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Aktion November 2013
Date post:12-Mar-2016
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Die Vorarlberger Monatszeitung fr Arbeit und Konsumentenschutz
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  • Pflegeberufe erkmpften neuen Kollektivvertrag

    November 2013Nr. 9/2013, XXVII. JahrgangZugestellt durch Post.at

    Die Vorarlberger Monatszeitung fr Arbeit und Konsumentenschutz www.ak-vorarlberg.at

    Ich hoffe, dass sich andere Branchen ein Beispiel an dem neuen Sozial-KV nehmen und Regelungen wie Fortbildungs-zeit, -geld und Sabbat in den Vertrag aufneh-men knnen. (Seite 7)

    AKtion EXTRA: Weiter mit BildungWie die AK Vorarl berg entscheidende Akzente im Bildungsbereich setzt.

    Zum Herausnehmen

    Im Keller liegt viel Sparpotenzial brachIn der dritten Folge der Serie ber Energiesparen im Haushalt verrt Ihnen ein Experte das enorme Sparpotenzial durch zeitgeme Heizungspumpen.

    Seite 5

    Integra und Werkzeit gehen Hand in HandDie Geschftsfhrer Robert Baljak und Stefan Koch sprechen im Inter-view ber die Fusion und die Zu-kunft der neuen Integra Vorarlberg.

    Seite 4

    VKI-Test: Neue Skier rocken die Piste Der VKI testete 21 Ski-Modelle fr die kommende Skisaison. Die Damenmodelle kamen nicht immer gut an.

    Seite 8

    Mehr unbeschwerte Zeit fr FamilienVerschrnkter ganztgiger Unterricht die Volksschule Oberau in Feld-kirch wagt den Versuch.

    Seite 10

    Aktivitts- und Schlaf-Tracker gewinnenIhre Meinung wird belohnt:

    Unter allen Leser- reaktionen verlost die

    AKtion einen Aktivitts- und Schlaf-Tracker The One von fitbit.

    Seite 12

    Seiten 6/7

    Ihr Kontakt zur AK Vorarlberg

    AK-RechtsserviceTel. 050/258 Betriebsreferat 1500Info Arbeitsrecht 2000Insolvenzrecht 2100Sozialrecht 2200Lehrlinge/Jugend 2300Arbeitsrecht Feldkirch 2500Familie/Frauen 2600Konsumentenschutz 3000Steuerrecht 3100AK Bregenz 5000AK Dornbirn 6000AK Bludenz 7000

    Aus dem Inhalt

    Als kalorien- und zuckerarm werden sie beworben, doch die vermeintlich gesunden Erfrischungsgetrnke entpuppten sich im AK-Lebensmitteltest als se Kalorienbomben. Seite 9

    Kalender 2014

    Holen Sie sich wieder den prak-tischen Taschenkalender der AK Vorarlberg. Behalten Sie wichtige Termine im Auge und dokumen-tieren Sie Ihre Arbeitszeit. Auch zahlreiche Hin-weise finden Sie in dem Kalender, wie zum Beispiel Ter-mine von Mrkten, Ausstellungen, Fes-tivals und anderen Veranstaltungen in Vorarlberg.

    facebook.com/akvorarlberg

    Telefon 050/258-8000,bestellen@ak-vorarlberg.at

    Stark fr Sie:Bildung

    AK-Prsident Hubert Hmmerle

    Eine totale Flexibilisierung der Arbeitszeiten fr Frauen fordert die WK-Teilorganisation Frau in der Wirtschaft. AK-Prsident Hubert Hmmerle ist entsetzt ber diesen Vorschlag: Die Frauenarmut wrde dadurch nur weiter steigen.

    Ausgerechnet den Frauen, die vielfach in prekren Verhltnissen arbeiten und leben, wrde mit dieser dreisten Forde-

    rung weiter Geld entzogen, ist Hm-merle emprt: Wenn der angebliche Gewinn fr die Arbeitnehmerinnen darin besteht, dass sie ihre berstun-denzuschlge verlieren, auf Abruf zur Arbeit bereit stehen mssen und zu Hause bleiben knnen, wenn weniger im Betrieb luft, dann ist das kein Ge-winn, sondern eine Zumutung.

