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Ablauf- und Terminplanung von Projekten Ablauf und Terminplanung von Projekten.
Date post:06-Apr-2016
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  • Ablauf und Terminplanung von Projekten

  • GrundlagenAufbauend auf der Kenntnis des Projektinhalts, also auf der Menge der zu erledigenden Arbeitspakete, ermittelt die Ablauf- und Terminplanung die technologische und zeitliche Anordnung der Aufgaben. Diese Planung ermittelt terminliche Aussagen ber das Projekt (z.B. Zwischen- und Endtermin) und ist Basis fr weitere Planungen (z.B. Ressourceneinsatz, Kostenverlauf)

  • GrundlagenUnterscheidung:Ablaufplanung: Festlegung der logischen Anordnung von AufgabenelementenFristen-/Terminplanung:Parameter Zeit wird in die Ablaufplanung eingefgt

    Ein Ablauf besteht aus folgenden Teilen:Vorgang: Ein Vorgang ist durch die Ereignisse Anfang und Ende begrenzt.Ereignis(Meilenstein):Ablaufelement, das einen bestimmten Zustand reprsentiert. Besitzen die Dauer=0Abhngigkeit: Ablaufelement das die Beziehung zwischen den Vorgngen reprsentiert.

  • MethodenGeschwindigkeitsdiagrammTerminlisteZeitfixierter BalkenplanVernetzter BalkenplanNetzplan

    Diese Terminplanungsmethoden sind abwrtskompatibel, d.h. die jeweils in der Liste darber stehenden, einfacheren Terminplanungen sind in der darunter liegenden enthalten.

  • a. GeschwindigkeitsdiagrammGrobe Darstellung des Projektablaufs mittels Leistungskenngren.

    Formen der Darstellung: Weg-Zeit-DiagrammMengen-Zeit-DiagrammLeistungs-Zeit-Diagramm

  • b. TerminlistenUnterscheidung: Endereignisse der Projektphasen (Meilenstein-Terminliste, Phasenplan, Meilensteinplan)Endereignisse der Arbeitspakete bzw. Vorgnge (Vorgangsterminliste, Vorgangsliste)

  • Meilensteinplan(Meilenstein-Terminliste, Phasenplan)Liefert eine grobe Terminplanung eines Projekts ber ausgewhlte EreignisseLeistungsfortschritt zwischen den Meilensteinen wird nicht berwacht

    Das Stage-Gate-Modell Stellt einen definierten Projektablauf dar, indem der Schwerpunkt auf wenige standardisierte Meilensteine (Gates) gelegt wird.

  • Vorteile des Stage-Gate-ModellPlanungs- und Steueraufwand wird minimiertAbteilungsbergreifende Zusammenarbeit und Gesamtprozess-Sicht wird gefrdertAlle Prozessbeteiligten wissen wegen den standardisierten Stages und Gates ber den Status und die weiteren Schritte bescheid. Der Informations- und Entscheidungsprozess ist klar definiert und fokussiertVom Kunden gewnschten Termine werden vermehrt eingehalten

  • VorgangslisteLiefert in berblicksform die Fertigstellungstermine der ArbeitspaketeArbeitsfortschritt innerhalb des einzelnen Arbeitspakets wird nicht berwachtBesteht aus einer Auflistung der im Projekt zu erledigenden Arbeitspakete mittels Code-Nummer und Arbeitspaketbenennung sowie Eintragung der vorgesehenen Endtermine.

