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10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 1 Der...

Date post:05-Apr-2015
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 1 Der routinierte Umgang mit Neuem. Wie die Professionalisierung von JunglehrerInnen gelingen kann
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 2 Umgang mit dem Neuen. Wie die Professionalisierung von JunglehrerInnen gelingen kann 1. Die aktuelle Situation in der LehrerInnenbildung 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt 3. Wie lernen LehrerInnen? 4. Der Machbarkeitsmythos 5. Konsequenzen fr die Erste, Zweite und Dritte Phase
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 3 1. Die aktuelle Situation in der LehrerInnenbildung Modularisierung von Ausbildungsange- boten (BA/MA) Diskussion um Standards fr die LehrerIn- nenbildung Neugestaltung von Praktika Output-Orientierung (Kompetenzen) bei der Formulierung von Zielen Versuche, Zusammenhnge und Koope- rationen zwischen Erster, Zweiter und Dritter Phase herzustellen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 4 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt Definition pdagogischer Professionalitt von Bauer u.a. (1996, 15): Pdagogisch professionell handelt eine Person, die gezielt ein berufliches Selbst aufbaut, das sich an berufstypischen Werten orientiert, sich eines umfassenden pdagogischen Handlungs- repertoires zur Bewltigung von Arbeitsauf- gaben sicher ist (...), ihre Handlungen unter Bezug auf eine Berufswissenschaft begrnden kann und persnlich die Verantwortung fr Handlungsfolgen in ihrem Einflubereich bernimmt (vgl. auch Bauer 2000).
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 5 Theorien der Lehrerprofessionalitt Kognitions- wissen- schaft (1) Wissens- verwen- dungsfor- schung (2) Struktur- theoreti- scher An- satz (3) Wissens- psychologie (4) Subjektive Theorien Differenz- theorie, 3. Wissens- form Eigenstn- digkeit, si- tuativ, fall- spezifisch Wissen und Knnen sind verschrnkt Groeben, Wahl, Dann Dewe, Ferchhoff, Radtke Oevermann, Koring, Helsper Berliner u.a., Bromme 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 6 Theoretisch begrndete Varianten der LehrerInnenausbildung (1. Phase) Kognitions- wissen- schaft (1) Wissensver- wendungs- forschung (2) Strukturthe- oretischer Ansatz (3) Wissens- psychologie (4) Arbeit an subjektiven Theorien verndert L.- Handeln Keine Ver- wendung; Konventio- nen des Be- rufsstands... Fallverste- hende Re- flexivitt, nicht kog- nitiv reprs. Paedago- gical Con- tent know- ledge; Fo- Lernen Dann u.a.Radtke u.a.Beck u.a.Wildt u.a. 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 7 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt Wissenschaftswissens und Praktiker- wissen sind getrennt (vgl. auch Radtke 1996, Radtke und Webers 1998, Neuweg 2000) Beispiel zur Besttigung der These:
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 8 Theoretisch begrndete Varianten der LehrerInnenausbildung (1. Phase) Kognitions- wissen- schaft (1) Wissensver- wendungs- forschung (2) Strukturthe- oretischer Ansatz (3) Wissens- psychologie (4) Arbeit an subjektiven Theorien verndert L.- Handeln Keine Ver- wendung; Konventio- nen des Be- rufsstands... Fallverste- hende Re- flexivitt, nicht kog- nitiv reprs. Paedago- gical Con- tent know- ledge; Fo- Lernen Dann u.a.Radtke u.a.Beck u.a.Wildt u.a. 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 9 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 10 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 11 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 12 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 13 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt ExpertInnen erfassen bei der Wahr- nehmung von Unterrichtssituationen immer ein didaktisch-methodisches Problem und aktualisieren zugleich das vorhandene Wissen ber geeignete Lsungsschritte, also ihr eigenes Knnen Relevant fr die Genese von Professio- nalitt ist also die Vernderung von