    Lngere Durchrechnungszeitru-me, weniger Zuschlge fr Mehr- und

    berstunden sowie die Aushebelung von Schutzvorschriften etwa bei Heim-arbeit bringen nur eines: weniger Geld fr noch mehr Arbeit davon profitie-ren nur die Betriebe.

    Es ist wirklich erstaunlich, fr wie dumm die Frauen in der Frage der Arbeitszeitflexibilisierung verkauft werden sollen. Die Wirtschaftskam-mer jubelt, wie toll das doch wre, wenn die tgliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden angehoben wrde. Dann wren Stunde neun und zehn keine berstunden mehr. Und noch besser: Zuschlagsfrei! Welch ein Vorteil fr die Frauen. Fr ihre Bereitschaft zur Flexibilitt fallen sie mit dem Ein-kommen zurck.

    Totale Flexibilisierung: Frauen zahlen drauf

  • Brot verkommt zu KunstlebensmittelAKtion Oktober 2013: Vollkornbrote im AK-LebensmitteltestBrot eines der ltesten Nahrungs-mittel unserer Welt verkommt immer mehr zu einem genmanipu-lierten, mit unzhligen Hilfsmitteln angereicherten Kunstlebensmittel. Es ist daher zu begren, dass die AK das Brot einmal aufs Korn genommen hat. Einige Bcker in unserem Land haben dieses bel schon erkannt und erzeugen Brot mit natrlichen Inhalts-stoffen und Getreide aus biologischer Landwirtschaft. Es darf doch nicht sein, dass Teiglinge unbekannter Her-kunft bei uns aufgebacken und billig verscherbelt werden. Ins Brot gehren eigentlich nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe oder Sauerteig. Sicher schme-cken auch verschiedene Krner oder

    Gewrze vorzglich. Das Wichtigste sind aber die Qualitt und die Nach-vollziehbarkeit deren Herkunft. Hier sind der heimische Bcker und der Handel gefordert. Auch der kritische Konsument kann zur Verbesserung des Grundnahrungsmittels Brot bei-tragen. Es wre schn, wenn die AK in einigen Monaten das Brot noch-mals aufs Korn nimmt und schaut, ob eine Besserung eingetreten ist.Thomas Koschat, Dalaas

    Bei der Vielfalt an Broten, die dem Konsumenten geboten werden, ist es wohl schwierig, alle Zutaten, die laut Namen drin sein sollten, geschmack-lich herauszufinden. Das besagt Ihr Artikel, dass von 25 Broten nur 11 Brote standhalten konnten. Leider haben hier die Konsumenten viel Mitschuld, denn wre die berzogene Nachfrage an so hoher Vielfalt nicht

    gegeben, tten sich die Erzeuger auch etwas leichter. Unser Anspruch ist so hoch. Warum muss abends um 18 Uhr die Ware noch frisch und resch in den Regalen stehen und massige Kilo Brot tglich entsorgt werden? Schon dieser Gedanke allein sollte uns zu

    denken geben. Wo soll diese Ver-schwendung noch hinfhren? Mein Schreiben entspricht nicht ganz Ihrem Artikel, aber es rgert mich so sehr, wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen, dass ich dies jetzt zum An-lass nehme, um vielleicht bei einigen

    Brgern das Gewissen wach zu rtteln und aufs Korn zu nehmen.Roswitha Steger, Bregenz

    Eine sehr interessante AK-Probe-verkostung von Vollkornbroten mit interessanten Ergebnissen von heimi-schen Bckereien. Da ja momentan Vollkornbrot ein Mainstreamthema ist, springen viele Bckereien auf den Zug auf. Leider werden auch viele auf Weizenmehl basierende, mit Roggen und wenig Schrotanteil eingefrbte Brote (durch Malz) im Handel ange-boten, was durch die dunkle Farbe als Vollkornbrot gelten knnte. Da hilft nur der Bcker des Vertrauens, der bewusst auf Kundenservice setzt.Thomas Pree, Bregenz

