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ALUMINIUM-VERBUNDPLATTEN ... ALUMINIUM-VERBUNDPLATTEN TECHNISCHE INFORMATION Die...

Date post:18-Feb-2020
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  • ALUMINIUM-VERBUNDPLATTEN

    TECHNISCHE INFORMATION

    Die Aluminium-Verbundplatten sind leicht, biegefest und unglaublich eben. Aufgrund ihrer enorm hohen Witterungs- und UV-Beständigkeit sind Aluminium-Verbundplatten prädestiniert für den Außeneinsatz.

    Einsatzgebiete • Fassadenverkleidung • Baugewerbe • Transportwesen • Balkonsysteme • Wärme- und Schalldämmung • Gesimsblenden • Attikaverkleidungen • Sichtschutz

    Eigenschaften • Hervorragende Stabilität bei

    geringem Gewicht • Hohe Witterungs- und

    UV-Beständigkeit • Hoch schlagfest • Brandklasse B1 oder A2 • Farbecht: Veredelung der

    Plattenoberseite mit einer Fluorploymerfarbe • Verschiedene Glanzgrade von

    15-80% möglich • bauaufsichtlich zugelassen

    20 Jahre

    Herstellergarantie

    auf das Farbbeschichtungs-

    verfahren

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    INFORMATIONEN

    Bitte beachten Sie, nicht für alle Anwendungen, die Sie in diesem Pro- spekt sehen, bestehen gültige bauaufsichtliche Zulassungen. Darüber hinaus gehende Nachweise und Berechnungen können bei Bedarf zu Ihren Lasten erstellt werden.

    Laut baurechtlicher Bestimmung müssen zur Ermittlung der Tempera- turdifferenz eine Montagetemperatur von 20 °C sowie die in den Bau- bestimmungen fixierten Extremtemperaturen zu Grunde gelegt werden. Davon unabhängig darf jedoch in Richtung der Tragprofile bei einer Aluminium-Unterkonstruktion mit einer reduzierten Temperaturdifferenz von T = 10K gerechnet werden, sofern eine direkte Berührung zwischen Fassadenplatten und Unterkonstruktion besteht, also keine thermische Trennung vorhanden ist.

    Kurzinformation: • Brandklasse: B1 nach DIN 4102 oder A2

    (nicht brennbar auf Anfrage möglich) • Hohe Witterungs- und UV-Beständigkeit • Farbecht: Veredelung der Plattenoberseite mit einer

    Fluorploymerfarbe • Verschiedene Glanzgrade von 15-80% möglich • Bauaufsichtlich zugelassen

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    Handhabung der Aluminium- Verbundplatten Ein produktgerechter Transport und die richtige Lagerung gewährleisten, dass die Aluminium-Verbundplatten vor mechanischen Beschädigungen und schädlichen Witterungseinflüssen geschützt sind. Folgende Punkte sind in diesem Zusammenhang wichtig:

    • Paletten beim Transport und bei Ablademanövern behutsam behandeln! Offene Paletten sollten nicht bewegt werden.

    • Überprüfung angelieferter Paletten auf Transport- und Feuchtigkeits- schäden.

    • Bei Feuchtigkeit: Trocknung der Aluminium-Verbundplatten zur Verhinderung von Korrosion bzw. Fleckenbildung

    • Bei Schäden: Sofort alle Schäden angeben und vom Spediteur bestätigen lassen!

    • Lagerung: Eine regen- und spritzwassergeschützte Lagerung bewahrt die Paletten vor eindringender Feuchtigkeit. Die Bildung von Kondens- wasser (u.a. wenn kalte Platten in wärmere Räume gebracht werden) sollte vermieden werden.

    • Es empfiehlt sich, die Paletten übereinander zu stapeln (nicht senkrecht lagern). Maximal 6 Paletten des selben Formats übereinander stapeln. Schwere Paletten kommen nach unten.

    • Platten grundsätzlich senkrecht tragen. Das Anheben erfolgt stets durch zwei Mitarbeiter. Dabei die Platte an den vier Ecken greifen und von der Palette anheben. Platten nicht übereinander ziehen. Das Tragen von Handschuhen wirkt einer Fleckenbildung auf den Platten entgegen.

    • Um Abdrücke auf den Platten zu vermeiden, beim Stapeln nichts zwischen die Platten legen.

    • Die Schutzfolie der Aluminium-Verbundplatte hat eine wichtige Funktion. Um diese aufrecht zu erhalten, sind folgende Maßnahmen wichtig: Lagerung möglichst nicht länger als ein halbes Jahr. Größere Schwankungen der Lagertemperatur sowie direktes Sonnenlicht vermeiden (Schutzfolie ist ansonsten schwierig zu lösen).

    • Keine Aufkleber, Klebestreifen oder Tinte – z. B. durch Marker - auf die Schutzfolien aufbringen, da Weichmacher oder Lösemittel aus diesen Medien die Folie durchdringen und die lackierte Oberfläche beschädi- gen können.

    • Wird die Schutzfolie bei der Bearbeitung oder nach der Montage teilweise abgelöst, bilden sich evtl. schwer entfernbare Schmutzränder.

    • Je länger die Schutzfolie bewittert wird, desto schwerer ist sie zu entfernen. Deshalb ist es stets ratsam, die Folie nach der Montage schnellstmöglich zu entfernen.

    • Beim Entfernen der Schutzfolie sollte die Temperaturen 10 °C oder mehr betragen.