Wahrnehmungsstrukturen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 14 2. Theoretische Kontroversen zur Entstehung von Lehrerprofessionalitt fr die Berufsausbung sind die Wahrneh- mungsmuster entscheidend, die wh- rend der praktischen Ttigkeit des Lsens von unterrichtlichen Problemen erworben werden und die also mit eigenem Knnen verbunden sind Experten verfgen ber vielfltiges Fall-Wissen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 15 3. Wie lernen LehrerInnen? Empirischen Studie von Herrmann/ Hertramph (1997, s. auch Herrmann 2002): Besttigung frherer Untersuchungen ber die (scheinbare) Irrelevanz der Allgemeinen Didaktik fr die Unterrichtsplanung: Self- made-Didaktik Aber: Muster des Unterrichtens sind stereotyp bzw. nicht adaptiv; ohne Rcksicht auf unterschiedliche Schlervoraussetzungen (Seidel/Kobarg/Prenzel 2006) Konsequenz: Aus- und Weiterbildung mssen verndert werden
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 16 3. Wie lernen LehrerInnen? Das Fnf-Stufen-Modell der Professionalisierung von Dreyfus und Dreyfus (1986) StufeMerkmalBeispiel I Novize Kontextfreie Regeln werden befolgt, die sich nur auf einzelne Aspekte der Situation beziehen Handlungssicherheit das Verhalten ist un- flexibel Den Schlern nicht den Rcken zudrehen; Keine W- Fragen stellen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 17 3. Wie lernen LehrerInnen? StufeMerkmalBeispiel II Fortge- schritten- er Anfnger Vermischung von Buchwissen und Be- rufserfahrung Aufbau von Fall- oder Episodenwissen begrifflich differen- ziertere Wahrnehmung von Situationen nicht wirklich flexibel Wahrnehmung, dass Schler- Innen auf Leh- rerverhalten entgegenge- setzt reagieren; lsst sein Handeln davon beeinflussen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 18 3. Wie lernen LehrerInnen? StufeMerkmalBeispiel III Kompe- tenter Lehrer Keine Orientierung an Handlungsregeln mehr kann kontextbezo- gene Ziele nennen sieht unterschiedliche Wege, sie zu erreichen flexibel, selbstverant- wortlich Entscheidung, kurz vor Stun- denende kein neues Thema mehr einzu- fhren
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 19 3. Wie lernen LehrerInnen? StufeMerkmalBeispiel IV Gewandt und gebt handeln- der Lehrer Elaborierte Wahr- nehmungsmuster holistisches Ver- stndnis des Pro- zesses erkennt hnlichkeiten bei scheinbar ganz unterschiedlichen Situationen Aufgrund der Beobachtung der Schler- Innen Wechsel von deduktivem zu induktivem Vorgehen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 20 3. Wie lernen LehrerInnen? StufeMerkmalBeispiel V Experte Holistische Wahrneh- mung und integrierte Auffassung von Situ- ationen reagiert ohne An- strengung flssig und den je- weiligen situativen Erfordernissen ange- messen Aufgrund der Klassensituation Themennde- rung von Stil und Methoden der Massen- presse (Bravo) zu Wie erhalte ich mir einen Freund?
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 21 3. Wie lernen LehrerInnen? Denk- und wissenspsychologische Studien wissenschaftliches Wissen hat eine immens hohe Bedeutung fr Lehramt- studierende scheint ihnen subjektiv Sicherheit zu gewhrleisten (Bromme 1995) wandelt sich zu einem pdagogischen Wissen ber Inhalte in Verbindung mit potentiellen Lernhandlungen der Schler- Innen
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 22 3. Wie lernen LehrerInnen? Denk- und wissenspsychologische Studien Dieses Wissen besteht aus Fallwissen; im Gedchtnis existieren also Reprsen- tationen von bedeutungsvollen Situationen (oder Aktivittsszenarien), in denen man selbst bereits und die SchlerInnen (mehr oder weniger erfolgreich) gehandelt hat
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  • 10.05.2006Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe Zur Professionalisierung von JunglehrerInnen 23 3. Wie lernen LehrerInnen? wichtig ist, in welcher Konstellation diese Wahrnehmungsmuster und das Fallwissen erworben werden (was fr Typen von Praktika???!!!) ohne wisse
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