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9. Stakeholder-Workshop - Home: Dialog ?· Handel Online-Recherchen zu dem Produkt voraus. Der...

Date post:17-Sep-2018
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  • 9. Stakeholder-Workshop

    THEMA: ALLES NUR WERBUNG - ODER WAS?

    Digitale Medien haben eine zunehmende Bedeutung bei der Vermitt-lung produktbezogener Botschaften an Konsumenten. Im Jahr 2015 gehen voraussichtlich etwa 30 Prozent aller Einkufe im stationren Handel Online-Recherchen zu dem Produkt voraus. Der Anteil des On-line-Handels nimmt ebenfalls weiterhin zu.

    Entsprechend wachsen die digitalen Kommunikationsangebote: Orga-nisationen bieten Apps mit produktbezogenen Informationen, die ber einen Scan des EAN-Codes ausgegeben werden knnen. Verbraucher geben immer mehr produktbezogene Bewertungen auf Hndlerporta-len ab und tauschen ihre Erfahrungen in Blogs aus. Entsprechend ver-suchen Hersteller, Hndler, Verbraucherschtzer und Medien, die Kon-sumenten ber das Internet mit ihren Botschaften zu erreichen.

    Vor diesem Hintergrund werden im 9.Dialog Kosmetik Mglichkeiten der digitalen Kommunikation ber Kosmetika diskutiert. Zur verbes-serten Information ber Inhaltsstoffe wurde eine Ergnzung des EAN-Codes diskutiert sowie Ideen zu einem digitalen Info-Service gesam-melt. Startpunkt knnte eine App mit einem begrenzten Informations-angebot zu allergenen Inhaltsstoffen sein, die auf der INCI-Datenbank aufbaut. Ergnzt ber ein Benutzerprofil, knnten so Allergiker ber den Scan des Produktes zielgerichtet mit gemeinsam getragenen Pro-duktempfehlungen versorgt werden.

    Da hierzu viele offene Fragen geklrt werden mssen und strategische Entscheidungen von den beteiligten Akteuren erforderlich sind, wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Behrden, Herstellern und Ver-bnden eingerichtet, die sich im Nachgang mit Lsungsmodellen be-schftigen soll.

    IN DIESEM HEFT

    Rckblick und Ausblick ........... 2

    Sicht der Konsumforschung .... 3

    Sicht des BfR........................... 5

    Sicht des Experten ................... 7

    Ergebnisse Ideenwerkstatt ...... 8

    Diskussion & Vorgehen ........... 9

    Teilnehmer/Impressum...10

    THEMA DIESER AUSGABE

    Werbung, Information & Kommunikation ber kosme-tische Produkte

    Ausgabe Juli 2015

    Ausgabe 9

  • Steckbriefe und weitere Papiere knnen auf www.dialog-kosmetik.de abgerufen werden!

    RCKBLICK & AUSBLICK Klaus Afflerbach (health&m edia

    GmbH) stellt die Aktivitten der Arbeits-

    gruppen (AG) seit dem letzten Treffen des

    Stakeholder-Dialogs Kosmetik vor.

    AG Nano-Inhaltsstoffe: Steckbriefe

    Die AG beschftigt sich mit der Erarbei-

    tung und Abstimmung weiterer Steckbrie-

    fe zu relevanten Nano-Inhaltsstoffen von

    Kosmetika. Mittlerweile sind neben dem

    Faltblatt und dem Grundlagenpapier

    sechs Steckbriefe abgestimmt worden, die

    auf den Internetseiten www.dialog-

    kosmetik.de abgerufen werden knnen.

    Weitere sind in Bearbeitung.

    AG Onlinehandel: Flyer

    Die AG hat Flyer zu den Themen Einkauf

    von Kosmetik im Internet Die wichtigs-

    ten Tipps und Damit aus dem Kauf im

    Internet kein Internepp fr Sie wird erar-

    beitet (Download unter www.dialog-

    kosmetik.de).

