerübrigt.Nebenden aufgeführten gibt esnochdiverse andereArbeitshilfen.Dies zeigt,dasshierdringenderHandlungsbedarfbesteht,vorzugsweiseineinerArbeitsgruppe,diedurchVertreterderAuftraggeber-seite,wiez.B.Bauverwaltungen,Kommunen,undderAuftragnehmerseiteineinerähnlichenKonstel-lationwiederHauptausschussTiefbau einschließlichderAufstellerder einzelnenArbeitshilfen zu-sammengesetztist,umdieUmsetzungderHomogenbereicheinderBaupraxisausdembabylonischenWirrwarrwiederzurückzudereigentlichgewolltenVereinheitlichungzubringen.

    Literatur

    [1] Borchert,K.-M.,Große,A:VereinheitlichungderBoden-undFelsklassenfürdieVOB-Normen;StudiefürdieDIN,GuDConsultGmbH,Berlin,27.05.2010,unveröffentlicht

    [2] HandbuchEurocode7,GeotechnischeBemessungBand1:AllgemeineRegeln,herausgegebenvomDINDeutschenInstitutfürNormunge.V.,1.Auflage2011

    [3] HandbuchEurocode7,GeotechnischeBemessungBand2:ErkundungundUntersuchung,heraus-gegebenvomDINDeutschenInstitutfürNormunge.V.,1.Auflage2011

    [4] DINENISO14688,Teil1und2:GeotechnischeErkundungundUntersuchung-Benennung,Be-schreibungundKlassifizierungvonBoden

    [5] DINENISO14689:GeotechnischeErkundungundUntersuchung-Benennung,BeschreibungundKlassifizierungvonFels

    [6] Ergänzungsband2015zurVOB2012,HerausgeberDINDeutschesInstitutfürNormunge.V.[7] VOBVergabeundVertragsordnungfürBauleistungen,Ausgabe2016,BeuthVerlagGmbH,2016[8] Fuchs,B.,Haugwitz,H.-G.:Homogenbereiche:AusBodenklassenwerdenHomogenbereiche-

    technischeundrechtlicheAuswirkungenaufdieVOBTeilC2016,BundesanzeigerVerlag2016

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    Geotechnische Prinzipien bei der Umsetzung der Homogen-bereichenachVOB/CfürdenVerkehrswasserbaunachMEHDr.-Ing.JanKayser,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    1. Einführung

    Die inder„VerdingungsordnungfürBauleistung,TeilC(VOB/C)“(VOB,2016)veröffentlichtenVOB-NormenbeinhaltetdieAllgemeinenTechnischenVertragsbedingungen fürBauleistungen(ATV).DiefachgerechteAnwendungderVOB-NormenbeiderAusschreibungvonBauleistungensollsicherstel-len,dassdieLeistungeneindeutigunderschöpfendbeschriebenwerden.FürdieGewerkedesTiefbausunddesSpezialtiefbauskommtesbesondersaufeinepräziseundgleichzeitigknappeBeschreibungderanstehendenBödenan,damiteineKalkulationderBauleistungenohnegroßeVorarbeitenmöglichist.GemäßdenNormenderVOBTeilCistderBaugrundfürErdbau-,Tiefbau-undSpezialtiefbauarbei-teninHomogenbereicheeinzuteilen.JederHomogenbereich ist durchmehrere Kennwerte zu beschreiben. Abhängig vom Bauverfahrensindzwischen7und17KennwertefürBodenbzw.3bis11KennwertefürFelsineinerBandbreitemituntererundobererGrenze anzugeben.BesondereBedeutungbeiderErmittlungdieserKennwertehabenhierbeidieNormen• DIN18196:Erd-undGrundbau-BodenklassifikationfürbautechnischeZwecke• DINEN1997-2/NAEC7:Entwurf,BerechnungundBemessunginderGeotechnik–Teil2:Erkun-

    dungundUntersuchungdesBaugrundes,zusammenmitdemnationalenAnwendungsdokumentDIN4020GeotechnischeUntersuchungenfürbautechnischeZwecke,ErgänzendeRegelungenzuDINEN1997-2

    • DINENISO14688:GeotechnischeErkundungundUntersuchung-Benennung,BeschreibungundKlassifizierungvonBoden

    • DINEN ISO14689-1:GeotechnischeErkundungundUntersuchung -Benennung,BeschreibungundKlassifizierungvonFels-Teil1:BenennungundBeschreibung

    FürdieEinteilungdesBaugrunds inHomogenbereiche lassendieVOB-Normen einenweitenSpiel-raumzu.InderPraxisergebensichdarausfolgendeFragen:1. WelcheKennwertesindbesonderswichtig?2. WiegroßdürfenBandbreiteninnerhalbeinesHomogenbereichssein?3. WiekönnenallegefordertenKennwertebereits fürdieAusschreibungzuverlässigermitteltwer-

    den?4. WieistderAblaufundwerführtdieEinteilunginHomogenbereichedurch?5. WelcheDarstellungderHomogenbereicheistnotwendigundsinnvoll?

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    AlsGrundlage fürdieBeantwortungdieserFragenhatdieBundesanstalt fürWasserbau (BAW)das„Merkblatt Einteilung des Baugrunds in Homogenbereiche nach VOB/C (MEH)“ erarbeitet (BAW,2017). Es ist eine Handlungshilfe für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes(WSV)undgibtdenPlanernundGeotechnischenSachverständigenHilfestellungen,nachwelchenKri-teriendieEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereicheerfolgenkann.ErgänzendwerdenHinweisezueinzelnenParameternundzurDarstellungderHomogenbereichegegeben. ImFokusstehenBau-vorhaben,beidenenGroßgerätezumEinsatzkommen.

    2. GrundlagenfürdieEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche

    Für die Festlegung derHomogenbereiche sind sowohl bodenmechanische als auch baubetrieblichebzw.verfahrenstechnischeKriterienzubeachten.DaheristhiereineengeZusammenarbeitzwischendemBauherrnbzw.demvonihmbeauftragtenPlanerunddemGeotechnischenSachverständigener-forderlich.EinentsprechenderWorkflowistinBild1dargestellt.

    Bild1: WorkflowfürdieZusammenarbeitzwischenPlanerundGeotechnischenSachverständigen

    ImerstenSchrittmussderBauherrseinBauzieldefinierenunddieBauverfahren,mitdenenerdiesesZielerreichenwill, festlegen.Darauf ausgerichtet führtderGeotechnischeSachverständigedieBau-grunduntersuchungdurch,wobeimöglichealternativeBauverfahrenauchberücksichtigtwerdensoll-ten.NachderAuswertungderLabor-undFelduntersuchungenbeschreibterdieSchichtenfolgeundgibtdieBandbreitenderfürdieSchichtenermitteltenKennwertean.AufdieserGrundlagemachtderGeotechnischeSachverständigefürjedesderfestgelegtenBauverfah-ren einen Vorschlag zur Festlegung der Homogenbereiche. Dabei kann einHomogenbereich einerSchichtentsprechen.Essollte jedochversuchtwerden,möglichstvieleSchichtenzusammenzufassen,umdieAusschreibungunddieAbrechnungübersichtlichzuhalten.DieineinemHomogenbereichzu-

