Banken und die demografische Entwicklung

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Die demografische Entwicklung ist in den Banken angekommen. Zwei Drittel der Banken sehen davon ihre Unternehmenspolitik deutlich bis sehr stark beeinflusst. Die aktuell größte Herausforderung stellt für rund die Hälfte der Banken aber immer noch der Umgang mit der Finanzkrise 2008 dar, so die Ergebnisse aus einer Umfrage unter 160 Unternehmen aus dem Finanzbereich. Wie die Hays-Studie „Banken und die demografische Entwicklung 2012“ zeigt, reagieren die Finanzunternehmen auf den demografischen Wandel, indem die Mitarbeiterbindung stärker in den Vordergrund rückt. Banken setzen dabei mehrheitlich auf klassische finanzielle Instrumente wie Entlohnung und Altersvorsorge, weniger auf Entwicklungs- und Karriereperspektiven für die Mitarbeiter.

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BANKEN UND DIE DEMOGRAFISCHE ENTWICKLUNG

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ZEITPUNKT UND METHODE DER BEFRAGUNG

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

• Insgesamt wurden hauptsächlich Entscheider aus 160 Finanzunternehmen in Deutschland befragt.

• Befragungszeitraum: April und Mai 2012

• Befragungsmethode: Onlinebefragung per Bannereinladung und E-Mailing an zufällig ausgewählte Ansprechpartner aus dem Bankensektor

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1.0 STRUKTUR DER BEFRAGTEN UNTERNEHMEN

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UNTERNEHMENSGRÖSSE MITARBEITERANZAHL

Mehrheitlich sind Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in

der Umfrage vertreten – rund ein Drittel sogar mit über 5.000

Mitarbeitern.

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

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BRANCHENINFORMATION

Den Hauptteil der befragten Unternehmen stellen Geschäfts- und

öffentlich-rechtliche Banken dar.

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

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POSITION DER BEFRAGTEN PERSONEN IM UNTERNEHMEN

Drei Viertel der Befragten sind Entscheider in den befragten

Unternehmen.

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

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2.0 HERAUSFORDERUNGEN IM BANKENSEKTOR

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GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG DER UNTERNEHMEN

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Die Auswirkungen der Finanzkrise beschäftigen die Finanz-

unternehmen immer noch am stärksten. Der demografische

Wandel steht nur bei einer Minderheit im Fokus.

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EINFLUSS DER FINANZKRISE AUF UNTERNEHMENSPOLITIK

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

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EINFLUSS DER GLOBALISIERUNG AUF UNTERNEHMENSPOLITIK

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

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3.0 DEMOGRAFISCHER WANDEL

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EINFLUSS DES DEMOGRAFISCHEN WANDELS AUF UNTERNEHMENSPOLITIK

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Rund zwei Drittel der Finanzunternehmen stellen sich dem Thema.

Großbanken mit mehr als 5.000 Mitarbeitern beschäftigen sich

stärker mit dem demografischen Wandel als kleinere

Unternehmen.

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VERANTWORTLICHKEIT FÜR DAS THEMA „DEMOGRAFISCHER WANDEL“ IN DEN UNTERNEHMEN

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Die Verantwortlichkeit korreliert mit der Unternehmensgröße. In

Großunternehmen ist das Thema eher im HR-Bereich, in kleineren

Unternehmen direkt bei Vorstand/GF angesiedelt.

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MAßNAHMEN, UM SICH AUF DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL EINZUSTELLEN

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Angaben in %

aller Unternehmen

N=160

Outsourcing an inländ. DL

Mitarbeiterbindung

Mitarbeitergewinnung

Externe Maßnahmen

Outsourcing ins Ausland

Kooperation mit and. Unternehmen

Neue/erweiterte RekrutierungVerstärkte

Ausbildung

Verstärkte Einstellung

Flex. Arbeits-zeitmodelleMaßnahmen

Vereinb. Berufs- u. PrivatlebenMaßnahmen

Gesundheits-förderungWeiter-

bildung

Förder- und Entwicklungs-programme

Mentoren-programme

Aufbau altersge-mischte Teams

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Frage: Mit welchen Maßnahmen stellt sich Ihr Unternehmen auf den demografischen Wandel ein?