  • Beispiel Vorgangsliste

    AP-NrAP-BeschreibungTermin1.1Projektauftag schriftlich erteilt4/091.2Projektplanung und Projektorganisation beendet5/094.2Projektmanagement-Workshop fr das Topmanagement 6/093.3Projektmanagement-Grundlagen- und Aufbauseminar fr alle wichtigen Nutzer abgeschlossenoffen

  • c. BalkenplanGrafische Darstellung der Aufgaben und Termine unter Bezug der Dauern als DurchlaufzeitWesentliches Kommunikationsinstrument mit dem ProjektauftraggeberDer einzelne Vorgang wird als zeitproportionaler Balken dargestelltZeitliche berlappungen sind unmittelbar ersichtlich

  • Balkenplan

  • Vernetzter BalkenplanDer vernetzte Balkenplan ist ein Balkenplan, der die erforderlichen Abhngigkeiten enthlt ( ablauflogisch, ressourcenbedingt)Sind im vernetzten Balkenplan alle Abhngigkeiten eingetragen, besitzt er den gleichen Informationsgehalt wie der Netzplan

  • Vernetzter Balkenplan

  • d. NetzplanRechnerische Ermittlung der FristenSichtbarmachen von kritischen Wegen, PufferzeitenGrafische (tabellarische) Darstellung eines Projektablaufs Zunchst ein Ablaufplan und wird durch Berechnung ein Fristenplan und durch bertragung in den Kalender zum TerminplanHat hchsten Informationsgehalt

  • Netzplan

  • Netzplan-ArtenVorgangspfeil-Netzplan (VPN)Vorgnge werden durch Pfeile dargestellt Knoten reprsentieren die Abhngigkeiten als Zusammenfall eines Start- und EndereignissesEreignisknoten-Netzplan (EKN)Pfeil reprsentiert Abhngigkeit zwischen Ereignissen, bewertet mit einem ZeitabstandKnoten stellen Ereignisse dar

  • Netzplan-ArtenVorgangsknoten-Netzplan (VKN)Knoten stellen die Vorgnge im Projekt dar. Es werden Vorgangsbezeichnung, Vorgangsnummer und Vorgangsdauer eingetragenVerbindungspfeile reprsentieren die AnordnungsbeziehungenIm Projektmanagement werden heute praktisch ausschlielich Vorgangsknotennetze verwendet

  • Detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise in der Ablaufplanung und TerminplanungAbbildung: Vorgehensweise bei der Ablauf- und Terminplanung

  • 1. Die VorgehensschritteEin Vorgang ist, wie bereits definiert, ein Geschehen mit definiertem Anfang und Ende, das Zeit erfordert.Kennzeichen:Erfordert Bereitstellung von EinsatzmittelnVerursacht KostenWird ohne Unterbrechung abgewickeltZusammenstellung von Vorgngen findet man in der Vorgangsliste

  • Die Festlegung der Vorgnge hat auf der Grundlage der ermittelten Arbeitspakete zu erfolgen. Dabei sind je nach Erfordernis einzelne Arbeitspakete zu zerlegen, bis sich Vorgnge ergeben, auf die folgende Aussagen zutreffen:

    Der Vorgang wird ohne Unterbrechung durchgefhrtDer Ressourceneinsatz bleibt whrend der gesamten Vorgangsdauer konstantEs besteht eine proportionale Beziehung zwischen Vorgangsdauer und Arbeitsfortschritt

  • 2. Ermittlung der AnordnungsbeziehungenUmfasst die Festlegung aller unmittelbaren Abhngigkeiten zwischen den Vorgngen bzw. Ereignissen sowie die Art der jeweiligen AbhngigkeitEs gibt vier prinzipielle Anforderungsbeziehungen: Normalfolge, Ende-Anfang-Beziehung Das Ende von Vorgang 1 ist Voraussetzung fr den Anfang von Vorgang 2. (z.B: Ende von Montage ist Beginn von Inbetriebsetzung)Anfangsfolge, Anfang-Anfang-Beziehung Der Anfang von Vorgang 1 ist Voraussetzung fr den Anfang von Vorgang 2. (z.B: Beginn der Programmierung ist Voraussetzung fr den Anfang von Dokumentationsarbeiten)

  • Endfolge, Ende-Ende-Beziehung Das Ende von Vorgang 1 ist Voraussetzung fr das Ende von Vorgang 2. (z.B: Das Ende der Montage ist Voraussetzung fr das Ende der Aufrumarbeiten)Sprungfolge, Anfang-Ende-Beziehung Der Anfang von Vorgang 1 ist Voraussetzung fr das Ende von Vorgang 2. (z.B: Anfang der Nutzung der Heizung ist Voraussetzung fr das Ende des Heizungsprovisoriums)

    In der Praxis werden die Normal-, Anfangs- und Endfolgen verwendet wobei diese Folgen auch kombiniert werden knnen. Als Strategien bei der Entwicklung der Ablauflogik knnen Nachfolger-Sichtweise und Vorgnger-Sichtweise unterschieden werden.