    Dank der Arbeiterkammer ist wieder einmal feststellbar, dass die Kunden groteils von den Produzenten, Hnd-lern, Verkufern, Lebensmittelgeschf-ten und so weiter an der Nase herum gefhrt werden. berall ist Geschfte-macherei und Gier dahinter eine schreckliche Bilanz! Viel Gewinn ma-chen ist nicht genug. Der Konsument wird mit allen denkbaren Mitteln belogen und betrogen und das in allen denkbaren Bereichen. Es ist fast nicht mehr mglich, auf ehrlicher Vertrau-ensbasis zu leben das ist in vielen Bereichen zu merken. Eine furchtbare Gesellschaft hat sich entwickelt!Ingrid Grasbon, Bludenz

    2 Politik NOVEMBER 2013

    Liebe Leserinnen,liebe Leser,

    Wir Vorarlberger sind nicht gerade berhmt dafr, bei Lohnverhandlun-gen und anderen arbeits- und sozial-rechtlichen Anliegen auf die Strae zu gehen und ffentlichen Druck aufzubauen. Das berlassen wir viel lieber den Kolleginnen und Kollegen in den Grobetrieben anderer Bun-deslnder. Umso erstaunlicher war die Solidarisierung der Beschftigten in den privaten Sozialeinrichtungen und Pflegeheimen Vorarlbergs, als es um die Neugestaltung ihres Kol-lektivvertrages ging. Noch nie in der Geschichte der Vorarlberger Gewerk-schaftsbewegung haben an die 1000 Beschftigte in einer gemeinsamen

    Betriebsversammlung demonstriert, dass sie sich nicht lnger mit schnen Worten abspeisen lassen werden.Mit dieser Untersttzung im R-cken konnte die Gewerkschaft fr Privatangestellte, Druck Journalis-mus, Papier (GPA-djp) in Vorarlberg schlussendlich mit dem Arbeitge-berverband einen neuen Kollektiv-vertrag ausver-handeln, der zu den modernsten in sterreich zhlt. Deutlich bessere Entloh-nung in allen Verwendungsgruppen, insbesondere fr Sozialarbeiter und das Pflegepersonal, ein Mindestlohn von 1500 Euro und die Anrechnung der gesamten Karenzzeit fr Vorr-ckungen sind Eckpfeiler des neu-en Sozial-Kollektivvertrags. Rund 4700 Dienstnehmer, vorwiegend

    Frauen, profitieren von diesem Ver-handlungserfolg. Aber auch fr die Dienstgeber wird der neue KV bei der Personalsuche von Vorteil sein. Immerhin konnte damit die Lcke zu den Gehltern in den Kranken-husern geschlossen werden. Mittel-fristig sind die Beschftigten in den Pflegeheimen sogar besser gestellt.

    Deren neues Ge-haltsschema ist im Grunde ge-nommen nur fr die rzte eine echte Verbesse-

    rung. Deshalb wohl wird soweit bisher absehbar der ganz ber-wiegende Teil des Pflegepersonals in den Krankenhusern nicht in das neue Gehaltsschema einsteigen. Das ist kein Problem fr alle, die bereits dort in Beschftigung stehen, sehr schlecht allerdings fr die Neueintre-

    tenden. Diese starten zwar mit guten Anfangsgehltern, bekommen aber die letzten 20 Jahre bis zur Pension keine Gehaltsvorrckung mehr.Diesen gravierenden Fehler haben die Verhandler fr die privaten Sozialein-richtungen vermieden und sicherge-stellt, dass trotz deutlicher Abflachung der Gehaltskurve mit zunehmendem Alter immer noch eine positive Ge-haltsentwicklung gewhrleistet ist. Das ist langfristig notwendig, sozial gerecht und bringt den Leistungen der Mitarbeiter jenen Respekt entgegen, den sie auch am Lohnzettel und nicht nur in den Sonntagsreden ber Wert-schtzung erfahren sollten. Alles in allem zeigt sich: Wer kmpft, gewinnt!

    AK-Direktor Rainer Keckeis

    Kommentar von AK-Direktor Rainer Keckeis: Kmpfen lohnt sich die Pflegeberufe zeigen, wie es geht

    Nur die Geschlossenheit der Mitarbeiter hat den neuen

    Sozial-KV mglich gemacht.

    Impressum

    Die Vorarlberger Zei

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