    Beteiligt waren die Arbeitsgemeinschaft

    sthetische Dermatologie und Kosmetolo-

    gie e.V. (ADK), der Bundesverband Deut-

    scher Kosmetiker/innen e.V., das Bundes-

    amt fr Verbraucherschutz und Lebens-

    mittelsicherheit, der Bundesverband E-

    Commerce und Versandhandel Deutsch-

    land e.V., der Deutsche Allergie- und

    Asthmabund e.V., das DHB-Netzwerk

    Haushalt, die Verbraucher Initiative e.V.,

    der Fachverband des Einzelhandels mit

    Parfums, Kosmetik sowie Krperpflege-

    und Waschmitteln im Handelsverband

    Deutschland - Bundesverband Parfme-

    rien, der Industrieverband Krperpflege-

    und Waschmittel e.V. und die Verbrau-

    cherzentrale NRW.

    WAS, WANN, WO?

    Datum: 19. und 20. Januar 2015

    Ort: Le Mridien Parkhotel,

    Frankfurt am Main

    Thema: Umfassende, glaubwr-

    dige und verbrauchernahe Infor-

    mation? Geht das? Und wenn ja,

    wie?

    ZIELE

    Information ber Trends

    und technische Mglichkei-

    ten der digitalen Information

    und Kommunikation ber

    verbraucherrelevante The-

    men der Kosmetik

    Austausch ber Positionen

    und Haltungen aus Sicht der

    Akteure (Hersteller, Handel,

    Behrden, Verbraucher- und

    Umweltschutz)

    Auslotung von Mglichkeiten

    zu gemeinsam getragenen

    Aktivitten der Information

    und Kommunikation

    2

    Tag des Sonnenschutzes

    Die vorbereitenden Arbeitsgruppen haben

    folgende neue Info-Materialien erarbeitet:

    2 Aktionsposter

    Grukarte mit QR-Code zu tagesak-tuellen Lichtschutzfaktor-

    Empfehlungen

    Faltblatt 10 Tipps fr den optimalen Schutz

    Apps zur Bestimmung des Licht-schutzfaktors (LSF)

    E-Book

    Aktionskalender

    Die Verbreitung des E-Books erfolgt in

    Kooperation mit www.haut.de. Es dient

    der Vermittlung zielgerichteter Fragen,

    Antworten, Hintergrundinformationen

    und praktischer Tipps zum Sonnenschutz.

    Patienten und Verbraucher haben die

    neue bersichtskarte zu den Aktionen am

    Tag des Sonnenschutzes sehr gut ange-

    nommen.

    www.haut.de

    Als neuer Kooperationspartner der Platt-

    form konnte der Bundesverband Parfme-

    rien e.V. gewonnen werden. Die Plattform

    wurde um die Kategorie: Experten geben

    Rat ergnzt. Hier finden Verbraucher

    Interviews mit Experten zu unterschiedli-

    chen Themen, z.B. Inhaltsstoffe, Kosme-

    tiksicherheit, Sonnenschutz, Produkt-

    transparenz. Die Kategorie "Experten

    geben Rat" wird kontinuierlich mit neuen

    Interviews ergnzt.

    Die INCI-Datenbank ist weiter ergnzt

    worden. Aktuell sind 20.000 Inhaltsstoffe

    in der Datenbank, zu 2.000 Stoffen gibt es

    weiterfhrende und laienverstndliche

    Erluterungen. Das Selektieren nach

    Funktionen und Produktgruppe ist jetzt

    mglich. Die Nutzer-Statistiken zeigen,

    dass sich die Hlfte der User fr die INCI-

    Liste interessiert.

    Geplant ist neben der kontinuierlichen

    Pflege der INCI-Datenbank der Relaunch

    des Internetportals und die Gewinnung

    weiterer Kooperationspartner.