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    sammengefassten Schichten sollen hinsichtlich des ausgeschriebenen Bauverfahrens vergleichbareEigenschaftenhaben.DieBandbreite fürdieKennwerteeinesHomogenbereichsergibtsichausderVereinigungsmengederBandbreitenderzusammengefasstenSchichten.WiegroßdieBandbreitefürdieKennwerte innerhalb einesHomogenbereichs sein darf, ist indenNormen nicht festgelegt. Siemuss zum einen groß genug sein, um die natürlichen Schwankungen innerhalb einesHomogenbe-reichswiderzuspiegeln.Zumanderensolltesieaberauchnichtzugroßunddamitunpräzisesein,sodasssienichtmehralsKalkulationsgrundlagegeeignetist.HäufigkommenimRahmeneinesBauvorhabensmehrereGewerkemitunterschiedlichenBauverfah-renzumEinsatz,sodasseserforderlichseinkann,denBaugrundverfahrensabhängigunterschiedlichinHomogenbereicheeinzuteilen.VorgabenzurErmittlungder indenVertragsunterlagenanzugebendenKennwerteundderenBand-breitemachtdieVOBnicht.DieKennwertekönnendaheraufLabor-bzw.FelduntersuchungenoderaufErfahrungswertenberuhen.GrößerePlanungs-unsAusführungssicherheitwirdsicherlichmitderErmittlungaufderGrundlagevonLabor-undFeldversuchenerreicht.

    3. LeitparameterundEinteilungsgrenzen

    DieVOB-Normen fordern fürdieBeschreibungderHomogenbereichedieAngabeeinerVielzahlvonParametern.EinigedieserParameterhabenbesondereBedeutungfürdasjeweiligeBauverfahren,weilsiedieAuswahlderMaschinentechnikundggf.auchdieWirtschaftlichkeitentscheidendbeeinflussen.DieseParameterwerdenwegen ihrerherausragendenBedeutungnachfolgendalsLeitparameterbe-zeichnet.Esempfiehltsich,beiderBaugrunderkundungeinbesonderesAugenmerkaufdieErmittlungderLeitparameterzulegen.FürdieLeitparametergibtesGrenzwerte,beidenensichmöglicherweiseGrenzenfürdenEinsatzvonMaschinentechnikenergeben.DieseWertekönnenalsEinteilungsgrenzebeiderBildungderHomogenbereicheberücksichtigtwerden.DieEinstufungeinesParametersalsLeitparameterunddessenEinteilungsgrenzenhabenorientieren-denCharakter.DieEinteilungsgrenzensindnichtalsstrengeKlassifizierungsgrenzenderHomogenbe-reichezusehen.VielmehrgebensieeineHilfestellungzurBeantwortungderFrage,inwieweitdieEi-genschaftenverschiedenerSchichtenhinsichtlichdesjeweiligenVerfahrensvergleichbarseinkönnen.Esistdurchausmöglich,sinnvolloderaucherforderlich,HomogenbereicheüberdieEinteilungsgren-zenhinauszubilden.Seies,umdieAnzahlderHomogenbereichegeringundübersichtlichzuhaltenoderweildiebodenmechanischenEigenschaftenoderdieprojektspezifischenRandbedingungen(z.B.schwierigeTrennungunterschiedlicherSchichten imBaubetrieb)keinegenauereDifferenzierungzu-lassen.EinsolcherHomogenbereichistdannausbodenmechanischerSichtheterogen.DieRelevanzderLeitparameter istprojektspezifisch imEinzelfallkritisch zuprüfen.Grundsätzlichkannesnotwendigsein,nebendenLeitparameternauchandereParameterzurdifferenzierterenEin-teilungderHomogenbereicheheranzuziehen.

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    BeispielhaftfürdieSystematikdermitEinteilungsgrenzenversehenenLeitparametersind inderTa-belle1AngabenfürBohrarbeiten imnichtbindigenBodengemacht.DieEinteilungsgrenzenorientie-rensichandenLeistungsklassenentsprechenderBohrgeräte.

    Tabelle1: LeitparameterundEinteilungsgrenzenfürBohreninnichtbindigemBoden

    Leitparameter Einteilungsgrenzen

    Spitzenwiderstandqcunter25MPaüber25MPa

    MassenanteilSteineundBlöckeunter5%über5bis20%über20%

    4. HinweisezuspeziellenParametern

    DieBandbreitevonvielenParameternkannmitguterGenauigkeitimRahmeneinerBaugrunderkun-dungbereitsinderPlanungsphaseermitteltwerden.Einigez.T.wichtigeParametersindjedochnichtodernurmitunvertretbarhohemAufwand inLabor-oderFeldversuchen ermittelbar.Ebenso sindeinigePrüfvorschriftenunpräzise,sodasssieeinenweitenGestaltungsspielraumzulassenundeineVergleichbarkeitvonVersuchsergebnissendahernichtgegeben ist.DaherenthältdasMEHHinweisezu

    ∑ derLagerungsdichtebzw.derbezogenenLagerungsdichte,∑ demMassenanteilSteineundBlöcke,∑ derKornverteilungbzw.desKörnungsbands∑ derAbrasivitätvonBodenund∑ derKonsistenzbzw.derKonsistenzzahl.

    5. DarstellungderHomogenbereiche

    DieDarstellungderHomogenbereiche indenVergabe-undVertragsunterlagensollte ineinheitlicherFormerfolgenundfolgendeTeilebeinhalten:• ZusammenstellungallerParametermitBandbreitenundKörnungsbändernfürjedeSchicht• AngabedesRegelwerks,nachdemdieParameterzuüberprüfensind,soferndieVOB/Cmehrere

    Möglichkeitenzulässt• VerfahrensabhängigeZusammenfassungderSchichtenzuHomogenbereichenineinerTabelleBild 2 zeigt einBeispiel für die Zusammenfassung vonmehreren Schichten zuHomogenbereichen,getrennt für Erd-, Bohr-, Ramm-, Rüttel-, Press-undNassbaggerarbeiten.Das dargestellt FormblattkannbeiBedarfaufdieHomogenbereiche fürweitereBauverfahren erweitertwerden.AusderBe-

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    zeichnungderHomogenbereichesolltezurVermeidungvonMissverständnissendas jeweilsreferen-zierteBauverfahrenersichtlichsein.

    Bild2: BeispielfürdieDarstellungderHomogenbereichegetrenntnachBauverfahren

    Für dieÜbersicht der räumlichenVerteilung derHomogenbereiche sollten zusätzlich zur tabellari-schenDarstellungauchLängs-undQuerschnittemitdenSchichtenzurVerfügunggestelltwerden.