    TRANSPORT UND LAGERUNG

    Palette vollständig aufnehmen - nicht ziehen oder schieben

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    EINFÜHRUNG ZUR VERLEGUNG

    Maßtoleranzen zur Plattenbemessung Bitte beachten Sie: bei der Plattenbemessung gelten bestimmte Maßtoleranzen in Stärke und Länge! Beim Zuschnitt und beim Fräsen muss die thermische Längenausdeh- nung der Aluminium-Verbundplatte beachtet werden. Das ist notwendig, um die Maßhaltigkeit der Elemente bei der Montage zu gewährleisten. Es ist deshalb ratsam, die Platten vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden bei Raumtemperatur zu lagern.

    Besäumen der Platten Die Platten müssen besäumt werden, und zwar:

    • an allen Seiten, um die Rechtwinkligkeit und sauber geschnittene Kanten bei der Verwendung von offenen Schnittkanten zu erhalten (z. B. bei der genieteten Fassadenversion)

    • an drei Seiten, um die Rechtwinkligkeit für die Weiterverarbeitung zu wahren

    Die Besäumschnitte müssen bei der Plattenbemessung berücksichtigt werden.

    Statische Berechnung der Elemente • Statische Werte: Hier geben die technischen Datenblätter Aufschluss • Statiktabellen: Senden wir Ihnen auf Nachfrage gerne zu

    Hinweise zur Plattenverlegung

    Verlegerichtung Richtungspfeile auf der Schutzfolie geben an, in welcher Richtung die Verbundplatten montiert werden müssen. Die Einhaltung dieser Richtung ist wichtig, um Reflektionsunterschiede zu vermeiden. Wenn Platten aus unterschiedlichen Produktionseinheiten verwendet werden, kann es ggf. zu Farbabweichungen kommen. Will man einen einheitlichen Farbton für alle Platten gewährleisten, sollte die benötigte Gesamtmenge auf einmal bestellt werden. Alternativ ist darauf zu achten, dass einheitlich gewünschte Gebäudeansichten bzw. -ebenen nur mit Platten aus einer Charge bestückt werden. Zur Identifikation einer Charge hilft ein Blick auf das Palettenetikett oder die Rückseitenstempelung.

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    MASSTOLERANZEN ZUR PLATTENBEMESSUNG

    GP

    FP

    GP

    GP

    FP

    GP

    Zwängungsfreie Befestigung der Elemente Der lineare Ausdehnungskoeffizient der Aluminium-Verbundplatte beträgt 2,4 mm/m/100°C. • Fugen gemäß der Plattendehnung bemessen • Bei Niet- und Schraubenbefestigung größere Lochdurchmesser in

    der Platte berücksichtigen • Bohrungen in der Platte und in der Unterkonstruktion zentrisch

    bohren (Bohrlehren nutzen). • 0,3 mm Abstand zwischen Platte und Nietkopf lassen

    (Nietvorsatzlehren nutzen) • Schrauben bitte nicht fest auf die Platte anziehen! • Tragprofilstöße an Plattenstößen anordnen (vermeidet Zwängungen

    aus gegenläufiger Wärmedehnung)

    Fest- und Gleitpunkte (Unterkonstruktion) • Festpunkt- (FP) und Gleitpunkthalter (GP) für die Tragprofilbefestigung

    berücksichtigen • Bei Unterkonstruktionsstößen dürfen Fassaden-Elemente diese nicht

    überspringen und an das untere oder obere Tragprofil befestigt werden. Das Prinzip ist: Tragprofilstoß = Plattenstoß

    Bohrung in der Unterkonstruktion

    Bohrung in der Platte

    Anleitung für zentrisches Bohren

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    BEARBEITUNGSMETHODEN

    Sägen mit Handkreissäge (Maschine) Grundsätzlich muss bei Handkreissägen die geeignete Schnittgeschwin- digkeit zur Verarbeitung der Aluminium-Verbundplatten eingehalten werden.

    Sägen mit Stichsäge (Maschine) Bei Handstichsägen Modelle mit Pendelhub verwenden.

    Werkzeuge • Sägeblätter für Holz und Kunststoffe, Zahnteilung = 2,5 mm

    für Feinschnitte, z. B. Bosch Sägeblatt T101B • Sägeblätter für Aluminium, Zahnteilung = 2 mm

    Trennfräsen Auf herkömmlichen Fräsmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren ist eine gute Bearbeitung der Aluminium-Verbundplatten gewährleistet. Druckstellen an der Oberfläche beim Aufspannen der Werkstücke können durch Zwischenlagen aus Holz oder Kunststoff vermieden werden. Vakuumtische mit MDF-Platten als Opferplatten sind zu bevorzugen.

    Sägeblätter (Plattenkreissägen)

    Aluminium-Verbundplatten • Hartmetall-Kreissägeblätter Trapez-/Flachzahn • Flachzähne 45° angefast für gratfreie Kanten • Sägeblatt – Ø = 300 mm für Striebig Sägetyp Standard II

    Z = 72 (Paketschnitte), Z = 96 (saubere Einzelschnitte)

    • Sägeblatt-Ø = 250 mm für Holz-Her Sägetyp Z = 60 (Paketschnitte) Z = 80 (saubere Einzelschnitte)

    • Bohrungs–Ø = 30 mm • Zahndicke 3,2 mm • Freiwinkel 15° • Spanwinkel 10° positiv • Drehzahl 5000 U/min.

    10°

    15° 17° 45°

    3,2

    45°x 0,3

    0,4

    Zahngeometrie Trapezzahn/ Flachzahn

    Paketschnitt

    Schneidengeometrie für fachgerechtes Nachschärfen

    TechnI

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