Vermeidung Wissensabfluß

19

18

46

21

17 17

8

5250

49

44

41

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4.0 MITARBEITERBINDUNG VS. -GEWINNUNG

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MITARBEITERBINDUNG VS. -GEWINNUNG

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Schwerpunktmäßig setzen Banken auf Mitarbeiterbindung.

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INSTRUMENTE ZUR MITARBEITERBINDUNG

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Hauptinstrumente zur Mitarbeiterbindung sind klassische Elemente

und rein finanzieller Natur. Mitarbeiterentwicklung, in Form von

Karriereperspektiven, wird seltener angewendet.

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REKRUTIERUNG NEUER MITARBEITER AUS DEM AUSLAND Banken rekrutieren Mitarbeiter mittlerweile auch im Ausland. Nur 16% der

befragten Banken haben noch nicht im Ausland gesucht; immerhin 20%

suchen bei Neueinstellungen immer bzw. sehr häufig im Ausland.

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NEUEINSTELLUNGEN

Aktuell zeigt sich ein steigender Personalbedarf in den Banken:

Rund zwei Drittel stellen neue Mitarbeiter ein oder planen dies in

naher Zukunft.

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NEUEINSTELLUNGEN ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG

Bei der mittelfristigen Personalplanung ist ebenfalls mehrheitlich

eine steigende Nachfrage zu beobachten.

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REKRUTIERUNG VON NACHWUCHSKRÄFTEN UND PROFESSIONALS

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Die Rekrutierung von Nachwuchskräften und Professionals ist für

mehr als 80% der Banken schwierig bzw. hat sich deutlich

erschwert.

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5.0 SOURCING - EINSATZ EXTERNER

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BEDEUTUNG VON SOURCING

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WICHTIGSTE ASPEKTE BEIM THEMA SOURCING

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Kostensenkung ist der Haupttreiber für Sourcing in den Banken.

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VERBREITUNG DES EINSATZES FLEXIBLER ARBEITSVERHÄLTNISSE

Mehrheitlich werden in den befragten Banken externe Mitarbeiter eingesetzt.

Der Einsatz von Selbstständigen ist deutlich weiter verbreitet als die

Arbeitnehmerüberlassung.

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EINSATZ EXTERNER MITARBEITER

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Externe Spezialisten sind Wissensträger für bestimmte Projekte

und Bereiche.

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ENTWICKLUNG DES BEDARFS EXTERNER MITARBEITER

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VORTEILE BEIM EINSATZ EXTERNER MITARBEITER

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Der Vorteil externer Spezialisten liegt in ihrer fachlichen Arbeit, die

geringeren Kosten spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

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HERAUSFORDERUNGEN BEIM EINSATZ EXTERNER MITARBEITER

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

Herausforderung beim Einsatz externer Spezialisten ist die

zeitliche Komponente durch Einarbeitungszeit und Koordination.

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6.0 ZUSAMMENFASSUNG FAZIT

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ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

• Banken gehören zu den attraktiven Arbeitgebern. Aber auch sie spüren den

Einfluss des demografischen Wandels, der mit rückläufigen Bewerberzahlen

und Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Positionen einhergeht. Zu

diesem Thema, das von CIOs aus dem Finanzwesen als eines von neun

relevanten Handlungsfeldern ermittelt wurde, hat Hays eine Onlineumfrage

in Vorbereitung des 4. Finance Forums Germany durchgeführt.

• Hauptergebnisse: Der demografische Wandel ist in den Banken

angekommen. Immerhin zwei Drittel der befragten Finanzinstitute sehen die

Unternehmenspolitik durch dieses Thema deutlich bis sehr stark beeinflusst.

Größte Herausforderung ist aber nach wie vor der Umgang mit den

Auswirkungen der Finanzkrise von 2008.

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ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Frank Schabel, Kathrin Möckel, Hays AG – Juni 2012

• Die Banken reagieren auf den demografischen Wandel, indem sie

Mitarbeiterbindung vor -gewinnung stellen. Außerdem setzen sie vermehrt

externe Mitarbeiter ein, stärker aus dem Bereich der Selbständigen,

zunehmend aber auch aus der Arbeitnehmerüberlassung.

• Trotz der Bedeutung des Themas ist es in den Unternehmen überwiegend

im HR-Bereich angesiedelt. Nur in rund einem Viertel der Banken ist die

Verantwortlichkeit direkt auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene

verankert.