    Literatur

    BAW(2017):MerkblattEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereichenachVOB/C(MEH),Bundes-anstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    VOB(2016),GesamtausgabeTeilA,BundC,Vergabe-undVertragsordnungfürBauleistungen-TeilA(DIN1960:2016-09),TeilB(DIN1961:2016-09),TeilC(ATV),Hg.DIN/DVA,BeuthVerlag,BerlinRegelwerke

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    Festlegung der Einteilungsgrenzen für Ramm-, Rüttel- undEinpressarbeitenDipl.-Ing.(FH)AchimSchneider,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    1. Einleitung

    Die imMerkblatt zurEinteilungdesBaugrundes inHomogenbereiche (MEH)vorgeschlagenenEin-teilungsgrenzenbasierenaufderAuswertungdergängigstenFachliteraturstellensowieeigenerErfah-rungenderArbeitsgruppe.SiesinddasErgebniseinerdenEntstehungsprozessbegleitenden fachli-chenDiskussionundBewertungallerBeteiligten. ImErgebniswurdeeinedreigliedrigeDifferenzie-rungausLeitparametern,derenEinteilungsgrenzenundderdarauszuzuordnendenMachbarkeitbzw.SchwierigkeitdesVerfahrensherausgearbeitet.

    2. BisherigeVorgehensweise

    GängigePraxisbeiderEinteilungdesBaugrundeswarbisher,dieEinbringbarkeiteinesBauteiles inden Untergrund mit den Begriffen „leichte“, „mittlere“ und „schwere“ (ausnahmsweise auch „sehrschwere“) Rammung zu klassifizieren. Bei der Auswertung der Fachliteratur zeigte sich, dass fürRamm-,Rüttel-undPressarbeitenüberwiegendallgemein formulierteAngabenzurgrundsätzlichenMachbarkeitbzw.zuSchwierigkeitsgrenzenbeibestimmtenBodenartenenthaltensind.FüralledreiEinbringartengiltferner,dassdieAngabenausderLiteraturhinsichtlichderbeschriebenenBodenar-tenoftmalsLückenaufweisenundnichtfüralleBodenarteneindeutigeAussagenundZuordnungenzudenvorgenanntenBegriffengefundenwerdenkonnten.HäufigentsprichtderverwendeteSprachge-brauchbeiderBodenbenennungaufgrunddesAltersderQuellennichtdenheutigenNormenzurBo-denansprache(DINEN14688-1und-2undDIN18196),wodurcheineeindeutigeZuordnungderAus-sagenzukorrektangesprochenenBödenerschwertwird.InderRegelwird lediglich innichtbindigeundbindigeBödenunterschieden.DerEinflussbindigerNebenanteilevonnichtbindigenBödenwirddabeinichterschöpfendbehandelt.ÄhnlichesgiltfürdenEinflussderKornformundderLagedesGrundwassersspiegels.Hierzusind,wennüberhaupt,nurqua-litativeAussagenenthalten,mitdenenkeineEinteilungderBodenartenmöglichist.Zusätzlichwerdenin den Literaturstellen unterschiedlicheAbstufungen undBegriffe derRammbarkeit verwendet, sodassdieeinzelnenAussagennurbegrenztvergleichbarwaren.AusdenQuellenistnichterkennbar,obUnterschiede indenAussagenzurEinbringbarkeitaufgrundverschiedenerErfahrungenderAutorenoderaufgrundeinereventuellweiterentwickeltenBaumaschinentechnikberuhen.

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    3. EinteilungsgrenzendesMEH

    ImMEHwurdedieinderLiteraturoftmalslückenhafte,d.h.sichnichtaufalleBodenartenbeziehendeBeschreibungderEinbringbarkeitdurcheinegrobgliedrigeAufteilungdesBodensinnichtbindigeundbindigeBodenarten aufgegeben. Für die Zuordnung gemischtkörnigerBödenwurde auf dieVorge-hensweisenachDINENISO14688-1hingewiesen.TorfeundandereorganischeBödensowieBöden,die inderDIN18196nichterfasstsind(z.B.sehrgrobkörnigeBödennachDINENISO14688-1),sinddarüberhinausgesondertzubetrachten.Zuorga-nischenBödenwurden inderLiteraturkeineAngabengefunden.AufeventuelleProbleme(erhöhterEindringwiderstanddurchFaserigkeit)mussimTextdesBaugrundgutachtensgesonderthingewiesenwerden.EventuellistimEinzelfalleinseparaterHomogenbereichzubilden.DieEinteilungsgrenzendesMEHgeltenfürfolgendegrundsätzlichenVoraussetzungen:

    ∑ BeimRammguthandeltessichumSpundwändesowieRohr-undI-ProfileentsprechenddenEAPfähle:2012,5.4.4.2(1).ElementemitgrößerenQuerschnittensindgesondertzubetrach-ten.

    ∑ Eswerden keine Rammhilfen verwendet. Kommen diese zum Einsatz, können die Grenzenüberschrittenwerden.

    ∑ DasRammgutsoll inhindernisfreie,stein-undblockfreiesowienichtverkitteteBödeneinge-brachtwerden.

    Fernergiltzubeachten,dassdiezudurchteufendeSchichtdickebzw.dieerforderlicheEindringtiefeineineSchichtbeiderBeurteilungderEinbringbarkeiteinwesentlichesBewertungskriteriumdarstellt.

    DasEinbringeninFelsohneumfangreichevorbereitendeMaßnahmen(Einbringhilfen)istnurimEin-zelfallundbeigeringerEindringtiefemöglich.DaherkönnenhierzukeinegenerellenLeitparameterundEinteilungsgrenzenangegebenwerden.

    3.1 GrundlagenbeiderBeurteilungderRammbarkeit

    DieEinschätzungderRammbarkeitgrobkörnigerBödenerfolgtanhanddesSondierwiderstandsN10undnichtanhanddesSpitzendrucksqc.DieGrenzederRammbarkeitfolgthierbeiderAngabeindenEAUmitN10=80.DerEinflussderKornformdesanstehendenBodenssowiederEinflussdesFeinkorngehaltesbeige-mischtkörnigenBödenwerdensummarischimSondierwiderstanderfasstundmüssennichtzusätzlichberücksichtigtwerden.DieUnterteilung inschwereundsehrschwereRammungmitderGrenzebeiN10=25wurdeeinge-henddiskutiert.SiewurdeimMEHaufgenommen,daansonsteneinsehrgroßerBereichmitN10=15-80entstehenwürde.DieserBeschlussstütztsichaufErfahrungenamDEK,wobeiSondierwiderstän-denvonqc =20-25MPa (entsprichtungefährN10 =20-25)dieProfileproblemlosgerammtwerdenkonnten(lt.EAUistabN10>30mitzunehmendhohemEinbringwiderstandzurechnen).

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    InderLiteraturfindensichHinweise,dassFeinsandebereitsabmitteldichterLagerung(N10>7)„sehrschwerrammbar“sind.EigeneErfahrungenkönnendiesjedochnichtbestätigen.DeshalberfolgtedieEinstufungvonenggestuftenFeinsandenmitN10>7als„schwerrammbar“(untereGrenzwert).

    3.2 GrundlagenbeiderBeurteilungderRüttelbarkeit

    Grundsätzlichgilt,dassderWiderstandbeiRüttelarbeiten

    ∑ introckenenBödenhöheristalsinwassergesättigtenBödenund∑ ingrobkörnigenBödenmitscharfkantigenKörnernhöheristalsmitgerundetenKörnern.

    Eine gesonderteEinteilungderHomogenbereichenachdiesenKriterien isthier jedoch imRegelfallnichterforderlich.