  • IMPULS 1: WIE WERDEN VERBRAUCHER ZUKNFTIG BER KOSMETIK INFORMIERT?

    DIE SICHT EINER KONSUMFORSCHERIN

    PERSONALISIERTE VORAUSWAHL FR SMART-PHONE-APPS

    Europa Bendig sieht zurzeit fol-

    gende Mglichkeiten einer perso-

    nalisierten Vorauswahl fr Smart-

    phone-Apps:

    1. Watson, der virtual expert

    personal shopper. Watson ist

    darauf ausgelegt, menschliches

    Verhalten beim Einkauf nachvoll-

    ziehen und imitieren zu knnen.

    So kann er Prferenzen eines

    Nutzers erkennen und aus dem

    Stegreif Fragen beantworten.

    Werbetreibende knnen ber

    Watson mit den Kunden intera-

    gieren.

    2. Beacon Technologie

    (personalisierte, kontextbezogene

    Angebote). Diese reichen von der

    gezielten Einblendung von Pro-

    duktinformationen im Geschft

    ber Sonderangebote, Lenkung

    der Besucherwege im Geschft bis

    zum mobilen Einkauf im Einzel-

    handel. Auch eine detaillierte

    Analyse des Kaufverhaltens durch

    gespeicherte Daten sei mglich.

    Bendig: Vertrauenswrdig ist

    nicht immer das, was stimmt,

    sondern das, was stimmig ist.

    Jeder Mensch muss am Tag Inhalte von sinnbildlich 174 Zeitungen verarbeiten

    3

    Europa Bendig, Geschftsfhrer in

    von Sturm und Drang in Hamburg, be-

    richtet von Trends im Informations- und

    Entscheidungsverhalten von Konsumen-

    ten. Ihre These: Der Mensch kann immer

    schlechter zwischen wichtig und unwichtig

    unterscheiden. So msse jeder Mensch am

    Tag Inhalte von sinnbildlich 174 Zeitungen

    verarbeiten.

    Konsumenten nutzten mehrere

    Kommunikationskanle, das Smartphone

    sei der neue Sales-Assistent. Verbraucher

    holten zwar auch weiterhin Informationen

    bei der Stiftung Warentest ein, sie

    belieen es aber nicht mehr dabei. Der

    menschliche Verstand mchte akute

    Risiken minimieren. Wenn die Kaufent-

    scheidung einmal getroffen sei, wrden

    aber nur noch Informationen bercksich-

    tigt, die die eigene Haltung besttigten.

    Konsumenten seien daher mit rationalen

    Kaufentscheidungen berfordert.

    Konsumenten wrden eher denen Ver-

    trauen schenken, die kein kommerzielles

    Interesse aufweisen (z.B. Wissenschaft,

    Stiftung Warentest). Aber auch hier gebe

    es Vertrauensbrche als Beispiel fhrt

    Europa Bendig geflschte Kuferbewer-

    tungen in groen Online-Portalen an.

    Der vielfach verwendete Hersteller-

    Hinweis auf nicht verwendete Inhaltsstof-

    fe wird aus ihrer Sicht eher aus Grnden

    der Werbung als zur Verbraucheraufkl-

    rung verwendet. Daher werde hierber

    auch nicht die Glaubwrdigkeit einer

    Marke gesteigert. Als positives

    Werbe-Beispiel nannte sie einen

    aktuellen, sehr erfolgreichen Spot einer

    Supermarktkette. Dieses Beispiel zeige:

    Vertrauenswrdig ist nicht immer das,

    was stimmt, sondern das, was stimmig

    ist.

    Europa Bendig, Agentur Sturm und Drang

  • Der Aufdruck `Enthlt kein` ist eher Werbung als Information

    NEUE WEGE

    Bendig: Vertrauen entsteht,

    wenn Konsens entsteht. Es

    gilt daher, Glaubensgemein-

    schaften zu sch

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