  • 3.Erstellung des AblaufplansDie grafische Darstellung in Netzplantechnik wird heute meist nur noch in tabellarischer Darstellung ausgefhrtIn der Balkenplantechnik braucht man immer Ablauf- und Terminplne zugleich, da die Darstellung zeitmastblich erfolgt.

  • 4.Ermittlung der Vorgangsdauern bzw. ArbeitspaketdauernDie Durchfhrungsdauer ist die Zeitspanne von Anfang bis Ende des Vorgangs.Die Erfassung der Vorgangsdauern kann wie folgt ablaufen: -ist vorgegeben (z.B:organisatorisch) -wird aus Erfahrungen direkt geschtzt -wird ber das Mengengerst ermittelt (Montage eines Stuhles 2 Stunden Montage von 20 Sthlen 40 Stunden) -Dauer wird indirekt ber die Schtzung des Aufwand ermittelt

  • Methoden der AufwandschtzungVergleichsmethode (Schtzung) -basiert auf Erfahrungen und Vorstellungsvermgen -gut strukturierte Dokumentation wichtig -Gruppenurteile besitzen hhere Aussagesicherheit

    Parametermethode (algorithmische Verfahren) -basiert auf quantitiver aufwandsrelevanter Gre (Parameter) -Mglichkeit eines formelmigen Zusammenhangs zwischen Parameter und dem gesuchten Aufwand ist die Statistik (mit Regressionsrechnung bzw. als mathematische Formel)

    Kennzahlenmethode (Berechnung mittels Richtwerten) -basiert auf Verwendung von Kennzahlen in Form von Leistungseinheiten (z.B: LKW Fuhren pro Arbeitstag,...)

  • Zeitreserven mglichst in der Schtzung vernachlssigen (ansonsten sichtbar dokumentieren)Schtzungen auf wirtschaftlichen Mitteleinsatz aufbauen Diagramm zwischen Ressourceneinsatz bzw. Kosten und der DurchfhrungszeitStrungen schon in der Planung terminlich bercksichtigen

  • Zeitanalyse Fristenplanung (Relativzeitwerte): - Ermittlung der Projektdauer

    Terminplanung (Kalenderdaten):- Analyse der terminlichen Durchfhrbarkeit des Projekts aufgrund vorgegebener Fixtermine

  • Extremwerte Vorwrtsrechnung: Hier wird die frhestmgliche Lage berechnet

    Rckwrtsrechnung:Hier wird die sptesterlaubte Lage berechnet

  • Puffer1.) Gesamtpuffer (GP):Ist jene Zeitspanne, um die ein Vorgang spter beginnen kann oder gestreckt werden kann, ohne das Projekt zu gefhrden.2.) Freie Puffer (FP):Wird immer fr einen bestimmten Vorgang berechnet unter der Annahme, dass er selbst zu seinem frhesten Anfangszeitpunkt beginnen kann

  • Fixtermine Absolute Fixtermine Nicht-frher-als-Fixtermine Nicht-spter-als-Fixtermine Intervall-Fixtermine (ein Ereignis muss im Intervall oder darf nicht im Intervall liegen, z.B. Winterpause)

  • Zeit-Kosten-OptimierungKapazittsmanahmen- berstunden, Wochenendarbeiten - zustzliche Kapazitten - Auswrtsvergaben Technologische Manahmen - berlappung von Vorgngen - leistungsfhige Ressourcen zuteilen Organisatorische Manahmen - Team umbesetzen - nderung der Projektorganisation

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