    DieUnterteilungderRüttelbarkeiterfolgtenachdenAngabendesArcelorMittal-Handbuchs(8.Aufla-ge!) mitderUnterteilung in „gutgeeignet“, „geeignet“, „sehrschwierig“und „nichtgeeignet“.DieseQuellewurdeverwendet,dasiealseinzigederuntersuchtenLiteraturstelleneinedurchgängigeBe-wertungüberalleFestigkeitsbereicheenthielt.DieUnterteilungerfolgthierreinnachdemSondierwi-derstand (CPT), feinkörnigeNebenanteile der grobkörnigenBöden oder besondereKornfraktionenwiegGoderfShabennachdieserQuellekeinenEinflussaufdieVibrierbarkeitundsinddurcheigeneErfahrungenbestätigt.

    Feinsandewerden abmitteldichterLagerung indiversenQuellen als „nicht geeignet“ eingestuft. InAbweichung zum ArcelorMittal-Handbuchwurde diese Einstufung als Fußnote zur Tabelle 10 desMEHübernommen(„enggestufteFeinsandemitqc>7,5MPasindmindestenssehrschwierigrüttel-bar,ggf.sollteeineigenerHomogenbereichausgewiesenwerden“).

    DieBewertungderVibrierbarkeitbindigerBödenerfolgtnachdenTabellenausdemArcelor-Mittal-Handbuchmitderdort angegebenenqc-cU-Beziehungundnicht anhandderKonsistenzangaben,dadieseBegriffenichteindeutigdenentsprechendenBegriffenderTabelleninDINEN14688-2zugeord-netwerdenkönnen.

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    3.3 GrundlagenbeiderBeurteilungderPressbarkeit

    BeinichtbindigenBödenerfolgteeineUnterteilungin„gutgeeignet“und„wenigergeeignet“entspre-chenddemArcelorMittal-Handbuch.ZusätzlichwurdedieGrenze„nichtgeeignet“ausdenEAUüber-nommen. Bei bindigen Böden erfolgte die Einteilung ebenfalls entsprechend dem ArcelorMittal-Handbuch(8.Auflage!)unddenEAUinAbhängigkeitvomSondierwiderstand(CPT)bzw.derKonsis-tenzzahlin„gutgeeignet“und„wenigergutgeeignet“.

    4. Literatur

    NachstehendeineAufzählungderbeiderFestlegungderEinteilungsgrenzenausgewertetenLiteratur-stellen.

    [1] Maybaumet.al.,VerfahrenstechnikundBaubetriebimGrund-undSpezialtiefbau,2.Auflage(2009)

    [2] HTG&DGGT,EAU,11.Auflage(2012) [3] Kempfert,Raithel,GeotechniknachEurocodeBand2:Grundbau,3.Auflage [4] Berneret.al.,Rammen,Ziehen,Pressen,RüttelninWitt,K.J.:GBT,Teil2,S.451-484,7.Auflage

    (2009)[5] Schenk,GBTaschenbuch,2.Auflage,S.748(1966) [6] Hoesch,RammfibelfürSpundbohlen,1984 [7] ArcelorMittal,PilingHandbook,8thedition,Reprint(2008) [8] BAW,ErfahrungenProberammungVenhaus,Bevergern,Gleesen[9] AKPfähle,DGGT,EAPfähle,2.Auflage(2012)[10]Kühn,G.,DermaschinelleTiefbau(1992)

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    Lagerungsdichte als Grundlage für die Einteilung in Homogen-bereiche?Dipl.-Ing.EvaDornecker,BundesanstaltfürWasserbau,Karlsruhe

    1. Einleitung

    IndenVOB/C-Normenwirdalseinerderanzugebenden "Kennwerte" fürdieEinteilungderHomo-genbereiche die Lagerungsdichte gefordert. Für die Definition der Lagerungsdichte wird aufDINENISO14688-2(Bild1)verwiesen,inderjedochdie„bezogeneLagerungsdichteID“undnichtdie„LagerungsdichteD“definiertwird.BezogeneLagerungsdichte = ´Lagerungsdichte =

    mit = (e…Porenzahl,n…Porenanteil)

    Bild1: VerknüpfungvonZahlenwertenundBegriffenfürdiebezogeneLagerungsdichteID Quelle:DINENISO14688-2:2013-12,Tabelle4

    DundIDgebenAuskunftüberdenVerdichtungszustandeinerProbeundbeideKennwertewerdenmitdengleichenBegriffen(sehrlocker,locker,mitteldicht,dicht,sehrdicht)belegt.DaderVerdichtungs-gradeinesBodensvonderKornverteilungabhängig ist,hatdieseeinenentscheidendenEinflussaufbeideKennwerte.Vereinfachendwerden aberhäufig,wie inBild2,bodenunabhängigeZusammen-hängeverwendet.

    Bild2: VerknüpfungvonZahlenwertenundBegriffenfürdieLagerungsdichteD Quelle:vonSoosundEngel(2008),

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    WiedasBeispielinTabelle1zeigt,ergebensichfüreinunddenselbenBodenfürDundIDunterschied-licheZahlenwerteundinVerbindungmitBild1undBild2inEinzelfällenauchunterschiedlicheverba-leBezeichnungen.

    Tabelle1: ZahlenwertefürLagerungsdichteDundbezogeneLagerungsdichteIDdesselbenBodens

    n(ausVersuchen)

    =1 −

    D ID

    maxn=0,5 1,000 minn=0,3 0,429 n=0,4 0,667 0,500 0,583

    2. BestimmungderLagerungsdichte

    DieÜberprüfungderLagerungsdichtesollgemäßdenVOB/C-NormennachDIN18126erfolgen.DieDIN18126regeltabernurdieBestimmungvonmaxebzw.maxnundminebzw.minnimLabor,wo-raussichdieDichtebeilockersterundbeidichtesterLagerungundhiermitdieVerdichtungsfähigkeiteinesgrobkörnigenBodensermittelnlassen.FürdieBestimmungderLagerungsdichteDeinesBodensinsitubenötigtmanzusätzlichdiePorenzahleoderdenPorenanteilndiesesBodens.DieseParameterkönnennurindenFällen, indenendiezuuntersuchendenBodenschichtenoberflächennahundüberdemGrundwasserspiegel liegen,relativeinfachdurchUntersuchungen inSchürfen(Bodenersatzme-thode)bestimmtwerden.FürdieErmittlungderPorenzahlebzw.desPorenanteilsnvon tiefer lie-gendenBodenschichtenwerdenungestörteBodenprobenbenötigt.MitHilfederüblichenBohrverfah-renistesnichtmöglich,ausnichtbindigenBodenartenungestörteBodenprobenzugewinnen.HierfürsindsehrspezielleErkundungsverfahren,wiez.B.dieEntnahmevonGefrierkernen,erforderlich.Die-seVerfahrenscheidenaberinderRegelauswirtschaftlichenGründenaus.Aufgrund der Problematik derGewinnung von ungestörtenBodenproben bei nichtbindigenBöden,werdenfürdieErmittlungderLagerungsdichte/bezogenenLagerungsdichteinderPraxishäufigKor-relationenzwischenSondierergebnissenundDbzw. IDverwendet.Problematisch isthierbei,dasseskeinenormativanerkanntenKorrelationenzwischendemSondierwiderstandqcoderN10undDoderIDgibt.Soenthalten lediglichdie informativenAnhängeAD.8undG.1desHandbuchesEurocode7,Band2BeispielefürbodenspezifischeKorrelationenzurErmittlungderLagerungsdichteaufGrund-lagedesSondierwiderstandes(Bild3).ZusätzlichgibtesinanderenQuellen,wiez.B.indenEAB(sie-heBild5),andereKorrelationenzwischenSondierwiderstandundLagerungsdichte.DerBodenabhän-gigkeitderLagerungsdichtewirdhierzwarRechnunggetragen, indemdenBegriffenderLagerungs-dichteinAbhängigkeitvonderUngleichförmigkeitUunterschiedlicheZahlenwerteDzugeordnetwer-den.ImGegensatzzudenimHandbuchEurocode7,Band2,indenAnhängenAD.8undG.1dargestell-tenKorrelationenwirdaber indenEABzwischendenBegriffenderLagerungsdichteunddemSon-dierwiderstandvoneinembodenunabhängigenZusammenhangausgegangen.

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    Bild3: ZusammenhangzwischenSpitzendruckundLagerungsdichte Quelle:HandbuchEurocode7,Band2,AnhangAD.8

    Bild4: ZusammenhangzwischenSchlagzahlundLagerungsdichte Quelle:HandbuchEurocode7,Band2,AnhangG.1

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    MitdeninHandbuchEurocode7,Band2,AnhangAD.8(Bild3)undG.1(Bild4)angegebenenKorrela-tionenkönnennur eng gestufte Sande (SE)undweit gestufte SandeoderKiese (SW/GW)beurteiltwerden.FüralleanderennichtbindigenBodenartenenthältdasHandbuchEurocode7,Band2keineKorrelationen.InTabelle2isteinezahlenmäßigeAuswertungderKorrelationenausdenAnhängenAD.8undG.1dargestellt.ZurbesserenÜbersichtwurdenhierauchZahlenwertedargestellt,dieaußer-halbdesGültigkeitsbereichesderQuellenliegen(grauhinterlegt).DieAuswertungzeigt,dassmitdemGültigkeitsbereich derKorrelationen nicht die gesamte Spannweite der Lagerungsdichte abgedecktwird.SoistzumBeispielmitdenAngabenausdemHandbuchEurocode7,Band2,AnhangAD.8fürenggestufteSandenureineDifferenzierunginsehrlockerbisdicht,fürweitgestufteSandeundKieseinmitteldichtbisdichtmöglich.DarüberhinauszeigtderVergleichderAngabeninBild5undTabelle2,dasssichbeiAnwendungunterschiedlicherQuellen für einunddenselbenBodendeutlichunter-schiedlicheErgebnisseinderEinschätzungderLagerungsdichteergebenkönnen.

    Tabelle2: SondierwiderständeqczuIDbzw.DnachHandbuchEurocode7,Band2,AD.8undG.1

    NachvonSoosundEngel(2008)

    Sondierwiderstand qc zu D nach Handbuch Euro-code7,Band2,AD.8sowiedasausqcerrechneteID

    Sondierwiderstand N10(DPH)zuIDnachHand-buch Eurocode7, Band2,AnhangG.1

    BezeichnungfürD

    D[%]

    SE(BildAD.1)

    SW/GW(BildAD.2)

    SEunter/überGrundwasserspiegelunterGW überGW

    qcMN/m2

    IDausqcIDin%

    qcMN/m2

    IDausqcIDin%

    N10ausID N10ausID

    Sehrlocker 0bis15 <4,3 <13 <0,9 <24 <1,0 <1,0

    Locker 15bis30 4,3bis7,6 13bis31 0,9bis2,7 24bis38 1,0bis2,0 1,0bis3,0

    Mitteldicht 30bis50 7,6bis16,5 31bis56 2,7bis10,7 38bis57 2,0bis7 3,0bis11

    dicht 50bis80 16,5bis52,1 56bis92 10,7bis87 57bis85 7bis67 11bis78

    sehrdicht 80 bis100

    >52,1 >92 >87 >85 >67 >78

    außerhalbdesGültigkeitsbereichsderGleichungenvonAD.8undG.1

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    Bild5: ZusammenhangzwischenderLagerungsdichteunddemSondierwiderstandnichtbindiger

    Böden Quelle:EAB(2012),AnhangA1,Tabelle1.1

    3. VerwendbarkeitderLagerungsdichtealsGrundlagefürdieEinstufunginHomogenbereiche

    WieindenAbschnitten1und2erläutert,istdiedirekteBestimmungderLagerungsdichteausVersu-chenbaupraktisch inderRegelnichtmöglich.DieVerwendungvonKorrelationen ist ebenfallsnureingeschränktmöglich,dakeineallgemeingültigenZusammenhängezwischenSondierwiderstandundLagerungsdichte existieren. Die Verwendung verschiedener Quellen führt für denselben BodenzwangsläufigzurAngabevondeutlichunterschiedlichenLagerungsdichtenunddamitauchzuunter-schiedlichenHomogenbereichen.DiskussionenmitFirmenundFachkollegenzeigen,dassdieBegriffederLagerungsdichtegedanklichzumeist inSondierwiderständeübersetztwerden,umeineVorstellungüberdenanstehendenBodenzubekommen.Hierfürwerden inderRegeleinfachebodenunabhängigeKorrelationen,wie inBild5dargestellt,verwendet.AusdieserVorgehensweisekannmanschließen,dassfürdiemeistenKollegenausderPraxisderSondierwiderstandeinwichtigerbeschreibenderParametervonnichtbindigenBö-den istunddieBegriffederLagerungsdichtenurverwendetwerden,umaus ihnenwieder aufdenSondierwiderstanddesBodenszuschließen.AufgrunddernursehreingeschränktverfügbarenundnurwenigbelegtenZusammenhängezwischenSondierwiderstandundLagerungsdichteliegtesaufderHand,dasseswenigzielführendist,dieLage-rungsdichtealsbeschreibendenParameter fürdenBodenzuermitteln. ImschlimmstenFallwerdenausSondierwiderständenhergeleiteteLagerungsdichtenspäterdurcheineandereKorrelationwiederinSondierwiderständezurückübersetzt,dievondenAusgangswertenabweichen.DievondenVOB-Normengeforderteund fürdieGewerkedesTiefbauserforderlichepräziseBeschreibungderBödenistdahermitderLagerungsdichtenichtmöglich.UmdenVOB-Normenzugenügen,wirdnachdemMerkblattEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereiche(MEH)fürdieBeschreibungvonnichtbindi-genBödendieLagerungsdichtenachEAB2012,AnhangA1,Tabelle1.1ermittelt.Zusätzlichhierzu

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    sollnachMEHderSondierwiderstandangegebenwerden.BeiVerfahren,beidenendieLagerungdesBodensmaßgebendfürdieFestlegungvonHomogenbereichenist–wiezumBeispielfürRamm-,Rüt-tel-undPressarbeitennachDIN18304 -wirdderSondierwiderstandundnichtdieLagerungsdichtealsLeitparameterverwendet.

    Literatur

    BAW(2017):MerkblattEinteilungdesBaugrundsinHomogenbereichenachVOB/C(MEH),Bundes-anstaltfürWasserbau,Karlsruhe.

    DIN18126:1996-11:Baugrund,UntersuchungvonBodenproben–BestimmungderDichtenichtbindi-gerBödenbeilockersterunddichtesterLagerung.

    DINENISO14688-2:2013-12:GeotechnischeErkundungundUntersuchung–Benennung,Beschrei-bungundKlassifizierungvonBoden–Teil2:GrundlagenfürBodenklassifizierungen.

    EAB(2012):EmpfehlungendesArbeitskreises„Baugruben“,5.Auflage,ErnstundSohn,Berlin.HandbuchEurocode7(2011):GeotechnischeBemessung,Band2:ErkundungundUntersuchung,

    BeuthVerlag,Berlin.VOB(2016):Vergabe-undVertragsordnungfürBauleistungen,GesamtausgabeTeilA,BundC–TeilA

    (DIN1960:2016-09),TeilB(DIN1961:2016-09),TeilC(ATV),Hg.DIN/DVA,BeuthVerlag,Berlin.VonSoos,P.;Engel,J.(2008):EigenschaftenvonBodenundFels–ihreErmittlungimLabor.In:

    Grundbau-Taschenbuch,Teil1:GeotechnischeGrundlagen,7.Auflage,ErnstundSohn,Berlin.

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    EinbindungderHomogenbereiche indasTechnischeRegelwerkWasserstraßenDipl.-Ing.GabrielePeschken(BMVI)MitErlassWS15/5256.11/2vom11.04.2016wurdedieVOB/CAusgabeSeptember2016fürdenGe-schäftsbereichderWSVeingeführt.MitderVOB/CAusgabeSeptember2016wurdederbereitsmitder VOB/C Ausgabe 2015 begonnene Prozess der Vereinheitlichung der Baugrundbeschreibungenfinalisiert.Für8 inderVOB/CveröffentlichteAllgemeineTechnischeVertragsbedingungen(ATV) istsomit eine einheitliche Beschreibung des Baugrundes über sogenannteHomogenbereiche entspre-chenddesBeschlussesdesHauptausschussesTiefbau(HAT)imDeutschenVergabeundVertragsaus-schussfürBauleistungen(DVA)vollzogen.ErgänzendzueinigenATVnwerdenfürdieWSVbzw.denWasserbaudie„ZusätzlichenTechnischenVertragsbedingungenWasserbau (ZTV-W’n)“ erarbeitet, die ebenfalls Bestandteil des Bauvertrageswerden.DerStandardleistungskatalog(STLK)fürdenWasserbaudefiniertdieBeschreibungenderLeistungenimBauvertrag,respektivedemLeistungsverzeichnis.Diesebauvertraglich relevantenRegelungen zumSTLK sowie fürdieZTV-W‘n sind imTechnischenRegelwerkWasserstraßen (TR-W)nebendenTechnischenRegeln fürdiePlanung,BemessungundKonstruktionbaulicherAnlagenundihrerTeilezufinden.DieZusammenhängestellensichwiefolgtdar:

    ATV‘nAusgabe09/2016 ZTV-WsowieSTLK1)ATVDIN18300Erdarbeiten ZTV-W,LB205:Erdarbeiten(Ausgabe2015)

    STLK,LB205:Erdarbeiten(Ausgabe03/2016)2)ATVDIN18301Bohrarbeiten ZTV-W, LB 203:Baugrundaufschlüsse undBohrarbeiten

    (Ausgabe2016)STLK, LB 203: Baugrundaufschlüsse und Bohrarbeiten(Ausgabe07/2015)

    3)ATVDIN18311Nassbaggerarbeiten ZTV-W,LB206:Nassbaggerarbeiten(Ausgabe2008)STLK,LB206:Nassbaggerarbeiten(Ausgabe08/2017)

    4) ATV DIN 18304 Ramm-, Rüttel- undPressarbeiten

    ZTV-W, LB 214: Spundwände, Pfähle, Verankerungen(Ausgabe2015)STLK,LB214:Spundwände,Pfähle,Verankerungen(Aus-gabe03/2017)

    5)ATVDIN18313Schlitzwandarbeiten ZTV-W. LB 209: Baugrubenverbau, Baugrund-verbesserung(Ausgabe2005)

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    ATV‘nAusgabe09/2016 ZTV-WsowieSTLK6)ATVDIN18321Düsenstrahlarbeiten STLK.LB209:Baugrubenverbau,Baugrundverbesserung

    (Ausgabe12/2005)mituntenstehendenModifizierungen(gemäßErlassWS12/5257.23/2vom24.03.2014):

    ImErlassWS12/5257.23/2vom24.03.2014istfolgendesfestgelegt:BeiAnwendungdesStandardleistungskatalogesLB209„Baugrubenverbau,Baugrundverbesserung“,Ausgabe12/2005sinddiebisdatoverwendetenBodenbezeichnungennichtmehrzunutzen. IndenentsprechendenFolgetextgruppenmitBezugzuBodenbeschreibungensinddie„TeilfreienTextergän-zungen“(Folgetextnummer.9oder.99)wiefolgtzubelegen:„/Baugrund=HomogenbereichoderGruppederHomogenbereiche/AngabeschematisierteBenennung(anschaulicheBenennunginAnlehnungangeologischeBezeichnung)/gemäßBaubeschreibung“DesWeiterensinddieGrundtexteNummer227und232inFreitexteumzuwandelnundmitnachste-henderTextergänzungzuversehen:„BodengemäßBaubeschreibung.“(DieAnmerkung„***BodenklassifikationgemäßATVDIN18300inBaugrundunterlagen“istnichtmehrzutreffend.)InderBaubeschreibung sowie imBaugrundgutachten sinddienachATVDIN18313bzw.ATVDIN18321gefordertenParameteranzugeben.Baugrundgutachten,dienochnicht alle gefordertenParameter fürdieHomogenbereiche enthalten,sind vorAusschreibungsbeginn zu ergänzen. InderBaubeschreibung sinddie nach den jeweiligenATVngefordertenParameteranzugeben.ZuATVDIN18312undATVDIN18319existierenkeineergänzendenRegelwerkefürdenWasserbau.Die in diesem Zusammenhang geltenden Reglungen und Erlasse sind gleichfalls unterhttps://izw.baw.deinderRubrikPlanen&Bauen/Homogenbereichezufinden.

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    RechtlicheRandbedingungenbei derUmsetzung derHomogen-bereichenachVOB/CProf.Dr.BastianFuchs,LL.M.(CWSL),TOPJUSRechtsanwälte,München

    1. Einführung

    NachdenVorgabenderVergabe-undVertragsordnungfürBauleistungen(VOB)undinsbesonderederAngaben indenATV-Normen (ATVsteht für „AllgemeineTechnischeVertragsbedingungen fürBau-leistungen“)desTeilsCderVOBsindBaugrundbeschreibungenspeziellfürdieAusführunggeotechni-scherBauaufgabenunerlässlich.DieserfolgtinderRegeldurch„Baugrundgutachten“bzw.geotechni-scheBerichte.HierbeiwerdenAngabenfürdiegeotechnischenNachweisezurBemessungeinesBau-werksgemacht,aberauchsolche,die fürdieAusführungundUmsetzungeinesBauvorhabenserfor-derlichsind[1].FürdieBemessungfindensichdienotwendigenVorgabenimEurocodeEC7,unterlegtmitdennatio-nalenNormen,wiederDIN1054(undDINEN1997-1)undderDIN4020(undderDINEN1997-2).FürdiebautechnischeUmsetzunggibtunteranderemdieVOBTeilCdieerforderlichenHinweiseundAngaben.Allerdingswar–teilweiseistdiesaktuellimmernochsobiszurAusgabe2012derVOBTeilC – die notwendigeBeschreibung desBaugrundes in derVOBTeil C gewerkspezifisch sehr unter-schiedlichausgeprägt.In13Normen,dieimZusammenhangmitdemBaugrundstehen,sinddieerfor-derlichenAngabenvonBodenundFels fürKalkulation,AusführungundAbrechnungqualitativwiequantitativstarkunterschiedlich.DabeiderFortschreibungderVOBCimJahr2009weitereATV,dienochkeinegewerkspezifischeKlassenaufteilungbeinhalteten,neuespezielleKlassenentstandenwä-ren,undbeidenATV,dieschoneineKlasseneinteilunghatten,neuezusätzlicheKlassenhinzugekom-menwären,hatderHAT(HauptausschussTiefbauimDeutschenVergabe-undVertragsausschuss)imJahr2011demVorstanddesdeutschenVergabe-undVertragsausschusses fürBauleistungen(DVA)einenVorschlagzurVereinheitlichungderBaugrundbeschreibung indenATVderVOBTeilCunter-breitet.Damit sollteunter anderem auchdas sehr großeundbreite SpektrumderverschiedenstenKlassifizierungenundBegrifflichkeitendurcheineinheitlichesSystemersetztwerden[2].DieshattezurFolge,dassdieBoden-undFelsklassenweggefallensindunddurchdieBeschreibungvonHomogenbereichenersetztwerden.FürdieATVDIN18303,18304und18313wurdedieEinfüh-rungderHomogenbereichebereitsmitderVOBinderAusgabe2012umgesetzt.

    2. WasbedeutetderBegriff„Homogenbereich“?

    DerBegriff „Homogenbereich“stammtausderDIN4020:2003-09 (»GeotechnischeUntersuchungenfürbautechnischeZwecke«):

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    „3.2 Homogenbereich: begrenzter Bereich von Boden oder Fels, dessen Eigenschaften eine definierteStreuungaufweisenundsichvondenEigenschaftenderabgegrenztenBereicheabheben.“DieseDefinition istzwar inderneuenDIN4020:2010-12undDINEN1997-2nichtmehrenthalten,wirdaberindenVOB/C-Normenbeibehalten,dadieseineDefinitiondarstellt,welchediegewerkspe-zifischeBeschreibungeinesBoden-oderFelsbereichesgutabbildet.AktuellwirdfolgendeFormulie-rungindenneuenATVwiefolgtverwendet:„BodenundFelssindentsprechend ihremZustandvordemLösen inHomogenbereicheeinzuteilen.DerHomogenbereich isteinbegrenzterBereich,bestehendauseinzelnenodermehrerenBoden-oderFels-schichten,der[fürdas jeweiligeBauverfahren]vergleichbareEigenschaftenaufweist.Sindumweltrele-vanteInhaltsstoffezubeachten,sosinddiesebeiderEinteilunginHomogenbereichezuberücksichtigen.“DergeotechnischeSachverständigeodersachkundigePlanerhatsomitdieAufgabe,HomogenbereicheinAbhängigkeitderzuerbringendenLeistunggewerkspezifischfestzulegen.DabeisinddieHomogen-bereiche so zudefinieren,dassdieseBoden-oderFelsbereichebzw.Boden-oderFelsschichten zu-sammenfassen,diegewerkspezifischgleicheLeistungswertefürdasLösen,LadenundTransportierenetc.erwarten lassen.AlsBasisderBeschreibungsinddieeinschlägigenNormenDINEN1997-2,DINENISO14688-1,-2undDINENISO14689-1anzuwenden.

    3. HomogenbereicheindenATVderVOBTeilC

    HatdergeotechnischeSachverständigeaufgrunddererkundetenBoden-/Felsverhältnisse fürdie je-weiligeBauleistungdieSchichtoderSchichten,diesichzueinemHomogenbereichgewerkspezifischzusammenfassenlassen,definiert,sosindentsprechendderjeweiligenATVdiedortgefordertengeo-technischenKennwerte anzugeben.DieEinteilung derHomogenbereiche kann gewerkübergreifendidentischsein,mussesabernicht.FürdieeinzelnenATVderVOBTeilC,diegeotechnischeAngabenfürdieKalkulationwieauchdieAus-führungerfordern,hatderHATübergreifend19Kennwertedefiniert,die fürdieBeschreibungvonBodennotwendigsind,sowiezwölfKennwertefürdieBeschreibungvonFelsdefiniert(sieheTabellen1und2).

    Nr.Eigenschaften/Kennwertefür

    BodenNorm

    1 ortsüblicheBezeichnung

    2 Korngrößenverteilung DIN18123

    3aMasseanteilanSteinen(D>63

    mm)undBlöcken(D>200mm)DINENISO14688-1

    3bMasseanteilanSteinen>200-

    630mmDINENISO14688-1

    3c MasseanteilanSteinen>630mm DINENISO14688-1

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    Nr.Eigenschaften/Kennwertefür

    BodenNorm

    4MineralogischeZusammenset-

    zungderSteineundBlöckeDINENISO14689-1

    5 Dichte DINENISO17892-2oderDIN18125-26 Kohäsion DIN18137Teil2bis3

    7 undrainierteScherfestigkeitDIN4094-4od.DIN18136od.DIN18137-

    28 Sensitivität DIN4094-49 Wassergehalt DINENISO17892-1

    10a Plastizität DINENISO14688-1(5.8)10b Plastizitätszahl DIN18122-111a Konsistenz DINENISO14688-1(5.14)11b Konsistenzzahl DIN18121-112 Durchlässigkeit DIN18130

    13 LagerungsdichteDefinitionnachDINENISO14688-2,Be-

    stimmungnachDIN1812614 Kalkgehalt DIN1812915 Sulfatgehalt DINEN1997-216 OrganischerAnteil DIN18128

    17BenennungundBeschreibung

    organischerBödenDINENISO14688-1

    18 Abrasivität NFP18-57919 Bodengruppe DIN18196

    Tabelle1: KennwerteundEigenschaftenzurBeschreibungvonBoden

    Nr. Eigenschaften/KennwertefürFels Norm

    1 ortsüblicheBezeichnung

    2 BenennungvonFels DINENISO14689-13 Dichte DINENISO17892-2oderDIN18125-2

    4VerwitterungundVeränderun-

    gen,VeränderlichkeitDINENISO14689-1

    5 Kalkgehalt DIN181296 Sulfatgehalt DINEN1997-27 Druckfestigkeit DGGTEmpfehlungNr.18 Spaltzugfestigkeit DGGTEmpfehlungNr.10

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    Nr. Eigenschaften/KennwertefürFels Norm

    9a Trennflächenrichtung DINENISO14689-1

    9b Trennflächenabstand DINENISO16489-1

    9c Gesteinskörperform DINENISO18489-1

    10a ÖffnungsweitevonTrennflächen DINENISO14689-1

    10b KluftfüllungvonTrennflächen DINENISO14689-1

    11 Gebirgsdurchlässigkeit DINENISO14689-112 Abrasivität NFP94-430-1

    Tabelle2: KennwerteundEigenschaftenzurBeschreibungvonFels

    DagewerkspezifischzurBoden-undFelsbeschreibungnur jeweilseinzelneder inTabellen1und2dargestelltenKennwerteerforderlichsind,wurdendieseinderjeweiligenATVderVOBTeilCvondenzuständigenGremienimHATfestgelegt.

    4. RechtlicheRahmenbedingungenfüreinekorrekteAusschreibung

    Unzweifelhaft ist, dass die Auftraggeber, insbesondere diejenigen, welche nach dem Regime derVOB/ABauleistungenauszuschreibenhaben,dieVorgabenderordnungsgemäßenLeistungsbeschrei-bungimRahmendes§7VOB/Azubeachtenhaben[3].Danachgiltinsbesondere:

    ∑ DieLeistungisteindeutigundsoerschöpfendzubeschreiben,dassalleBieterdieBeschrei-bungimgleichenSinneverstehenmüssenundihrePreisesicherundohneumfangreicheVor-arbeitenberechnenkönnen(§7Abs.1Nr.1VOB/A).

    ∑ DemAuftragnehmerdarfkeinungewöhnlichesWagnisaufgebürdetwerdenfürUmständeund

    Ereignisse,aufdieerkeinenEinflusshatundderenEinwirkungaufdiePreiseundFristenernichtimVorausschätzenkann(§7Abs.1Nr.3VOB/A).

    ∑ DiefürdieAusführungderLeistungwesentlichenVerhältnissederBaustelle,z.B.Boden-und

    Wasserverhältnisse,sindsozubeschreiben,dassderBewerberihreAuswirkungenaufdiebaulicheAnlageunddieBauausführunghinreichendbeurteilenkann(§7Abs.1Nr.6VOB/A).

    ∑ Die»HinweisefürdasAufstellenderLeistungsbeschreibung«inAbschnitt0derAllgemeinen

    TechnischenVertragsbedingungenfürBauleistungen,DIN18299ff.,sindzubeachten(§7Abs.1Nr.7VOB/A).

    DievorstehendenAnweisungenandieöffentlichenAuftraggebersindnichtneu.Auchbekanntistdes-halb,dassdieVerweisungdes§7Abs.1Nr.7VOB/BaufdieAusschreibungskatalogeindenAbschnit-

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    ten0derDIN18299ff.zwingendeinzuhaltenistunddamitebendieseKatalogeessenziellzubeachtensind,soweitdies,wiedieEinleitungssätzedieserAbschnitte0esklaraufzeigen, imEinzelfall insbe-sonderegeboten ist,Angabenzumachen.BezüglichderBoden-undWasserverhältnisseergibtsichdiesgleichindoppelterHinsicht,einmaldirektaus§7Abs.1Nr.6VOB/A,sowieauchaus§7Abs.1Nr.7VOB/AinVerbindungmitDIN18299Abschnitte0.1.9und0.1.10,diepostulieren,dassAngabenzumachensindzu:

    ∑ 0.1.9Bodenverhältnisse,BaugrundundseineTragfähigkeit.ErgebnissevonBodenuntersu-chungen.

    ∑ 0.1.10HydrologischeWertevonGrundwasserundGewässern.Art,Lage,Abfluss,Abflussver-

    mögenundHochwasserverhältnissevonVorflutern.ErgebnissevonWasseranalysen.KonkretisiertwerdendiesezwingendzumachendenAngabendurchdieweitergehendenVorgabenindeneinzelnenFachnormenDIN18300ff.,die indengewerkspezifischenBedürfnissendereinzelnenBereicheaufgehen.SopostuliertbeispielsweisediefürDüsenstrahlarbeiteneinschlägigeDIN18321inAbschnitt0.1.3,dassAngabenzumachensindzu:

    ∑ 0.1.3Baugrundverhältnisse,insbesondereAngabennachDINEN12716:2001-12„AusführungvonbesonderengeotechnischenArbeiten(Spezialtiefbau)–Düsenstrahlverfahren(Hochdru-ckinjektion,Hochdruckbodenvermörtelung,Jetting)“,Abschnitt5,undBauteile,z.B.frühereBauhilfsmaßnahmenimUntergrund.

    Beachtlichwar, insbesonderefürdenNichttechniker,dassdabeifürdasMediumBaugrund,mitdemallebodenspezifischenLeistungenstetsauszuführensind,biszureinschlägigenReformder(VOB/C-)Normung unterschiedliche Beschreibungsbegrifflichkeiten Anwendung fanden (z.B. sprach dieDIN18300vonBodenklassen,inderDIN18301gabeswiederumBohrbarkeitsklassen,etc.).DurchdieimHerbst2015erfolgteNeufassungundNeuausrichtungderBeschreibungvonBodenundGrundwasser,wiediesdurchdieneueVOB/C2015vorgenommenwurde, ändert sich ander grundlegendenBe-schreibungspflichtdes(öffentlichen)Auftraggeberzunächsteinmalnichts.Auch inZukunftwirdesdiemaßgeblicheAufgabedesAuftraggebersbleiben, jedenfalls imRegelfall,im Rahmen der einschlägigen Vorschriften, eine ordnungsgemäße Baugrunduntersuchung und -beschreibungzuveranlassen.GleichermaßengiltfürdieBieterinöffentlichenAusschreibungen,dassunzureichendeoder fehler-oder lückenhafteVorgabenhinterfragtwerdenmüssen,umnichtGefahrzulaufen,als»frivolerBieter«bestimmteRisiken(ungewollt)zuübernehmenunddiedamitverbun-denenKostentragenzumüssen.NeuistnunderobenbeschriebeneBegriffdes»Homogenbereichs«.NachderneueingeführtenDefini-tiongiltdafür:„DerHomogenbereichisteinbegrenzterBereich,bestehendauseinzelnenodermehre-renBoden-oderFelsschichten,der[fürdasjeweiligeBauverfahren]vergleichbareEigenschaftenauf-weist.“[HervorhebungendurchdieVerfasser]EsstellensichhierinrechtlicherHinsichtzunächstzweiFragen:

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    1. EsstelltsichfürdenAnwenderderNormdieFrage,wasunterdemHomogenbereichverstandenwerdenkann.

    2. EsstelltsichdesWeiterenimGegenzugfürdenjenigen,derdenBaugrundzubeschreibenhat,die

    Frage,welcheBereicheersinnvollerweisezusammenfassendarfineinensolchenalshomogenzubezeichnendenBereich.

    Wichtigerscheintzunächst,dassessichbeidemHomogenbereichumeinenräumlichklarbegrenztenBereich handelt,wenngleich zunächst noch nichtklar ist,welcheAusmaße dieserRaum einnimmt.KlargestelltwirdnachdemWortlautdesWeiteren,dassdieserHomogenbereicheinzelneoderauchmehrereBoden-oderFelsschichtenumfassenkann.Eswirdhiera

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BAWKolloquium Tagungsband Einteilung des Baugrundes in Homogenbereiche 30. Januar 2018 im Hannover Congress Center (HCC)
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